Crash – J. G. Ballard – Leseproben

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Ein Roman von erschütternder Eindringlichkeit

Crash – Der erste pornografische Roman des 20. Jahrhunderts

Bald war sie außerstande, ohne weitschweifige Fantasien lesbischer Liebe mit Karen, die ihre Klitoris mit der Zunge, ihre Nippel und Anus mit den Fingern liebkosen sollte, überhaupt einen Orgasmus zu erreichen …

Der erste Satz der Überschrift von Anthony Burgess, der zweite vom Autor selbst. Beides trifft im Kern, wenn auch die Behauptung, Crash sei der erste pornografische Roman des 20. Jahrhunderts, leicht übertrieben erscheint. Da fallen mir einige andere ein, die vor dem Jahre 1973 erschienen. So weit, so gut.

james_graham_ballardJ. G. Ballard – Der Autor

James Graham Ballard, der volle bürgerliche Name. Geboren am 15. November 1930 in Shanghai als Sohn eines britischen Geschäftsmannes, der in Shanghai die Niederlassung einer britischen Textilfirma leitete. Bevor Ballard sich ab Mitte der sechziger Jahre der Schriftstellerei zuwandt, versuchte er sich in mehreren Berufen. 1949 begann er ein Medizinstudium, wechselte später zu englischer Literatur am Queen Mary and Westfield College. Die Universität verließ er ohne Abschluss.
In den Sechzigern etablierte er sich als einer der kompromisslosesten Autoren des so genannten New Wave in der Science-Fiction. Sein bekanntestes Werk, der autobiografisch gefärbte Roman „Das Reich der Sonne“, der von Steven Spielberg verfilmt wurde. Sein radikalster Roman, der hier behandelte „Crash“ wurde von David Cronenberg verfilmt. Der erhielt im Jahre 1996 bei den Filmfestspielen von Cannes den Spezialpreis der Juri.
Leider konnte ich diesen Film in Deutsch nicht auftreiben.
Für seine Werke erhielt Ballard mehrere nationale und internationale Preise.
James Graham Ballard verstarb am 19. April 2009 in Shepperton, Grafschaft Surrey im Süden Englands.

Crash – Leseproben

Schauspielerin Elizabeth Taylor stand alleine unter den kreisenden Lichtern

Vaughan starb gestern bei seinem letzten Verkehrsunfall. Im Verlauf unserer Freundschaft hatte er seinen Tod bei mehreren Unfällen geprobt, doch dies war sein einziger echter Unfall. Sein Wagen, der sich auf Kollisionskurs mit der Limousine der Filmschauspielerin befand, durchbrach die Leitplanke der Überführung des Londoner Flughafens und prallte in einen Bus mit Flugpassagieren. Als ich mir eine Stunde später einen Weg durch die versammelten Polizisten bahnte, lagen die zerschmetterten Körper der Touristen immer noch wie ein Blutsturz der Sonne zwischen den Vinylsitzen. Die Schauspielerin Elizabeth Taylor stand alleine unter den kreisenden Lichtern der Krankenwagen und hielt die Hände ihres Chauffeurs. Vaughan hatte monatelang davon geträumt, mit ihr zu sterben. Als ich mich über Vaughans Leiche beugte, legte sie eine behandschuhte an an die Kehle …

