Vladimir Nabokov – Lolita – Leseproben

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Vladimir Nabokov – Klassiker der Erotik

BILD: Skandal! Die aufregendsten Bücher aller Zeiten

Man wird bemerken, dass ich Raumbegriffe durch Zeitbegriffe ersetze. Ich möchte nämlich, dass der Leser „neun“ und „vierzehn“ als Grenzen – spiegelnder Strand und rötliche Felsen – einer  verzauberten Insel sieht, auf der diese meine Nymphetten ihr Wesen treiben, umgeben von einem weiten, dunstigen Meer …

Vladimir Nabokov – Seine Feder wird scheinbar mühelos dem Sinnlichen ebenso gerecht wie der Emotionalität, der Wollust ebenso wie der Zärtlichkeit – Marcel Reich-Ranicki

BILD titelte: Skandal! Die aufregendsten Bücher aller Zeiten

Rohwolt Verlag GmbH, Reinbeck bei Hamburg

Vladimir Nabokov – Lolita

Vorbemerkungen

Kaum ein Thema erhitzt die Gemüter mehr als die sexuelle Zuneigung Erwachsener für Heranwachsende. Wenn man bedenkt, dass es nur wenige Jahre zurück liegt, dass sich selbst namhafte Politiker für die Legalisierung von Pädophilie einsetzten, Berühmtheiten der Zeitgeschichte sich als pädophil outeten und das Betrachten sexueller Handlungen an Kindern und jungen Jugendlichen in Bild und Film zur täglichen Gewohnheit wie vieler Menschen auch immer gehört, so weiß man, wie brisant der Stoff ist. Trotzdem lieferte er unzählige Vorlagen für Literatur und Film und heizt die Fantasien an ….. Pädophilie beginnt, wenn sich Menschen, nach gängiger Meinung Männer – was allerdings falsch ist, da diese Neigung auch bei Frauen vorkommt, vielleicht weniger – wenn sich also Menschen am Anblick nackter Körper junger Mädchen oder Jungs sexuell stimulieren. Das ist noch nicht strafbar, selbst nach jüngsten Gesetzesänderungen nicht. Strafbar wird es erst dann, wenn aus Anschauen Berühren wird oder wenn der Anschauende an sich selbst sexuelle Handlungen vornimmt und seine „Lustobjekte“ Zeuge oder gar mit einbezogen werden. Und strafbar ist ebenso, wenn kindliche Nacktheit auf Bild und Film festgehalten und zum Zwecke der Befriedigung solcher Lüste vermarktet wird, strafbar für Produzenten wie Konsumenten. Das ist gut so und entspricht unseren modernen Wertvorstellungen, da die Akteure nur all zu oft gezwungen werden oder sich aus einer bitteren Not heraus für derartige Aufnahmen „verkaufen“. Insofern ist die Verschärfung der Gesetzgebung nur zu begrüßen. Wir sollten uns jedoch davor hüten, jeden zu verteufeln, der sich am Anblick junger Körper zu ergötzen scheint, so lange es dabei bleibt …

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Pädophilie steht in Deutschland unter Strafe, zu Recht(!), aber die Gedanken sind frei. Der Roman von Nabakov steht in deutschen Buchhandlungen, daher erlaube ich mir dessen Vorstellung und, meine lieben Leser, es gibt wunderschöne Frauen, die älter als Sechzehn sind und diesen Reiz des Unberührten in ihren Gesichtern tragen. Wollen Sie sich an mehr erfreuen, warten Sie lieber, bis sie nach dem Gesetz volljährig sind … (der Autor dieser Seite)

Erster Teil – Kapitel 5

Ich fand eine Stelle als Englischlehrer einer Erwachsenengruppe in Auteuil. Danach unterrichtete ich ein paar Winter lang in einer Knabenschule. Ab und zu benutzte ich die Bekanntschaft, die ich mit Sozialarbeitern und Psychotherapeuten angeknüpft hatte, um in ihrer Begleitung allerlei Einrichtungen wie Waisenhäuser oder Besserungsanstalten zu besuchen, wo man dicht bewimperte, blasse pubertierende Mädchen mit so völliger Straffreiheit anstarren durfte, wie es einem sonst nur in Träumen gestattet ist….

