Sündige Spiele verzehrender Lust – Maupassant (1886)

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Guy de Maupassant – Die Nichten der Frau Oberst – Erotikklassiker

Sündiges Frankreich – verdorbene Leidenschaft – Inzest – Kunstvoll aus der Feder des Meisters

Titelbild: Gustave Courbet – Die Schläferinnen – Paris Musées/Petit Palais

SündigDann zog er heftig die Beine des jungen Mädchens, die rücklings auf dem Diwan lag, auseinander und drückte auf die pelzumgebene Rose, die sich seinen Blicken bot, einen Kuss, der sie ganz verschlang und unter dem er die liebesbeseligte Knospe der der Frau, die sich ihm hingab, schwellen fühlte …

Sündig

Sündig und völlig verdorben – Inzest und andere Ferkeleien 😉 , aus der Feder eines Meisters des Naturalismus aus dem Frankreich des späten 19. Jahrhunderts. Nun, Inzest ist es nicht, wenn sich zwei junge Schwestern, die gerade ihre Ehemänner verloren haben, der gemeinsamen Befriedigung ihrer körperlichen Lüste hingeben, jedenfalls nicht nach gängiger Rechtsauffassung. Doch für ein suendig_die_nichten_der_frau_oberstgehöriges Maß an Empörung in den überwiegend biederen höheren Schichten der damaligen Gesellschaft muss es wohl gesorgt haben, wenn ein Literat derartiges auch noch zu Papier brachte. Dabei hat er doch nur den Honoratioren dieser von heimlichen Ausschweifungen geprägten Zeit lediglich den Spiegel vorgehalten.

Naturalismus

Es gibt kaum einen bedeutenderen Namen als den Maupassants, wenn es um Naturalismus in der Literazur geht. Entstanden in einer Zeit, als im Zuge der Entwicklung bürgerlicher Freiheiten auch die Freizügigkeit Raum gewann und besonders Paris als der Sündenpfuhl Europas galt. Die Zeit der Gründung der großen Varieté-Theater, in denen Tänzerinnen und Schauspielerinnen nicht allein nackte Beine zeigten, sondern leicht oder gar unbekleidet in sündigen Rollen auf den Bühnen posierten. Sündige Freizügigkeit, die sich auch in der Literatur wie in anderen Kunst-Genres verbreitete, von Zola und anderen beschrieben.

Sündig auch in anderen Genres
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Pornografische Fotografie 19. Jahrhundert

Wie in der Literatur griff der Naturalismus auch in anderen Genres, wie in der aufkommenden Fotografie, in dieser neuen Technik, die massenhafte Produktionen zuließ, die Geburtsstunde der Pornografie als Massenprodukt. Wer aber nun bei Maupassant im Allgemeinen handfeste Darstellungen des Geschlechtsaktes in all seinen Nuancen erwartet, der wird enttäuscht sein. Trotz Liberalisierung herrschte noch strenge Zensur, und wer vom Schreiben leben musste, war darauf angewiesen, dass die Werke auch verlegt werden. Und so kamen die etwas „härteren“ Beschreibungen lediglich unter der Hand und zum gr0ßen Teil unter Pseudonym der Autoren auf den Markt, so wie der hier vorgestellten Novelle.

Die Nichten der Frau Oberst

Man weiß es nicht so ganz genau, ob Maupassant der Verfasser dieser Novelle ist. Lt. Biografie wird es ihm zugeschrieben, so ist es auch in der Bibliothèque nationale de France vermerkt. Zumindest ein Hinweis, der auf Echtheit schließen lassen kann. Dass bekannte Autoren Werke anonym verfassen, war, wie bereits erwähnt, in dieser Zeit der Doppelmoral keine Seltenheit. In keinem seiner gelisteten Werke geht Maupassant derart explizit auf die verschiedenen Genüsse der körperlichen Liebe ein – und dann noch zwischen Schwestern – Oh Herr Gott, bewahre …

