Lesbisch – Schwul – Hetero

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Warum manche anders sind als andere

Lesbisch – schwul – Der Mut, sich zu outen

„Ja, verflixt! Ich bumse sie noch jede zweite Nacht. Und wenn du nichts dagegen hast – sie mich auch. Unsere Liebesspiele dauern etwa drei Stunden, sie plaudert, sie lacht, sie vögelt wie eine Ausgehungerte, sie ist unermüdlich, und ich lasse es mir an nichts fehlen. Und in den frühen Morgenstunden, wenn sie noch schläft, nehme ich sie von hinten und erzähle ihr lauter Schweinereien dazu, das liebt sie!“ (aus Eine Sommerliebe in Paris)

Die Tochter meines Freundes

Wir hatten lange nichts voneinander gehört. Dabei waren wir ein halbes Leben nahezu unzertrennlich. Irgendwann, geringfügige Anlässe genügen manchmal, gingen die Wege auseinander. Es ist acht oder neun Jahre her. Eine lange Zeit. War das erst gestern?
Sie war eine Nachzüglerin, die jüngste Tochter meines Freundes. Nicht viel älter als seine erste Enkelin.
Vor einigen Tagen klingelte mein Telefon. Kurz vor 21 Uhr. Eine noch christliche Zeit für Menschen, die sich nicht besonders nahe stehen. Freunde hingegen können bei mir die ganze Nacht anrufen, sofern der Grund angemessen ist.
„Hallo, wollte mich mal wieder melden, lange nichts gehört. Wie gehts?“ Ich war überrascht. Wir reden fast eine halbe Stunde über Hinz und Kunz, über Gott und die Welt. Er gehört zu denen, die die Wende 1989 nochimmer nicht verkraftet haben. Versucht es hin und wieder, aber es will am Ende nichts werden. „Früher war immer alles besser“, versuche ich zu relativieren. „Und eines halte ich für besonders wichtig: früher war nicht alles besser, aber wir waren vierzig Jahre jünger. Und vierzig Jahre jünger zu sein, ist  ohnehin vieles besser… Beim Ficken angefangen, bei der Trinfestigkeit aufgehört…“ Ich bemerke die ganze Zeit, dass ihn etwas bedrückt. Als wir auf die Kinder zu sprechen kommen, dringt es irgendwann durch.
„Wie geht es Klaus, was macht er jetzt?“
Ein langer tiefer Atemzug. Er wohne noch immer in Berlin. Mache nach wie vor seine linken Geschäfte. Die eine Verurteilung habe ihn nicht gebremst. „Er kann machen, was er will, wir haben keinen Kontakt mehr. Es ist mir egal…“, ist die Antwort.
„Und deine Große? Hat sie wieder einen Mann oder Lover?“
„Ach, immer dasselbe, heute den einen, morgen einen anderen. Sie ist inzwischen Zweiundvierzig, das wird nichts mehr mit Familie…“

