Dunkelheit

Verlorene Generationen 3 - Frank C. Mey

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Dunkelheit – Verlorene Generationen 3 – Frank C. Mey

Von: F1999-RaNk 2026/04/02

Frank C. Mey – Teil III des Vierteilers „Verlorene Generationen“

Roman einer Familie  – Teil III  der Familiensaga kehrt ein in die Dunkelheit deutscher Geschichte

Dunkelheit – Lina Mälzer, sie sah etwas Dunkles, etwas Zerstörerisches heraufziehen, besonders für Juden …

Verlorene Generationen Teil I – Leseproben

Verlorene Generationen Teil II – Leseproben

Verlorene Generationen

Dunkelheit als Untertitel, führt Teil III der Familiensaga in das dunkelste Kapitel jüngerer deutscher Geschichte mit einer Rückschau im ersten Kapitel auf die Jahre 1925 bis 1933 sowie darauf die Zeit nach der Machtergreifung bis 1944.
Nach einigem Auf und Ab beginnt für Alfred Mälzer nach der Reorganisation der NSDAP im Jahre 1925 der steile Aufstieg in der Partei, der aber nicht ganz reibungslos verläuft. Dennoch gehört er zum Zeitpunkt des Machtantritts der Nationalsozialisten 1933 zu den führenden Köpfen im Gau und wird, wie einige andere Mitglieder der ersten Stunden, als „Alter Kämpfer“ mit dem Goldenen Parteiabzeichen geehrt.

Dunkelheit

Dunkelheit kehrt hingegen ein in das Leben Werner Kruses, der das Schicksal Hunderttausender teilt, die sich gegen das Nazi-Regime gestemmt haben. Wegen seiner aktiven Arbeit in der SPD und der Gewerkschaft bringt sich Werner Kruse auf Anraten eines älteren Genossen im Ausland in Sicherheit. Seine Tochter Hildegard bleibt bei Verwandten in Deutschland zurück. Sie und Alfred Mälzers erstgeborener Sohn Franz sind zunächst Schulfreunde, doch aus der Freundschaft wird Liebe. Nicht unbedingt zur Freude der Väter. Eine grausame Zeit, in der sowohl neue Liebe entsteht, aber auch Feindschaften, die ein Leben lang in den Familien anhalten werden.

Nimmt das Unheil denn kein Ende?

Das Dunkel der Nachkriegszeit fand auch für Lina Mälzers Geliebte, die Jüdin Sarah Lorenz, mit Ende der Inflation und Einführung der Reichsmark 1923 ein Ende, doch schon künden die ersten neuen schwarzen Wolken vom nächsten aufziehenden Unheil und Lina Mälzer ahnt, was abermals auf sie zukommt – ein neue, schmerzlicher Verlust. Die Sorgen spitzen sich zu, als sich Sohn Franz 1939, gemeinsam mit zwei Schulfreunden, freiwillig zur Wehrmacht meldet. Im letzten Krieg verlor sie zuerst Vater, wenig später Mutter und zwei der drei Schwestern. Wenige Jahre später den Bruder. Wieviel Unglück noch …? Dunkelheit – Verlorene Generationen III>>>

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Leseproben

Lina Mälzer

1934 – Der Durchbruch – Lina Mälzer begleitet ihren Gatten zu einer Ehrung der „Alten Kämpfer“. Der Gauleiter spannt in seiner Rede einen weiten Bogen, von den schweren Anfängen nach der Gründung der Partei, den Rückschlägen, den Verboten, bis hin zur finalen Machtübernahme. Und so, wie er die einzelnen Zeiträume abhandelt, gehen beiden, Lina und Alfred die schweren Jahre von 1925, der Reorganisation der Partei, bis zu diesem Tag durch den Sinn. Es gab nicht nur Entbehrungen. Wenn Lina Mälzer neben ihrem Gatten in der ersten Reihe dessen Geliebte sieht, fällt ihr ein, dass sie keinen Grund zur Eifersucht hat – dazu ein Name, Sarah …