Hier möchte ich folgende Gedanken vortragen. Zwischen den Altersgrenzen von neun und vierzehn gibt es Mädchen, die gewissen behexten, doppelt oder vielmal so alten Wanderern ihre wahre Natur enthüllen; sie ist nicht menschlich, sondern nymphisch (das heißt dämonisch); und ich schlage vor, diese auserwählten Geschöpfe als „Nymphetten“ zu bezeichnen.
Man wird bemerken, dass ich Raumbegriffe durch Zeitbegriffe ersetze. Ich möchte nämlich, dass der Leser „neun“ und „vierzehn“ als Grenzen – spiegelnder Strand und rötliche Felsen – einer  verzauberten Insel sieht, auf der diese meine Nymphetten ihr Wesen treiben, umgeben von einem weiten, dunstigen Meer. Sind innerhalb der angegebenen Altersgrenze alle Mädchenkinder Nymphetten? Natürlich nicht. Sonst hätten wir, die Eingeweihten, wir einsamen Wanderer, wir Nympholeptiker längst schon den Verstand verloren. Das hübsche Äußere ist ebenfalls kein Kriterium und Vulgarität, oder was man in gewissen Kreisen darunter versteht, beeinträchtigt bestimmte geheimnisvolle Merkmale auch nicht unbedingt: die Koboldgrazie, den ungreifbaren, verschmitzten, seelen zerrüttenden, heimtückischen Zauber, die die Nymphette von ihren Altersgenossinen unterscheiden, welche unvergleichlich stärker in der Raumwelt synchroner Erscheinungen zu Hause sind als auf der unfassbaren Insel entrückter Zeit, wo Lolita mit ihresgleichen spielt….

Innerhalb derselben Altersgrenze ist die Anzahl echter Nymphetten auffallend gering gegenüber den voraussichtlich unansehnlichen oder nur „ganz netten“ oder „herzigen“ oder sogar „süßen“ und „entzückenden“ gewöhnlichen, dicklichen, formlosen, kalt häutigen, durch und durch menschlichen kleinen Mädchen mit Bäuchen und Zöpfen, die sich vielleicht – oder auch nicht – dereinst als große Schönheiten entpuppen werden (man denke an die Pummel in schwarzen Strümpfen und weißen Hüten , die sich in Atem beraubende Leinwand-Stars verwandeln). Ein normaler Mann, dem man ein Gruppenbild von Schulmädchen oder Pfadfinderinnen mit der Aufforderung zeigt, er solle die Reizvollste aussuchen, wird nicht unbedingt die Nymphetten unter ihnen wählen…..
Man muss ein Künstler sein, und ein Wahnsinniger obendrein, ein Spielball unendlicher Melancholie, dem ein Bläschen heißen Gifts in den Lenden kocht und eine Flamme schärfster Wollust unablässig in der elastischen Wirbelsäule lodert (ach, wie sehr man sich zu ducken und zu verkriechen hat), um an unbeschreibbaren Anzeichen  – der leicht geschwungenen Raubtierkontur eines Backenknochens, dem Flaum an den schlanken Gliedern und anderen Merkmalen, die aufzuzählen mir Verzweiflung, Scham und Tränen der Zärtlichkeit verbieten – sofort den tödlichen kleinen Dämon unter den normalen Kindern zu erkennen… Da steht sie, von Ihnen unerkannt und ihrer mythischen Macht selbst nicht bewusst….
Außerdem dürfte, da der Zeitbegriff in dieser Sache eine so magische Rolle spielt, der Wissbegierige nicht erstaunt sein zu erfahren, dass eine Kluft von mehreren Jahren, mindestens zehn, möchte ich sagen, gewöhnlich dreißig oder vierzig, in einigen bekannten Fällen sogar neunzig, zwischen Mädchen und Mann liegen muss, um letzteren in den Bann einer Nymphette geraten zu lassen. Es ist eine Frage der Blickeinstellung, einer bestimmten Distanz, die das innere Auge mit Freuden überbrückt, eines bestimmten Gegensatzes, bei dem der Verstand, wenn er ihn bemerkt, vor perversem Entzücken nach Luft schnappt……
Ein Kind noch war ich und war sie, und damals war meine kleine Anabel keine Nymphette für mich; ich war ihresgleichen, selber ein kleiner Faun auf unserer verzauberten, zeitlosen Insel; aber heute, im September 1952, nach neunundzwanzig Jahren, glaube ich, in ihr die verhängnisvolle Ur-Elfe meines Lebens zu erkennen……

