Lustreise – Andrea Steinlechner 2013

lustreise_andrea_steinlechner_pornografische_lyrik

Lustreise – ein amouröses Abenteuer

Schuberts Winterreise in pornosophischer Interpretation

Sinnlichkeit ist das Wort welches den Mensch, der sich für die Begierde und Lust entschlossen hat, fesselt …

Lustreise – Die Autorin

Sie gibt nicht viel über sich preis – Andrea Steinlechner, 1958 geboren, in Österreich aufgewachsen, lebt sie zur Zeit in La Palma (Spanien). Sie schreibt seit 25 Jahren, Lyrik, Stücke, autobiografisch, Lustreise eines von Vielen. Es gibt eine Beteiligung als Co-Autorin an einem Roman, „Madagaskar“, den sie gemeinsam mit Egon A. Prantl schrieb. Mehr zum Roman mit Leseproben erfahren Sie hier>>>
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Lustreise – Die Autorin zum Projekt

Wenn ich im Heute durch die Cyberwelt streife, bei den ach so glücklichen Internetkonsumenten meine Runden drehe, ist Begehren längst eine Komödie geworden.
Die einsamen Herzen der Frauen, frustrierte Männer, alle versteckt hinter einem Profil, um Sehnsüchte und Träume zu leben, arme, einsame verkümmerte Menschen in sich selbst verkommen.

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Andrea Steinlechner

Die LUSTREISE ist Wirklichkeit

Mein Mut all das zu sagen, mich zu offenbaren, der Welt ihre Lüge ins Gesicht zu schlagen, der Schritt in die Wildnis, sowie das Hauptmerkmal des Textes die Begierde – die Lust-, all das steckt in diesen Gedichten und setzt natürlich Erkenntnis voraus, eine Erkenntnis welche sich auf die Philosophie meiner Arbeit gründet, deren Fundament die Echtheit des Erlebten ist.

Cyberwelt ist Illusion …

… die hoffenden Hoffnungslosen in ihrer Internetwelt.
Der Mensch in der Masse wie er zur eigenen Maschine wird, die neue weltweit verbreitete Kopulation im Chat, eine Todsünde an der Lust! Chatgeflüster und geile Minuten , die eigene Sinnestäuschung MANN oder FRAU zu sein , eine arme lächerliche Gesellschaft! Wo ohne Cyberwelt kein existieren bleibt.
Und da der moralische Bürger so schnell mit dem Wort Pornografie zur Stelle ist, kämpfe ich gegen dieses Vorurteil von Lust und der Gleichsetzung von Pornografie .
Sinnlichkeit ist das Wort welches den Mensch, der sich für die Begierde und Lust entschlossen hat, fesselt. Nicht Internetsex für Minuten stöhnen vor dem Bildschirm!

Ich bin Frau

BEGIERDE, welche Schmerz beinhaltet, der aber hingenommen werden muss, für diese Augenblicke des Glücks. Der Mensch in der Wildnis weiß, das Glück sind Augenblicke für die sich jeder Schmerz lohnt.
Der glückliche Konsument ist eine Lüge in sich, er wird belogen und belügt sich selbst, in der Hoffnung dass morgen alles besser sein wird.
Nein, nicht so,- so ich, Andrea Steinlechner, beinhart und erbarmungslos, das Maß an Mut, mein Innerstes nach außen zu tragen, zeige ich in dieser Arbeit, den ungeschminkten Wert der LUST am Leben,- wirkliches Leben.
Und wie alles was von Wert ist in der Kunst, steckt jede Menge an Wahnsinn darin …
ICH BIN FRAU!!
A.S. 10.06.13
Cueva la Loba

Die Lustreise

(Bilder zum Vergrößern anklicken – öffnen sich im neuen Fenster)

Gute Nacht

lustreise-Gute-Nacht
Mutig bin ich eingezogen,
Mutig zieh´ ich wieder aus.
Der Jänner war mir gewogen
Mit manchem Rosenstrauß.
Das Raubtier  sprach von Wunder,
Die Götter gar von Gier ,-
Nun ist die Zeit so wonnig,
Die Stunden gehüllt in Lust.

