Angst vorm Fliegen – Erica Jong – Leseproben

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Welterfolge der Erotik

Angst vorm Fliegen – Erfrischend frech und voller Weisheit

Was hat es denn nun eigentlich mit der Ehe auf sich? Selbst wenn man seinen Mann liebt, kommt unweigerlich die Zeit, wo das Ficken so fade wie Schmelzkäse wird, zwar sättigend, vielleicht sogar dick machend, doch gänzlich reizlos für die Geschmacksnerven, kein bitter-süßes Ingredienz, keine Gefahr…

Man stößt heutzutage selten auf ein Buch, von einer Frau geschrieben, das so erfrischend, so frech und traurig zugleich ist und noch dazu so voller Weisheit über das ewige Mann-Frau-Problem… Henry Miller

Erica Jong

Geboren am 26. März 1942 in New York City wurde berühmt durch ihren im Jahre 1973 erstmals veröffentlichten BestsellerAngst vorm Fliegen
Der Roman erschien in 27 Sprachen und wurde über 18 Millionen Mal verkauft. Der Roman gilt zu Recht als Klassiker der weiblichen erotischen Literatur und brachte ihr den Titel „Königin der Erotik ein.
1977 wurde der Roman unter dem Titel – Freude am Fliegen – in Deutschland verfilmt. Regisseur war Franz Josef Gottlieb, Darsteller: Gianni Garko, Olivia Pascal und Michel Jacot. Der Film trägt den Untertitel Silvia im Reich der Wollust und bekam überwiegend negative Kritiken.

Leseproben

Auf dem Wege zum Kongress der Träume oder Die Traumnummer

Bigamie heißt, einen Mann zu viel zu haben. Monogamie heißt dasselbe – anonym von einer Frau

In der Pan Am-Maschine nach Wien befanden sich 117 Psychoanalytiker, und mindestens sechs von ihnen hatten mich behandelt. Einen siebenten hatte ich geheiratet. Gott allein weiß, ob ich es der Unfähigkeit der Analytiker oder meiner eigenen fabelhaften Un-Analysierbarkeit zu verdanken hatte – jedenfalls hatte ich jetzt, wenn möglich, noch mehr Angst vorm Fliegen, als damals, vor etwa dreizehn Jahren, aks ich mit meinen analytischen Abenteuern begann.
Beim Start nahm mein Mann mit therapeutischem Griff in die seine.
„Mein Gott… eiskalt“, sagte er. Er sollte die Symptome inzwischen kennen, da er meine Hand schon während vieler anderer Flüge gehalten hatte..

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Orte der Lust – Frank C. Mey – Erotic Art

Was hat es denn nun eigentlich mit der Ehe auf sich? Selbst wenn man seinen Mann liebt, kommt unweigerlich die Zeit, wo das Ficken so fade wie Schmelzkäse wird, zwar sättigend, vielleicht sogar dick machend, doch gänzlich reizlos für die Geschmacksnerven, kein bitter-süßes Ingredienz, keine Gefahr. Und man sehnt sich nach einem überreifen Camembert, nach einem raren Ziegenkäse: vollmundig, üppig, sahnig, bockshufig.
Man erwartete, dass man nach der Heirat keinen anderen Mann begehrte, ebenso wie man erwartete, dass der eigene Mann keine andere Frau begehrte. Dann kamen die Wünsche und Begierden, und panischer Selbsthass war die Folge. Was für eine verworfene Frau du nur bist! Wie ist es bloß möglich, dass fremde Männer dich nach wie vor reizen und erregen? Wie kannst du so gespannt auf die Ausbuchtung ihrer Hose starren? Wie kannst du in einer Versammlung sitzen und dir ausmalen, auf welche Weise jeder der anwesenden Männer dich vögeln würde? Hat ihnen je einer gesagt, dass das vielleicht mit ihrem Mann überhaupt nichts zu tun hat?
Fünf Jahre Ehe hatten mich lüstern nach all diesen Dingen gemacht: lüstern nach Männern und lüstern nach Einsamkeit. Lüstern nach Sex und lüstern nach dem Leben eines Einsiedlers. Ich wusste, dass meine Gelüste widersprüchlich waren, und das machte die Sache nur schlimmer. Ich wusste, dass meine Gelüste unamerikanisch waren – und da machte die Sache NOCH schlimmer. In Amerika ist es gleichbedeutend mit Ketzerei, sein Leben – welches auch immer – nicht als die Hälfte eines Paares zu führen.