„Da ist sie doch nicht die einzige“, antworte ich. „Schau dich um, die Single-Haushalte nehmen zu. Es ist nichts mehr, wie es einmal war. Nie bleibt etwas so, wie es einmal war. Was haben wir von Goethe gelernt? Alles was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht…“
„Ja, so wird das wohl sein…“ Ein tiefer Seufzer.
Zuerst frage ich nicht nach der Kleinen, nach dem Nesthäkchen. Die war stets unauffällig. Es gab nie etwas Negatives zu berichten. Immer zu Hause, immer bei Mami und Papi. Einzelgängerin. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals, wenn ich zu Besuch kam, Schulfreunde oder -innen im Haus waren.
Als die „Große“ gerade Achtzehn geworden war, das war ein Jahr nach der Wende, schlief ich mit ihr. Die „Kleine war noch gar nicht geboren. Unvorstellbar, Sex mit der Tochter des besten Freundes. Aber sie war volljährig. Das Gästezimmer befand sich im Souterrain des Hauses, neben der Garage. Weit weg vom Schlafzimmer der Eltern. Wir waren tanzen. Mein Freund mit Frau, ein bekanntes Ehepaar, die große Tochter mit einer Freundin und ich. Etwas alkoholisiert riss man Witze. Nicht zuletzt über Sex. Es ging um Blasen, Lecken und anderes. Der Bekannte echauffierte sich. Lecken, das käme für ihn nicht in Frage. Das Gesicht seiner Ehefrau hellte sich zusehends auf, als ich mich lobend äußerte. Die beiden Achtzehnjährigen Damen kicherten.
Ich war bereits am Einschlafen, als sich die Tür leise öffnete. Sie kam in mein Bett. „Mich hat noch keiner geleckt…“, sagte sie. „Wenn dein Vater das erfährt, bringt er mich um…“, antwortete ich. „Hast du Angst?“, fragte sie. „Nein“
Ich lehrte sie alles und es gefiel ihr. Sie bekam einen Orgasmus beim „Lecken“, einen zweiten als sie ihre Finger zu Hilfe nahm. Als wir wechselten, sagte ich zu ihr: „Du musst ihn im Mund behalten bis ich komme.“ Sie tat es. Ich blieb zwei Tage und zwei Nächte länger als geplant. Sie kam jede Nacht zu mir, und am Tag, wenn die Eltern arbeiten oder außer Haus waren. Sie war äußerst kreativ beim Sex. Wie ich später erfuhr, schlief sie auch hin und wieder mit Frauen.
Erst Jahre später kam es zufällig heraus. Sie verplapperte sich, als wir bereits stark angetrunken waren. Mein Freund grinste. So als habe er es gewusst.
Wir hatten lange nichts voneinander gehört. Die „Kleine“ kann ja gar nicht mehr so klein sein. Sie war Vierzehn, als ich sie zuletzt sah. Ein wenig zurück geblieben. Flachbrüstig. Während der Feier anlässlich ihrer Konfirmation gab es die üblichen kleinen Zötchen. Nun wirst du erwachsen und so… Freund, erste Liebe. Sie wurde nie rot oder verlegen. Das wunderte mich manchmal. Sie wirkte stets wie ein Neutrum. Nicht Frau, nicht Mann, nicht Fisch, nicht Fleisch. Wie alt ist sie jetzt? Ich rechne kurz, Vierzehn plus Acht, Zweiundzwanzig. In dem Alter sind manche bereits verheiratet.
„Was macht die Kleine?“ frage ich schließlich. Ein noch längerer, ein noch tieferer Seufzer als bei den beiden anderen. „Ja…“, er stockt.
„Wohnt sie immer noch bei euch?“
„Nein, sie ist ausgezogen…“ Das muss ihm an die Nieren gegangen sein, denke ich.
„Hat sie einen Freund?“ Längeres Schweigen. „Nein“, die leise Antwort kommt spät.
„Hat sie einen Job außerhalb und ist weggezogen?“
„Ja und nein. Ja, sie arbeitet seit zwei Jahren in …..“ (etwa 60 Kilometer entfernt)
„Na dann ist doch alles gut. Da musste sie doch umziehen…“
Ein zaghaftes: „Ja, aber…“ folgt.
„Wo liegt euer Problem?“ frage ich neugierig.
„Ja, das Problem ist… Das Problem ist, sie lebt mit einer Frau zusammen…“
„Na und?“ sage ich, ohne zu zögern. „Warum ist das ein Problem?“
„Ich weiß nicht…“
Ich erinnere ihn an das schwule „Ehepaar“, das zu unserem Freundeskreis gehörte. Damals in der DDR. Das „Ehepaar“ setze ich in Anführungszeichen, weil das alles andere als selbstverständlich war, damals in der DDR.
„Und, wie traurig warst du damals im Jahr der Wende, als sich Edelgards und Jürgens Sohn Thomas im Wald strangulierte, weil er anders war und Angst hatte, sich zu offenbaren?“
Das seien eben die anderen gewesen. Wenn es einen selbst träfe, sehe man die Welt eben plötzlich anders. Das verstehe ich nicht. „Du solltest deine Tochter unterstützen, anstatt dir den Kopf zu zerbrechen“, sage ich ihm. Er will darüber nachdenken.
Was sich über Jahrtausende in die Köpfe der Menschen hinein gefressen hat, ist nicht leicht zu überwinden. Den einen fällt es leichter, anderen schwerer, manche bekommen es nie heraus aus ihren Sinnen.
Ich habe ihm das Buch von Louise Auger geschickt:

