Wahrheit oder? – Mit geschlossenen Augen (2003)

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Der italienische Bestseller von Melissa Panarello

Wahrheit oder erfunden? Mit geschlossenen Augen – Ein  erotisches Tagebuch voller Sehnsucht nach Liebe – Buch und Film (2005)

Wahrheit? – Also kletterte ich auf ihn drauf und ließ ihn seine Stange ins Zentrum meines Leibes stecken. Es tat ein bisschen weh, aber nicht allzu sehr …

Wahrheit oder nicht?

… was macht das schon. Ob Melissa Panarello all das, was sie in ihrem Tagebuch niedergeschrieben haben will, in gleicher Weise auch erlebt hat oder nicht, könnte man durchaus als nebensächlich abtun. Wenn sie es nicht so erlebt hat, dann vielleicht zig andere. Dass junge Frauen im zarten Alter von vierzehn Jahren die, wie sie es beschreibt, „Stange ins Zentrum“ ihres Leibes gesteckt bekommen, ist, will man gängigen Statistiken glauben, wenigstens keine Seltenheit, also die Wahrheit. Und ebenso wenig selten soll es wohl sein, will man hi und da niedergeschriebenen Erlebnisberichten Glauben schenken, dass die Betroffenen recht wenig Spaß dabei haben oder gehabt haben wollen, Wahrheit oder nicht. amazonvideo

Umstritten

wahrheit_melissa_p_leseproben… war das Werk nach seinem Erscheinen im Jahre 2003 in Italien auf jeden Fall, nicht allein was die Wahrheit des Inhalts betrifft, sondern vor allem desselben wegen, dies nicht allein in den Reihen der katholischen Kirche. So manch besorgte Mutter muss wohl Angst bekommen haben, die gut behütete Tochter – gut behütet war auch die Protagonistin – bekäme das Buch vielleicht in die Finger und nach dem Lesen auf die Idee, das Ganze einmal aus zu probieren, Gott bewahre. Wenn auch der Tenor der Schilderungen, angefangen bei der Defloration, nicht unbedingt Freude ausdrückt, aber eben auch nicht überall Abscheu, so möge wohl bei der einen oder anderen jungen Dame die Neugier überwiegen.

Erotische Fantasien

… daran mangelt es Melissa nicht. Ernesto, Transgender, einer ihrer Freunde, ihm erklärt sie, dass sie gern mal zwei Männern beim Vögeln zuschauen würde. Dabei offenbart sie ihre Lebenseinstellung:
„Brav sein liegt mir nicht“, sagte ich. „Und was verstehst du überhaupt unter normalen Geschichten?“ Ernesto: „Geschichten, wie sie eben zu einer Sechzehnjährigen passen, Meli. Du Mädchen, er Junge. Geschichten, in denen Liebe und Sex sich die Waage halten, wenigstens annähernd.“
„Für mich ist genau das die eigentliche Perversion!“, erwiderte ich hysterisch. „Ein total langweiliges Leben: Samstagabend auf der Piazza, Sonntagmorgen Frühstück am Meer, Sex ausschließlich am Wochenende … dann lieber allein!“

Die Autorin

wahrheit_melissa_PMelissa Panarello – geboren am 3. Dezember 1985 in Catania/ Sizilien. Viel erfährt man leider nicht über die Autorin, die mit ihrem Buch-Debüt wenigstens in Italien für Aufruhr gesorgt hat. In einem Interview mit der „Weltwoche“ sagt sie, sie hätte Catania und Sizilien, nachdem ihre Identität bekannt geworden sei, verlassen müssen, als Hure und Schande Siziliens habe man sie beschimpft. Sie ging nach Rom, wo eine Presse und TV-Kampagne los ging, da wurde sie zum TV-Star, tingelte durch Talk-Shows, nachdem sie ihre Identität preisgab. Das Buch wurde 850.000 Mal verkauft, in über zwanzig Sprachen übersetzt und führte, nach seinem Erscheinen, italienische Bestsellerlisten an.

