Frühling oder der Lockruf des Weibes

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Frühling – Sie haben Frühlingsgefühle?

Leseprobe aus Lulú von Almudena Grandes

Er führte mir zwei Finger ein und begann in demselben Rhythmus zu stoßen, mit dem ich mich an seiner Zunge bewegte. Kurz darauf ließ er zwei weitere Finger den Damm entlang gleiten, bis zu dem Loch, das er sich kurz zuvor geöffnet hatte. Die Erinnerung an die Gewalt verlieh meiner Lust eine unwiderstehliche Nuance, die mich überwältigte und ein furioses Ende auslöste …

Keine Jahreszeit beschäftigt uns mehr, als der Frühling. Wieviel tausend Gedichte es über das Erwachen der Natur gibt, wird wohl niemand wirklich einzuschätzen in der Lage sein. Das Sprießen der Triebe in seinem doppelten Sinne. Der Triebe, die sich aus der jungfräulichen Erde ranken, die aus frischen Saft tankenden Bäumen entspringen. Und die Triebe, die unsere Gefühle, unsere Wünsche neu zu beherrschen beginnen.
Was muss wohl Goethe gedacht haben, als er schrieb: „Tage der Wonne, Kommt ihr so bald? Schenkt mir die Sonne Hügel und Wald?“
Die Zeit der nackten Beine, die uns das gelegentliche Blitzen des süßesten Teils der Unterwäsche einer Dame so reizvoll beschert.
Warum erregt uns der Anblick eines Höschens? Schauen Sie sich das Titelfoto an. Das Model war gerade Achtzehn geworden. Ob noch Jungfrau? Das weiß man nicht. Aber das ist weniger wichtig. Viel wichtiger ist, dass eben dieses Höschen die Verpackung des wohl erotischsten Körperteils der Frau darstellt und somit unsere Fantasien am stärksten gegenüber allen anderen Kleidungsstücken anregt. Wenn alle Hüllen beseitigt sind, ist es der göttlichste aller Momente, wenn die letzte fällt.
Sie lockt mit ihrem Finger. „Komm, es ist Frühling…! Die Verführung, die Lust…

Auf ein kleines Stück Lustreise in den Frühling möchte ich Sie heute mit einer weiteren Leseprobe aus:

Almudena Grandes – Lulú

verführen. Weibliche Obsessionen und Begierden

Die Wiederbegegnung

Ich beging den Fehler, Chelo zu fragen, ob sie mir einen  großen Gefallen erweisen könne. Aberr natürlich, weißt du doch. Rasier mir die Möse. Was? Ich trau mich nicht so recht, es allein zu machen. Was? Ob du mich rasierst, zu zweit ist es einfacher. Sie weigerte sich, natürlich weigerte sie sich. Das hatte ich schon erwartet, weil ich ihr die Geschichte intimrasurmit Pablo erzählt hatte. Sie wusste, dass es für ihn war, und meine Bitte beleidigte sie ziemlich. Nie, niemals würde sie ihm seine Fahrlässigkeit in puncto Verhütung verzeihen, sie warf sie ihm in zweifacher Hinsicht vor. Zu jener Zeit hatte Chelo noch nicht die Wonnen des geschundenen Fleisches entdeckt, ihr gefielen nur die ganz, ganz fortschrittlichen Jungen, sie schätzte den Koitus interruptus als eine Mischung aus höflicher Geste und Durchsetzung von Gleichheitsprinzipien. Am Ende musste ich es in aller Heimlichkeit, im Badezimmer, allein hinkriegen…

Die sorgfältig in durchsichtiges Zellophan eingewickelte Schachtel enthielt ein Dutzend Objekte aus weißem, beigem und rotem Plastik, eine elektrischen Vibrator mit gerillter Oberfläche, dazu eine Reihe von Überzügen und anderem passendem Zubehör. In einer Tüte steckten zwei kleine Batterien.
„Wenn du möchtest, kann ich es ja mal ausprobieren… jetzt.“
Ich riss das Zellophan ab und studierte den Inhalt eingehend. Ohne größere Schwierigkeiten fand ich den Speicher für die Batterien und lud den Vibrator auf.
„Welcher glaubst du, ist der beste von allen?“
Er antwortete nicht, er stand einfach auf und setzte sich in einen Sessel an der gegenüber liegenden Wand, ungefähr dreieinhalb Meter von mir entfernt, mir direkt gegenüber.
Jetzt wirts du sehen, dachte ich, jetzt wirst du sehen, ob ich erwachsen geworden bin oder nicht. Ich fühlte mich gut, sicher, ich ahnte, dass dies mein einziger Trumpf war, denn daran hatte ich in den letzten Tagen oft gedacht.
Also gut, ich würde ihm zeigen, wie verdorben ich sein konnte. Mir fielen wieder die Worte der Internatsdirektorin ein, ich machte mir selber Mut.
Langsam spreizte ich meine Beine und strich mit einem Finger über mein Geschlecht, nur einmal, dann fing ich zu plaudern an.
„Ich glaube, ich werde mit diesem hier anfangen.“ Ich zog eine Art fleischfarbenen Vibrator, eine ziemlich getreue Nachbildung des Originals, mit Nerven und allem. „Weißt du was? Jetzt finde ich es nicht mehr so gut, dass ich so groß bin. Früher war ich darauf stolz, aber jetzt wäre ich lieber zwanzig Zentimeter kleiner, wie Susana, erinnerst du dich noch an Susana…?“

