Sahra Wagenknecht – Rezension und Buchvorstellung als Anti-Tipp
Wie wir uns (angeblich) vor dem Kapitalismus retten – Ratschläge einer Politik-Schauspielerin
Worüber schreibst Du eigentlich, Mütterchen? Ist man geneigt, die Autorin Sahra Wagenknecht zu fragen. Dies in Anlehnung an Sostschenkos Kuh im Propeller, als der Wächter der Fliegerschule den dummen Bauern seines Dorfes das Flugwesen nahe bringen sollte. Auch Pferde? Auch Pferde, ritsch, ratsch! – Der Beitrag erschien zuerst im August 2016 auf frank-c-mey.com
Anmerkung
– als Update März 2023 – aus aktuellen Gründen
Weil ich meinen Blog frank-c-mey.com peu á peu einstelle, übernehme ich eine Reihe an Beiträgen in diesen Blog im Rahmen einer neuen Rubrik.
Seit Erscheinen des Buches „Reichtum ohne Gier“ sind knapp sieben Jahre vergangen. Seinerzeit galt Wagenknecht noch als Ikone der LINKEn, als Kopf der Kommunistischen Plattform, obgleich sie bereits 2016 mit ihren Äußerungen zur Flüchtlingspolitik ersten Applaus aus der politischen Rechten erntete (sie Video am Ende des Beitrages). Inzwischen (und das schon vor Ausbruch des Krieges in der Ukraine) gilt sie als prominente Befürworterin

Sahra Wagenknecht im Interview 2021
eines Kriegsverbrechers, was ihr bei Twitter u. a. den Hashtag #Putinknecht einbrachte. Aus dem Applaus der Rechten wurde seither nahezu frenetischer Jubel, Glückwunsch, Frau Wagenknecht.
Partei
Nun zieht sie auch noch in Erwägung, eine neue Partei zu gründen, ein zweistelliges Wählerpotential wird ihr zugetraut. Ich kann Sie nur dazu ermuntern, liebe Frau Wagenknecht. Das wird vielleicht dazu führen, dass die LINKE aus einer Reihe von Parlamenten verschwindet. Und wenn man sich so anschaut, wer alles mit einer solchen Partei liebäugelt, dann weiß man, dass sich die Führungsriege, kaum gegründet, streiten wird wie die Kesselflicker und der Laden wird keine vier Jahre überdauern. Ein Flop, machen Sie ruhig so weiter und verdienen Sie mit Ihrer Politshow, denn mehr ist es nicht, Ihr Geld, denn mehr wollen Sie ohnehin nicht. Nebeneinahmen als MDB 2022: 750.000 Euro!
Doch nun zum Buch:
Campus Verlag Frankfurt/ New York
Sahra Wagenknecht
Wenn ansonsten in dieser Rubrik das Wort Buchtipp steht, sollte es heute wohl eher „Anti-Tipp“ lauten, verbunden mit der Frage, auf welchem Wege es Bücher wohl in Bestsellerlisten schaffen, noch dazu auf Platz Eins beim „Spiegel“. Eine Antwort könnte lauten, dass nicht jeder, der das Buch kauft, sich mit dessen Inhalt oder der Schreiberin identifiziert. Die Frage: Wollen wir doch einmal sehen, was uns Frau Sahra Wagenknecht in ihrem neuen Buch so zumutet, könnte ein Antrieb sein, jedenfalls traf derselbe bei mir zu.
Reichtum ohne Gier
Seit März dieses Jahres auf dem Markt und ich hatte nicht vor, es zu kaufen, bis … Ja bis Frau Wagenknecht mit ihren Bemerkungen zur Ausländerpolitik selbst bei der AfD für Applaus sorgte, während einige Muster-Linke vor Wut in ihre Schreibtischkanten bissen.
Bemerkungen zur Biographie Sahra Wagenknechts, die ansonsten hier stünden, würde ich mir gern ersparen, wer diese nachlesen möchte, kann das bei Wikipedia>>> tun.