Jetzt kann ich endlich spüren
Verschlossen all die Jahr`,
Muss selbst das Wunder preisen
In dieser Leidenschaft.
Es zieht ein Wolfsmann
Als mein Neben mit,
Und auf den nackten  Schenkeln
Klebt mancher Kuss von ihm.
Was soll ich mich jetzt fragen,
Die Wildnis ruft in mir.
Lass seine Finger gleiten
Bis hin zu meinem Schoß;
Sein Verlangen will ich spüren-
Gier braucht Komplizenschaft-
Von seinem zu dem meinen.
Fein Wolf, nun will ich dich!

Kann dich in mir fest spüren,
Wie gut dein harter Schwanz.
Sollst mein Begehren fühlen-
Oh ja, ganz tief in mir!
Schrei im Wollen
An dein Ohr: fick mich,
Damit du mögest hören,
Die Wölfin gehört nur dir.

Die Wetterfahne


Der Finger spielt an einem Schoß
Im Morgengrauen einsam, feucht.
Die Warzen steif die Lust bekunden
Gedanken atmen sich zu dir.

Die Beine spreizen der Wollust Drang
Betaut das ganze Liebestal
Und sanft mit kreisender Bewegung
Mein Geist spürt deine Zunge lecken.

Die Hand berührt die starren Nippel
Jetzt beben Schenkel ,  weich die  Innenhaut
Berauschend nun der Flug zur Höhe
Empor ins Reich, und Du in mir.
Gefror`ne Tränen
Würziger Duft strömt
Vom nackten Körper auf.
Wollüstig strotzend die Erinnerung
Hab mir den Schatz wohl selbst geschenkt.

Ei Möslein , seine Möse
Und bist du gar so nass
Dass mein Finger sanft
Wird zu seinem Schwanz

Und zehrt doch aus der Sehnsucht
Das Feuer in meinem Schoß
So werden die Tage zerbersten
Mich dürstet,  mein einziger Wolf.
lustreise-Wetterfahne-gefrorene-Traenen-02-03

Lustreise – Erstarrung

lustreise-Erstarrung Ich such im Morgengrauen
Nach seinem warmen Leib
Riechen, tasten, fühlen ,
Die Finger um einen harten Schwanz.

Ich will die Spitze lecken
Der Duft so wohlig herb
Mit meiner heißen Zunge
Ein mächtig steifes Glied.

Ein zarter weißer Tropfen
Ein tiefer Laut der Lust
Jetzt rinnt mein Speichelfaden
Bis hin zu deiner Brust.
Soll ich dich jetzt noch küssen
Es brennt ganz heiß in mir
Wenn deine Finger streichen
Der Venus weichen Pelz.

Ganz nass ist meine Möse
Du trinkst die Schale leer
Ein Zittern und ein Beben
Ein Schrei, erlöst die Gier.

Der Lindenbaum

Am Eingang dort zur Küche
Da steht ein nackter Wolf
Ich knie mich hin in Demut
Liebkose seinen Arsch.

Ich bohr in seine Spalte
Und spuck den Finger nass
Es kommt ein leichtes Seufzen
Hinein mit sanfter Kraft.

Ich werde dich jetzt wichsen
Da vorn mit meiner Hand
Da leck ich noch ganz gierig
Den Anus weit zur Lust.

Und seine Laute kreischen
Und flehen jetzt zu mir,
Mach immerfort so weiter
Ja, sterben will ich hier!

Der heiße Schauer feucht
Mir mitten ins Gesicht
Ein Zucken und Pulsieren
Bis hin zu meinem Schoß.

Nun sinken Wolf und Wölfin
Ermattet hin zur Ruh.
Die Augen fest geschlossen,
Vereinte Herzen fern
Fern von Zeit und Ort!
lustreise-Lindenbaum

Wasserflut

lustreise-Wasserflut-auf-dem-Flusse Mancher Schrei aus meiner Kehle
Hallt wie Lustgeläut durchs Haus.
Seine gluckernd hohlen Töne
Flügelhorn am Nachmittag.

Wenn die Wollust will verkünden
Höher als der Höhepunkt
Und das Fleisch zerspringt in Wonne
Zucken Lider und sechs Lippen.

