Chrissys Tagebuch Teil II – Frank C. Mey

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Chronik einer lesbischen Liebe

Leseproben aus Chrissys Tagebuch – Teil II

Wir waren wie in einem Leib vereint, selbst unsere Hirne waren zu einem verschmolzen. Wie eine Flut der hemmungslosen Lust, die sich in einem einzigen Flussbett vereinte …

Chrissys Tagebuch Teil II – Leseproben

Leseproben aus Teil I finden Sie hier>>>

16. Juni 2010

Aus Chrissys Tagebuch: Viola lächelte Dad an, sie schüttelte ständig den Kopf. „Deine Tochter hat mir bereits einiges von dir erzählt, als wir uns noch nicht kannten. Mir scheint, sie hat eher untertrieben“, sagte sie. Mir fiel das Gespräch beim Abendessen ein, als die Nachrichten liefen.
„Ich will ja hoffen, nur Gutes.“ Dad schielte mich bedrohlich gewitzt an. „Nur Gutes“, erwiderte ich. „Nur Gutes“, stimmte Viola ein.
„Nein, jetzt ernsthaft“, wandte Dad sich wieder Viola zu. „Es gibt tausend und mehr Für und Wider für alle diese Themen, Klimaschutz, Umweltschutz, Naturschutz, Tierschutz und so weiter“, sagte er. Über eines müsse man sich aber im Klaren sein, die Welt habe sich verändert und sie würde sich weiter verändern, ob mit oder ohne unser Zutun. Wer glaube, alles so erhalten zu können, wie er es mit seiner Geburt vorgefunden habe, sei ein bedauernswerter Träumer.
„Und weil wir das gerade hatten, diese Frage, Natur und Mensch“, mein Vater dachte einen Moment nach, bevor er weiter sprach: „Sind wir Menschen denn nicht Teil der Natur? Woraus also erheben wir den Anspruch, von deren Schlägen verschont zu bleiben?“
Die Natur schlage an hunderten Stellen zu, egal ob von uns verursacht oder nicht, setzte Dad seinen Gedanken fort:
„Nehmen wir doch den drohenden Klimawandel …“ – „… Ich will nicht hoffen, du gehörst zu den Leugnern“, unterbrach Viola Dads Satz. Der lachte: „Sehe ich etwa so dumm aus?“ Er schüttelte sich, bevor er weiter sprach:
„Wir werden den nicht verhindern, vielleicht ab mindern, mehr nicht“. Anstatt Angst zu verbreiten, sollte die Menschheit nach Wegen suchen, wie man damit umgeht …“ – „… Was für Wege?“, unterbrach Viola ein zweites Mal.
„Pflanzen züchten, die den veränderten Bedingungen stand halten, sicheres Bauen, Hochwasserschutz und anderes“, antwortete Dad. Selbst wenn die entwickelten Industriestaaten den CO2-Ausstoß reduzierten, eine Vielzahl der Schwellen- und Entwicklungsländer wären nicht so weit, wie wir in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts bereits gewesen seien …“ – „… Die müssen doch nicht dieselben Fehler machen wie wir“, fiel Viola Dad ein weiteres Mal ins Wort. Der sang vergnügt einen Vers aus dem bekannten Fastnachtslied: „Wer soll das bezahlen …?“ – „Wir“, sagte Viola trocken. „Dann überlege dir bitte schon einmal, auf was du ab morgen verzichten willst“, Dad grinste über beide Wangen …

