J. Kenner – Dir Verfallen

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J. Kenner – Leseproben aus dem SPIEGEL – Bestseller

Wer denkt den gleich an Fifty Shades of Grey

„Spreizen sie die Beine noch ein Stück weiter“, befielt er. „Ich möchte, dass sie sich ganz weit öffnen, dass ihre Vagina ganz heiß und nass wird vor Vorfreude. Möchten sie sich berühren, Nikki?“

Dir Verfallen – Weihnachtsgeschenke eben

Wenn man selber schreibt, werden Bücher für den einen oder anderen zum beliebten Geschenk. Mitunter frei nach dem Motto: wenn mir sonst nichts weiter einfällt… Womit ich nicht sagen will, dass Bücher als Weihnachtsgeschenk nicht herzlich willkommen sind. Sie waren es Zeit meines Lebens, und sie werden es bis an das Ende desselben noch bleiben. Für die oder den, die oder der beabsichtigt, jemandem ein solches Geschenk unter den Baum zu legen, empfielt es sich jedoch, vorher den Geschmack des Beschenkten zu ergründen. Man weiß, dass er sich mit erotischer Literatur und Fotografie beschäftigt, also schenkt man ein Buch aus der Rubrik „Erotische Literatur“. In diesem, hier vorliegenden Falle, keinen Klassiker sondern eine noch recht frische Auflage aus dem Jahre 2013.
Bis zu diesem Tage, dem 23. Dezember anno 2017, an dem das Päckchen ankam, und nur wenige Minuten nach Übergabe durch eine überaus reizende, zudem noch sehr junge Postbotin, aufgerissen wurde, waren mir weder die Autorin noch deren Bücher bekannt. Das sollte sich nun ändern, nachdem ich die Titelei betrachtete, nachdem ich das Buch aufschlug, nachdem ich darin zu lesen begann…

Was, Wie oder Worüber muss man schreiben…

…um, wie J. Kenner, Bestseller-Autor zu werden? Die Frage stellte ich mir, nachdem ich anfangs sehr gründlich, später ein wenig oberflächlicher, Seite für Seite, etwa die ersten fünfzig an der Zahl, gelesen hatte.
Was mich womöglich erwarten würde, ahnte ich bereits nach dem Lesen des Klappentextes:
Für ihren ersten Job nach dem Studium ist die vierundzwanzigjährige Romanheldin gerade von Texas nach Los Angeles gezogen. Auf einer Vernissage trifft sie ausgerechnet Damien Stark wieder. Vor Jahren ist sie dem attraktiven Jungunternehmer und Millionär (alles andere wäre ja auch viel zu billig – Anm.) schon einmal begegnet, und erneut entfacht er eine ungeahnte Leidenschaft in ihr. Doch sie spürt: Wenn sie ihm zu nahe kommt, ist sie verloren. Damien dagegen ist entschlossen, unsere Heldin zu erobern. Schon bald bietet er ihr einen Deal an, den sie nicht ausschlagen kann: eine Million Dollar für ein Aktporträt. Für die Angebetete, die von einem eigenen Softwareunternehmen träumt, eine Riesenchance. Doch Damien hat noch eine Bedingung. Solange sie ihm Modell steht, soll sie ganz ihm gehören…
In der „Ich-Form“ geschrieben, wird der Leser in eine Person hinein transformiert, die auf den Namen Nicole Fairchild, genannt „Nikki“, hört. Knapp achtzig Seiten lang begleiten wir sie auf einer Party, bei deren Beteiligten es sich selbstredend fast ausnahmslos um Millionäre und Promis handelt. Sogar Audrey Hepburn begegnen wir, wenn auch nur aus der Ferne. Um die bekannte Diva kann es sich jedoch nicht handeln, da dieselbe bereits im Jahre 1993 in der Schweiz verstarb. Diversen Fachbegriffen aus der IT-Branche kann man jedenfalls entnehmen, dass die Handlung des Romans in späteren Jahren angesiedelt sein muss.
Ozeanbrise, Sonnenuntergang, der malerische Ausblick auf den Pazifik aus einer noch mehr bezaubernden Villa am Strand heraus, vermitteln dem Leser eine erste fundamentale Lehre. Nämlich die: Lektion Nummer eins: Immer einen Pulli dabei haben, wenn man (in Kalifornien) nach Einbruch der Dunkelheit noch draußen sein will…
Nikkis Aufzug, dem Zweck ihres Party-Auftritts angemessen, ließen jedoch keinen Pulli zu.
Ich umfasse das Balkongeländer und beuge mich vor, fühle mich von der gewaltigen, unerreichbaren Schönheit der untergehenden Sonne wie magisch angezogen. Zu schade, dass ich meine alte Nikon nicht dabei habe, die ich seit Highschool-Zeiten besitze. Aber sie hätte nicht in mein perlen besetztes Abendhandtäschchen gepasst, und eine Riesenkameratasche zu einem kleinen Schwarzen geht nun gar nicht.
Aber das ist mein erster Sonnenuntergang am Pazifik, und ich will diesen Moment unbedingt festhalten. Ich zücke mein iPhone und knipse ein Bild…
Aha! So also wird man zum Bestseller-Autor. Man muss bereits auf Seite eins zwei weltbekannte Marken-Namen nennen und diese möglichst oft, neben anderen, wiederholen. Ein Schelm, der Böses denkt dabei, Sponsoring für Werbung? Ach nein! Wer wusste denn bis vor Kurzem, dass die Deutsche Umwelthilfe – das sind die, die den Diesel-Automobil-Herstellern das Leben schwer machen -. Wer wusste also bis vor Kurzem, dass dieser Verein von einem großen ausländischen Automobilhersteller gesponsert wird, der KEINE Dieselfahrzeuge produziert?
Doch keine Angst, das Buch bietet einiges an erotischer Kurzweil. Zumindest für den oder die, der oder die das Genre mag, dem es zugehört. Vielleicht mehr für Frauen, die, will man den Statistiken glauben, wenigstens bei Fifty Shades of Grey, zwei Jahre davor erschienen, den größeren Teil der  Leserschaft (beim Film des Publikums) stellten. Warum wohl? Fragen Sie die Frauen…