Eine Sommerliebe in Paris

Zwei Frauen verbringen einen Sommer voller Leidenschaft. Nicht ohne Konflikte. Es ist genau dasselbe, wie bei den anderen, den „Normalen“. Liebe und Lust kennen keine Geschlechter. Es ist der Mensch in uns, der liebt, hasst, der begehrt und schmäht.
Leseprobe

Madeleine

„Sag mal, meine Löwin, die ist ja faszinierend, deine Quebecerin! Wann entschließt du dich, sie mal zu uns mitzubringen?“ Das ist Madeleine, wie sie leibt und lebt. Weder Begrüßung, noch Einleitung, gleich mit der Tür ins Haus. Ev wird sich nie daran gewöhnen; sie braucht immer ein paar Sekunden, um am Ende der Leitung wieder zu Atem zu kommen.
„Mado, du bist eine unverbesserliche Spionin! Schaust jetzt schon Mittags fern?“
„Und du – seit wann bist du schon um die Mittagszeit zu Hause?“
„Höhere Gewalt, Sherlock! Ich packe meine Koffer… Hast du die ganze Sendung gesehen?“
„Du packst? Das ist ja ganz was Neues! Hat Janine dich verlassen?“ Madeleines Lachen, ein Balsam, eine Zuflucht, eine reine Freude, Ev muss lachen.
„Nein, noch nicht, sie hält durch… In Wirklichkeit packt sie!“
„Ah, gut! Dann bin ich ja beruhigt, zumindest was dein häusliches Leben mit Janine angeht.“
„Sag mal, rufst du mich jetzt an, um über Koffer packen und Haushaltsführung zu reden?“
„Über deine Nixe, mein Schatz. Die ist ja wirklich bezaubernd. Ein Ausbund an Frische, diese Frau! Und Köpfchen hat sie. Paillé hatte alle Hände voll zu tun, sie schien völlig in ihrem Bann…

„Wann fährst du überhaupt und wohin?“
„In zwei Stunden nach Genf.“
„Nur für heute?“, erkundigt sich Madeleine.
„Nein, vier Tage. Ich komme am Sonntag zurück.“
„Und deine Quebecerin lässt du einsam in Paris darben?“
„Ich werde sie doch wohl nicht bei der Arbeit hinter mir her schleppen, oder? Im Übrigen kommt sie sehr gut ohne mich zurecht, mach dir keine Sorgen!“
„Hör mal, du klingst ja ganz schön gereizt. Bist du sicher, dass alles in Ordnung ist? Es ist doch nicht etwa aus?“
Ev merkt, dass sie Mado hat abblitzen lassen, ohne es zu wollen. Sie antwortet sanft, mit tiefer, entspannter Stimme, um sie zu beruhigen.
„Nein, Madeleine, es ist nicht aus, und ja, es geht mir sehr gut, sei unbesorgt.“
„Gut, so wie du nämlich eben geklungen hast, habe ich schon befürchtet, dass du sie massakriert hast oder gerade drauf und dran bist, es zu tun, dass sie dich verlassen hat oder schlimmer, dass deine hinreißende Geliebte dich mit allem betrügt, was in Paris herumläuft! Das ist doch nicht der Fall, hoffe ich?“
„Das wäre ja noch schöner! Allerdings habe ich sie nie danach gefragt, und sie ist eher von der diskreten Sorte, aber ich wette, dass sie meine Abwesenheit eher dazu nutzt, wieder zu Kräften zu kommen, als sich weiter zu verausgaben.“
„Philippe hat es mir erzählt… Beschert sie dir noch immer schlaflose Nächte? Und hältst du das Ruder fest in der Hand?“

