Der Film - Schamlos direkt
Von: F1999-RaNk 2018/04/27
mit: Eva Green, Michael Pitt und Louis Garrel; Regie: Bernardo Bertolucci
Die Träumer – Später schläft Matthew mit Isabelle auf dem Fußboden der Küche, während Theo daneben steht und Eier brät. Matthew fragt Isabelle, ob sie mit ihrem Bruder Sex hat, ob er schon in ihr war. „Er ist immer in mir“, antwortet sie …
Studenten besetzten die Sorbonne in Paris. Aus westdeutschen und anderen westlichen Großstädten flimmerten Bilder demonstrierender Studenten und anderer Jugendlicher über die Bildschirme. „Ho, Ho, Ho Chi Minh“-Rufe, Mao-Fibeln in den Händen. Von vielen hier im Osten, die wir die „Wohltaten“ des realen Sozialismus tagtäglich am eigenen Leib erfahren durften, nicht immer mit Wohlbehagen aufgenommen. Und als russische Panzer den Prager Frühling nieder walzten, horchten die ersten Demonstranten, die Träumer, auch im Westen auf. Für viele die Ernüchterung.
Leider ist zu dem Film kein deutscher Trailer verfügbar, aber ein Stück weiter unten bekommen Sie ein paar delikate Auszüge präsentiert.
„Why dont we do it on the road?“ sangen die Beatles im selben Jahr. Voller Neugier waren wir über die „freie Liebe“. Wir waren gerade vierzehn/ fünfzehn, die ersten Erfahrungen mit dem weiblichen Geschlecht lagen bereits hinter uns. Einen Kasten Bier aus der „Schenke“ geholt im Gras, saßen wir im Sommer bis spät in die Nacht entweder am „Denkmal“ oder im Brühl, hinter Sträuchern versteckt, wo inmitten unserer Runde ein zwei Jahre älterer Schüler, der zweimal sitzen geblieben war, die „Flötern“ aus der Parallelklasse vor unser aller Augen vögelte. Einer masturbierte beim Zuschauen …
Der Aufbruch vollzog sich nicht nur im Westen, und als glückliche Empfänger westdeutscher Fernsehsender sahen wir uns heimlich nachts, wenn die Eltern bereits schliefen, die ersten Filme von Oswalt Kolle an. Wenn man sich sicher fühlte, wichste man beim Schulmädchenreport, obgleich gar nicht viel zu sehen war. Uschi Nerke warf sich fast weg, als ich ihr nach der Wende am Rande einer Mugge erzählte, dass ich bei ihrem Anblick im Beat-Club masturbiert habe. Die Träumer waren auch wir, wir träumten von einer anderen Welt.
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Bernardo Bertolucci – geboren am 16. März 1941 in Parma, war ein bekannter und bedeutender italienischer Filmregisseur. Bekannt mit „Der letzte Tango in Paris“, „Der große Irrtum“ oder „Der letzte Kaiser“ über das klägliche Ende des chinesischen Kaiserreichs. Bertolucci wuchs in einer literatur- und kunstinteressierten Familie auf, Mutter Lehrerin für Literatur, Vater ein landesweit bekannter Dichter und lehrte Kunstgeschichte. Da der Vater auch Filmkritiken schrieb, besuchte er oft Kinos, wohin er den Sohn oft mitnahm. So kam Bertolucci frühzeitig mit dem Film in Kontakt. Er starb am 26. November 2018 in Rom. „Die Träumer“ entstand im Jahre 2003.
In dieser Zeit des Aufbruchs, der Liebe und der Leidenschaft trifft der Amerikaner Matthew (Michael Pitt) auf die Zwillingsgeschwister Isabelle (Eva Green) und Theo (Louis Garrel). Anlass ist eine Protestveranstaltung gegen die Entlassung des Leiters der Cinémathèque. Schnell stellen sie fest, dass sie nicht nur die Liebe zum Film, sondern auch das Verlangen nach sexueller Befreiung teilen. Da die Eltern, der Vater ein bekannter französischer Schriftsteller, deren nahezu grenzenlose Liberalität wir im Film kennen lernen, für mehrere Tage verreist sind, laden die Geschwister Matthew in ihr zu Hause ein.
Sehr schnell entwickelt sich aus einem harmlosen Filmquiz ein Spiel aus Lust und Begierde. Matthew wird Zeuge wie Bruder und Schwester nackt in einem Bett schlafen. Die Eltern waren noch im Haus. Er vermutet eine inzestuöse Beziehung zwischen den beiden, die sich noch zu bestätigen scheint, als Theo infolge eines nicht gelösten Filmrätsels von seiner Schwester die Aufgabe gestellt bekommt, vor einem Filmplakat mit dem Bild von Marlene Dietrich darauf zu masturbieren. Die Schwester wischt anschließend mit der Hand Theos Sperma vom Plakat …
Nach dem nächsten Absatz ein paar Leckerbissen aus Die Träumer, die in einem Youtube-Trailer nicht gezeigt werden dürfen:
Später schläft Matthew mit Isabelle auf dem Fußboden der Küche, während Theo daneben steht und Eier brät. Matthew fragt Isabelle, ob sie mit ihrem Bruder Sex hat, ob er schon in ihr war. „Er ist immer in mir“, antwortet sie. Von da an leben sie ihre Leidenschaften zu Dritt, ob gemeinsam in der Wanne, wo der Joint reihum geht oder in einem im Haus aufgebauten provisorischen Zeltlager – Woodstock für die Träumer.