„Die mit der Flöte?“ So wie er mich jetzt anblickte, weise und heiter zugleich, genauso hatte ich ihn mir all die Jahre über im Gedächtnis zu bewahren versucht.
„Ja, die mit der Flöte, du hast ein gutes Gedächtnis…“ Ich sah ihm unentwegt in die Augen, ich versuchte, kaltblütig zu wirken, so wie eine laszive und erfahrene Frau, aber mein Geschlecht, noch unausgefüllt, wuchs und wurde unaufhaltsam nasser. Und dieses Gefühl hat bei mir noch nie mit UNtätigkeit harmoniert.“So, oh, wie riesig der jetzt ist!… Ich hoffe, es beschämt dich nicht, wenn ich ihn mir jetzt reinstecke, oder?“
Er schüttelt den Kopf.
Ich rieb mein neues Spielzeug ein paarmal an mir, bevor ich es mir langsam einführte.
„Gefällt es dir?“
Seine Frage störte mich in meiner Konzentration.
„Ja, es gefällt mir. ..“ Ich schwieg und blickte ihn an, dann redete ich weiter. „Aber es fühlt sich doch nicht an wie ein richtiger Schwanz, wie ich zuerst gedacht hatte. Zum einen ist er nicht heiß, und da ich ihn selbst bewegen muss, gibt es auch keinen Überraschungsfaktor, verstehst du? Es gibt keinen Wechsel im Rhythmus, kein Anhalten und auch keine schnellen Stöße. Das gefällt mir immer am besten, dieses schnelle Stoßen…“
„Du hast in diesem Jahr wohl viel gevögelt, oder?“
„Na ja, ich habe mich so durchgeschlagen…“ Jetzt bewegte ich meine Hand schneller, stieß gewaltsam dieses Trugbild eines Mannes gegen meine Wände. Es gefiel mir immer besser, es begann mir außerordentlich gut zu gefallen, deshalb hörte ich abrupt auf und beschloss, einen anderen Überzug zu nehmen, ich wollte die Sache nicht überstürzen. Dieser mit den Stacheln, ist der zum Wehtun?“
„Keine Ahnung, aber ich glaube nicht.“
„Hör mal, bist du sicher, dass die Stacheln nicht wehtun? Ich stülpe die jetzt drüber, mal sehen, was dann passiert.“ Ich nahm so eine Art kurze, rote Mütze, die von kleinen Knubbeln überzogen war, und zog sie über den Vibrator. „Oh, das sieht lustig aus. Wo wir gerade von Susana reden, vor ein paar Monaten habe ich eines Nachts von dir geträumt und die Tröster hier haben eine Menge mit dem Traum zu tun.“
Ich zog den Tröster aus mir heraus und nahm ihm das rote Mützchen ab. Ich wollte ihn ohne etwas drum herum ausprobieren, bestimmt war das nicht so wirkungsvoll, die Stacheln begannen nämlich langsam, mich heftig zu erregen. Jetzt wusste er es, wusste, wie verdorben ich sein konnte, und sicherlich wusste er auch noch ein paar Dinge mehr, aber es reichte mir noch immer nicht, ich musste aufs Ganze gehen. „Ich möchte ihn dir blasen, kann ich?“
Er zog sich den Reißverschluss herunter, holte sein Geschlecht hervor und bagann es zu streicheln.
„Ich warte auf dich.“
Auf den Knien rutschte ich zu ihm hin, beugte mich über seinen Schwanz und nahm ihn in den Mund. Nun fing es allmählich an, nach einer wirklichen Wiederbegegnung auszusehen.
„Lulú…“
„Hmmmm“, mir war nicht nach Sprechen zumute.
„Ich würde dich gern in den Arsch ficken.“
Ich machte die Augen nicht auf und wollte auch nicht wahrhaben, was er gerade gesagt hatte. Dennoch schwirrten seine Worte in meinem Kopf herum.
„Ich würde dich gern in den Arsch ficken„, sagte er noch einmal. „Kann ich?“
Ich löste meine Lippen von ihrer absorbierenden Beschäftigung und blickte zu ihm auf, dabei drückte ich sein Geschlecht sanft gegen meine Hand.
Mit seiner rechten Hand – vor meinem inneren Auge sah ich, wie er mit ihr seinen Schwanz umschloss – presste er gegen das Loch, das mir unendlich winzig und zart vorkam.
„Du Hurensohn, du Hurensohn…“
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Er führte mir zwei Finger ein und begann in demselben Rhythmus zu stoßen, mit dem ich mich an seiner Zunge bewegte. Kurz darauf ließ er zwei weitere Finger den Damm entlang gleiten, bis zu dem Loch, das er sich kurz zuvor geöffnet hatte.
Die Erinnerung an die Gewalt verlieh meiner Lust eine unwiderstehliche Nuance, die mich überwältigte und ein furioses Ende auslöste.
Seine Zunge blieb dort ruhen, bis auch die letzten kleinen Erschütterungen abklangen. Seine Finger steckten immer noch in mir, als er seinen Kopf auf meinen Bauch legte.
Jetzt sind wir quitt, dachte ich, wir haben individuelle Lüste ausgetauscht. Er hat mir zurück gegeben, was er mir zuvor geraubt hatte…. Alle Leseproben>>>