j-kennerJ. Kenner – Die Autorin

Hinter dem „J“, so kann man ihrer Homepage entnehmen, versteckt sich der Vorname Julie. Ob es der richtige ist, mag dahin gestellt bleiben. Wer das Buch liest (die anderen drei aus der Reihe werden nichts wesentlich anderes beinhalten), der mag gelegentlich an Strindbergs Drama „Fräulein Julie“ denken. Der Machtkampf zwischen der Baroness und dem Hausdiener.
J. Kenner, geboren in Kalifornien, in Texas aufgewachsen, studierte sie Rechtswissenschaften. Noch während ihrer Tätigkeit für verschiedene Anwaltskanzleien, veröffentlichte sie ihren ersten Roman. Der Durchbruch gelang ihr mit der Serie um die Dämonenjägerin Kate Connor, die monatelang auf der USA-Today-Bestsellerliste stand.
Kenner lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Georgetown, Texas.

Die Party – Leseproben

Es dauert achtzehn Seiten bis uns das Objekt aller Begierden, der Millionär, der Held Damien Stark endlich präsentiert wird.
„Damien Stark ist der Heilige Gral“. Das hat Carl (Nikkis Chef) vor der Party zu mir gesagt. Dicht gefolgt von „Hey, Nikki, sie sehen aber verdammt heiß aus.“
Vermutlich dachte er, ich werde rot, lächle und bedanke mich für das Kompliment. Aber nachdem ich das nicht tat, räusperte er sich und kam wieder auf den Punkt. „Sie wissen, wer Stark ist, oder?“
Es folgt dieser Machtkampf, der mich an das bereits weiter oben erwähnte Fräulein Julie von Strindberg erinnert. Die Geschlechter lediglich vertauscht, Nikki die Hausdienerin, Damien der Baron. Zuerst lässt er sie abblitzen, dann sie ihn. Dennoch lesen sich Nikkis Reaktionen auf Angriffe und Abwehr wie der fromme Spruch der Jungfer, nachdem der charismatische, reifere Herr vor ihren Augen seinen erigierten Penis entblößte: „Nicht doch… Doch! Doch!“
Wer bis dahin noch immer nicht weiß, in welchem Genre er oder sie unterwegs ist, bekommt dies zwischendurch, während Nikki ein Gemälde betrachtet, lauwarm serviert:
Ich gehe auf eine der Staffeleien zu und starre das Bild an. Es zeigt eine nackte Frau, die auf einem harten Fliesenboden kniet. Ihre Arme sind über den Kopf gehoben, ihre Handgelenke mit einem roten Band gefesselt.
Ihr Gesicht ist weniger gut zu erkennen. Es ist abgewandt, in graue Schatten gehüllt (shades of grey eben – Anm.). Ich habe den Eindruck, dass sich das Modell seiner Erregung schämt. Dass die Frau am liebsten fliehen würde – aber sie kann nicht.
Sie sitzt in der Falle, und ihre Lust und ihre Scham sind für alle Welt sichtbar.
Ich spüre ein Prickeln auf meiner Haut. Diese junge Frau und ich haben etwas gemeinsam. Auch ich wurde von einer sinnlichen Macht überwältigt und habe es genossen…
Wenig später kommt es dann zum ersten „Doch! Doch!“, nachdem Damien den vollendeten Kavalier mimt, als er sich auf einem dunklen Flur am Rande der Party um Nikkis verletzten Fuß kümmert:
Ich atme schwer und kann den kleinen Ausflug von Panik, der in mir aufsteigt, nicht länger ignorieren. Ich habe nicht aufgepasst, habe den Dingen ihren Lauf gelassen. Ich stehe kurz davor, einen Schritt zu weit zu gehen – aber habe ich die Kraft, dem einen Riegel vorzuschieben?
„Jetzt“, sagt er.