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Der Autor

suendig_guy_de_maupassantGuy de Maupassant – geboren am 5. August 1850 auf Schloss Miromesnil in der Normandie, gilt als einer der großen französischen Erzähler des 19. Jahrhunderts. Er stammt ursprünglich aus gutem Hause, der Vater ein Neuadliger, die Mutter war die Schwester eines Jugendfreundes von Gustave Flaubert. Die Verhältnisse änderten sich jedoch, nachdem der Vater sein Vermögen verlor und die Mutter sich scheiden ließ. Bereits als Schüler in einem katholischen Seminar unternahm er erste literarische Versuche. Nach seinem Wechsel auf ein Gymnasium lernte Maupassant Gustave Flaubert persönlich kennen. Ein 1869 begonnenes Jurastudium musste er wegen Einberufung in die Armee abbrechen.

Einfluss der jungen Naturalisten

Unter Anleitung Flauberts begann Maupassant, zunächst erfolglos, sein literarisches Schaffen und lernte bekannte Schriftsteller kennen, unter anderem auch Emilé Zola, der seine Hinwendung zum Naturalismus beeinflusste. Seinen Durchbruch als Autor erlangte er 1880 mit der Novelle Boule de suif („Fettklößchen“). In der darauffolgenden Schaffensperiode brachte es Maupassant auf etwa 300 Novellen und 6 Romane. Neben seiner Tätigkeit als Schriftsteller betätigte sich Maupassant als Journalist und schrieb politisch kritische Texte für mehrere Zeitungen.
Er starb bereits im Alter von 43 Jahren am 6. Juli 1893 in Passy, Paris, wohl auch an den Folgen einer Syphilis-Erkrankung.

Die Novelle

suendig_die_nichten_der_frau_oberstDie Nichten der Frau Oberst, Julia und Florentine, gutaussehend und wohl erzogen. Letzteres hatte die Tante, Madame Brigquart, übernommen, nachdem zuerst die Mutter, zwei Jahre später auch der Vater der Mädchen verstorben waren. Doch es gibt einen entscheidenden Nachteil, jung und hübsch zwar, allerdings ohne Vermögen, was nichts anderes bedeutet, als dass die jungen Damen ohne üppige Mitgift schwer zu verheiraten sind. Jedenfalls nicht mit jungen Männern passenden Alters, die auch noch aus angesehenen Familien stammen und somit den Gattinnen ein auskömmliches Leben garantieren können.

Florentine 

Da droht ein tristes Leben als alternde Jungfer oder aber ein gesitteter alter Herr findet Gefallen an der Jungfrau Florentine und diese zieht ein unbeschwertes Leben dem Liebesgenuss vor, den ein junger Mann zu schenken vermag. Zumal, wenn man noch gar nicht so richtig darüber im Bilde ist, wie ein solch sündiger Genuss sich überhaupt anfühlt. Man wurde keusch erzogen. Und so entscheidet sich Florentine, den Werbungen eines Cousins der Tante, des über fünfzig jährigen Georges, nachzugeben und in die Ehe mit diesem alten Mann einzuwilligen. Und weil sie so unerfahren ist, bemerkt sie in der Hochzeitsnacht nicht, dass etwas mit ihrem Gatten nicht stimmt.

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Julia 

Was Florentine an sündiger Lusterfahrung noch fehlt, ist bei Julia hingegen bereits im Überfluss vorhanden. Nachdem sie die Tante beobachtet hatte, ist ihr der „Schlüssel zu den Liebesmysterien“, der verborgen in ihrer Lustgrotte liegt, bereits hinreichend bekannt, auch dass man sich mit den Fingern den entspannenden Genuss verschaffen kann. Doch bald kommt sie dahinter, dass es da auch noch etwas anderes geben muss, wonach ihr gelüstet. Letzteres nutzt der welterfahrene Gaston, adlig, Vicomte, ein Adonis Mitte zwanzig. Er verspricht ihr ewige Treue und die Ehe und dafür opfert sie ihm gern ihre Jungfernschaft …

Leseproben

Unter einem Vorwand hatten sich Julia und der Vicomte ein unbeobachtetes und ungestörtes sündiges Schäferstündchen verschafft. Gaston war sich seiner Sache sicher und sein Liebesinstrument hatte bereits den nötigen Zustand angenommen, als er bemerkte, dass die Jungfrau bereit war, ihn in ihrem Heiligtum zu empfangen.