Wahrheit oder nicht, wen interessiert das schon

… bei einem solchen Erfolg? Dass sie mit dem Sohn ihres Verlegers zusammenlebe, habe nichts mit dem Erfolg des Buches zu tun, den habe sie erst nach der Veröffentlichung kennengelernt, sagt sie in dem hier erwähnten Interview. Ein Büchlein mit 160 Seiten, das man in einem Stück durchlesen kann, warum nicht auch an junge Leser*innen gerichtet, auf der Suche nach der eigenen Identität oder eher unter dem Motto: „Lass es lieber sein, Sex ohne Liebe ist Scheiße!“ Beides könnte man resümieren. Inzwischen liegt mit „Dich lieben“ ein weiteres Buch von Melissa Panarello in deutscher Übersetzung vor.

Leseproben

Die Formen einer erwachsenen Frau waren für mich noch nie ein Geheimnis, doch ihr Allerheiligstes liegt in den Schamhaaren verborgen wie in einem undurchdringlichen Urwald und entzieht sich dem Blick. Wenn ich so vor dem Spiegel stehe, schicke ich oft meine Finger auf Erkundung aus, und während ich mir in die Augen sehe, überkommt mich ein Gefühl der Bewunderung und Liebe zu mir selbst. Der Genuss, mich zu betrachten, ist so groß und so überwältigend, dass er sich sofort in physischen Genuss umwandelt. Es beginnt mit einem Kitzeln und endet in Hitzewallungen, die mir völlig neu sind und nur wenige Sekunden dauern. Danach geniere ich mich …

Daniele – oder es begann mit Sperma schlucken

Jetzt hatte ich ihn vor Augen, den großen Unbekannten, er roch nach Mann, und jede Ader, die ihn überzog, drückte eine so überschwängliche Potenz aus, dass ich mich ihr gegenüber verpflichtet fühlte. Ohne lange zu fackeln drang er zwischen meine Lippen ein und wischte den daran heften gebliebenen Erdbeergeschmack auf einen Schlag weg.
Dann kam die nächste Überraschung: Plötzlich hatte ich den Mund voll mit einer zähen, heißen Flüssigkeit, die etwas säuerlich schmeckte.
[…] Weil ich nicht wusste, was ich mit der Flüssigkeit im Munde anfangen sollte, habe ich sie einfach runtergeschluckt, dabei gab meine Speiseröhre ein Geräusch von sich, für das ich mich schämte … Wahrheit oder? – Mit geschlossenen Augen, alles lesen>>> amazon_audible

Daniele – oder von den Qualen der Defloration

Ich bin ihm mit einem Finger über die Lippen gefahren und habe mir dabei die Fingerkuppe ein wenig angefeuchtet, da ist er aufgewacht und hat mich fragend angesehen. „Ich möchte mit dir schlafen, Daniele“, sagte ich in einem Atemzug und mit glühenden Wangen. Er lachte laut hinaus, so laut, dass er kaum noch Luft bekam. „Was willst du? Komm schon, Kindchen! Du kannst mir ja noch nicht mal einen blasen!“
[…] Also kletterte ich auf ihn drauf und ließ ihn seine Stange ins Zentrum meines Leibes stecken. Es tat ein bisschen weh, aber nicht allzu sehr. Das Gefühl, ihn in mir drin zu haben, war bei weitem nicht so erhebend, wie ich es mir immer vorgestellt hatte …

Mit fünf Männern in der Zelle der Lust

„Keine Sorge, Amore“, sagte eine andere Stimme hinter meinem Rücken. Dann spürte ich, wie eine Zunge meine Rückenwirbel ableckte. Jetzt war das Bild, das ich von mir selbst hatte, verführerischer: mit verbundenen Augen, halb nackt und fünf Männer, die mich leckten, streichelten und meinen Körper begehrten. Ich stand im Zentrum der Aufmerksamkeit, und sie machten mit mir, was in der Zelle der Lust erlaubt war. Kein Wort, nur keuchen und Hände, die mich berührten.
Als sich ein Finger langsam in mein Allerheiligstes bohrte, wurde mir plötzlich sehr heiß, und ich merkte, dass die Vernunft drauf und dran war, mich zu verlassen … Wahrheit oder? – Mit geschlossenen Augen, alles lesen>>>