Die Sache mit dem Spontanfick

Meine Antwort darauf war nicht (noch nicht), eine Affäre mit jemand anzufangen und nicht (noch nicht) auszubrtechen, sondern meine Fantasien von der Traumnummer (die ich in Gedanken den „Spontanfick“ oder den „Fick auf Anhieb“ nannte), weiterzuentwickeln. Der Spontanfick war mehr als ein gewöhnlicher Fick. Er war sozusagen ein platonisches Ideal. Die Reißverschlüsse lösen sich wie fallende Rosenblätter, die Unterwäsche weht davon wie Löwenzahnflocken. Die Zungen verschmelzen in Feuchte. Deine Seele strömt durch deine Zunge in den Mund deines Liebhabers.
Die Voraussetzung für den wahren, optimalen Spontanfick: Man sollte den Partner nicht zu genau kennenlernen.
Die Traumnummer oder der Spantanfick, ist von äußerster Reinheit, da ohne jede Nebenabsicht. Es findet kein Machtkampf statt. Der Mann nimmt nicht und die Frau gibt nicht. Niemand hat den Ehrgeiz, einem Ehemann Hörner aufzusetzen oder eine Ehefrau zu demütigen.
Der Spontanfick ist das Sauberste, was es gibt. Und er ist seltener als das Einhorn. Mir ist es nie beschieden gewesen. Wann immer es so schien, als sei ich nahe daran, entdeckte ich ein Pferd mit einem Horn aus Pappmaché oder zwei Clowns in einem Einhorn-Kostüm…

Frauen fliegen auf Faschisten

Frauen fliegen auf Faschisten auf den Stiefel im Gesicht,
auf das unmenschliche Herz einer Bestie wie du – Sylvia Plath

Als Benett Wing in mein Leben trat – Wing! Flügel! -, war mir, als träumte ich. Er kam sozusagen auf Flügeln des Traumes. Groß, schlank, gut aussehend, dazu fernöstlich-unergründlich. Lange schmale Finger, unbehaarter Sack, die wunderbarsten Hüft-Rotationen beim Vögeln, worin er einfach unermüdlich war. Doch er war auch stumm, und damals war seine Schweigsamkeit Musik für meine Ohren. Woher sollte ich wissen, dass ich ein paar Jahre später das Gefühl haben würde, ich triebe es mit Helen Keller?
Wing. Schon Benetts Familiennamen fand ich wunderbar. Und es war auch als hätte er Flügel. Keine Flügel an den Knöcheln, dafür aber einen beschwingten Schwanz. Beim Vögeln glitt er halb schwebend dahin, stieß herab und schraubte sich in mich hinein. Er blieb immer hart und war der einzige Mann, den ich kannte, der nie im Bett versagte, selbst dann nicht, wenn er deprimiert oder verärgert war. Aber warum küsste er mich nie? Und warum sagte er nichts? Ich kam und kam und kam und jeder Orgasmus schein wie aus Eis.