„Schlaflose Nächte, schlaflose Nächte! Das sagt man halt so! Ich schlafe wie jeder andere Mensch, und sie auch…“
„Ach zum Kuckuck, Ev, hör doch auf, mir auszuweichen! Du kannst einen vielleicht auf die Folter spannen! Los, erzähl schon!“
„Aber was soll ich dir denn erzählen? Phil hat dir doch schon alles gesagt, was bleibt da noch zu reden!“
„Du tust ja verschämt wie eine Jungfrau, mir reißt gleich der Geduldsfaden! Bumst du sie noch jede zweite Nacht, ja oder nein?“ Ev prustet los. Sie wird nicht davon kommen.
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„Ja, verflixt! Ich bumse sie noch jede zweite Nacht. Und wenn du nichts dagegen hast – sie mich auch. Unsere Liebesspiele dauern etwa drei Stunden, sie plaudert, sie lacht, sie vögelt wie eine Ausgehungerte, sie ist
unermüdlich, und ich lasse es mir an nichts fehlen. Und in den frühen Morgenstunden, wenn sie noch schläft, nehme ich sie von hinten und erzähle ihr lauter Schweinereien dazu, das liebt sie!“ Ev ist in Fahrt. Madeleine macht oh und ah, tut schockiert, kichert, staunt, prustet. Ev erzählt immer weiter mit ihrer Mezzostimme auf einer Note verharrend. „Dann gehe ich joggen, um nicht außer Form zu kommen, wenn du weißt, was ich meine, und bei meiner Rückkehr fällt sie über mich her, aber das wechselt, ja nach ihren und meinen Gelüsten. Ich meine, manchmal kommt es auch vor, dass wir frühstücken, statt zu vögeln. Du siehst, wir sind vollkommen animalisch. Und mittags ein Quicky nach dem Essen, wenn unsere Termine es zulassen, natürlich. Und abends, bevor wir zum Essen ausgehen, zum Aperitif, also da könnte ich dir nicht sagen, wer wen nimmt, das passiert auch unter Frauen, osmoseartig. Und neulich Abend im Aufzug, da habe ich sie fast vergewaltigt, ich betone fast, denn sie war mehr als willig…“ Alle Leseproben>>>


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"Chrissy..., Chrissy...", sie wiederholte meinen Namen mehrmals, von Husten und Lachen unterbrochen, dann drehte sie sich zu mir und nahm mich wieder in ihre Arme.
"Aus dir ist eine kleine verdorbene Hure geworden ...", raunte sie mir zu, sie knabberte an meinem Ohrläppchen, während sie mit einer Hand in meinen Schoß fuhr. „Deine Gier macht mich verrückt …“ Weil ich instinktiv meine Beine spreizte, drang sie in mich ein.
Obgleich mich das Wort "Hure" irritiert, sie benutzte dieses Wort zum ersten Mal.
chrissys_tagebuch_eBook_teil1_und2Dann fiel mir ein Dialog zwischen Henry Miller und Anais Nin aus unserm Roman ein, auf dessen Spuren wir uns bewegten. Er bezeichnete sie als kleine fick-geile Hure. "Du fickst so gut, du bist eine Sau im Bett", sagte er zu ihr. Als wir in meiner Wohnung am Abend meiner Rückkehr aus dem Urlaub zum ersten Mal voller Gier übereinander herfielen, redeten wir uns mit ähn-lichen Worten in diese Wiedersehens-Orgie hinein: "Saug` mir den letzten Tropfen aus, lutsch` meinen saftigen Pfirsich, fick mich jetzt, mein ganzer Körper fühlt sich an wie eine einzige große Fotze" Selbst dieses abscheuliche Wort war mir über die Lippen gegangen. Wir waren wie in einem Leib vereint, selbst unsere Hirne waren zu einem verschmolzen. Wie eine Flut der hemmungslosen Lust, die sich in einem einzigen Flussbett vereinte.
"Du hast mich zu deiner willigen Hure gemacht", antwortete ich. Dann zog ich meine Geliebte zwischen meine gespreizten Schenkel. Drei Finger ihrer Hand in mir, bewegte ich mein Becken unter Violas Last.
"Fick mich jetzt, wir sind zwei verruchte Dirnen, die nur ans Ficken denken, nur ficken, nur lieben ...", stöhnte ich. Die Spannung in meinem Bauch verlangte nach einem Orgasmus ... Alle Leseproben>>>

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