Die Diskussion kannte ich von zu Hause. Im Fernsehen lief ein Interview mit einem linken Politiker, Mitglied des Bundestages. Der sprach den Satz: „Zehn Prozent der Menschen gehört neunzig Prozent des Reichtums. Wenn man den gerecht verteilen würde, hätten alle genug.“
Dad wäre beinahe an die Decke gesprungen. „Allein mit seinen Diäten gehört dieser Heini zu den zehn Prozent. Ich werde ihm morgen einen Brief schreiben, in dem ich ihn frage, ob er übermorgen sein Haus verkaufen und in eine Sozialwohnung ziehen will. Den Verkaufserlös kann er nach Afrika überweisen, damit sich irgendein Diktator das Geld in die Tasche steckt!“ Ich war gespannt, ob Viola etwas Ähnliches sagt, wie dieser Politiker, aber sie schwieg. Nach ein paar Bissen fuhr Dad fort:
„Im Übrigen, bei aller Diskussion über die Ursachen des Klimawandels spricht kaum jemand über die Hauptursache …“ – „… Die da wäre?“, unterbrach Viola erneut Dads Satz. Der grinste sie erwartungsvoll an, als er fragte: „Kennst du die Hauptursache oder kennst du sie nicht?“ Viola wog den Kopf, es gäbe mehrere, sagte sie. Dad wartete einen Moment, bevor er weiter sprach:
„Jetzt komm mir bitte nicht mit erhöhtem CO2-Ausstoß, Raubbau an der Natur und anderem. Die Hauptursache …“, abermals ließ er eine kurze Pause, bevor er selbst seine Frage auflöste. Die Hauptursache sei die rasante Zunahme der Weltbevölkerung, alles andere seien lediglich Folgeerscheinungen. Die wollten schließlich alle essen, trinken, Kleidung auf dem Körper tragen, all das koste Ressourcen und Energie. Wenn auch nicht in dem Maße, wie wir sie in den entwickelten Industriestaaten verbrauchten. Viola schluckte, doch bevor sie etwas sagen konnte, setzte Dad nach:
„Hast du dich schon einmal mit den Ergebnissen der Rio-Konferenz 1992 beschäftigt?“ – „Hm, da war ich gerade zehn Jahre jung“, erwiderte Viola getroffen.
„Die findest du im Internet und ich empfehle dir, das Protokoll zu lesen“, sagte Dad, bevor er die, nach seiner Meinung zwei wichtigsten Ergebnisse nannte: Die Bekämpfung der Armut auf der einen Seite, dies unter Berücksichtigung eines verträglichen Ressourcenverbrauchs auf der anderen Seite. „Du siehst also, dass die Probleme außerordentlich komplex sind, um auf den Anfang zurück zu kommen, als ich das Wort Natur aussprach und du, auf die Frage, was wir seien, das Wort Menschen.“

17. Juni 2010

Viola kam eine Stunde nach mir an, ich sah ihr Auto einbiegen. So wie sie mich einmal beim Betreten des Hauses überraschte, zahlte ich ihr den Kredit zurück, nackt hinter der Tür wartete ich auf ihr Eintreffen. Wir holten das Versäumte nach, wozu es in der Nacht davor wegen Manus wütender Reaktion nicht gekommen war. In die Höhe katapultiert, kaum dass wir auf dem Bett lagen. In diesem „Porno-Kabinett“ voller Spiegel, in dem wir unsere eigenen Filme drehten, die wir uns stückweise während der Dreharbeiten anschauten.
„Gehen wir dann allein Eis essen?“, fragte Viola, während wir langsam zu Boden schwebten. „Ja“, hauchte ich in einen Kuss hinein. „Aber nicht gleich“, da blies ein schwacher Wind in unseren Fallschirm, der uns ein Stück weiter trieb.
Der Donnerstag, der Tag, der ein Jahr lang allein unser Tag war. Wir fuhren zu dem Park, von dem hier bereits an anderer Stelle die Rede war. Zu dem Park, den ich früher oft gemeinsam mit meinen Eltern und Manu zum Spielen besuchte und den Dad mit Manu ansteuerte. Am Rande desselben befindet sich ein sehr schönes Terrassencafé, ein Italiener, Geheimtipp für das beste Eis der Stadt …