Haus, du weißt um mein Begehren
Sag, wie wohl die Klänge fließen,
Rieseln klitschnass aus dem Schoß
Und das Bächlein wird zum Strome.

Wirst mit mir im Taumel drehen
Muntre Stunden, oh du Lust.
Fühlst du mein Verlangen
Ja, die Zeit ist mein geworden.
Auf dem Flusse
Der du so weit übern Ozean
Du lustvoll, wildes Wort
Wie nah bist du gekommen
Gibt es keinen Abschied, nie

Mit harter rauer Schale
Hast du dich dargestellt
Liegst kalt an einem Orte
Wo du nicht hingehörst

Unter einer Decke liegen  wir
Von Zwei zu Drei vereint
Das Wollen unsrer Lust
Und Schwanz um Schwanz hinein

Der Körper des Einen
Der Körper des Anderen
Um Haut und Lippen windet
Sich eine Wölfin wohl

Mein Herz, bei diesem Trio
Erkennt das Bild von uns
Ob es in weiter Ferne
Wohl auch so himmlisch summt ?

Lustreise – Rückblick


Es brennt der Übermut, gar lüstern noch in mir,
Trete ich mit nackten Sohlen lautlos,
Ich möchte ja, die  Schokocreme auf dir,
Mit einem Häufchen Sahne, beginnt das Liebesspiel.

Hab ich mit großer Sorgfalt,
Verschmiert das süße Lustdessert
Schwarzbraun, bis unter seinen Hoden,
Kühl und matschig, das gehört nur mir!

Sein Schwanz der regt sich wohlig,
Ich züngle sachte, Genuss verzögernd,
An seinem strammen Schaft hinunter,
Die Luft im Zimmer, Begierde schlemmen.


Ein Schädel hängt nach hinten
Ergeben jetzt sein Geist und Körper,
Und nun, zwei Frauenaugen sprechen,
Meine Gier für dein Verlangen.

Kommt mir die Stunde zum Begriff,
Es ist Sylvester, fast zehn Uhr.
Es ist das UNS in unserem SEIN,
Stromaufwärts, übern blutig roten  Ozean.
lustreise-Rückblick

Irrlicht

lustreise-Irrlicht

Zu geheimnisvoll versteckten Türen
Lockt mich die königliche Lust;
Wie ich einen Eingang finde,
Liegt ganz tief in meinem Ich.

Will erstmals formen dieses Tor,
Prägen mit dem Herz für dich;
Unsere Sehnsucht und Begierde
Alles zeitlos immer UNS !

Durch ein Häufchen Unbewusstsein
Schaufle ich zum mächtigen Berg,
Jede Lust wird uns gewinnen
Jeder Schmerz wird so besiegt.
Rast
Ich merke nicht wie müde  ich bin,
Da du mich lockst ins Himmelbett;
Die Augen zeugen pure Lust
Auf wundersame Weise

Das Wollen frägt jetzt nicht nach Rast
Es wird mir heiß, die Lippen zittern
Ich ziehe nun das Kleid nach oben
Und drück dich sanft an meinen Schoß


Vom Nabel abwärts hin zur Möse
Leckt mich deine Zunge
Doch will ich mehr und führ dich hin
Das Tor mit seiner Knospe

Auch du, mein Herz, in Lust und Laune
So hart und auch so gierig
Fühle deinen Mund jetzt wandern
Überfluteter Garten, trinke ihn leer.

Frühlingstraum


Ich träumte von zwei Wölfen,
So wie sie wohl weilen im Wilden;
Ich träumte von fliegenden Betten,
Von keuchendem  Lustgeschrei.

Und als die Wölfe riefen,
Da ward das Wollen geboren;
Da ward es prickelnd heiß
Es schrie die Begierde in mir.

Und an dem nackten Fleisch,
Wer berührt mich da?
Ihr macht den Wahn zum Wahnsinn,
Der Wölfin pure Lust.
Ich träumte von Brot und Brotscheiben,
Von einem Schinkenblatt,
Von Genuss zu gleichen Zeiten
Von königlicher Wonne.