Vergessen geglaubte Leidenschaften

Szene aus dem Film Der Soldat James Ryan

Nach Emilie wollte sie nicht mehr darüber nachdenken, dass sie sich der unbändigen Lust dieser engen und einzigen Freundin hingab. Dass sie deren buhlenden Werbungen um ihre Gunst schließlich nachgab, sah Lina Mälzer als eine jugendliche Verwirrung an, den Umständen des furchtbaren Verlusts der Familie geschuldet. So etwas sollte nie wieder vorkommen -. Doch es kam anders.
Mit einem heimlichen Lächeln auf den Lippen, denkt Lina Mälzer an Sarah Lorenz, an das Frühjahr 1923, als sie sich beide zufällig auf dem Markt über den Weg liefen …

Verlorene Generationen Teil I – Leseproben

Verlorene Generationen Teil II – Leseproben

Sie hat kein Recht auf Eifersucht

Sie denkt an all die Jahre danach, dieses kleine, heimliche Glück, an die zahllosen Treffen, an die ersten zärtlichen Begegnungen wie an die verzehrende Leidenschaft, die von Mal zu Mal heftiger, glühender wurde. Nach all dem Erlebten ist sie sich sicher, kein Recht darauf zu haben, eifersüchtig auf diese Frau neben ihrem Gatten zu sein, obgleich sie die feste Überzeugung vertritt, dass ein Unterschied darin besteht, ob eine Frau sich einer anderen Frau in Liebe und Leidenschaft hingibt oder ob sich Mann und Frau geschlechtlich vereinen. Vor allem dann, wenn sich der eine im heiligen Bund der Ehe befindet.

Ehebruch?

Mann und Frau entspricht dem, was die Menschen als das Normal, als das von Gott gegebene empfinden. So sah sie es selbst, so lange, bis sie Emilies hartnäckigen Werbungen um ihre Gunst nachgab, nach langem Zögern und endlosen Ängsten, nach Höllen-Qualen. Bis sie zum ersten Mal selbst diese geradezu verzehrende Lust in Emilies Armen empfand, die sie in dieser absolut intensiven Art mit Alfred nie erleben durfte.
Mann und Frau gehen die Ehe ein, mit einer anderen als der Gattin das Bett zu teilen und umgekehrt, ist Ehebruch. Doch bei Männern schaut die Gesellschaft gern darüber hinweg, bei Frauen nicht …

Der unwiderstehliche Drang

Der Moment an diesem Tag auf dem Markt, im Frühjahr 1923, als sie Sarah mit Emilie verwechselt hatte. Da dachte sie noch nicht im Entferntesten daran, einen Teil ihres ansonsten so farblosen Alltags mit wenig erbaulicher Abwechslung ein weiteres Mal mit einer Frau zu verbringen, obgleich sie tief in ihrem Unterbewusstsein, wie sie sich später selber eingestehen musste, diesen unwiderstehlichen Drang nach dem weiblichen Geschlecht verspürte. Die heimlichen Erinnerungen an Emilies Liebe, an diese beglückende Zärtlichkeit, die zu verdrängen, ihr zu keiner Zeit restlos gelang, waren noch zu frisch …

Die zuckersüße Frucht der Frau

Als ich dir in die Augen blickte, wusste ich, dass wir füreinander bestimmt sind, dass du anders bist, dass du es willst, dass du mich willst …, gestand Sarah ihr wenige Tage nach dieser Zufallsbegegnung ein. Da hatten sie beide schon von dieser zuckersüßen Frucht genascht, wie sie allein Frauen miteinander genießen können, und Lina Mälzer erkannte, als ihre Lippen sich ein erstes Mal trafen, als die Hände fanden, wonach sie suchten, als sie die warme nackte Haut einer Frau spürte, was ihr in den vergangenen paar Jahren noch gefehlt hatte, außer der gemeinsamen Liebe für die Kunst, für Literatur und Musik.