Für Vaughan waren der Autounfall und seine eigene Sexualität eine endgültige Verbindung eingegangen. Ich erinnere mich daran, wie er Nächte mit nervösen jungen Frauen auf den Rückbänken von Schrott-Wagen auf Autofriedhöfen zubrachte und sehe fast noch die Fotografien ihrer unsicheren Geschlechtsakte vor mir. Ihre verzerrten Gesichter und verkrampften Lenden wurden wie verblüffte Überlebende einer Unterwasser-Katastrophe vom Lichtblitz seiner Polaroidkamera festgehalten. Jene ehrgeizigen Huren, die Vaughan in den durchgehend geöffneten Cafés und Supermärkten des Londoner Flughafens aufriss, waren die nächsten Anverwandten der Patienten seiner chirurgischen Lehrbücher. Im Verlauf seiner einstudierten Werbung um verletzte Frauen, war er besessen von den Drüsenschwellungen und Wunden an den Genitalien …
Er träumte von entfremdeten Geschwistern, die einander zufällig in Fahrzeugen auf Kollisionskursen auf den Zufahrtstraßen zu petrochemischen Fabriken begegneten, ihr unterbewusster Inzest von kollidierendem Metall explizit gemacht, von ihrer blutigen Gehirnmasse in Kompressionskammern aus Aluminium und auf Kolben und Ventilen. Vaughan erdachte Massenkarambolagen eingeschworener Feinde, Hass-Tode, die mit im Rinnstein brennendem Benzin gefeiert wurden, während der Lack der Wagen sich im Licht der Nachmittagssonne über den Provinz-Städtchen ausbeulte. Er stellte sich spezielle Unfälle entflohener Sträflinge vor oder Unfälle von Hotel-Empfangsdamen nach Feierabend, die zwischen den Lenkrädern und Lenden ihrer Liebhaber eingekeilt waren, die sie masturbierten …

Er starb auf dem Kühler meines Wagens …

Nach meiner ersten Begegnung mit Vaughan begann ich erst, die wahren Wonnen des Verkehrsunfalls zu verstehen.
Als ich an einem regnerischen Juniabend von den Shepperton Filmstudios heim fuhr, kam mein Wagen an der Kreuzung unter der Zufahrt zur Überführung der Western Avenue ins Schleudern. Innerhalb von Sekunden fuhr ich mit einer Geschwindigkeit von achtzig Stundenkilometern den rasch näherkommenden Leitplanken entgegen. Als ich gegen eine zentrale Verankerung prallte, platzte der linke Hinterreifen. Der Wagen entglitt meiner Kontrolle und schlitterte auf den Zufahrtsweg für schnellere Fahrzeuge. Drei Wagen kamen auf mich zu, massengefertigte Salonwagen, an deren exakte Modelle, Baujahre und Farben ich mich auch heute noch mit der schmerzlichen Genauigkeit eines niemals auslöschenden Alptraumes erinnern kann. Die beiden ersten verfehlte ich, indem ich in Intervallen die Bremse betätigte, obwohl ich kaum zwischen ihnen hindurch steuern konnte.
j_g_ballard_crash Mit dem Dritten, in dem eine junge Ärztin und ihr Mann saßen, prallte ich frontal zusammen. Der Mann, Lebensmittel-Mechaniker bei einem amerikanischen Nahrungsmittelhersteller, wurde auf der Stelle getötet. Er wurde wie die Matratze aus einer Zirkus-Kanone durch die Windschutzscheibe geschleudert. Er starb auf dem Kühler meines Wagens, sein Blut spritzte durch die zerschellte Windschutzscheibe meines Autos auf mein Gesicht und meine Brust. Der Feuerwehrmann, der mich später aus dem Wrack heraus schweißte, vermutete, dass ich mit einer großen, offenen Wunde verbluten würde.
Aber ich war glücklicherweise kaum verletzt ….Alles lesen>>>