Schon der Waschzettel
… lässt einiges erahnen: »Es ist Zeit, sich vom Kapitalismus abzuwenden«, sagt Sahra Wagenknecht. Denn der Kapitalismus ist längst nicht mehr so innovativ, wie er sich gibt. Bei der Lösung der großen Zukunftsfragen – von einer klimaverträglichen Energiewende bis zu nachhaltiger Kreislaufproduktion – kommen wir seit Jahrzehnten kaum voran. Für die Mehrheit wird das Leben nicht besser, sondern härter.
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Wirtschaftsfeudalismus
Es ist Zeit für eine kreative, innovative Wirtschaft mit kleinteiligen Strukturen, mehr Wettbewerb und funktionierenden Märkten, statt eines Wirtschaftsfeudalismus, in dem Leistung immer weniger zählt, Herkunft und Erbe dagegen immer wichtiger werden.
Sahra Wagenknecht fordert
– eine andere Verfassung des Wirtschaftseigentums,
– die Demokratisierung des Zugangs zu Kapital und
– die Entflechtung riesiger Konzerne, deren Macht fairen Wettbewerb und Demokratie zerstört.
– Talent und echte Leistung zu belohnen und Gründer mit guten Ideen ungeachtet ihrer Herkunft zu fördern.
Große Versprechen, doch im Inhalt viel heiße Luft
Mit ihrem Buch eröffnet Sahra Wagenknecht eine politische Diskussion über neue Eigentumsformen und die vergessenen Ideale der Aufklärung. Sie legt eine scharfsinnige Analyse der bestehenden Wirtschaftsordnung vor und zeigt Schritte in ein demokratisch gestaltetes Gemeinwesen, das niemandem mehr erlaubt, sich zulasten anderer zu bereichern. So, so?!
Sahra Wagenknecht – Reichtum ohne Gier bei Amazon
Zum Shop>>>
Eine Reihe hervorragender Stimmen, wobei hie und da ein wenig Ironie nicht zu übersehen ist:
»Das Buch ›Reichtum ohne Gier – Wie wir uns vor dem Kapitalismus retten‹ ist wirklich gut geschrieben. Die Autorin beherrscht die Kunst des klaren Denkens und kennt sich über den Unterschied von Haben und Nichthaben auch in der Praxis aus.« Peter Gauweiler
Über diesen Kommunismus könnte man reden – FAZ
Rezension
Nun möchte ich nicht nachstehen, und hier meine Rezension anhängen, die Sie bei Amazon lesen können (die Zwischenüberschriften sind hier eingefügt).
Worüber schreibst Du eigentlich, Mütterchen? Ist man geneigt, die Autorin, Sahra Wagenknecht, zu fragen. Dies in Anlehnung an Sostschenkos Kuh im Propeller, als der Wächter der Fliegerschule den dummen Bauern seines Dorfes das Flugwesen nahe bringen sollte. Auch Pferde? Auch Pferde, ritsch, ratsch! Spaß beiseite.
Vergleiche mit Shakespeare und Madame Pompadour
Die Autorin, Sahra Wagenknecht, stellt bereits in den einführenden Kapiteln sehr deutlich unter Beweis, dass sie die Spielregeln der Propaganda hervorragend beherrscht und nicht umsonst zu den bekanntesten Apologet|innen eines Systems gehört, das seine Chance hatte und diese nicht nutzen konnte, weil? Dass daran noch immer ganze Scharen „Rechtgläubiger“ würgen, dafür kann niemand etwas. Erstaunlich ist nur, dass Shakespeare und Madame Pompadour Vergleiche liefern müssen, und Einstein, na gut, der passt auf alles, man also sehr weit nach hinten greift.
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Das gesamte Elend dieser Welt vereint bei Sahra Wagenknecht
Das alles, obgleich es doch viel jüngere Beispiele in der kurzen Geschichte des real existierenden Sozialismus gibt, die von Ähnlichem künden, aber unerwähnt bleiben. Ach ja, wir müssen doch nach vorn schauen, so schreibt Sahra Wagenknecht. Da wird der Leserschaft zunächst einmal hoch konzentriert das gesamte Elend dieser Welt präsentiert, verbunden mit der unterschwelligen Frage: „Wollt Ihr das?“ Wer würde da schon Ja sagen wenn es um hungernde und sterbende Kinder geht, um Flüchtlinge und mehr, wir wissen das.