Wollust

Eine heiße Welle der Wollust stieg ihm ins Gehirn, er fühlte sich hingerissen von einer jener sündigen Leidenschaften, die Verbrecher werden lässt.
Der Busen des jungen Mädchens, den ihr leichtes Mieder schlecht verteidigte, hüpfte an seiner Brust. Er fühlte, wie dieses junge Fleisch instinktiv vor Liebe, Begehrlichkeit und Leidenschaft zitterte und bebte …

Gaston heftete seine Lippen auf die lieblichen Rundungen

Gaston tauchte seine fiebernden Hände in die halb gelösten Haare seiner Gefährtin, atmete den feinen Duft, der sich daraus erhob und ließ eine magnetische Hand über ihre brennenden Arme gleiten.
Er hatte sich, ohne seine Liebkosungen zu unterbrechen, erhoben und auf den Diwan gesetzt, auf den alsbald Julia, die selbst jegliches anderes Gefühl verlor, als das der Liebe, die sie vom Kopf bis zu den Füßen schüttelte, halb hingegossen sank.
Gaston stieß einen erstickten Schrei aus, stürzte sich auf diesen erregten Busen, der seine Hülle hob, riss die Knöpfe der Bluse auf und heftete seine Lippen auf die lieblichen Rundungen …

Unter seinen Lippen fühlte Gaston die Knospe der Frau schwellen

Erstickte Seufzer, die Schreien voller Leidenschaft ähnlich waren, entrangen sich der Brust Julias, deren Schweigen tausendfach beredter war, als die feurigsten Worte hätten sein können.
Gaston fühlte, dass es unmöglich wurde, weiterzukämpfen. Mit behänder Hand entnahm er den Schlüssel des Glücks seiner Hülle. Dann zog er heftig die Beine des jungen Mädchens, die rücklings auf dem Diwan lag, auseinander und drückte auf die pelzumgebene Rose, die sich seinen Blicken bot, einen Kuss, der sie ganz verschlang und unter dem er die liebesbeseligte Knospe der der Frau, die sich ihm hingab, schwellen fühlte.

Julia gab sich Bewegungen des Vicomte willig hin

Dann änderte er seine Stellung und versuchte, in die tiefsten Tiefen dieses heißen Schoßes, der unter seinen Liebkosungen sprang, einzudringen, indem er sich sagte, dass die Leichtigkeit, mit der Julia es geschehen ließ, den gordischen Knoten der Situation und schwer durchschlagen lassen würde.
Julia erinnerte sich der Belehrung, welche die Tante ihrer Schwester erteilt hatte und gab sich, trotz ihrer Schmerzen, den Bewegungen des Vicomte willig hin. Plötzlich entrang sich ein Schrei ihrer Brust und verlor sich in einem halb erstickten Seufzer:
„Ach! Ich leide und bin doch selig! Ach! mein Herzliebster! Ach, ach, das ist der Himmel … und ich bin tot!“

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Nach Jahren

Florentines Gatte hat inzwischen das Zeitliche gesegnet, ohne dass er seiner Gattin jemals wirklich die sündigen Genüsse der Wollust hätte bescheren können. Selbst die eher zufällige Begegnung mit einem jungen Mann während eines Kuraufenthalts, hatte ihr keinen befriedigenden Ersatz verschafft, dafür aber ein Kind, einen Knaben.
Julias Geliebter indes musste sich dem Willen einer schwerreichen Tante, auf deren Erbe er angewiesen war, beugen und in eine standesgemäße Ehe mit einer ebenso reichen polnischen Adligen einwilligen. In einer Liebesnacht voller Leidenschaft hat sie sich, ohne Groll, von ihrem Geliebten verabschiedet.