… erlebten wir beide mitunter die exquisitesten und intensivsten Orgasmen

Auslösendes Moment für meine Besessenheit von den sexuellen Möglichkeiten von allem, was mich umgab, war der Unfall gewesen. Ich stellte mir die Betten mit den Überlebenden eines Flugzeugunglücks belegt vor, jeder Verstand ein Kaleidoskop von Eindrücken. Der Zusammenprall unserer Wagen war das Modell einer ultimativen, sexuellen Vereinigung, von der ich bisher niemals auch nur zu träumen gewagt hätte. Die Verletzungen noch einzuliefernder Patienten fesselten mich, eine gewaltige Enzyklopädie leicht zugänglicher Träume.
„Diese Station ist für die Opfer von Flugzeugunglücken reserviert“, erklärte ich Catherine. „Sie halten die Betten bereit.“
Sie schlug die Beine übereinander und zündete sich umständlich eine Zigarette an, wobei sie anscheinend Schwierigkeiten mit dem ungewohnten Feuerzeug hatte. Von welchem neuen Liebhaber hatte sie dieses abscheuliche Ding nur erhalten, das nur zu offensichtlich einem Mann gehörte? Es war aus der Geschoss-Hülle eines Bombers hergestellt und ähnelte mehr einer Waffe als einem Feuerzeug. Ich war einige Jahre imstande gewesen, Catherines neue Affären binnen weniger Stunden nach ihrem ersten Geschlechtsverkehr anhand neuen psychischen oder geistigen Mobiliars aufzudecken – ein plötzliches Interesse an einem drittklassigen Wein oder Filmemacher, ein neues Muster, das die Wasser der Luftfahrtpolitik kräuselte. Manchmal konnte ich sogar den Namen ihres jeweiligen Geliebten herausfinden, noch ehe sie ihn beim Höhepunkt unserer gemeinsamen Geschlechtsakte hinaus schrie. Wir beide brauchten dieses nervenaufreibende Spiel. Wenn wir nebeneinander lagen, erzählten wir uns unsere Affären immer haargenau, angefangen bei den ersten, noch unverfänglichen Unterhaltungen bei einer Cocktail-Party der Fluggesellschaft, bis hin zum ersten Geschlechtsverkehr selbst. Höhepunkt dieses Spiels war die Preisgabe des Namens des illegitimen Partners. Wenn jener bis zum letztmöglichen Augenblick zurück gehalten wurde, erlebten wir beide mitunter die exquisitesten und intensivsten Orgasmen. Es gab Zeiten, da war ich der Meinung, dass diese Affären lediglich zur Beschaffung des Rohmaterials für unsere sexuellen Spiele dienten.

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Ich sollte sie mir beim Geschlechtsakt mit anderen Frauen vorstellen

Eine dunkelhaarige Schwesternschülerin trat ein. Sie lächelte meiner Frau zu und zog die Urinflasche zwischen meinen Beinen weg. Sie inspizierte die Füllhöhe, dann schlug sie die Laken zurück. Augenblicklich begann mein Penis zu tröpfeln. Ich kontrollierte den Schließmuskel, der durch die lange Einnahme von Anästhetika betäubt war, mit einiger Anstrengung …
Eine Schwesternschülerin umrundete mein Bett, schlanke Schenkel unter ihrem weißen Kittel, und begutachtete Catherines großartige Figur. Überlegte sie gerade, wie viele Geliebte Catherine seit dem Unfall gehabt hatte, während sie verzückt an die seltsame Lage ihres Mannes im Krankenbett dachte, oder – banaler – überlegte sie, was das teure Kleid und der Schmuck gekostet haben mochten? Umgekehrt betrachtete auch Catherine den schlanken Körper des Mädchens unverblümt. Ihre Einschätzung der Konturen von Schenkeln und Gesäßbacken, Brüsten und Achselhöhlen, und ihre Beziehung zu den Chrom-Gestellen meiner Beinschienen, eine abstrakte Gestalt, dazu entworfen, von ihrer schlanken Figur abzulenken, war offen und interessiert. Lebhafte lesbische Vorstellungen fanden in Catherines Verstand statt. Sie hatte mich beim gemeinsamen Geschlechtsverkehr oft dazu aufgefordert, ich sollte sie mir beim Geschlechtsakt mit anderen Frauen vorstellen – im allgemeinen mit ihrer Sekretärin Karen, einem humorlosen Mädchen mit silbernem Lippenstift, das während einer ganzen Weihnachtsfeier im Büro stocksteif dasitzen und meine Frau wie ein lauernder Jagdhund ansehen konnte. Catherine fragte mich oft, wie sie sich am besten von Karen verführen lassen konnte …
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Sie hielt meinen schlaffen Penis zwischen Daumen und Zeigefinger