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Die Träumer – Ein Film für Liebhaber sinnlicher Erotik, der sehre viel mehr zeigt, als man es von einer FSK 16-Einstufung erwarten kann. Ein Film für Liebhaber perfekter Körper, nicht nur der einer nackten und zauberhaften Eva Green, sondern auch die zweier gut gebauter junger Männer, die sicher auch Frauenherzen höher schlagen lassen. Insofern ein Erotikfilm für den Abend zu zweit, der zu mehr verführt, als nur zum Hinschauen. Und wer einmal nicht hinschaut, für kurz oder länger, der kann sich an der Musik der 60er erfreuen. Von Chansons wie „La mer“ bis Janis Joplin, von Bob Dylan bis zu den Stones. Die Träumer – Nicht nur eine Liebeserklärung an den Film, auch eine Liebeserklärung an die Musik …
Ein zurückhaltendes Mädchen liegt nach dem Vögeln ruhig da und wäscht sich erst, wenn du gegangen bist. Ein junges Mädchen, das dir die Möse gezeigt hat und die sich ihre Jungfräulichkeit von dir hat nehmen lassen, wäscht sich wahrscheinlich überhaupt nicht, bis du sie auf die Notwendigkeit hinweist. Dirnen versuchen in dem Augenblick, da man sich ergießt, ihren Unterleib nach hinten zu schieben, so trifft sie der Erguss vorne am Ausgang, dann lassen sie den Schwanz rasch heraus rutschen, waschen sich sofort und pissen außerdem noch. Ein ehrbares junges Mädchen wischt sich die Möse nur von außen ab … Alle Leseproben>>>
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| Ich bin mir nicht ganz sicher, ob mir das in dieser Geschichte niedergeschriebene erspart geblieben wäre, hätte ich nicht am 25. August des Jahres 1997 virtuell einen Chatroom betreten, der den vielversprechenden Namen „Manager-Treff“ trug. Ebenso wenig sicher bin ich mir, ob es nicht besser gewesen wäre, der Bekanntschaft, die sich an besagtem Tage anbahnte, lieber aus dem Wege zu gehen. Überhaupt nicht sicher hingegen bin ich mir, ob ich das Ganze nicht vielleicht doch hätte erleben wollen und vielleicht tief traurig darüber gewesen wäre, hätte es überhaupt nicht stattgefunden. Was selbstverständlich hinterher niemand hätte wissen können, am wenigsten ich selbst ...Lisa, gerade vierzehn geworden, benahm sie sich völlig ungeniert, als wir uns zum ersten Mal begegneten. Man könnte so weit gehen, sie als völlig schamlos zu bezeichnen. Frech, kess, einen Hauch frivol. Sogar eine Prise Obszönität schien tief in ihrem Wesen versteckt zu sein. Das lag wohl eher daran, dass sie nicht vollumfänglich imstande war, die Wirkung ihres frühreifen Körpers auf spätreife Männer in seiner gnadenlosen Wucht auch nur ansatzweise zu erkennen. | |
| | Luise, blond und zweigeteilt in die lähmende Kälte des Nordens oben herum. Weiter südlich, vom Nabel abwärts, das ewig lodernde Feuer der Südländerin. Das war nicht immer so. Als wir uns das erste Mal körperlich trafen, wirkte sie welk. In ihrem Schoß schien sie trocken und völlig erkaltet. Später entwickelte sich die Region zwischen ihren Oberschenkeln zu einem pulsierenden Moloch, der mich, flog sie ihrem Höhepunkt entgegen, jedes Mal in sich hinein sog. Wenn er mich wieder ausspuckte, dann einzig zu dem Zwecke, mich einen Augenblick später erneut zu verschlingen. Wie eine wiederkäuende Kuh. Wir lernten uns in dem eingangs erwähnten Chat-Room kennen, in der Zeit kurz nachdem das internationale Spinnennetz seine Ausläufer über den großen Teich hinweg bis nach Deutschland wie in den Rest der Welt hinein schob. |
| Luise bewegt sich weiter, schneller … Nichts geht mehr, rien ne va plus. Enttäuscht wirft sie sich auf den Rücken. Ein Zischen dringt aus ihrem Hals. Wie wenn man beim Ausatmen die Zunge an den Gaumen drückt, wie bei einer Schlange, begleitet von zornigem Stirnrunzeln. Das höre und sehe ich zum ersten Mal. Bislang gab es nie einen Grund dafür. „Wir haben den ganzen Tag Zeit … Dazu die halbe Nacht …“, will ich sie vertrösten. Doch sie springt bereits aus dem Bett. Grollend zieht sie sich den Morgenmantel über, anschließend geht sie ins Bad. Als ich ihr wenig später folge, kommt Lisa in Bernys Begleitung aus ihrem Zimmer heraus. Zähnefletschend wedelt er mit dem Schwanz. Lisa lacht mich aus ihren strahlenden Augen heraus an, so blau wie tief. Einen Augenblick lang berühren sich im Vorübergehen unsere Hände, ein Hauch Zärtlichkeit. Sekundenbruchteile wandeln sich zu einem endlosen Flug in die Ewigkeit, am Ende ein Licht, das ein leises Sirren sendet. So muss Odysseus den Gesang der Sirenen empfunden haben …Alle Leseproben>>> | |
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