Und als die Wölfe riefen,
Da war ich dann soweit;
Nun sitze ich auf dem  Einem
Und denke,, Du hinter mir.

Die Augen schließe ich nimmermehr
Es küsst mein Herz Euch beide.
Es  fallen frische Birkenblätter
Es halten mich vier Arme.
lustreise-Fruehlingstraum-

Lustreise – Einsamkeit

lustreise-Einsamkeit-Post-gr-Kopf Wie ein schöner Traum
Übers weite Wasser zieht,
Wenn auf der Pritsche sinnt
Ein steifes Lüftchen weht.

So schick ich meine Leidenschaft
Dahin mit klarer Stirn,
Durch Gedanken feuchte Träume
Lustvoll und ohne Reue.

Ja, ich spüre es schon!
Ja, du spürst es auch!
Als noch die Frauen sprachen,
War ich so verlangend nicht.
Die Post
Von der Stiege her ein fester Tritt.
Was ist in mir, dass ich so erblüh,
Mein Begehren ?

Der Schritt stillt mein Erwarten.
Was blickt gleich durch die Tür,
Mein Begehren ?

Nun ja, der Schritt kommt aus der Kälte,
Wird rasch erhitzt von mir,
Mein Begehrter!

Willst in meine Aura treten
Und wissen, das gehört nur UNS.
Meine Begierde!
Der greise Kopf
Die Nacht hat einen weißen Schauer
Mir übern Bauch gestreut;
Da weiß ich wohl um dein Verlangen
Und hab behütet diesen Liebestropf.
Doch bald ist er verschwunden,
In Poren meiner Haut.
Wie  ein feiner Dunst vernebelt-
Ein Lustschleier auf meinem Leib!
Vom Nachtgeflüster zum Morgenkuss
Wird manche Stunde pure Lust.
Ich weiß!  nur du mein Schatz
Gehst diesen Weg mit mir.

Die Krähe

Ein Gedanke war mit mir
Aus dem Traum gezogen,
Ist bis Stunden immer dar
In meinem Geist geblieben

Gedanke, wunderliche Gier,
Sollst mich nie verlassen!
Wirst wohl bald als Sehnsucht hier
Meinen Körper fassen!

Nun, es hält mich fest umklammert
Dieses Traumgespinst.
Begierde, lass mich endlich fühlen
Jungfrau nur für DICH!
Letzte Hoffnung
Hie und da vor meinem Bette
Ein nackter Wolf mit seinem  Schwanz
Und ich seufze vor Verlangen
Oftmals schnapp ich gar nach Luft.

Blicke nach dem steifen Mein
Greife mit den Augen zu;
Spielt die Lust in meinem Schoße,
Zittre ich, was ich zittern kann.

Nun wird mein Mund ihn holen
Saugt ihn mit Begierde auf;
Sauge, selber Lust gewinnend
Kampferweiß durch meine Speiseröhre.
lustreise-Kraehe-Hoffnung-Dorfe
Im Dorfe
Es ruhen die Wölfe, es rasseln die Lungen;
Es schlafen drei Menschen im fliegenden Bett,
Träumen sich wohlig, was sie grad gelebt,
Tun sich im Schweiße und Düfte erlaben;

Und morgen früh strömt die köstliche Woge
Ja nun,  sie haben die Lust genossen
Und wissen, es ist das kostbarste Gut
Die Zeit schenkt uns die jubelnden Kissen.

Küsst mich nur fort, ihr wachen Wölfe,
Lasst mich euch spüren im Morgengrauen!
Ich bin am Ziel meiner Träume.
Das will ich unter all den  Himmelssternen.

Der stürmische Morgen

lustreise-Morgen-Taeuschung-Wegweiser Wie hat mein Wille genadelt
Der Wölfin Kleid der Lust
Die sanften  Fasern schweben
Ganz zart auf weißem Fleisch.

Und deine Blicke lodern
Ziehen zwischen Dir und Mir;
Das nenn ich ein Verlangen
Berauscht aus  meinem Sinn!