Wer nicht bereit ist zu sterben, der versteht es auch nicht, zu leben

Lange hatte Lina Mälzer mit sich gehadert, ob sie diese Beziehung nicht wieder abbrechen sollte, allein aus der Angst heraus, wieder etwas zu verlieren, das sie schätzt und liebt. Sie bekam es fast tagtäglich zu Hause zu hören. Doch Sarahs eigene Worte hielten unentwegt dagegen:
Denk nicht an das Böse, denk an das Gute und lass uns unsere Liebe und unsere Lust gemeinsam genießen, lass uns miteinander leben, das Sterben kommt von ganz allein, irgendwann. Dann muss man dazu bereit sein, nur wer bereit ist zu sterben, der versteht es auch zu leben … Dunkelheit – Verlorene Generationen III>>>

Die Glut des Verlangens

Es dauerte nicht lange, bis sie wirklich ein Liebespaar geworden waren, eine zweite Ehe, wie Lina manchmal scherzhaft anmerkte, eine Stunden-Ehe, fernab aller Alltagssorgen. Für mehr als ein Treffen pro Woche, nicht länger als zwei, allerhöchstens drei Stunden, selten zweimal wöchentlich, reichten weder Zeit noch Gelegenheiten. Doch keine beklagte sich je darüber, im Gegenteil, die Glut des Verlangens drohte zu keiner Zeit zu erlöschen.
Wie Sarahs Schwüre: Ich liebe dich, Sappho, Sappho, meine einzige Frau, die Einzige, die ich wirklich liebe … So, wie ich noch nie eine Frau geliebt habe …

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Werner Kruse

September 1932
Lange hatte Werner Kruse darauf gehofft und, wie zahlreiche andere, unermüdlich dagegen gekämpft, die drohende Machtübernahme der Nationalsozialisten zu verhindern. Doch schon Anfang der 30er Jahre, auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise, und besonders nach den letzten Reichstagswahlen im Juli 1932 wird deutlich, in welche Richtung das Land sich bewegt. Sein Chef, Freund und Vertrauter, Georg Quiet, berichtet ihm von „Abschusslisten“ in den Schubladen der Nazis und legt ihm nahe, das Land zu verlassen. Ein Hilfeersuchen aus einem anderen Land kommt ihm dabei entgegen.

Die Demokratie ist am Arsch

„Unsere Demokratie ist endgültig am Arsch, damit sollten wir uns vorläufig ab-finden.“ Georg Quiet setzt das leere Bierglas mit lautem Knall zurück auf die hölzerne Tischplatte, deren furnierte Oberfläche bereits einige Risse zeigt, in denen sich eine ganze Reihe an Relikten kneipentypischer Aktivitäten angesammelt haben. Tabak- und Aschereste, Brotkrümel, Abrieb von Bierdeckeln sowie Unmengen an Staub, vom klebrigen Hopfen im Bier zu einer schier unauflösbaren Masse verdichtet. Der feuchte Lappen des Wirts oder der Bedienung vermag lediglich den schwachen Eindruck eines Reinigungseffekts zu vermitteln …

Staatsstreich vom 20. Juli 1932

„Unsere Führung (die der SPD – Anm. d. Aut.)verhindert wieder einen Bürgerkrieg, wie schon 1918. Damals hat das den Weg in die Demokratie eröffnet, dieses Mal wird es in der Diktatur enden“, spricht Quiet resignierend, nachdem er sich den Schaum vom Munde strich.
„Bring uns mal noch zwei Bier, und zwei Kurze dazu“, ruft er kurz darauf dem Wirt zu, der gerade die leeren Gläser von einem Nachbartisch abräumt. Gegenstand des vorangegangenen Gesprächs waren die Ereignisse im Zusammenhang mit dem Staatsstreich am 20. Juli gewesen, der später als „Preußenschlag“ in die Geschichte eingehen soll.

Der Altonaer Blutsonntag

„Die Konservativen und Kaisertreuen wollten vor den Reichstagswahlen am 31. Juli klare Verhältnisse schaffen, da kam ihnen das Blutbad in Altona gerade Recht. Das war nur der Vorwand für den Staatsstreich in Berlin“, fügt Quiet aufgeregt hinzu, nachdem er die Bestellung aufgegeben hatte. Er erinnert Kruse an ein Gespräch im Juli. Die Zeitungen waren voll mit Berichten über den Vorfall am 17. Juli 1932. Am Rande eines Aufmarsches der SA in Hamburg-Altona, das zur Preußischen Provinz Schleswig-Holstein gehört, war es zu Schießereien mit mehreren Toten im Ergebnis gekommen, deren Provozierung man den Kommunisten vorwarf.