Hinterlassenschaften der kommunistischen Misswirtschaft

Sahra Wagenknecht im Interview 2023
Der Kopf wird eingeschossen für das darauf Folgende, nachdem man zum einhundertsten Mal und öfter dachte: „Nein, das wollen wir nicht, nicht mehr, nicht mehr länger!“ Und wer trägt die Schuld? Na wer wohl? Der Westen, wer sonst? Kein Satz darüber, dass der Ostblock in der Zeit des Kalten Krieges große Teile zum Beispiel des arabischen Terrors finanzierte, dass die Hinterlassenschaften der kommunistischen Misswirtschaft in den osteuropäischen Staaten noch heute nachhalten, nicht ohne immense Schäden für die Umwelt.
Die kleinen und großen, altbekannten Lügen
Darauf sei besonders verwiesen, weil es wieder einmal der Kapitalismus ist, der die Schuld daran trägt, dass die klimaverträgliche Energiewende nicht so schnell verläuft, wie man es sich wünscht. Das System, Sahra Wagenknecht nennt es permanent Kapitalismus, sei nicht mehr so innovativ, wie es sich gäbe, nanu? Und unter die vielen Dämonen, die die Autorin beschwört, die man nur mit weit nach vorn gestreckten Armen abwehren kann und die den Leser in den Schlund der totalen Ablehnung ziehen sollen, gleichsam in die Arme der Autorin, werden die kleinen und großen, altbekannten Lügen gemixt.
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Bei Marx abgeschriebene historische Betrachtungen
1 Prozent der Weltbevölkerung besitzen mehr als alle anderen auf dieser Welt, das stimmt nicht. 10 % besitzen 90 % des Reichtums und zu diesen 10 Prozent gehört selbst der untere Mittelstand in den entwickelten Industrieländern, also auch Frau Sahra Wagenknecht (die man durchaus im gehobenen verorten darf). Aber das klänge ja nicht so gut. Und nach all diesen furchtbaren Tatsachen, die, was einige historische Betrachtungen betrifft, bei Marx abgeschrieben sind, sitzen wir Kaninchen zitternd am Boden und warten auf die Lösungsvorschläge.
Wem soll ab morgen die Deutsche Bank gehören?
Hier einige davon: Eine andere Verfassung des Wirtschaftseigentums, Demokratisierung des Zugangs zu Kapital. Wie soll das gehen? Lenin forderte im November 1917 in seiner Rede vor Petrograder Arbeiter- und Soldatenräten auf: „Schlagt die Kulaken tot!“ Das kann man in einer halbwegs zivilisierten Welt nicht mehr schreiben, also nennen wir es anders: Demokratisierung des Zugangs zu Kapital. Volksbefragung: „Wem soll ab morgen die Deutsche Bank gehören?“ „Uuuns!“ brüllt die verwirrte Menge und schlägt schon einmal die Büromöbel kaputt.
Vom Staat geförderte Produktivgenossenschaften?
Und wenn man dann das Kapital demokratisch verteilt hat, kommt Väterchen Stalin und sammelt alles wieder ein, damit das dumme Volk keinen Unfug damit macht. Ehe man sich versieht, ist es verfrühstückt. Als wenn wir das noch nicht erlebt hätten. Mehr Kleinteiligkeit in den Wirtschaftsstrukturen, so, so, das fördert dann auch noch die Innovation, wie man lesen kann. Wie nun, vom Staat geförderte Produktivgenossenschaften? Das kritisierte Marx bereits an Lasalle in seiner Kritik am Gothaer Programm.
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Der Handwerksbetrieb um die Ecke übernimmt die Zukunftsinvestitionen
Und um zurück zu kommen auf die Innovationskraft. Sollen solche Milliardeninvestitionen, die das Leben von Menschen schützen wie zum Beispiel das Stauwehr von New Orleans, um nur eines zu nennen, u. a. in Zukunft von einem Konsortium aus Sparkassen und Volksbanken im Verbund mit Handwerksbetrieben finanziert und hergestellt werden? Kleinteiligkeit! Windparks, Solaranlagen u. a. werden im Handwerksbetrieb um die Ecke produziert? Good bye Energiewende, danke Sahra Wagenknecht!