Mein Auge sieht das Deine
Bildnis unsrer Leidenschaft-
Es ist nichts als ein Spitzenkleid
Zur Königin der Lust erkoren !
Täuschung
Eine Melodie gluckert zaghaft fast verschämt
Ich spiele Töne hell und klar
Ich spiele goldne Klänge und ich weiß
Dass es verzückt das wölfische Gehör.

Oh ! Wer wie ich so wollend ist,
Gibt gern sich hin dem Laut der Lust,
Der mit Herz und heißen Tropfen,
Komponiert das Liebesspiel.

Und ein  Cello stöhnt, goldgelb
Das Begehren ist unsere Musik!
Der Wegweiser
Ich gehe diese Wege,
Die andere wohl übersehen,
Fühle meine geheimnisvolle Macht
Durch einzigartige Momente?

Habe sie doch aufbewahrt
Die Wonne dieser Lust
Welch kluges Bauchgefühl
Treibt mich jetzt in diese Leidenschaft.

Zwei Wölfe in lustvoller Fülle
Wölfisch in purpurnen Betten
Und ich habe es errungen,
Ohne Wille und doch geschehen.

Einen Wolf sehe ich stehen
Da in meiner Kunst
Einen Finger in eine Stirn
Dann sind wir vereint.

Das Wirtshaus

In die Wildnis
Hat mich die Zeit gelenkt;
Hier will ich streifen
Ein Freudenschrei, ein stiller Hauch.

Das innige Begehren
Den blutigen Schweiß geleckt,
Am roten Netzwerk zehren
Dornenranke, gierig und begehren.
Sind im Strome der Gefühle
Die Wellen tobend hoch
Lenkt mit freudiger Erfüllung
Ein Wildbach, süßer Lust.

O welch reißendes Gewässer,
Vollkommener Genuss!
Es ist das Geben und das Nehmen,
Ein Urschrei, strahlende Herrlichkeit !
lustreise-Wirtshaus

Lustreise – Mut

lustreise-Mut-Nebensonnen Fliegt der Schmerz mir ins Gesicht,
Lass ich ihn dringen.
Wenn mein Herz im Dunkel ist
Der Tränen Worte, quälen, ringen.

Lausche mutig , was es mir sagt
Trotzend brülle ich;
Fühle lachend und triumphierend
Trumpf ist mein Begehren.

Blutig in die Wildnis
Mit Trunkenheit der Lust !
Fürstin will ich sein,
Fürstlich dich begehren!
Die Nebensonnen
Drei Wege sehe ich durch Zeiten gehen,
Habe verzehrend und blutig sie gesehen;
Und die  Wölfin versteckt in der Zeit,
Mit der Zeit ihr Lustspiel treibt.

Oh,  ihr Wege  in meinem Schoß!
Blickt mit mir in den unberührten  Spiegel!
Ja, träumend sind wir wohl drei;
Im Wunder verschmolzen, die ersten  zwei.

Liegt der dritte in Oednis vergraben!
Im Lichtschein würde ich nicht verzagen!

Der Leiermann

Draußen  übern Fluss,
Jenseits  übern Ozean
Reist ein Wolfsgenie
Streift die unbekannte Lust
Und mit kaltem Herzen
Und mit erbarmungslosem Herzen
Schreibt er was er kann.
Spricht er was er kann.

Einsam in der Kälte
Bestiefelt durch den Liebesquell
Tief in einer Reise
Gefressen von Begierde
Und die große Sehnsucht
Und die fernen Worte
Bleibt ihm unerfüllt.
Kleben an der Stirn.

Kann ich dich doch spüren
Kann ich dich doch hören
Kann ich dich doch sehen
Kann ich dich nicht spüren
Und die Rosen welken
Kein lustvoll wildes Wort.

Und sie kauen verbissen
Nichts wird übersehen
Niemand wird begehrt
Niemand so wie ich.