Keuchen, Stöhnen, Röcheln. Und stille Tränen

Ich ließ mich auf das Bett fallen und spürte, wie mein Körper langsam schwer wurde … es war inzwischen halb drei Uhr früh. Unterdessen ging die Tür auf. Irgendwer kam rein, legte sich auf mich und begann mich zu bumsen; ein zweiter folgte und steckte mir seinen Penis in den Mund. Und wenn einer fertig war, entlud der nächste seine milchige Flüssigkeit auf oder in meinem Körper. Und dann der Nächste. Keuchen, Stöhnen, Röcheln. Und stille Tränen.
Mit verschmierter Schminke und voller Sperma ging ich nach Hause, wo meine Mutter auf dem Sofa dösend auf mich wartete. „Ich bin da“, sagte ich …

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Der Nachhilfelehrer – sadomasochistische Fantasien

Ich hatte seinen Penis bereits mehrmals gestreift, und er hatte sich groß und hart angefühlt; jetzt knöpfte er seine Jeans auf und bot ihn mir an. Nein, ich hatte es noch nie mit einem beschnittenen Mann zutun gehabt, ich ahnte nicht, dass seine Eichel bereits draußen war. Sie sah weich und glatt aus, und ich konnte nicht anders, als mich über sie zu beugen. Irgendwann fragte er mich, bei wem ich so zu lecken gelernt hätte, meine schlangenartige Zunge mache ihn verrückt.
Später stand ich auf und flüsterte ihm ins Ohr: „Fick mich.“ Er wollte es auch. Er bat mich, ihm den Rücken zuzuwenden, sodass die Pobacken gut sichtbar wären …

Eine unendlich geile, kleine Sau

Die Hände auf den kalten, glatten Stein gestützt, wartete ich auf den ersten Stoß. Er näherte sich und zielte. Ich bat ihn, mir zu sagen, als was er mich in diesem Augenblick sah: als eine unendlich geile, kleine Sau. Ich stöhnte zustimmend, während er mir einen trockenen Stoß versetzte, der absolut saß. Dann löste ich mich aus unserem angenehmen Puzzle, obwohl mein flehentlicher Blick ihm verraten musste, dass ich ihn eigentlich weiter in mir drin haben wollte, aber ich wusste, dass es unseren Genuss noch weiter steigern würde, ein paar Minuten zu warten, bevor wir gegenseitig unsere Körper in Besitz nahmen, und das sagte ich ihm … Wahrheit oder? – Mit geschlossenen Augen, alles lesen>>>

Letizia – lesbische Küsse und mehr

Ich drehte mich instinktiv um und begegnete ihren Lippen, sie waren heiß und weich wie Watte. Jetzt weiß ich, warum die Männer uns Frauen so gern küssen: Der Mund einer Frau ist unschuldig, so rein. Die Männer, mit denen ich es bisher zu tun gehabt habe, hinterließen immer eine schleimige Speichelspur und drangen auf total vulgäre Weise mit ihrer Zunge in meinen Mund ein. Letizias Kuss war anders, irgendwie samtig und frisch, aber zugleich sehr intensiv. „Du bist die schönste Frau, die ich je hatte“, sagte sie und hielt mein Gesicht fest. „Du auch“, erwiderte ich, überflüssigerweise, denn sie war ja die einzige Frau meines Lebens …

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Ich zerging fast unter ihrer Zunge

Letizia übernahm meinen Part, und diesmal war ich es, die das Spiel leitete und sich an ihrem Körper rieb. Ich habe sie fest umarmt und ihren Duft eingesogen, dann hat sie mich in ein anderes Zimmer geführt, meine Hose geöffnet und der süßen Qual, die vor ein paar Wochen begonnen hatte, ein Ende gemacht. Ich zerging fast unter ihrer Zunge, aber andererseits grauste es mir ein wenig bei dem Gedanken, einen Orgasmus im Munde einer Frau zu haben. Während ihre Zunge mich leckte, während sie, völlig meinem Genuss hingegeben, vor mir kniete, schloss ich die Augen und zog die Hände an wie ein verängstigtes Kaninchen seine Pfoten … Wahrheit oder? – Mit geschlossenen Augen, alles lesen>>>

Wahrheit oder Fantasie?

wahrheit_melissa_p_leseprobenWohl beides, ein Tagebuch voller Lust und Leidenschaft, aber auch Ekel und Abscheu. Mitunter kommen da beim Lesen durchaus Zweifel auf, ob eine Vierzehn- bis Fünfzehnjährige bereits in der Lage ist, so etwas überhaupt zu überstehen oder auszuhalten. Selbst wenn der sado-masochistische Teil mehr aus Fantasien besteht. Doch allein die „Lust-Zelle“, fünf Männer, einer nach dem anderen und das nicht nur einmal, das klingt schon mehr nach schlechtem Pornofilm. Bei Erscheinen des Buches war die Autorin zwar bereits achtzehn, doch sie muss es ja vorher niedergeschrieben haben. Wahrheit oder Fantasie. Egal, empfehlenswert in jedem Falle.