Julia entfachte in der Schwester ein wahres Feuer der Lust

Nun sitzen sie beide, schwarz gekleidet, voller Entbehrung in Florentines Landsitz, wo Julia sich daran erinnert, dass, wenn man sich als Frau mit Hilfe seiner Finger diesen Genuss der Wollust verschaffen kann, dies doch auch von Frau zu Frau möglich sein müsste. Zumal Florentine sich darüber beschwert, nie wirklich die Segnungen der Leidenschaft empfangen zu haben.
„Ich wette, dass dir noch niemand das gemacht hat, was ich dir jetzt machen will“, sagte Julia zur Schwester.
Mit diesen Worten entfachte Julia in der Schwester ein wahres Feuer der Lust … Sündige Schwestern>>>


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In all ihrer Pracht enthüllten sich zwei herrliche Frauenkörper

Unter diesem Geplauder hatten die beiden jungen Frauen ihre Kleider abgelegt; sie lagen auf dem Teppich, die Jupons desgleichen. Bald

kamen die Mieder, die Schuhe, die Strümpfe dazu, und die Wolken von Batist, die noch an ihrem Platze geblieben waren, sanken nach einem kurzen Augenblick des Zögerns auf die weißen und rosigen Füße herab. In all ihrer Pracht enthüllten sich zwei herrliche Frauenkörper, deren jeder in seiner Art den Idealtypus weiblicher Schönheit darstellte.
„Wie schön du bist!“
„Oh, du süßes Geschöpf!“ Diese Ausrufe entrangen sich Florentines und Julias Lippen.

Florentines Brüste erhoben ihre kleinen, lustbegierigen Köpfe

Dann umfing Julia mit ihrer Linken die Hüften der Schwester, zog sie sanft an sich und fing an, ihr den Nacken zu küssen, in einer Weise, die die Nervenzentren erregen musste. Mit anmutiger Bewegung setzte sie ihre Küsse fort, reihte sie wie zum Halsband aneinander und gelangte so nach und nach zu den Brüsten, die bereits ihre kleinen, lustbegierigen Köpfe erhoben.
„Sind die aber keck!“ sagte Julia; „man muss euch strafen, ihr bösen Dinger!“ und sie nahm eine nach der anderen der beiden Lustbegierigen zwischen ihre Lippen und rollte sie sanft hin und her, was Florentine Seufzer der Glückseligkeit ausstoßen ließ.

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Julia bedeckt Florentines Liebesgrotte mit leidenschaftlichen Küsse

„Ich wette, dass dir noch niemand das gemacht hat, was ich dir jetzt machen will“, sagte Julia.
„Was denn?“
„Du sollst es erfahren und sogar sehen; schau in den Spiegel!“
Florentine heftete ihre Blicke auf den Stehspiegel und sah Julia, die, nachdem sie sie mit kundiger Hand magnetisiert hatte, mit vollen Händen Florentines beide Schenkel ergriff und, indem sie sich auf dem Eisbärenfell, das sie umgab, in die Knie gleiten lies, das goldene Vlies ihrer Liebesgrotte mit leidenschaftlichen Küssen bedeckte.
„Ach, was tust du mit mir?“
„Nichts Besonderes … noch nichts Besonderes …, aber ich will dich vor Glück vergehen lassen.“

Florentines rosiger Hügel schwellte unter Julias Liebkosungen

Und indem Julia ihre Handlung fortsetzte, ließ die junge Frau, in eigenen Erfahrungen schwelgend, eine glühende Zunge über den rosigen Hügel gleiten, der sich unter ihren Liebkosungen schwellte. Sie kitzelte ihn und stieg mit einer wohlberechneten Hin-und -Her-Bewegung tiefer, bis ihre Zunge zeitweise bis zum Eingang der Vagina vordrang.
Florentine begnügte sich nicht mehr damit, kleine Seufzer der Befriedigung auszustoßen; sie war schon bei den Ausrufen angelangt.
„Ach! … Mein Gott! Aber was ist denn das nur? … Aber davon wusste ich ja noch gar nichts! … Noch ein bisschen! … Ich wusste ja gar nicht, was Raserei und Trunkenheit heißt!