Wunderliche Wölfe !
Soll ich mit euch gehen?
Will zum Endspiel Rosen
Einen Rosenbusch für mich.
                                   
lustreise-Leiermann

 

Cyber-Sex

Cyber-Welt ist Illusion schreibt die Autorin in ihrer Einführung zum Projekt. Das stammt aus dem Jahre 2013 und ist heute aktueller denn je. Nicht zuletzt infolge der rasanten Entwicklung von Technik und Software. Es war Geschäft von Anfang an und je mehr die Einsamkeit zunimmt umso mehr boomt das Geschäft damit. Daher habe ich in meinem letzten Roman das Thema am Rande aufgegriffen:

Frank C. Mey – 2021 – Leseprobe

Chatmoderation nennt man das. Männern von achtzehn bis scheintot werden heiratswillige oder sex-geile Frauen vorgegaukelt. Es gibt verschiedene Chats, angefangen bei Flirt- und Heiratsanbahnung bis hin zu harten virtuellen Sexspielchen. Der Moderator schlüpft in die Rolle verschiedener, vermeintlich williger Damen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Gründe für deren Anwesenheit auf dem Portal, von heiratswillig bis dumm-geil, von prüde bis nymphoman, dirty Talk inklusive. Am angenehmsten sind ihm, Mälzer, die Kunden, die sich in den Cyber-Sex-Rubriken herumtreiben. Die suchen eine Vorlage zum Masturbieren, zu blöd oder zu fantasielos, allein zu wichsen, und wenn sie sich entspannt haben ist das Gespräch beendet. Selten will einer ein zweites Mal, kostet schließlich Geld. Das Glück, einige scheinen noch immer nicht zu wissen, dass es im Internet inzwischen eine Unzahl kostenloser Pornoseiten mit Tonnen an Videos als Wichsvorlagen gibt. Selbst die Drohkampagne eines großen US-Anbieters, den Kunden für Streaming Geld abzuknüpfen und die anschließenden Dementis, das sei ein Gerücht gewesen, führte nicht dazu, den Bekanntheitsgrad der Plattform wesentlich zu steigern. Leid tun ihm die armen Schweine, die, wie man schon an den Profilfotos und an ihrer Art zu kommunizieren erkennt, wahrscheinlich nie in ihrem verkorksten Leben eine Frau auch nur angerührt haben. Manche begegnen einem des Öfteren aufs Neue, in der unerschütterlichen Hoffnung, nun endlich an die Richtige geraten zu sein … […] Nicht leid tun ihm Männer über siebzig und älter, sofern sie den Eindruck erwecken, im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten zu sein; Männer, die vermeintlich junge Frauen unter dreißig anschreiben, um denen einzureden, was sie für Hechte im Bett seien. Penismaße und wie oft sie denselben an einem Abend hochbekämen, findet man öfter bereits im Profiltext … […] Er startet den Chat, der erste Kunde, der auf der Mattscheibe erscheint, brüllt ihn gleich virtuell mit Großbuchstaben an: „ICH WEISS, DASS DU EINE MODERATORIN BIST, DU VERFLUCHTE DRECKSCHLAMPE!“ Wahrscheinlich gab der schon mehrere hundert Euro erfolglos für Coins aus. Laut Foto ein feiner Pinkel im Anzug mit Krawatte. Im Profiltext steht als Tätigkeit Immobilienmakler, vermutlich genauso ein Fake. Mehr als die Hälfte der Kunden, die häufig gefakte Fotos verwenden, sollten froh darüber sein, wenn es nie zu einem Treffen mit der Angebeteten kommt. Mälzer: „Ich bin keine Moderatorin (nicht einmal gelogen), warum beleidigst du mich, ich hätte viel lieber ein wenig Spaß mit dir.“ Eigentlich hätte er den Kunden fragen müssen, warum er sich überhaupt anmeldet, wenn er sich seiner Sache so sicher ist, doch das darf er nicht. Die Regieanweisung schreibt vor, den Kunden möglichst lange zu halten. Coins abzocken, freundlich sein, nett und zuvorkommend, keine „Zickereien“. Dennoch, es kommt keine weitere Antwort. Der nächste will unbedingt am selben Abend vögeln. Achtundsechzig, verwitweter Rentner, bis zur Pensionierung leitender Manager in einem Energiekonzern, steht im Profiltext geschrieben. Foto könne er leider nicht einstellen, weil er zu bekannt sei. Fotze schreibt er mit „V“ und vögeln mit „F“. 2021_roman_frank_c_mey