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Wann hatte ich damit begonnen, mir vorzustellen, Benett sei jemand anderer? Irgendwann am Ende unseres dritten Ehejahres. Und warum? Das hatte niemand mir sagen können.
Erica Jong – Angst vorm Fliegen
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Frage: „Lieber Dr. Reuben: Warum wird das Ficken mit der Zeit immer so fade wie ein Schmelzkäse?“
Antwort: „Sie scheinen an Nahrungsfetischismus zu leiden, oder was in der Psychoanalyse als orale Fixierung bekannt ist. Haben sie je daran gedacht, sich in entsprechende Behandlung zu begeben?
Ich schloss meine Augen ganz fest und stellte mir vor, Benett sei Adrian. Wer B sagt, kann auch A sagen. Wir kamen beide – erst ich, dann Benett – und lagen dann schwitzend auf dem grässlichen Hotelbett. Benett lächelte. Mir war jämmerlich zumuete. Was für eine Betrügerin ich doch war! Tatsächlicher Ehebruch konnte nicht schlimmer sein als dieser allnächtliche Betrug. Mit einem Mann schlafen und dabei an einen anderen denken und diesen Betrug verheimlichen – das war weit, weit schlimmer, als es vor den Augen seines eigenen Mannes mit einem anderen zu treiben… Alles lesen>>>

Noch eine Filmempfehlung für den Abend zu Zweit (oder zu Dritt?)
Haus der Sünde
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Das „Haus der Sünde“ – „L’Apollonide“, ein Pariser Edelbordell, erlebt zu Beginn des 20. Jahrhunderts seine letzten Tage: In dieser in sich geschlossenen Welt verliebt sich so mancher Mann oder lebt seine Obsessionen aus. Die Mädchen hingegen teilen ihre Geheimnisse, ihre Ängste, ihre Lust und ihren Schmerz miteinander. „Haus der Sünde“ ist ein sinnlicher Abgesang auf das Ende der Pariser Freudenhäuser. Bertrand Bonello entführt den Zuschauer in eine versunkene Welt am Anfang des 20. Jahrhunderts, in der junge Frauen ein Leben wie in einem goldenen Käfig führten. „Eigentlich ist ein Freudenhaus wie ein Theater: es gibt einen Regisseur, das ist hier Noémi Lvovsky, es gibt Schauspielerinnen, das sind die Prostituierten und es gibt Zuschauer, das sind die Freier… Mehr zum Film mit Trailer>>>


Nervöses Hüsteln

Bennett schläft. Auf dem Rücken. Mit angelegten Armen. Marie Winkleman ist nicht bei ihm. Ich lege mich leise und verstohlen in mein eigenes Bett; durchs Fenster dringt blaues Licht. Ich bin zu glücklich, um schlafen zu können. Doch was werde ich morgen früh Bennett sagen? Ich liege im Bett und denke an Adrian (der soeben fortgefahren ist und sich inzwischen sicher wieder hoffnungslos verirrt hat). Ich bete ihn an. Je hoffnungsloser er sich verirrt, desto vollkommener erscheint er mir.
Ich erwache um sieben und bleibe noch zwei Stunden liegen, bis Bennett wach wird. Er stöhnt, furzt und steht auf. Er beginnt sich schweigend anzuziehen und stampft dabei lärmend im Zimmer umher. Ich trällere vor mich hin und hüpfe zwischen Bade- und Schlafzimmer hin und her.
„Du warst ja gestern Abend so plötzlich verschwunden?“ sage ich munter. „Wir haben dich überall gesucht.“
„Ich war verschwunden?“
„Ja, in diesem Lokal – du warst plötzlich weg. Adrian Goodlove und ich haben dich überall gesucht wie verrückt…“
„Ihr habt mich gesucht?“ Es klang sehr bitter und sarkastisch. Du und deine liaisons dangereuses“, sagte er. Er sprach es falsch aus. Ich wurde plötzlich von Mitleid erfasst. „Da wirst du dir schon etwas besseres ausdenken müssen.“
Angriff ist die beste Verteidigung, dachte ich. Der Rat Bathsebas an unzüchtige Ehefrauen: Immer zuerst den Mann anschuldigen.
„Und wo bist du mit Marie Winkleman geblieben, verdammt nochmal?“
Er sah mich düster an: „Wir saßen im Nachbarraum und sahen zu, wie ihr auf der Tanzfläche praktisch im Stehen gevögelt habt. Dann seid ihr fort…“
„Du warst noch da?“
„Ich saß an einem Tisch, gleich hinter der Trennwand.“
„Ich hab` keine Trennwand gesehen.“
„Du hast überhaupt nichts gesehen“, sagte er.
„Ich dachte, du wärst weggegangen. Wir sind Stunden herumgefahren und haben euch gesucht. Und dann hat er mich hier abgesetzt. Wir haben uns immerzu verfahren.
„Aber sicher…“, er räuspert sich – eine Nervenreaktion, wenn er böse oder gereizt ist. Es klang wie Todesröcheln. Aber gedämpft. Es gab nichts in unserer Ehe, was ich mehr verabscheute als dieses Leitmotiv unserer schrecklichsten Augenblicke. Sich räuspern war sein einziger Protest.
Dieses Hüsteln brachte mir die schrecklichste aller schrecklichen Episoden aus unserer gemeinsamen Vergangenheit in Erinnerung – unseren ersten Weihnachtsabend. Wir waren in Paris, Bennett war abgrundtief deprimiert, und das schon seit langem.