Julia versenkte lebhaft ihren gestreckten Finger in die Liebespforte der Schwester

Julia schritt zur sündigen Tat und ohne die Bewegungen ihrer Zunge auf dem Kitzler zu unterbrechen, versenkte sie lebhaft ihren gestreckten Finger in die Liebespforte. Durch heftige und stets rascher aufeinander folgende Stöße rief sie auf Florentines Lippen jene unartikulierten, zitternden und fortgesetzten Laute hervor, die so lange zu dauern pflegen, bis die Nervenkräfte versagen.
Florentine ließ ihren Kopf in die Kissen zurücksinken und erwiderte nicht einmal mehr die Umarmungen ihrer Schwester, die lachend rief: „Nun also, nun also! Willst du schlafen? Gerade jetzt, du schreckliche kleine Egoistin?“ Sündige Schwestern>>>
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Fazit

Nun ja, kann man die Wonnen und Genüsse der körperlichen Liebe, egal ob zwischen Mann und Frau oder auch anders, schöner und blumenreicher beschreiben, als dass es einer der klassischen Meister des offenen Wortes konnte? Welch Skandal muss es wohl ausgelöst haben, die Liebe zwischen Frauen so offen zu beschreiben, und dann auch noch Schwestern – Blasphemie! Was für ein sündiger Lesegenuss. Erstaunt war ich, dass es tatsächlich, auch heute noch (!), „Spritzdildos“ oder „Spritzstrapon“ gibt, man lernt eben nie aus. Falls Sie, meine Dame, die Sie das lesen, Interesse an einem solchen Spielzeug haben sollten – dann schauen Sie doch einfach hier nach>>>

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Verfilmung

Die sündige Novelle von Maupassant wurde im Jahre 1968 in einer Co-Produktion Schweiz, Italien, Deutschland unter der Regie von Erwin C. Dietrich verfilmt. Damit gelang ihm der Durchbruch und es wurde gleichzeitig seine erfolgreichste Produktion. Aufgrund der expliziten Darstellung erotischer Szenen erlitt der Film ein Totalverbot und kam erst nach zahlreichen Kürzungen in die Kinos. Hier können Sie ihn  erwerben. 10 Jahre später entstand eine Porno-Version als Remake mit den französischen Pornodarstellerinnen Karine Gambier und Brigitte Lahaie in den Hauptrollen … Hier als DVD>>>


Lesetipp

bel_ami_filmEine der  6 Romane Maupassants und sicher auch der bekannteste ist „Bel Ami“ aus dem Jahre 1885, weniger sündig als die „Nichten der Frau Oberst“ und dennoch nimmt er, wie die meisten seiner Werke, die Sitten und Bräuche des sündigen Frankreichs  des späten 19. Jahrhunderts aufs Korn.
Hauptfigur in Maupassants Roman der ehemalige Unteroffiziers Georges Duroy, der als Mitglied der Kolonialarmee in Afrika diente und nach seiner Entlassung ein dürftiges Dasein in einem Pariser Vorstadtviertel fristet. Der Roman wurde sechsmal verfilmt, zuletzt im Jahre 2012 von Declan Donnellan mit Robert Pattinson in der Hauptrolle – Trailer

Bel Ami

Georges Duroy – Ein schlecht bezahlter Job bei der Eisenbahn bringt ihm gerade soviel ein, dass er die Miete für ein schmutziges Zimmer bezahlen kann und er täglich überlegen muss, wie viele Mahlzeiten er sich leisten kann. Ziellos wandert er oft durch Pariser Geschäftsviertel, sieht den Luxus der Neureichen und Spekulanten, die ihr Geld mit kolonialistischen Börsengeschäften verdienen, ebenso wie korrupte Staatsbedienstete, die sich in der jungen Republik bereichern, und er will nur eins, dazugehören. Die Begegnung mit einem alten Freund eröffnet ihm schließlich Zugang zu den höchsten Kreisen …