Louise (Lo)

Aber weiter mit dieser kuriosen Geschichte. Als ich aufgefordert war, meine Beförderung vom Haus- zum Bettgenossen zu genießen, empfand ich da nur Bitterkeit und Abschau? Mitnichten. Mr. Humbert bekennt, dass es seine Eitelkeit in gewisser Weise kitzelt, dass er einen Anflug von Zärtlichkeit verspürte, sogar eine Art von Gewissensbiss, der delikat an der Klinge seines Verschwörer-Dolchs entlang lief. Nie hätte ich gedacht, dass die recht lächerliche, wenn auch recht hübsche Mrs. Haze mit ihrem blinden Vertrauen in die Weisheit ihrer Kirche und ihres Buchklubs, ihrer gezierten Sprechweise, ihrer schroffen, kalten, verachtungsvollen Haltung gegenüber einem anbetungswürdigen und nur mit Flaum bewehrten zwölfjährigen Kind zu solch einem rührenden, hilflosen Geschöpf werden könne, sobald ich Hand an sie legte, wie es auf der Schwelle zu Los Zimmer geschah, in das sie zitternd zurück wich, wobei sie unaufhörlich wiederholte: „Nein, nein, bitte nicht.“

Die Veränderung kam ihrem Aussehen zustatten. Ihr Lächeln, das so künstlich gewesen war, wurde zum Strahlen höchster Anbetung, einem Strahlen, das etwas Weiches und Feuchtes hatte und in dem ich staunend eine Ähnlichkeit mit dem entzückenden, leeren, verlorenen Blick Los erkannte, wenn sie sich in der Milchbar an einer neuen Sirup-Mixtur weidete oder stumm meine eleganten, immer frisch gebügelten Anzüge bewunderte. Fasziniert beobachtete ich Charlotte, wenn sie elterliche Wehwehs mit einer anderen Dame austauschte und die amerikanische National-Grimasse weiblicher Resignation zog (aufwärts rollende Augen, seitlich herunter gezogener Mund), die ich in kindlicher Form auch bei Lolita gesehen hatte. Wir tranken etwas – Whisky oder Gin – vor dem Zubettgehen, und mit dieser Hilfe gelang es mir, das Bild des Kindes herauf zu beschwören, während ich die Mutter umarmte. Dies war der weiße Leib, in dem mein Nymphchen 1934 ein zusammengekrümmter kleiner Fisch gewesen war. Dies sorgfältig gefärbte Haar, so leblos für meinen Geruchs- und Tastsinn, bekam in gewissen Lampen beleuchteten Augenblicken im Säulen-Bett den Ton – wenn auch nicht die Beschaffenheit – von Lolitas Locken. Wenn ich mit meiner nagelneuen, lebensgroßen Frau hantierte, sagte ich mir immer wieder, dass ich Lolita biologisch gar nicht näher kommen könne; dass Lotte in Lolitas Alter ein ebenso begehrenswertes Schulmädchen gewesen sei wie ihre Tochter jetzt und wie es auch Lolitas Tochter eines Tages sein würde. Ich brachte meine Frau dazu, hinter einer Schuhsammlung  (der verstorbene Mr. Haze hatte offenbar eine krankhafte Leidenschaft für Schuhe gehabt), ein dreißig Jahre altes Album hervorzukramen, auf dass ich sehen könne, wie Lotte als Kind ausgeschaut hatte; und obgleich die Beleuchtung falsch war und die Bekleidung reizlos, gelang es mir, eine undeutliche erste Vision von Lolitas Silhouette, ihren Beinen, ihren Wangenknochen, ihrer Stupsnase zu erkennen. Lottelita, Lolitchen.