Catherines andauerndes erotisches Interesse an ihrer Sekretärin schien sowohl ein Interesse an der Vorstellung zu sein, Sex mit ihr zu haben, als auch an dem physischen Vergnügen des Geschlechtsaktes selbst. Dieses Werben machte allerdings all unsere Beziehungen, sowohl untereinander als auch zu anderen Menschen, mehr und mehr abstrakt. Bald war sie außerstande, ohne weitschweifige Fantasien lesbischer Liebe mit Karen, die ihre Klitoris mit der Zunge, ihre Nippel und Anus mit den Fingern liebkosen sollte, überhaupt einen Orgasmus zu erreichen. Diese Beschreibungen schienen eine Sprache der Suche nach Objekten zu sein, vielleicht sogar der Beginn einer neuen Sexualität, die von jeglichem physischen Ausdruck getrennt blieb …
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Eine Schwester kam mit einer Schüssel auf die Station. „Auf welcher Seite wollen sie ihn?“
Ich sah hinab. Sie hielt meinen schlaffen Penis zwischen Daumen und Zeigefinger und wartete darauf, dass ich mich entschied, ob ich ihn rechts oder links vom zentralen Verband hingelegt haben wollte.
Während ich über diese seltsame Entscheidung nachdachte, zuckte der erste kurze Schimmer einer Erektion seit dem Unfall durch das Gewebe meines Penis, was von einem leichten Nachlassen der Spannung in ihren schlanken Fingern begleitet wurde.
Dieser erquickende Impuls, meine Lenden standen gewissermaßen Schwanz bei Fuß, hob mich fast buchstäblich vom Bett empor. Binnen dreier Tage hinkte ich zur Physiotherapie-Station, führte Botengänge für die Schwestern durch und hing im Stabs-Zimmer herum, wo ich mich um Unterhaltungen mit den übermüdeten Ärzten bemühte. Das Gefühl eines vitalen Sex schnitt durch meine unglückliche Euphorie, meine verwirrte Schuld an dem Mann, den ich getötet hatte …
Die Sprache einer unsichtbaren Erotik, von unentdeckten Geschlechtsakten, wartete hinter der komplexen Ausrüstung. Dieselbe unsichtbare Sexualität schwebte über den Passagierschlangen an Flughafen-Schaltern, den Kreuzungen ihrer kaum verhüllten Genitalien und den Rümpfen gigantischer Flugzeuge, sowie den schmollend aufgeworfenen Lippen von Stewardessen … Alles lesen>>>


Wie bereits erwähnt, fand ich den Film Crash leider nicht in einer deutschen Fassung. Daher ein anderer, für den man durchaus auch die Vokabel „Crash“ in vielerlei Hinsicht verwenden kann.

Gaspar Noé – Enter the Void

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Oscar verbindet eine besonders intensive Beziehung mit seiner Schwester Linda, seitdem sie als Kinder miterleben mussten, wie ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen. Gemeinsam schlagen sie sich durch die Halbwelt von Tokio. Er dealt mit Drogen, sie verdient ihr Geld als Stripperin und lässt sich mit zweifelhaften Typen ein. Bei einer Razzia wird Oscar erschossen. Gerade erst hatte er Linda versprochen, sie niemals zu verlassen. Sein Körper liegt im Sterben, doch seine Seele weigert sich, aus der Welt der Lebenden zu scheiden … Zum Shop>>>
Der Film ist eine Herausforderung für den Zuschauer, Experimental-Kino vom Feinsten mit einer ungewöhnlichen Kameraführung, die die Hektik der pulsierenden Großstadt Tokio auf den Zuschauer überträgt. Wer sich auf den Film einlässt, sollte auf etwas gefasst sein. Schockierende Szenen, Blut, LSD-Rausch wechseln mit Sex aller Couleur, Dealer-Kneipen, Bordell, Table-Dance-Bar, Nachtclub, Exzesse, Ekstase … Mehr zum Film mit Trailer>>>