Die LULU in Film, Theater und Oper

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Filmclips und Trailer zum Stoff der Lulú>>>


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Chronik einer lesbischen Liebe – Als eBook zwei Teile zum Preis von einem
Abends im Bett fragte ich Viola wegen der Reaktionen, die das Wort „Französisch“ auslöste. „Was, das kennst du nicht? Haben wir nie darüber gesprochen?“, amüsierte sich Viola. Anschließend küsste sie sich abwärts, bis heran an den Ort meiner größten Lust. Das bezeichne man als „Französisch“. Zurück an meinem Ohr gab es einen Vortrag über weitere Bezeichnungen für Liebesspiele in Verbindung mit bestimmten Ländern: Griechisch – Analverkehr, Italienisch – Der Penis werde in die Achselhöhle geschoben, Englisch – Sado-Maso-Sex, Spanisch – Busen-Sex, Titten-Fick genannt, Russisch – Der Penis dringe nicht ein, sondern bewege sich zwischen den eingeölten Oberschenkeln, Japanisch – Der Mann spritze der Frau sein Sperma ins Gesicht.
chrissys_tagebuch_eBook_teil1_und2 „Oh Gott, was ist das denn alles?“ Ich war völlig platt. Viola lachte, außer Französisch kenne sie leider keine weitere Variante, die für Frauen geeignet sei. Stets sei der Penis im Spiel, außer bei Englisch, doch von SM halte sie rein gar nichts. Unsere Vorliebe für das Auslutschen nasser Höschen könnte man vielleicht unter Fetischismus einordnen.
„Japanisch, abgewandelt“, korrigierte ich sie. „Du spritzt mir zwar kein Sperma ins Gesicht, aber manchmal, wenn du weit oben ankommst, so was Ähnliches.“
„Du lernst ja schnell, meine erwachsene Frau“, sagte Viola. Erst jetzt, nachdem ich mein Zeugnis in der Tasche habe, sei ich wirklich erwachsen. Violas liebevoller Blick verschlang mich, als sie sagte:
„Und das letzte Stück Kindheit verlierst du in einer Woche.“ Ich ließ mich auf den Rücken rollen. Die Knie angewinkelt, spreizte ich meine Schenkel soweit es nur ging.
„Kannst du das nicht lieber selber machen?“, schmollte ich, während ich Viola über mich zog. „Wenn du dir den Vibrator zwischen die Beine klemmst, ist es dasselbe wie wenn ein Mann mich entjungfert.“
Viola bewegte sich über mir wie Maria am Morgen unserer ersten gemeinsamen Nacht. „Ficken, ficken, ficken“, sagte sie mehrmals, jedes Mal stieß sie ihr Becken nach vorn. „Wenn du Spaß daran findest, suchen wir uns einen, den wir ein, zweimal im Monat einladen.“ Mehr wolle sie gar nicht.
Plötzlich warf sie sich auf den Rücken. „Wir wollten nicht mehr darüber reden, bis nächsten Samstag nicht“, sagte sie. Je öfter ich mir das ein- und wieder aus rede, umso unsicherer würde ich. „Wir gehen zu Viert essen, anschließend tanzen, und dann schauen wir mal, o. K?“ ... Alle Leseproben>>>

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