Anschließend griff Viola zur Eis-Karte. „Heute wird Schlankheitswahn ausgeblendet“, entschied sie für sich. Mit der Handfläche schlug sie auf den Tisch. Ohne die Karte zu öffnen empfahl sie mir den großen „Liebesbecher“. Dies in ihrem bekannten Ton, der selten Widerspruch duldete. Da ich zu diesem Zeitpunkt keine Probleme mit meinem Gewicht hatte und Eis essen ohnehin eine stets willkommene Freizeitbeschäftigung war, gab es für mich keinen Grund zum Widerspruch …
Der Becher bestand aus zwei roten, herzförmigen Teilen, die beide auf einem gemeinsamen Sockel ruhten. So viel Eis, Sahne und Früchte darin, dass der Inhalt eines der beiden Teile für zwei Personen genügt hätte. Man konnte eine alkoholfreie oder alkoholhaltige Garnitur wählen. Für beide gab es mehrere Varianten. Da wir vor der Rückfahrt einen Spaziergang durch den Park planten, entschieden wir uns für die Alkoholvariante. Der Abwechslung willen Viola für Frucht-, ich für Schokolikör. Das gegenseitige Füttern gehörte dazu, ebenso die Küsschen zwischendurch. Es war mir inzwischen egal, was die Leute an anderen Tischen dachten. Hin und wieder gab es Blicke, vielleicht Tuscheleien … Ich war einfach verliebt und genoss mein Glück.
Über ein langes Jahr hinweg eine heimliche Beziehung. Einmal die Woche für ein paar Stunden Liebe. Oft weniger, versteckt in Violas Haus. Manchmal lagen längere Pausen zwischen unseren Treffen, während derer mich häufig Zweifel und Eifersucht fast zerrissen. Nun saßen wir gemeinsam in diesem Café, in dem die ganze Stadt verkehrte. In aller Öffentlichkeit löffelten wir gemeinsam einen „Liebesbecher“ aus. Schoben uns gegenseitig die gefüllten Löffel in den Mund und leckten uns zwischenzeitlich die Eis-, Sahne- und Likörreste gegenseitig von den Lippen. Wir kicherten wie die Kinder. Ich hätte jubeln können vor lauter Glück … Alles lesen>>>

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7. Juli 2010

Mein „Ballkleid“ war bei Viola hängen geblieben. Bevor wir fuhren, fertigte Viola vorsichtshalber ein Foto an. „Partnerlook“, sagte sie auf der Terrasse, was nichts anderes bedeutete, dass sie das gleiche Kleid wie ich tragen wollte. Das Foto für den Fall, dass sie kein für ihre Größe passendes Kleid finden würde. Dann käme wenigstens ein ähnliches in Frage.
Zuerst fuhren wir in die Boutique, in der wir meine beiden Kleider kauften. Viola fuhr das Auto in ein Parkhaus in der Nähe, da die anderen Geschäfte ebenfalls im Zentrum lagen und somit fußläufig bequem erreichbar waren. „Der Klingel Markt“, sagte sie, teure Läden, wo jeden Tag das Geld in den Kassen klingele.
Der Wermutstropfen, mein Kleid gab es nicht in Violas Größe. Die Kollektionen seien streng limitiert, erklärte uns die Inhaberin. „Wenn sie so viel Geld für ein Kleid ausgeben, wollen sie sicher nicht jeden Tag jemandem begegnen, der dasselbe trägt“, sagte sie. Wir fanden ein ähnliches, wenigstens in derselben Farbe, Karminrot, etwas gewagter als meins. Es glich meinem Geburtstagskleid.
„Nimmst du mich so mit?“, fragte Viola in der Kabine. „Wenn ich dich so anschaue, könnte ich mich glatt in dich verlieben“, erwiderte ich. Wir küssten uns. „Sex in der Umkleide“, raunte Viola in unseren Kuss hinein. Das „Verzeihung“ der Inhaberin, die durch einen Spalt schaute, weil sie wohl das Kunstwerk betrachten wollte, störte uns nicht. Sie lächelte uns beide an, nachdem wir die Kabine verließen und Viola ein paar Drehungen vor dem großen Spiegel vollzog.
„Perfekt“, sagte die Besitzerin der Boutique. Sie erinnerte sich an mich. „War das ihre Frau Mutter, neulich?“, fragte sie. Nachdem ich nickte, bot sie uns ein Glas Sekt an. „Bei dem Preis müsste die uns eine ganze Kiste Sekt mitgeben“, raunte Viola mir zu, nachdem die Frau hinter einem Vorhang verschwand. Zurück kam sie mit einem Tablett, drei halb gefüllte Gläser darauf.
„Sie sind ein sehr schönes Paar, sehr interessant“, sagte sie zu uns, nachdem wir anstießen. Ich schätzte die Frau auf Mitte dreißig. „Sie sind eine sehr schöne Frau“, sagte Viola zu ihr. Sie bedankte sich, das höre sie nicht jeden Tag.
„Lesbisch“, sagte Viola, nachdem wir den Laden verließen, das habe sie bereits aus dem Blick der Frau erkannt, als wir den Laden betraten. Ob ich die Wehmut aus den Worten der Frau verstanden habe, fragte sie mich. Das Problem der geringen Auswahl an Gleichgesinnten. Und wenn man dazu bestimmte Ansprüche stelle?
Nach dem Verlassen der Boutique blieb Viola stehen, neugierig schaute sie sich um.
„Hast du passendes Schuhwerk zu dem Kleid?“ Fast beiläufig, ohne mich anzuschauen, stellte sie die Frage, während sie ihren Kopf in verschiedene Richtungen drehte.
„Viola, es genügt jetzt, bitte“, wehrte ich mich. Ich wusste nicht, ob weitere Kosten in mein Budget passen würden.
„Na hast du oder hast du nicht?“ Sie hob die Schultern. „Ich nicht“, gab sie kurz darauf zu. Währenddessen zeigte sie auf eine Schuhboutique, die am Ende der Straße auf der anderen Seite lag.