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Der zweite Kurzurlaub also, drei Tage jenseits der Front, weitab vom Kampfgetümmel des kalten Krieges. Heimaturlaub als Belohnung für die dritte Eichel der Schützenschnur. Zum Glück zwangen ihn die Dienst- und Lebensumstände nicht ein einziges Mal dazu, seine Schießfertigkeiten an einem im Ostseewasser paddelnden oder schwimmenden Republikflüchtling auszuprobieren. Wenn du nicht schießt, wirst du selber erschossen, lautete die Parole. Der Flüchtling, der nichts weiter wollte, als seine Freiheit, war der Feind, der Verräter. Der, der später vielleicht in eine NATO-Uniform gesteckt, auf seine ehemaligen Landsleute schießen würde.
Wer nicht schießt, der wird erschossen, die Perversion eines jeden dieser Dreckskriege. Aber man gehörte ja zu den Guten, zu denen, die der Welt eine bessere Zukunft bringen würden. Notfalls mit Gewalt. Es herrschte Krieg, kalter Krieg, mehrmals am seidenen Faden hängend, mehrmals drohte ein heißer.
Für die Drecksarbeit, DDR-Bürger mit Waffengewalt in ihrer heilen Welt zurück zu halten, war die Marine ohnehin nicht zuständig. Das erledigte die Grenzbrigade Küste. Die trugen zwar ebenfalls Marineuniformen, diese aller-dings mit einem grünen Rand an den Schulterstücken. Igitt, wie unpassend, Blau und Grün. Manch Modedesigner drehte sich mehrmals im Grabe her-um, sähe er das.
Der Marine kam vielmehr die ehrenvolle Aufgabe zu, die größeren Brocken an der Okkupation der Arbeiter- und Bauernäcker wie der sozialistischen Großplattenbauten zu hindern:
hemmungslos_frivol_erotische_erzaehlungenetwa das Raumschiff Enterprise an einer Landung von See her auf dem Territorium der DDR, von der NATO verseuchte Kartoffelkäfer, mit Nuklearwaffen bestückte Delphine, mordlüsterne dänische Robben und sonstige westliche Seeungeheuer. Man erkannte sie daran, dass ihnen die „stars and stripes“ wie die Dollarzeichen aus den Augen gierten. Oder aber einen dänischen Fischkutter abzudrängen, dem das Satelliten-Navigationsgerät ausgefallen war.
Apropos Satelliten-Navigation. Die verfügten bereits über solche Dinger, die NATO, ja, Anfang der Siebziger. Wow, das will man heutzutage gar nicht mehr glauben. Die Russen, Verzeihung, die ruhmreichste und kampfstärkste Armee der Welt, die Sowjetarmee, verfügte ebenfalls seit Anfang der Siebziger Jahre über solche Navigationsinstrumente. Als man die Schiffe der DDR-Marine mit den Basisstationen ausrüstete, mussten zu deren Installation größere Löcher aus den Oberdecks geschweißt werden.
Vor Bernau fahren sie am größten Stützpunkt der Russen in der DDR vorbei. Bei Tag kann man die Kasernen sehen, die Unterkünfte der Gott weiß wievielten Gardedivision der Roten Armee. Manchmal denkt er, die haben nur Gardedivisionen, Gardebrigaden und Gardeflotten zur See. Direkte Verbündete seiner Waffengattung war die „Ruhmreiche Baltische Rotbannerflotte“. Scherzhaft die RUMBALOTTE genannt. Dass die Soldaten da draußen arme Hunde sind, das wusste man damals schon. Dass sie schlechter als Vieh behandelt wurden, und einiges mehr, erfuhr man erst nach der Wende. Er stellt sich gerade vor, im hell erleuchteten Abteil Consuela im Stehen von hinten am Fenster zu vögeln. Ihr offener Mund wie ihre nackten Brüste pressen sich an die Fensterscheibe. Der Zug bekommt keine Einfahrt, er muss anhalten. Draußen neben dem Gleis steht eine Horde Rotarmisten. Die Hosenställe geöffnet, wichsen sie beim Zuschauen … Ich gönne euch das, Jungs! ... Alle Leseproben>>>

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2 Kommentare zu "Crash – J. G. Ballard – Leseproben"

  1. Ich kenn die Schwarte, ist schon krass, aber sehr gut zu lesen.

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