Karl Marx in moderne Worthülsen verpackt

Sahra Wagenknecht bei Maischberger 2023
Es genügt, Sahra Wagenknecht, Reichtum ohne Gier, Karl Marx in moderne Worthülsen verpackt, die neue Religion, nicht mehr und nicht weniger, Religion ohne Götter, die kommen dann später und erscheinen als Generalsekretäre mit ihrem Heer willfähriger Paladine. Religion, weil die Lehre auf Glauben setzt und ein Zukunftsversprechen abgibt, das auf Erden nicht zu realisieren ist, jedenfalls nicht absehbar.
Das Buch streichelt die Seelen der Altstalinisten
Ja, wir müssen das Elend überwinden und warum das nicht so schnell geht und gar nicht so schnell gehen kann, das erfährt man vielleicht im Rio-Protokoll, das die Autorin Sahra Wagenknecht, in keiner Silbe erwähnt. Warum auch? Das Buch streichelt die Seelen der Altstalinisten und ihrer Nachkommen, vielleicht noch die Träume einiger Sozialromantiker, brauchbare Antworten liefert es jedoch keine.
Sahra Wagenknecht und die Ausländerpolitik
Dass Sahra Wagenknecht eine gute Propagandistin ist, stellte sie, wie bereits erwähnt, mit ihren Bemerkungen zur Ausländerpolitik unter Beweis. Die LINKE verliert Stimmen an die AfD, bei den bevorstehenden Landtagswahlen in Meck-Pomm droht ein Einbruch, da muss man doch ein wenig gegensteuern, oder? Ich habe mir erlaubt, einen Beitrag des MDR ein wenig nach zu bearbeiten:
Die Dame bewegt die Gemüter, das darf man ihr nachsagen. Sogar die Gemüter zweier meiner Helden des Romans, an dem ich seit geraumer Zeit schreibe, „Verlorene Generationen“. Eine Leseprobe aus dem bereits fertigen Teil I hier>>>
Update 09/ 2021
Das möchte ich hier noch hinzufügen, im August anno 2021 schaffte es, man höre und staune, Sahra Wagenknecht sogar bis in den Playboy. Das schrie regelrecht nach ein paar Anmerkungen, die Sie hier nachlesen können>>>
Mehr Beiträge aus dieser Rubrik finden Sie hier>>>
Blog Highlights
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| F.C. Mey Bücher/ Leseproben | Erotische Fotografie – F. C. Mey & Gäste | Filme nach erotischen Romanvorlagen u. a. | Sexolosophie & Satire |
Lesen Sie auch:
Meine Bücher
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| Mutterliebe | Chrissys Tagebuch Teile 1 und 2 | Dunkle Perlen | Hemmungslos frivol | Regenwürmer vertragen kein Coffein | Lustreigen – Eine pornografische Adaption |
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| Verlorene Generationen I, II und III | 2021 | ||||
Verlorene Generationen
Roman einer Familie Teile I, II und III| Flucht und Vertreibung – ein Thema, am Tag der Veröffentlichung des Romans so aktuell wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Der Roman einer Familie, der Roman einer Flucht, der das Wort Mord hinzuzufügen wäre. Die Handlung beginnt im letzten Jahr des Ersten Weltkriegs in Westpreußen, sie führt den Leser nach Königsberg, von dort, der Krieg bereits beendet, in das Herz des Reichs. Alles verloren, in der Hoffnung, ein kleines Stück Leben, eine neue Heimat zurück zu gewinnen. Lina von Leutenberg sucht verzweifelt Halt, sie schwankt hin und her, die Entscheidung, die Heimat zu verlassen, fällt ihr schwer. Ein Einzelschicksal, das für Unglück und Leid von Millionen steht. | |