Sie liegen im Bett und denken. Das Polster an ihrem Gesicht ist nass. Sie zittert und schluchzt. Er scheint es nicht zu hören. Wenn sie in die Vertiefung in der Mitte des Bettes rollen, ist er der erste, der abrückt. Das geschieht immer wieder. Das Bett ist ausgehöhlt wie ein Einbaum.
Sie liebt die Wärme und Härte seines Rückens. Sie würde gern die Arme um ihn legen. Sie würde die ganze Szene gern vergessen, so tun, als sei nichts geschehen. Wenn sie miteinander schlafen, sind sie zumindest für eine Weile zusammen. Doch er will nicht. Er schiebt ihre Hand vom Schlitz seiner Pyjamahose fort. Er stößt sie von sich. Sie rollt wieder zurück. Er liegt nun am äußersten Rand des Bettes.
„Das ist keine Lösung“, sagt er.
Sie liegt sehr still neben ihm. Sie berührt sich, um sich zu beweisen, dass sie nicht tot ist. Sie denkt an die ersten beiden Wochen, nachdem sie sich das Bein gebrochen hatte. Damals onanierte sie häufig, um sich zu beweisen, dass sie noch etwas anderes spüren konnte außer Schmerz. Schmerz war damals ihre Religion. Etwas, dem sie sich bedingungslos überließ.
Sie lässt ihre Hand über den Bauch abwärts gleiten. Ihr rechter Zeigefinger berührt die Klitoris, während der linke Zeigefinger tief eindringt, wie ein Penis. Was empfindet ein Penis, umgeben von diesen weichen, nachgiebigen fleischigen Grotten? Ihr Finger ist nicht dick genug. Sie steckt zwei Finger hinein und spreizt sie. Doch ihre Nägel sind zu lang. Sie kratzen.
Und wenn er nun wach wird?
Vielleicht möchte sie, dass er aufwacht und bemerkt, wie einsam sie ist.
Einsam, einsam, einsam, In diesem Rhythmus bewegt sie ihre Hand, spürt wie die beiden Finger in ihr schlüpfrig werden und die Klitoris hart und rot. Können die Fingerspitzen Farben fühlen? So fühlt sich jedenfalls Rot an. Und drinnen ist es purpurn, fasst tief violett. Als sei das Blut dort innen blau.
„An wen denken sie, wenn sie onanieren?“, hatte ihr Psychoanalytiker, ein Deutscher, gefragt. Ich denke, also bin ich. Sie denkt eigentlich an niemanden und an alle. An ihren Analytiker und an ihren Vater. Nein, nicht an ihren Vater. Sie kann nicht an ihren Vater denken. An einen Mann in einem Zug, an einen Mann unter dem Bett, an einen Mann ohne Gesicht. Sein Gesicht ist ein weißer Fleck. Sein Penis hat ein Auge. Es weint.
Sie spürt den Orgasmus krampfig an ihren Fingern saugen. Ihre Hand fällt zur Seite und sie sinkt in tiefen Schlaf….