Wir standen vor dem Schaufenster der Schuhboutique, als Viola mir plötzlich beide Arme um die Hüfte legte. Sie zog mich fest an sich heran.
„Gehen wir jetzt in das Café, in dem wir uns zum aller ersten Mal trafen, bevor alles mit uns anfing?“, fragte sie mich leise. Das Café befand sich nur wenige Meter entfernt.
„Gehen wir jetzt da hin?“, ihre zweite Frage, ebenso leise wie die erste. Sie küsste mich, zuerst flüchtig, beim zweiten Mal leidenschaftlich auf den Mund.
Wieder einer dieser Momente, bei denen mich so oft das Gefühl ergriff, mich einfach fallen lassen zu müssen. Wir standen mitten auf dem Gehweg, eng aneinander gelehnt. Ich spürte die kleinen, spitzen Brüste Violas ein Stück unterhalb der meinen, beide trugen wir keinen BH, ich fühlte mich fast wie nackt, Violas Arme um meine Hüfte geschlungen.
Die Straße voller Menschen, hasteten manche einfach irgendeinem Ziel entgegen, andere gingen langsam von einem Schaufenster zum nächsten. Das verschwamm in diesem Moment zu einer einzigen Masse, während dessen ich mit beiden Händen Violas Kopf ergriff, um ihr diesen leidenschaftlichen Kuss zurück zu geben. Wir knutschten mitten auf der Straße, ich spürte wie sich meine Brustwarzen vor Erregung aufrichteten, wie heißes Verlangen in meinen Schoß hinein kroch. Fünf Sekunden, zehn Sekunden, unendlich lange, wir waren so weit weg, bis Viola völlig außer Atem unsere Lippen trennte und das Treiben um uns herum in mein Bewusstsein zurück kehrte.
„Du hast gehört, was dein Vater gesagt hat“, Viola atmete schwer, ohne unsere Umklammerung zu lösen. „Wenn an jeder Ecke zwei knutschende Frauen oder Männer stehen, wird das bald niemandem mehr auffallen.“
So eng wie wir uns umschlangen, gingen wir die paar Meter bis zu „unserem“ Café. Viola lachte: „Bist du genauso feucht wie ich?“, fragte sie. „Feucht?“, erwiderte ich. „Wenn du mir im Café eine Hand aufs Knie legst, werde ich einen Fleck im Rock bekommen.“ Alles lesen>>>

Text Copyright © 2015/ 2019 Frank C. Mey
Cover Copyright © Sylvia Grey
Erfurt, Germany
Alle Rechte vorbehalten
ISBN – 9781511581356