Der Film

Die italienische Produzentin Francesca Neri sicherte sich den Stoff für einen Film, der unter demselben Titel im Jahre 2005 in die Kinos kam. Nicht die erste erotische Produktion Neris. Im Jahre 1990 verfilmte sie den Roman von Almudena Grandes „Lulú“ (hier im Blog bereits vorgestellt) unter dem Titel: „Lulú – Die Geschichte einer Frau“. Regie führte der Italiener Luca Guadagnino, der auch mit am Drehbuch schrieb. Die Hauptrolle übernahm Maria Valverde als Melissa P. In weiteren Rollen: Letizia Ciampa als Manuela und Primo Reggiani als Daniele.


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Der Regisseur

wahrheit_luca_guadagninoLuca Guadagnino – geboren am 10.08.1971 in Palermo/ Sizilien. Sohn einer Algerierin und eines Italieners, er lebte einige Zeit in Äthiopien. Nach einem Universitätsstudium in Rom drehte er im Jahre 1999 mit „The Protagonists“ seine ersten Spielfilm, der im selben Jahr auf dem Festival in Venedig seine Premiere hatte. Den Durchbruch als Regisseur erlebte er mit dem hier vorgestellten Film „Melissa P. – Mit geschlossenen Augen“ im Jahre 2005. Eine erste Nominierung für den Golden Globe erhielt Guadagnino im Jahre 2009 für den Film „Lo sono l´amore“. Er arbeitete auch als Opernregisseur für die Oper „Falstaff“ von Giuseppe Verdi im Philharmonischen Theater in Verona. Wahrheit oder? – Melissa P. – Mit geschlossenen Augen – Film streamen>>>

Melissa P.

Der Film folgt im Wesentlichen (bis in Dialoge hinein) der Handlung des Buches. Melissa P. (Maria Valverde), das wohl behütete, gut umsorgte Mädchen oder die junge Frau auf der Suche nach der großen Liebe. Die Männerbekanntschaften beschränken sich, im Gegensatz zum Buch, auf ihren ersten wirklichen Liebhaber, Daniele (Primo Reggiani), der ihr zuerst einen Blow-Job schenkt (mit Sperma schlucken) und der sie später entjungfert, auf nicht unbedingt liebevolle Art, wofür sie sich an den Männern rächen will. Doch zunächst ist es Daniele, der einen zweiten Mann, Arnaldo (Elio Germano), ein Freund, für einen Dreier ins Spiel bringt. Letzterer lockt sie später zu vier weiteren Männern in ein altes Gemäuer. Wahrheit oder? – Melissa P. – Mit geschlossenen Augen – Film streamen>>>

Die Großmutter

… herzkrank, Kettenraucherin, sehr witzig, von Melissa überaus geliebt, kommt im Buch nicht vor, ebenso wenig wie die Freundin Manuela (Letizia Ciampa) sowie der verliebte Schulkamerad Marco (Nilo Mur). Letzterer teilt das Schicksal wohl von Millionen junger Männer, die sich in gleichaltrige junge Frauen verlieben, jedoch verschmäht werden, weil sich diese jungen Frauen lieber ältere und erfahrenere Liebhaber suchen. Nilo Mur, der schüchterne junge Mann, als solcher begegnete er uns bereits in diesem Blog in der Almudena-Grandes-Verfilmung „Luftschlösser“ aus dem Jahre 2004. Wahrheit oder? – Melissa P. – Mit geschlossenen Augen – Film streamen>>>