So lugte ich verstohlen über die Hecke der Jahre in blinde kleine Fenster, und wenn sie, eine Frau mit majestätischen Brustwarzen und massiven Schenkeln, mich mit jammervoll eifrigen, naiv lasziven Liebkosungen auf die Ausübung meiner männlichen Pflicht vorbereitet hatte, war es dennoch Nymphetten-Duft, was ich verzweifelt zu erhaschen suchte, während ich durch das Unterholz dunkler, welkender Wälder hetzte.
Mein Plan war ein Wunderwerk primitiver Kunst: Ich würde zum Camp Q flitzen, Lolita sagen, ihre Mutter müsse sich in einer erdachten Klinik einer schweren Operation unterziehen, und dann mit meiner schläfrigen Nymphette von Gasthof zu Gasthof ziehen, während es ihrer Mutter besser und besser ginge, bis sie schließlich stürbe. Aber auf meiner Fahrt campwärts wuchs meine Angst. Ich konnte den Gedanken nicht ertragen, Lolita nicht vorzufinden – oder statt ihrer eine verstörte Lolita, die nach einem vertrauten Familienfreund barmt: nicht nach den Farlows, Gott sei  Dank – sie kannte sie kaum -, aber könnte es nicht andere Leute geben, mit denen ich nicht gerechnet hatte? Schließlich entschloss ich mich zu dem Ferngespräch, das ich vor ein paar Tagen so geschickt vorgetäuscht hatte. Es goss in Strömen, als ich in einem schlammigen Vorort von Parkington hielt, kurz vor der Gabelung, deren eine Zinke an der Stadt vorbei zu der Landstraße führte, die die Hügel längs des Weges nach Lake Climax und Camp Q durchschnitt. Ich stellte den Motor ab und blieb mindestens eine Minute lang im Wagen sitzen, um mich für das Telefongespräch zu wappnen, und starrte durch den Regen auf den überschwemmten Gehsteig , auf den Hydranten – ein wirklich grauenvolles Ding, das dick mit silberner und roter Farbe bemalt war und seine roten Armstümpfe ausstreckte, um sich vom Regen lackieren zu lassen, der wie stilisiertes Blut auf das heraldische Silber der Ketten tropfte. Kein Wunder, dass das Parken neben diesen Albtraum-Krüppeln verboten war. Ich fuhr weiter bis zu einer Tankstelle. Eine Überraschung erwartete mich, als die Münzen endlich in gewünschter Weise herunter gerasselt waren und einer Stimme erlaubt wurde, der meinen zu antworten.

Es sei mir erlaubt, diese Szene mit all ihren trivialen und schicksalhaften Einzelheiten einen Augenblick lang festzuhalten: Die Hexe Holmes, die eine Quittung ausstellt, sich am Kopf kratzt, ein Schreibtischschubfach aufzieht, Wechselgeld in meine ungeduldige Hand schüttet und dann säuberlich einen Schein mit den fröhlichen Worten: „… und fünf!“ darüber breitet; Fotos von kleinen Mädchen; ein prächtig bunter Tag- oder Nachtfalter, noch lebendig, der sicher an die Wand gespießt ist („Naturkunde“); das gerahmte Diplom  der Diätistin des Camps; meine zitternden Hände; eine Karteikarte, die die tüchtige Holmes hervor zieht und die einen Bericht über Dolly Hazes Betragen im Juli enthält („befriedigend bis gut; Vorliebe für Rudern und Schwimmen“); rauschende Bäume, zwitschernde Vögel und mein hämmerndes Herz …


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Im Sommer des Jahres 1947 verliebt sich Professor Humbert, ein Gentleman alter Schule, in Lolita, die erst 14jährige Tochter seiner Zimmerwirtin. Tatsächlich gelingt es dem kultivierten Europäer, das Mädchen zu seiner Geliebten zu machen. Als Lolitas Mutter bei einem Unfall ums Leben kommt, ziehen die beiden ziellos durch Amerika, stets in der Angst, ihre skandalöse Beziehung könne entdeckt werden. Zu spät erkennt Humbert, daß Lolita seine Liebe unerwidert läßt und sie es ist, die ihn schließlich gar zum Mörder macht.