Geschichten aus dem Wiener Wald

Die Ketten der Ehe sind so bleischwer, dass es zwei Menschen braucht, sie zu schleppen – manchmal sogar drei – Alexander Dumas

Und nun begann das Karussell sich zu drehen.Ich begleitete Bennett zu Arbeitssitzungen, mit dem festen Vorsatz, bis zum Ende auszuharren; ich schwor mir, dass ich Adrian nie wiedersehen würde, dass es vorbei war, dass ich mich ausgetobt hatte und nun Schluss sein musste – und dann sah ich Adrian und alle guten Vorsätze waren beim Teufel.Ich stellte fest, dass ich auf dem besten Wege war, das Vokabular der gängigsten Liebesschnulzen, die Klischees der kitschigsten Hollywood-Filme in die Tat umzusetzen. Mein Herzschlag setzte aus. Mir wurde schwummerig, sobald er in meine Nähe kam. Er war mein Sonnenschein. Unsere Herzen hielten Händchen. Wenn wir uns im selben Raum befanden, war ich so erregt, dass ich kaum noch still sitzen konnte. Er war eine Art Geistesverwirrung. Etwas, das mich mit Haut und Haar verschlang. Ich dachte nicht mehr an den Artikel, den ich schreiben sollte, ich dachte an gar nichts mehr, außer an ihn.
Am ersten Tag des Kongresses sagte ich nach dem Lunch zu Bennett, ich ginge schwimmen und haute mit Adrian ab. Wir fuhren zu meinem Hotel; ich packte meinen Badeanzug, und was ich sonst noch so brauchte, zusammen, führte mein Pessar ein und fuhr dann mit Adrian zu seiner Pension.
In seinem Zimmer riss ich mir in einer knappen Minute die Kleider vom Leibe und legte mich aufs Bett.
„Wo brennts denn?“ fragte er.
„Bei mir.“
„Aber Schatz, wir haben doch Zeit.“
„Wie lange?“
„Solange du willst“, sagte er doppeldeutig. Das hieß: wenn er mich verließ, war ich selbst schuld. So sind Psychoanalytiker nun einmal. Bumst nie mit einem Analytiker, ihr jungen Dinger – wenn ich euch einen guten Rat geben darf.