Der Nebenstrang

wahrheit_melissa_p_filmkritik… die geliebte Großmutter und die mahnende Stimme der Freundin Manuela sollte wohl ein wenig mehr Farbe in den Film bringen und die sizilianische Lolita, Melissa P., aus dem Fokus des Männer verschlingenden Vampirs in ein besseres Licht rücken, in das Licht einer Person, die die geliebte Oma gern vor der Abschiebung in ein Altenheim durch die Mutter und Schwiegertochter bewahrt hätte. Doch die Oma, Frohnatur, lebt sich schnell ein, findet sogar einen neuen Freund, stirbt allerdings kurz darauf, während Melissa P. sich mit einer Chat-Bekanntschaft in dessen Apartment zu SM-Spielchen trifft. Der einzige der vielen Männer aus dem Buch übrigens, außer Daniele, der den Sprung in den Film geschafft hat. Wahrheit oder? – Melissa P. – Mit geschlossenen Augen – Film streamen>>>

Ein bisschen mehr Sex

… hätte man sich im Film schon gewünscht, zumal die Hauptdarstellerin eine durchaus ansehnliche Person, eine typische Lolita eben, abgibt. Bei einem Film, der in Deutschland als FSK 16 eingestuft ist (Frage: warum?) hätte man doch schon gern ein wenig mehr nackte Haut zu sehen bekommen und vielleicht auch noch den einen oder anderen Mann oder die lesbische Freundin? Das tut der Dramatik der Handlung selbstverständlich keinerlei Abbruch, auch nicht das nahezu melodramatische Ende, das ebenfalls vom Buch abweicht. In jedem Falle erleben wir aber am Ende eine geläuterte Melissa P. – Wahrheit oder nicht …? Wahrheit oder? – Melissa P. – Mit geschlossenen Augen – Film streamen>>>

Kritiken

… zu Buch und Film:
La Sicilia zum Buch – „Eine erschütternde Autobiografie, geschrieben in einer direkten, aber kunstvollen Sprache von Siziliens Lolita.“
Panorama titelte: „Melissa P. ist schon jetzt eine Kult-Autorin.“ Nun gut, ob Wahrheit oder nicht, lesenswert in jedem Falle.
Zum Film deckt sich meine Meinung mit der von Cinema: „Gut gespielt, letztlich aber arg prätentiös.“ Ob übertrieben, darüber darf man streiten, während Filmdienst urteilte: „Der auf einer authentischen Geschichte beruhende Film, dessen autobiografische Vorlage im katholischen Italien für Irritationen sorgte, setzt sich nicht uninteressant mit bigotten und überkommenen Strukturen auseinander.“  Wahrheit oder? – Melissa P. – Mit geschlossenen Augen – Film streamen>>>


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Mein erster Versuch
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chrissys_tagebuch_teil1Viola
„Ich hab es nicht mehr ausgehalten … Ich hatte solche … Ich hab mich so sehr …“, erwiderte ich keuchend in unsere Küsse hinein. Ihr Körper war nass. Weil sie schon beim ersten Kuss den Turban verlor, klebten ihre nassen Haare an meinem Gesicht. Ich bemerkte nicht, wo die beiden Teile blieben, die ich auf meinem Körper trug. Alles was ich spürte, waren Brüste, Hände und nackte Haut … Und Violas Mund, der mich benetzte, vom Hals über meine Brüste, über mein Gesicht, zurück an meinen Lippen. Ich fühlte mich plötzlich wie ein Stück Wild, das man gerade, nach Jahren in einem engen Gehege, in die Freiheit entließ. Weil meine Beine versagten, schob ich meinen Po ein Stück auf die Kommode im Flur. „Warte bitte!“, keuchte Viola in einen Kuss hinein, weil sich bei mir ein erstes leichtes Beben ankündigte.
„Warum hast du mit mir nie über Kinder gesprochen?“, fragte ich nach einer Zwischenlandung. Wir lagen im Gras vor einem stark duftenden Rosenstrauch. „Wir sind noch nicht so weit, mein Reh“, erwiderte Viola. Sie zog einen Zweig mit mehreren Knospen daran herab. „Wenn dein Röschen erst blüht, reden wir darüber …“ Mit beiden Lippen umschloss sie die Knospe, sie blieb lange. Voller Gier wühlte ich in ihrem Haar, meine Lust schien mir unstillbar.
„Dann öffne sie jetzt, sei für eine Minute mein Mann“, keuchte ich. Ich fühlte Violas Daumen, wie sie die ersten zarten Blütenblätter nach außen kehrte. Ihren Atem, als sie daran roch, ihre Zunge, die den Tau einfing. Da flogen wir schon wieder.
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