Ich stand mit dem Rücken zur offenen Tür und fühlte plötzlich das Blut zu Kopfe schießen, als ich ihren Atem und ihre Stimme neben mir hörte. Sie schleifte ihren schwarzen Koffer bumsend neben sich her. „Hei!“ sagte sie, blieb stehen und sah mich aus schlauen, frohen Augen an, die weichen Lippen zu einem etwas törichten, aber wunderbar liebenswerten Lächeln geöffnet. Sie war dünner und größer geworden, und eine Sekunde lang kam mir ihr Gesicht weniger hübsch vor als das Bild, das ich länger als einen Monat in mir bewahrt hatte …


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Erster Teil – Kapitel 32

Sie erzählte mir, wie sie verführt worden war. Wir aßen fade, mehlige Bananen, angestoßene Pfirsiche und sehr schmackhafte Kartoffelchips, und die Kleine erzählte mir alles. Ihren beredten, aber abgehackten Bericht begleitete drolliges Gesichterschneiden. Ich habe schon bemerkt, glaube ich, dass ich mich ganz besonders einer sarkastischen Grimasse auf „Uff“-Ebene erinnere: seitwärts verzogener Wackelpetermund, die Augen in einer Standartmischung aus komischem Ekel, Resignation und Nachsicht mit jugendlichen Schwächen aufwärts verdreht.
Ihre erstaunliche Geschichte hob an mir einer Erwähnung ihrer Zeltgenossin vom vergangenen Sommer, in einem anderen Camp, einem „piekfeinen“, wie sie sich ausdrückte. Diese Zeltgenossin („eine ziemliche Schlampe“, „halb verrückt“, aber ein „feiner Kerl“) hatte ihr verschiedenen Manipulationen beigebracht. Zuerst weigerte sich die loyale Lo, mir ihren Namen zu nennen.

Ich wollte wissen, ob ihre oder Elizabeths Mutter von diesen sapphischen Zerstreuungen erfahren hatte.
„Um Himmels willen“, hauchte eine zusammensinkende Lo und mimte Schreck und Erleichterung, indem sie eine vorgeblich zitternde Hand an die Brust drückte. Ich interessierte mich allerdings mehr für heterosexuelle Erlebnisse. Sie war mit Elf in die sechste Klasse gekommen, bald nachdem sie aus dem Mittelwesten nach Ramsdale gezogen war. Was verstand sie unter „ziemlich übel“?
Also, die Miranda-Zwillinge hatten jahrelang im selben Bett geschlafen, und Donald Scott, der größte Dummkopf der Schule, hatte es mit Hazel Smith in der Garage seines Onkels gemacht, und Kenneth Knight – der Klügste – hatte sich entblößt, wo und wann immer sich eine Gelegenheit bot, und… „Jetzt zu Camp Q“, sagte ich. Und prompt erfuhr ich die ganze Geschichte.


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„Du bist gar nicht mein Typ, du blöde Fotze!“ rief er ihr nach.
Sie war gekränkt. Nicht von dem, was er gerade vor hatte. Sie war gekränkt von seinen Worten. Blöde Fotze, das sagte noch niemand zu ihr.
Nach dem letzten Wort stellte er die Flasche weg, um sie anschließend auf den Bauch zu drehen. Die nächste Wanderung begann er an ihren Füßen, er umschiffte mehrmals den Hafen, in den die bis zum Rand gefüllten Schiffe gewöhnlich irgendwann einlaufen, um sich zu entladen. Am Ende war es sein Mund, den er ein zweites Mal eintauchte, seine Zunge am Molenkopf, an der engen Einfahrt.
Ein Rausch der Sinne, dem sie sich hingab. Große, kräftige, dennoch solch wunderbar zärtliche Hände, die zupackten als er ihre Po-Backen auseinander zog, um danach erneut so sanft über ihre Haut zu gleiten, wie ein Pianist, der die Tasten des Klaviers streichelt. Sie kam mehrmals, ein einziger nicht enden wollender Orgasmus ... Alle Leseproben>>>

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Barbara Burke, eine stämmige Blondine, zwei Jahre älter als Lo und bei Weitem die beste Schwimmerin des Camps, hatte ein ganz besonderes Kanu, das sie mit Lo teilte, „weil ich das einzige Mädchen außer ihr war, das die Weideninsel schaffte“ (irgendein Schwimmtest, denke ich mir). Den ganzen Juli hindurch, jeden Morgen – beachten sie, Leser, jeden verdammten Morgen – hatte der dreizehnjährige Charlie Holmes, Sohn der Camp-Leiterin und einziges männliches Wesen auf Meilen im Umkreis (abgesehen von einem zahmen, stocktauben alten Hilfsarbeiter und einem Farmer in einem alten Ford, der, wie Farmer so sind, den Kindern im Camp Eier verkaufte), den beiden Mädchen, Barbara und Lo, das Boot zum Onyx oder Eryx (zwei kleine Waldseen) tragen helfen; jeden Morgen, oh Leser, schlugen die drei Kinder eine Abkürzung ein, quer durch das schöne, unschuldige Dickicht voll von all den Emblemen der Jugend, Tau, Vogelsang, und an einer bestimmten Stelle im üppig wuchernden Unterholz wurde Lo als Wache zurückgelassen, während Barbara und der Junge hinter einem Busch kopulierten.