Die zweiunddreißigjährige Architektin, die er, Mälzer, moderiert, fragt den Rentner nach seinen sexuellen Vorlieben, schließlich wolle sie wissen ob er, der Rentner, ihren Ansprüchen überhaupt gerecht werde. Wovon sie allerdings beinahe überzeugt sei, allein aus der umwerfenden Art heraus, wie souverän er das Thema angehe. Es folgt ein ellenlanger Text darüber, was er alles mit ihr anstellen würde, und dass er, wegen seines knüppelharten Arguments, schon einmal die Hose ausgezogen habe. Wenn sie, die Architektin, sich beeile, fände sie ihn so vor. Und wenn sie ohne Höschen käme, könne es gleich im Flur zur Sache gehen. Völlig arglos stehen am Schluss der Schmonzette Klarname und Adresse, Klingel oben rechts. Die Rechtschreibung lässt darauf schließen, dass der Rentner den Text nicht aus einer der verbalen Pornoseiten herauskopierte, und wenn, dann wäre es eine der billigsten gewesen. Du armer Tropf, denkt er, Mälzer, bei sich, sei froh, dass ich kein Gauner bin und nicht in deiner Stadt wohne, sonst stünde ich vielleicht wirklich in einer halben Stunde vor deiner Tür. Wenn Gehirne in die Schwänze wandern … Alle Leseproben finden Sie hier>>>


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„Oh, Frank, Froonc“, sie wiederholte den Namen mehrmals in ihrem Akzent, was genau so klang, als spräche sie den Namen der französischen Währung aus.
„Mein Name ist Hélène“, reagierte sie postwendend. Das klang bezaubernd. Sie sprach den selbstverständlich französisch aus. Älän h, das "H" am Ende daran gehaucht. Nicht wie man es hierzulande kennt, wie die Birne Helene. Nein, Älän h, das klang, wie sie es aussprach, als stünde sie kurz vor einem Orgasmus ...
dunkle_perlen_erotiknovellen„Sag jetzt nichts, sag jetzt bitte gar nichts …“, flüsterte ich nur, bevor sich unsere Lippen trafen. Rund herum ein einziges Nichts, für eine Ewigkeit schien die ganze Welt still zu stehen. Lebensstille, ein leises Rauschen, zu dem Stimmen, Motorengeräusche und das Dröhnen der Triebwerke startender Flugzeuge verschmolzen. Es gab nur uns. Meine Arme, die sie umklammerten, ihren vollen, weichen Mund, ihren zierlichen, schlanken Körper, ihre schmalen Hüften, die ich unter dem Mantel ertastete.
Sie lächelte glücklich, während wir uns unablässig küssten. Das bemerkte ich an ihren Mundwinkeln, die immer wieder flohen. Mir rannen die Tränen über die Wangen, Salz, gemischt in unseren Speichel. Jedes Mal, wenn sie den Mund zum Sprechen öffnen wollte, verschlang ich sie aufs Neue.
„Du erdrückst mich, Froonc“, schnaufte sie, nachdem es ihr ein erstes Mal gelang, sich zu befreien ...
Ihre sanfte Stimme, dieses frische, helle Lachen, das ich solange vermisste, verführten mich eher dazu, sie noch leidenschaftlicher zu küssen.
„Froonc, willst du mich hier auf der Straße ausziehen?“, presste sie aus ihren Mundwinkeln heraus, nachdem meine Hände, vom Mantel verdeckt, die Bluse aus dem Rock gezupft hatten. Nachdem ich ihre warme, weiche Haut berührte.
„Ja, chérie. Der Weg bis auf das Zimmer wird mir viel zu lang. Das halte ich nicht aus …“ Sie lachte abermals, lauter als davor. „Du bist verrückt, Froonc, du machst das wirklich …!“ Da lag schon eine Hand in ihrem Schoß, über der Strumpfhose, durch deren dünnen Stoff ich das reizende Höschen ertastete. Darunter das Kätzchen, das ich so liebte. Sie hatte die Schöße ihres langen Mantels um mich herum geschlagen ... Alle Leseproben

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1 Kommentar zu "Lustreise – Andrea Steinlechner 2013"

  1. Ist das nun Wichslyrik oder wie soll man das bezeichnen?

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