![]() | Westpreußen - Gut des Barons Albrecht von Leutenberg Die Familie lädt traditionell am Neujahrstag benachbarte Grundbesitzer, Bauern sowie die leitenden Angestellten der Güter und Freunde zu einem Festessen ein. Die Stimmung getrübt, nicht allein weil seit Tagen eine dichte Wolkendecke, die tief über der verschneiten Landschaft hängt, das Gefühl vermittelt, der Pulverdampf der Herbst-Kämpfe an der Ostfront habe sich wie ein durchnässtes Handtuch, schwer und wabernd, über die Köpfe der Menschen hinweg gespannt, was selbst das Atmen zur Last werden lässt. Doch nicht allein das Wetter bedrückt, der seit 1914 tobende Krieg, der größte, den die Welt bis dahin kennenlernte, riss tiefe Wunden in zahlreiche Familien. |
| Die Baronin: Wir kämpften stets für dieses, für unser Land, egal an welchen Herrscher wir unsere Steuern zahlten, und wenn unser Herrgott jemals herab auf diese Erde steigen sollte, dann wird das hier in unserer geliebten Heimat sein ... „Außerdem haben wir den Polen nichts weggenommen“, meldet sich die Baronin abermals zu Wort, „dieses Land gehört uns seit Jahrhunderten, an uns übertragen von denen, die hier seinerzeit die Herrschaft ausübten. Unsere Vorfahren haben Wälder gerodet, Sümpfe trocken gelegt, Straßen gebaut, sie nahmen Land in Besitz, das andere vor ihnen für unbewohnbar hielten." Alle Leseproben>>> |
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| Verlorene Generationen- Teil II Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg - das Versprechen, das Alfred Mälzer seiner Frau Lina in Königsberg gab, ihr werde es in seiner Heimat nicht schlechter gehen, versucht er mit allen Mitteln einzuhalten. Von einem Freund getrieben und nach längerem Zögern schließt er sich einer völkisch-nationalen Bewegung an. Hier bekommt er die Anerkennung, die ihm im Elternhaus und seinem früheren Umfeld verwehrt blieb. Doch die Enttäuschungen lassen auch hier nicht lang auf sich warten. |
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![]() | In Teil II lernen wir nun auch die Familie des zweiten Teils der Vätergeneration kennen. Werner Kruse, Spross eines sozialdemokratischen Familie, Eisenbahner. Trotz Entbehrungen, die auch seine Familie nach dem Krieg erdulden muss, beginnt er im Jahre 1920 das geplante Studium an einem renommierten Technikum. Eine Dummheit im Sommer davor bringt ihm eine ungewollte Vaterschaft ein. Seine einzige Tochter Hildegard kommt im Jahre 1921 zur Welt. Beide, Kruse und Mälzer kennen sich bereits aus der Schule, es kommt zu einer zufälligen Begegnung, der Anfang von Divergenzen bis hin zu Feindschaften, die über mehrere Generationen hinweg erhalten bleiben werden und somit einen Spiegel der jüngeren deutschen Geschichte mit all ihren Widersprüchen und tiefen Gräben darstellen …Alle Leseproben Teil II |
| Verlorene Generationen- Teil III Deutschland vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten, der Ernennung Hitlers zum Reichkanzler bis zum vorletzten Kriegsjahr 1944 |
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![]() | Nach einigem Auf und Ab beginnt für Alfred Mälzer nach der Reorganisation der NSDAP im Jahre 1925 der steile Aufstieg in der Partei, der aber nicht ganz reibungslos verläuft. Dennoch gehört er zum Zeitpunkt des Machtantritts der Nationalsozialisten 1933 zu den führenden Köpfen im Gau und wird, wie einige andere Mitglieder der ersten Stunden, als „Alter Kämpfer“ mit dem Goldenen Parteiabzeichen geehrt. Werner Kruse hingegen bringt sich, wegen seiner aktiven Arbeit in der SPD und der Gewerkschaft auf Anraten eines älteren Genossen im Ausland in Sicherheit. Seine Tochter Hildegard bleibt bei Verwandten in Deutschland zurück. Sie und Alfred Mälzers erstgeborener Sohn Franz sind zunächst Schulfreunde, doch aus der Freundschaft wird Liebe. Nicht unbedingt zur Freude der Väter ... Leseproben Teil III |
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