Die Nationalsozialisten knapp unter 40 Prozent

„Der Kampf gegen die Demokratie war von langer Hand vorbereitet.“ Die Aufhebung des Verbots von SA und SS im Juni 32 durch die Papen-Regierung sei einer mehrerer Schachzüge gewesen, die demokratischen Kräfte einzuschüchtern, das habe er damals im Juni schon gesagt, setzt Quiet überzeugt seine Gedanken fort.
„Und jetzt haben wir den Salat, die Nationalsozialisten knapp unter 40 Prozent und die Bürgerlichen glauben ernsthaft, Hitler sei zu irgendwelchen Kompromissen bereit, Dreck, verfluchter!“
„Na, na, lass ma den Disch in Ruh.“ Der Wirt wollte gerade das bestellte Bier und den Schnaps abstellen … Dunkelheit – Verlorene Generationen III>>>

Auf den Abschusslisten der Braunhemden

Szene aus dem Film Der Soldat James Ryan

„Ich habe nicht den geringsten Zweifel daran, dass Hitler über kurz oder lang an die Macht kommen wird, darauf laufen die ganzen Aktionen hinaus …“ Weil Kruse tief Luft holt, um etwas dagegen zu halten, streckt Quiet ihm die Hand entgegen.
„Die Karre steckt im Dreck, glaub mir, Werner, daran gibt es nichts mehr zu deuteln, aktiver Widerstand wäre der blanke Selbstmord. Wir müssen unsere Kräfte schonen und die Leute aus der Schusslinie nehmen, die besonders gefährdet sind …“ Nach einem kräftigen Schluck fährt er fort: „Du gehörst dazu, du hast dir oft genug das Maul verbrannt und als aktiver Gewerkschafter stehst du auf den Abschusslisten.“

Franz Mälzer

Franz Mälzer hat sich, zum Entsetzen seiner Mutter, gemeinsam mit zwei Schulfreunden 1939 freiwillig zur Wehrmacht gemeldet. Lina Mälzer, die im letzten Krieg, sowohl direkt, wie auch indirekt, den größten Teil ihrer Familie verlor, sieht mit Bangen einem möglichen weiteren Verlust entgegen. Sie darf es nicht zeigen, ihr Gatte wollte es so. Es sei die heilige Pflicht jedes gesunden Deutschen, doch auch er ist in Sorge, daher versucht er Franz an der Heimatfront einen Einsatz zu verschaffen. Andererseits hofft er, der Sohn schlage sich an der Front diese Tochter eines Vaterlandsverräters aus dem Kopf, in die er sich verliebt hat …

Erster Urlaub Weihnachten 1939

„Hast du dich mit diesem Mädchen …“, Alfred Mälzer lässt eine Pause, bevor er fortfährt; „ich meine mit deiner Freundin, hast du dich, seit du hier bist, schon mit ihr getroffen oder habt ihr das noch vor?“
Franz Mälzer weilt zu seinem ersten Urlaub in der Heimat, eine Woche bekam er bewilligt, Weihnachtsurlaub. Alfred Mälzer hatte sich zuvor um Sonderurlaub für den Sohn wegen der Hochzeit der Schwester bemüht Das war allerdings nicht nötig, einige Tage vor Mälzers Anruf hatte Franz die Nachricht erhalten, dass er über Weihnachten eine Woche Urlaub bekäme … Dunkelheit – Verlorene Generationen III>>>

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Der Beginn eines eisigen Winters

Beide, Vater und Sohn, gehen eine Runde im Kurpark der Kreisstadt spazieren. Er brauche ein bisschen frische Luft, hatte Mälzer dem Sohn gesagt, dasselbe zu den Gästen. Lina Mälzer ahnte wohl als einzige der Anwesenden, welchem Zweck der Spaziergang dienen sollte.
Es liegt eine dicke Schneedecke, Bäume und Stromleitungen wie alles, was aus der Erde herausragt, sind mit einer dicken Raureifschicht bedeckt, beide halten die Kragen ihrer Mäntel zusammen. Es weht lediglich ein schwacher Wind, doch der fühlt sich eisig an.