Ein Verlangen quälte ihn …

Es war einer jener Sommerabende, an denen in Paris die Luft nicht ausreicht …
Als Georges Duroy auf den Boulevard kam, blieb er wieder stehen, unschlüssig, was er beginnen sollte. Am liebsten wäre er jetzt in der Champs-Elysées und zur Avenue du Bois de Boulogne gegangen, um unter den Bäumen ein wenig frische Luft zu schöpfen; aber noch ein anderes maupassant_bel_amiVerlangen quälte ihn – das Verlangen nach einem Liebesabenteuer. Wie würde es sich darbieten? Er hatte keine Vorstellung davon; aber seit drei Monaten wartete er darauf, alle Zage, alle Abende. Zuweilen stahl er sich da und dort ein wenig Liebe, dank seinem guten Aussehen und seiner galanten Art … Der Roman>>>

Er liebte die Orte, wo es von Dirnen wimmelte

Seine Taschen waren leer, sein Blut war in Wallung, und er entflammte, wenn er die Herumtreiberinnen streifte, die an den Straßenecken flüsterten: „Kommst du mit, hübscher Junge?“ Aber er wagte nicht, ihnen zu folgen, er konnte sie ja nicht bezahlen; und er erwartete auch etwas anderes, andere, weniger feile Küsse.
Dennoch liebte er die Orte, wo es von Dirnen wimmelte, ihre Tanzlokale, ihre Cafés, ihre Straßen; er liebte es, sie zu streifen, sie anzusprechen, sie zu duzen, ihre starken Parfüms zu wittern, ihre Nähe zu fühlen. Immerhin waren es Frauen, Frauen für die Liebe. Er empfand keineswegs jene angeborene Verachtung für sie wie die Männer mit Familiensinn …

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Erotischer Roman als Taschenbuch und eBook
Sie wusste nicht genau, was sie wirklich mit Jo an dessen Auto wollte. Es ging ihr lediglich viel zu schnell, als er, kaum angekommen versuchte, sie auf die Motorhaube zu schieben.
„Ich weiß, du bist Jungfrau“, keuchte er, als er versuchte ihren Rock nach oben zu schieben, als er nach ihrem Höschen griff.
„Ich bereite dich vor, damit du locker wirst. Im Auto habe ich eine Decke für den Rest… Wir können auch zu mir fahren, wenn du willst.“
mutterliebe_taschenbuchSeine Hand lag kalt auf ihrem nackten Schenkel. Alles in ihr wurde mit einem Mal kalt. Er küsste sie nicht einmal, er schob sie nur auf das kühle Metall wie ein Stück Fleisch. Sie spürte sein steifes Glied an ihrem Bauch, nachdem er sich über sie lehnte. Er musste wohl während der letzten Schritte, ohne dass sie es bemerkte, bereits seine Hose geöffnet haben. Bevor seine Hand ihren Schoß erreichte, stieß sie ihn zur Seite, wütend lief sie den Weg zurück.
„Du bist gar nicht mein Typ, du blöde Fotze!“ rief er ihr nach.
Sie war gekränkt. Nicht von dem, was er gerade vor hatte. Sie war gekränkt von seinen Worten. Blöde Fotze, das sagte noch niemand zu ihr.
Nach dem letzten Wort stellte er die Flasche weg, um sie anschließend auf den Bauch zu drehen. Die nächste Wanderung begann er an ihren Füßen, er umschiffte mehrmals den Hafen, in den die bis zum Rand gefüllten Schiffe gewöhnlich irgendwann einlaufen, um sich zu entladen. Am Ende war es sein Mund, den er ein zweites Mal eintauchte, seine Zunge am Molenkopf, an der engen Einfahrt.
Ein Rausch der Sinne, dem sie sich hingab. Große, kräftige, dennoch solch wunderbar zärtliche Hände, die zupackten als er ihre Po-Backen auseinander zog, um danach erneut so sanft über ihre Haut zu gleiten, wie ein Pianist, der die Tasten des Klaviers streichelt. Sie kam mehrmals, ein einziger nicht enden wollender Orgasmus ... Alle Leseproben>>>

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