sex_im_gras  Zuerst hatte Lo sich geweigert, „es mal auszuprobieren“, aber Neugier und Kameraderie überwogen und bald trieben sie und Barbara es abwechselnd mit dem grobschlächtigen, griesgrämigen, aber unermüdlichen Charlie, der ebenso viel Sexappeal hatte wie eine rohe Mohrrübe, aber eine faszinierende Sammlung von Verhütungsmitteln vorweisen konnte, die er aus einem dritten nahe gelegenen See herausfischte, einem erheblich größeren und besuchteren, Lake Climax genannt, nach der prosperierenden jungen Fabrikstadt gleichen Namens. Obwohl sie zugab, dass es „irgendwie ganz witzig“ und „gut für den Teint“ gewesen war, hegte Lolita erfreulicherweise die größte Verachtung für Charlies Mentalität und Manieren. Auch war ihr Temperament durch diesen schmutzigen Satan nicht geweckt worden. Ich glaube im gegenteil, dass er es, der „Witzigkeit“ zum Trotz, eher gedämpft hatte.


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Zweiter Teil – Kapitel 10

MANCHMAL… Na sag schon, Bert, wie oft genau? Kannst du dich an vier oder fünf oder mehr solcher Vorfälle erinnern? Oder hätte kein menschliches Herz mehr als zwei oder drei überlebt? Manchmal (ich fand keine Antwort auf deine Frage) wenn Lolita flüchtig ihre Schulaufgaben machte und dabei mit beiden Beinen über der Armlehne des Sessels am Bleistift kaute, gab ich all meine pädagogische Zurückhaltung auf, sah über alle Streitigkeiten hinweg, vergaß meinen ganzen Mannesstolz – und kroch buchstäblich auf den Knien zu deinem Stuhl, meine Lolita! Du warfst nur einen Blick auf mich – das grausame, samtige Fragezeichen eines Blicks: „Um Himmels willen, nicht schon wieder…“ (ungläubig, gereizt); denn nie hast du zu glauben geruht, dass ich mich auch ohne bestimmte Absichten danach sehnen könnte, mein Gesicht in deinem Schottenrock zu vergraben, meine Liebste! Die Zartheit deiner nackten Arme – wie verlangte ich danach, sie zu umfassen, alle deine vier glatten, köstlichen Gliedmaßen, ein hingestrecktes Füllen, und deinen Kopf zwischen meinen unwürdigen Händen zu halten, die Schläfenhaut auf beiden Seiten zu straffen, deine nunmehr chinesischen Augen zu küssen, und… „Bütte, lass mich in Ruhe“, sagtest du dann, „lass mich doch gefälligst endlich in Ruhe.“ Und dann stand ich vom Boden auf, und du sahst zu und zucktest mit dem Gesicht, meinen tic nerveux nachäffend. Aber was macht das schon, was macht das schon, ich bin ja nur ein Vieh, macht nichts, nur weiter mit meiner elenden Geschichte…..

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2 Kommentare zu "Vladimir Nabokov – Lolita – Leseproben"

  1. Das war mir schon klar, liebe Lisa, aber gerade die schwierigen Themen sind doch die interessanten, oder? Meine Meinung zu diesem Thema tat ich doch im Eingangstext kund, dem ist nichts hinzu zu fügen, LG
    F. C.

  2. Interessantes aber schwieriges Thema. Den Film habe ich gesehen, das Buch ist mir zu dick(?!). Wer sich darauf einlässt, der muss mit viel Gegenwind rechnen, find es aber gut, dass Du das Thema hier einbringst und ja, die Gedanken sind wirklich frei, Gruß die Maus

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