Franz zittert vor Kälte

Szene aus dem Film Der Soldat James Ryan

Zu dem Zeitpunkt weiß noch niemand, dass der Winter 1939/ 40 und die beiden folgenden zu den schwersten Wintern des Jahrhunderts zählen werden. Ein Umstand, der sich nicht unerheblich auf den weiteren Kriegsverlauf auswirken wird. Aber auch das weiß zu diesem Zeitpunkt ebenfalls keiner.
„Die Hildegard hat mich gestern Abend in der Bezirksstadt vom Zug abgeholt“, erwidert Franz mit zitternder Stimme auf die Frage des Vaters, ob er sich schon mit ihr getroffen habe. Das Zittern aber rührt mehr von der Kälte her als von der Angst vor dem Vater.

Früher war man anständiger

Dass sie beide, Hildchen und Franz, mit Billigung der Tante und des Onkels, gemeinsam die Nacht in Franz Bett verbrachten, verschweigt er. Die Tante hatte ihn beschworen, bloß kein Sterbenswörtchen darüber zu verlieren, schließlich erfülle das nach dem Gesetz den Tatbestand der Kuppelei. Hildegard hatte eine BDM-Weihnachtsfeier für ausgewählte Mitglieder in der Bezirksstadt vorgeschoben, die sie allerdings schwänzte. Wir waren ja auch mal jung, hatte der Onkel die beiden Liebenden verteidigt, obgleich man ansonsten, wenn es um das gute Benehmen und die guten Sitten geht, stets vorschiebt, früher anständiger gewesen zu sein.

Hildegard ist das schönste Mädchen in der Stadt

„Liebst du das Mädchen?“, Alfred Mälzers nächste Frage. Auch ihm zittert die Stimme vor Kälte.
„Ja, sehr, Vater“, die prompte Antwort des Sohnes, „sie ist das schönste Mädchen in der ganzen Stadt und ich bin sehr froh darüber, dass sie meine Freundin ist.“ Alfred Mälzer ist überrascht von der schnellen und sehr deutlichen Antwort des Sohnes. Er hatte zumindest damit gerechnet, dass er herumdrucksen oder ausweichend antworten würde.
Franz indes weiß sehr genau, worauf die Befragung hinausläuft, daher fährt er ohne Pause fort, Hildegard könne sich gar nicht vorstellen, dass ihr Vater gegen den Führer sei …

Der Krieg wird allen etwas abverlangen

„Ich mache mir lediglich Sorgen, dass wir alle in etwas hineingeraten könnten, das für keinen von uns gut ausgeht. Nicht für dich, nicht für deine Schwestern und auch nicht für deine Mutter und mich“, erwidert Mälzer in betont ruhigem Ton. Er will dem Sohn nichts aufbürden, kein schlechtes Gewissen, weil er weiß, dass der Fortgang dieses, nach seiner festen Überzeugung, für Deutschland notwendigen Kriegs, dem Sohn wie anderen, die in der Wehrmacht dienen, einiges abverlangen wird. Dass Franz sich freiwillig zum Militär meldet, stand für Alfred Mälzer nie außer Frage …

Franz weiß, dass der Krieg weitergehen wird

Frankreich verfügt über eine Starke Armee und über hervorragende Panzer, das weiß er. Es wird Tote geben, mehr als in Polen, viel mehr Tote. Kurz vor der Tür hält Mälzer den Sohn am Arm fest.
„Wenn du an Gefechten teilnimmst, musst du stets fest daran glauben, dass du gesund nach Hause kommst. Versprich mir das …“ Zu den letzten Worten legt er Franz eine Hand in den Nacken und zieht dessen Kopf an sich heran. „Versprich UNS das“, wiederholt er, Franz nickt abermals. Er weiß schon, dass dieser Krieg weitergehen wird, auch wenn der Vater das Wort „Krieg“ ständig zu umschiffen versucht … Dunkelheit – Verlorene Generationen III>>>