Aber wie dem auch sei – es haute nicht hin. Jedenfalls nicht wie erwartet. Er blieb auf Halbmast und wühlte hektisch in mir herum; er hoffte wohl, ich würde es nicht merken. Das Fazit war für mich ein höchst unzulänglicher Orgasmus sowie eine aufgeriebene Möse. Aber irgendwo war mir das sogar recht. Jetzt werde ich mich von ihm befreien können, dachte ich, im Bett taugt er nichts. Ich werde ihn vergessen.
„Was denkst du?“ fragte er.
„Dass du mich prima durchgezogen hast.“ Mir fiel ein, dass ich das gleiche einmal zu Bennett gesagt hatte, als es der Wahrheit viel näher gekommen war.
„Du bist eine ganz verlogene Heuchlerin. Warum lügst du? Ich weiß doch, dass es nicht stimmt. Im Allgemeinen kann ich es viel besser.“
Seine Offenheit überrumpelte mich. „Okay“, sagte ich mürrisch, „du hast mich nicht prima durchgezogen. Ich gebe es zu.“
„Also mein Eggoh ist nicht so empfindlich. Ich breche nicht zusammen, wenn du mir sagst, dass ich dich nicht gut gevögelt habe – besonders, da es stimmt.“
„Ich glaube, ich habe noch nie jemanden wie dich kennengelernt.“
Er lächelte zufrieden. „Nein, Schätzchen, sicher nicht, und es wird dir höchstwahrscheinlich auch kein zweites Mal blühen. Ich habe dir gesagt, dass ich ein Anti-Held bin. Ich bin nicht da, um dich zu retten.
Wozu war er dann wohl sonst da, fragte ich mich. Zum Ficken jedenfalls nicht.
Wir fuhren in ein riesiges öffentliches Schwimmbad. Noch nie im Leben hatte ich soviel sonnenverbrannten Speck auf einem Haufen gesehen… Nicht einfach nur fett, nicht bloß Hängebäuche und muskellose, schlaffe Arme und Doppelkinne und speckglänzende Schenkel – nein, das alles auch noch knallrosa. Verbrannt und bruzelnd. Röter als ein chinesisches Spanferkel. Sie sahen aus wie Ferkel. Oder wie der Schweinefötus, den ich in meinem zweiten Jahr Zoologie sezieren musste – was fast zum Waterloo meiner College-Laufbahn geworden wäre.
Er legte den Kopf in meinen Schoß und wühlte seine Nase zwischen meine Beine. Ein paar dicke Deutsche unter einem Baum feixten. Aber das war mir egal.
„Dein Glitsch“, sagte ich.
„Unser Glitsch“, verbesserte er mich.
Erica Jong – Angst vorm Fliegen
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Als ich um halb sechs ins Hotel zurückkam, wartete Bennett auf mich. Er fragte mich nicht, wo ich gewesen war; er umschlang mich und begann, mich auszuziehen. Er drang in mich ein, in mich, in Adrians Sperma, in unser gleichschenkliges Dreieck. Er war noch nie so leidenschaftlich und zärtlich gewesen und ich selten so erregt. Dass er ein viel besserer Liebhaber war als Adrian, lag auf der Hand. Ebenso, dass sich, dank Adrian, unsere körperliche Beziehung gewandelt hatte, dass wir uns gegenseitig auf eine neue Weise würdigten. Wir gingen völlig ineinander auf. Plötzlich war ich für Bennett so kostbar, als hätte er sich gerade frisch in mich verliebt.
Wir nahmen zusammen ein Bad, bespritzten uns gegenseitig mit Wasser. Wir seiften einander den Rücken ein. Ich war ein wenig erschrocken über meine Promiskuität – dass ich so ohne Weiteres von einem Mann zum anderen gehen konnte und dabei auch noch so wunderbar gelöst und wie berauscht war.

Eine der denkwürdigsten Veranstaltungen während des Kongresses war der Empfang im Wiener Rathaus.
Die höchst unelegant gewandete Gattin des Bürgermeisters von Wien (mit einer Figur wie ein vollgeschissener Damenstrumpf) begrüßte Anna Freud und die anderen Psychoanalytiker aufs herzlichste und ließ dann – in deutscher Sprache – einen Haufen gequirlter Kacke vom Stapel. Wie glücklich die Stadt Wien sei, sie wieder alle in ihren Mauern versammelt zu sehen… Alles lesen>>>


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Obgleich mich das Wort "Hure" irritiert, sie benutzte dieses Wort zum ersten Mal.
chrissys_tagebuch_eBook_teil1_und2Dann fiel mir ein Dialog zwischen Henry Miller und Anais Nin aus unserm Roman ein, auf dessen Spuren wir uns bewegten. Er bezeichnete sie als kleine fick-geile Hure. "Du fickst so gut, du bist eine Sau im Bett", sagte er zu ihr. Als wir in meiner Wohnung am Abend meiner Rückkehr aus dem Urlaub zum ersten Mal voller Gier übereinander herfielen, redeten wir uns mit ähnlichen Worten in diese Wiedersehens-Orgie hinein: "Saug` mir den letzten Tropfen aus, lutsch` meinen saftigen Pfirsich, fick mich jetzt, mein ganzer Körper fühlt sich an wie eine einzige große Fotze" Selbst dieses abscheuliche Wort war mir über die Lippen gegangen. Wir waren wie in einem Leib vereint, selbst unsere Hirne waren zu einem verschmolzen. Wie eine Flut der hemmungslosen Lust, die sich in einem einzigen Flussbett vereinte.
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