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Natürlich tolle Landschaft, schöne Aufnahmen und eine schöne Hauptdarstellerin, die den Film zur Hauptsache trägt. Die Helene ist leider eine Fehlbesetzung. Die ist wenig glaubhaft und kommt sehr kühl rüber. Was sich auch in den Liebesszenen widerspiegelt. Dann dieser abrupte Kuss und die Liebesbekundung an Sappho, die sich allerdings am Ende unbegreiflicherweise ins Nichts verabschiedet. Gefühle an, Gefühle aus? Ein schönes Thema, hätte man mehr daraus machen können. Das Sappho mit ihren Gefühlen offen umgeht und manches austestet ist sehr positiv. Als es dann auf das Ende des Films zuging, hatte ich schon meine Bedenken, die auch leider erfüllt wurden. Helene schläft einmal mit Sapphos Mann und schon verfliegen gänzlich jegliche Gefühle für Sappho. Wie geht das??????? Das sind diese typischen, ach sooo vernüftigen Schlüsse, die so schön der Norm entsprechen. Davon gibt es leider sehr viele Filme. Warum? Gerade dieses Ausprobieren und Genießen von Gefühlen und Leidenschaften Sapphos hätte mehr verdient und einen unkonventionellen schöneren und vielleicht offenen Schluss verdient. Trotzdem bis zum letzten Drittel ein schöner Film.


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„Hast du kein Gepäck?“ fragte sie mich erstaunt. - „Doch, das liegt schon im Hotel“, erwiderte ich. Wenige Minuten später standen wir beide an der Rezeption des Hotels.
Der überraschte Blick des Portiers entging mir ebenso wenig, wie das Tuscheln zweier weiterer Hotelmitarbeiterinnen, die einige Meter von uns entfernt ebenfalls hinter dem Tresen standen.
„Ihren Ausweis bitte“, sprach der Herr Hélène mit trockener Stimme an. Die hatte ihren Pass bereits aus der Umhängetasche gezogen …
dunkle_perlen_erotiknovellenEr gab sich gar nicht erst die Mühe, den Pass zu öffnen, sondern sah mit streng nach oben gezogenen Augenbrauen auf den Deckel. Im oberen Teil der goldene Aufdruck: „République de la France“, unterhalb des Wappens „Passeport“. Mit affektiertem Hüsteln reichte er Hélène den Pass zurück.
„Es tut mir sehr leid, meine Herrschaften. Leider ist es nicht möglich, einem Bürger der DDR in Begleitung einer Bürgerin der Republik Frankreich in diesem Hotel ein Zimmer zu geben. Es tut mir leid.“ Das letzte wiederholte er zweimal, als wollte er jeglichen Widerspruch oder jede Frage von vornherein im Keim ersticken.
„Was ist das denn?“ Hélène empörte sich. „Ich kann überall auf dieser Welt ein Hotelzimmer beziehen, mit wem und solange ich will!“
Beide Hände in die Hüften gestemmt, stampfte sie mit einem Fuß. Der hohe Absatz klirrte auf dem Steinfußboden ...
„Sie haben telefonisch ein Doppelzimmer für sich und ihre Ehefrau bestellt.“ Er erinnerte mich an einen dieser besserwisserischen Oberlehrer, die bereits mit dem Ton ihrer Rede durchblicken lassen, dass jeglicher Widerspruch zwecklos bleibt.
„Ist die Dame ihre Ehefrau?“
„Das ist doch völlig egal, ob Ehefrau, Bekannte oder sonst irgendetwas“, mischte Hélène sich erneut wutschnaubend ein.
„Uns ist das nicht egal, meine Dame“, erwiderte er im selben Ton.
„Na gut, dann geben sie uns eben zwei Einzelzimmer.“ Hélène grinste siegesbewusst, als sei sie sich bereits sicher gewesen, ihn überlistet zu haben.
Er schüttelte den Kopf: „Tut mir leid, zwei Einzelzimmer stehen leider nicht zur Verfügung.“ ... Alle Leseproben>>>

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Frank C. Mey – Chrissys Tagebuch Teil II

Frank C. Mey – Chrissys Tagebuch Chronik einer lesbischen Liebe – Teil II – Leseproben Wir waren wie in einem Leib vereint, selbst unsere Hirne waren zu einem verschmolzen. Wie eine Flut der hemmungslosen Lust, die sich in einem einzigen Flussbett vereinte

Autor: Frank C. Mey

Buchausgaben:

ISBN : 9781511581356
Veröffentlichungsdatum : 04/03/2015
Format : Paperback

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