Verlorene Generationen Teil I – Leseproben

Verlorene Generationen Teil II – Leseproben

Verlorene Generationen – Roman einer Familie – Teil III Dunkelheit

Text Copyright © 2026 Frank C. Mey
Cover Copyright © 2026 Frank C. Mey
Erfurt, Germany
Alle Rechte vorbehalten
ISBN Hardcover 9798254479338

ISBN Taschenbuch 9798254469834

Passender Film

Für die Film- und Kinofans mit Sicherheit nichts Neues, aber dennoch in jedem Falle erwähnenswert und passend zum Thema Zweiter Weltkrieg eine der eindrucksvollsten Verfilmungen der Grauen des Krieges, der mehrfach preisgekrönte Streifen des amerikanischen Erfolgsregisseurs Steven Spielberg aus dem Jahre 1998
Der Soldat James Ryan
mit Tom Hanks als Captain John H. Miller in einer Hauptrolle und Matt Damon als Pvt. James Francis Ryan über den D-Day am 06. Juni 1944, die Landung der West-Alliierten in der Normandie und dem anschließenden Vormarsch in Frankreich.

D-Day

Die erste Welle der Landung am berüchtigten Omaha Beach, da, wo es aufgrund der Beschaffenheit der Uferzone und der massiven Verteidigung am blutigsten zuging, ungeschönt und realistisch in all der Brutalität in Szene gesetzt. Captain John H. Miller gelingt es, seine Einheit bis an die Böschung heranzuführen und die Verteidigungsstellung auszuschalten. Ein Toter trägt den Namen „Ryan“. Es stellt sich heraus, dass schon drei der vier Söhne der Familie Ryan gefallen sind, nur James Francis Ryan ist am Leben. Den will man nach Hause holen und Captain John H. Miller erhält den Auftrag, ihn ausfindig zu machen …

Mehrfach ausgezeichnet

Der Film ging als Meisterwerk in die Filmgeschichte ein und brachte Spielberg ein weiteres Mal Ruhm ein als wahrer Meister der Filmkunst. Der Film wird in „They Shoot Pictures, Don’t They?“ unter den angesehensten Werken der Filmgeschichte eingestuft. Er erhielt 1999 fünf Oscars für die beste Kamera, die beste Regie, den besten Schnitt, bester Ton und bester Toneffektschnitt. Tom Hanks war als bester Hauptdarsteller nominiert. Bei den Golden Globe Awards 1999 ausgezeichnet als Bester Film und Beste Regie.

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„Wo ist der Türdrücker, verdammte Scheiße?“ Der glatte Fliesenfußboden bietet keinen Halt, schon gar nicht, wenn man Hausschuhe mit Filzsohlen trägt. Nie wieder, zum Teufel, Hausschuhe mit Filzsohlen! Frank Mälzer flucht, was war gerade passiert? Wände haben keine Griffe, man kann sich an nichts festhalten, noch aufrichten, dasselbe mit der Wohnungstür, scheiß Wohnungstür!
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Er kann noch denken!
Beim ersten Mal an diesem warmen Frühlingstag, als sie sich beide auszuruhen gedachten für die Rückfahrt nach München, folgte sie ihm von der Couch, wo sie vorher lange miteinander sprachen, in sein Bett. Sie könne allein nicht einschlafen, sagte sie schmollend, während sie vor seinem Bett stand, wo sie ungeduldig und voller wonniger Erwartung, die jugendliche Hitze wie ein verzehrendes Feuer in ihrem Leib, von einem Bein auf das andere trat.
Seine wunderschöne junge Frau, die er so sehr begehrte wie er nie in seinem Leben eine Frau begehrt hatte, und die ihm gleichzeitig panische Angst einjagte, er könne sie verletzen; wie er, Curd, ihr Curd, ihre erste Liebe, wie er ihr, nachdem sich ihr Wunsch erfüllte, mit liebevollen Worten erklärte ... Alle Leseproben

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Bewertung des Redakteurs:
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