Ich öffne verwirrt die Augen, und sein verzücktes Gesicht lässt mir beinahe die Sinne schwinden.
„Jetzt werde ich sie küssen“, sagt er, und ehe ich mich versehe, ist auch schon seine Hand auf meinem Hinterkopf. Irgendwie liegen jetzt nicht nur meine Füße, sondern auch meine Schenkel auf seinem Schoß…
Ich möchte mich ganz in deinem Kuss verlieren. Ich möchte das Feuer, das sich in meinem ganzen Körper lichterloh ausbreitet, noch weiter entfachen. Vielleicht wird es mich vollkommen verzehren. Vielleicht werde ich wie Phönix aufsteigen, nachdem ich unter Damien Starks Berührungen zu Asche zerfallen bin…
Seine Zunge streichelt die meine, bis erotisch die Funken fliegen. Meine Haut, die allein schon aufgrund seiner Nähe überempfindlich war, wird jetzt zum reinsten Folterinstrument. Die Erwartung seiner nächsten Berührung ist mehr, als ich ertragen kann. Eine fordernde Leidenschaft lodert zwischen meinen Schenkeln auf, und ich presse die Beine zusammen – zum einen, um mich zu schützen, zum anderen, um mir eine leichte Befriedigung zu verschaffen…
Mein Körper pulsiert, meine Klitoris pocht, und ich will Befriedigung. Ich will Damien…
Ich spüre seine harten Muskeln. Er zieht mich an sich, intensiviert seinen Kuss, und seine Hand wandert zwischen meine Beine, langsam genug, um mir die Sinne zu rauben… Ich stütze mich mit dem Fußballen ab und spüre, wie sich ein kühler Luftzug einen Weg unter meinen Rock bahnt und mein feuchtes Höschen umspielt.
In dieser Haltung bin ich weit geöffnet und sehr verletzlich. Stark wölbt seine Hand über meine Vulva und stöhnt in meinem Mund. Noch durch den Stoff meines Rocks und meines Satin-Höschens spüre ich seine Hitze…
Seine Finger reizen mich, und mir wird heiß und kalt. Ich stehe kurz davor zu kommen. Nur noch ein bisschen, und dann… Alles lesen>>>
Ganz am Anfang fragt die Gastgeberin Nikki, ob sie Kondome dabei habe. So viel sei verraten: zu der vielleicht erwarteten Orgie wird es auf der Party nicht kommen. Dafür zu einer telefonischen Verführung in Damiens Stretch-Limousine, in der Nikki von seinem Chauffeur nach Hause kutschiert wird:
Ich bin kurz davor, einzudösen, als mich das Klingeln meines Handys weckt. Ich fahre hoch und wühle in meinem winzigen Täschchen.
„Mr. Stark? Woher haben sie diese Nummer?“ Ich setze mich zu rasch auf.
„Ich wollte ihre Stimme hören.“ Seine eigene Stimme ist tief und sinnlich, und trotz meiner guten Vorsätze von vorhin geht sie mir durch Mark und Bein.
Auf einmal ist es unglaublich heiß in der Limousine, und ich scheine vergessen zu haben, wie man atmet… Ich glaube nicht…
Ich winde mich, bin fest entschlossen, die Fassung zu bewahren. Aber ich bin schwach und ziemlich beschwipst, und mein Widerstand schmilzt dahin.
„Und jetzt erzählen sie mir nicht, sie hätten nicht auch schon daran gedacht.“
„Das habe ich nicht“, sage ich.
„Lügen sie mich nicht an, Nikki. Das ist die Regel Nummer eins: Lügen sie mich nie an.“
Regeln? „Ist das ein Spiel?“, frage ich.
„Ist nicht alles ein Spiel?“ Darauf antworte ich nicht.
„Haben sie noch nie gespielt, Nikki?“ Seine sanfte Stimme ist wie eine Liebkosung.
„Doch.“
„Ist die Trennwand geschlossen? Mit dem silbernen Knopf in der Konsole hinter ihnen lässt sich die Trennwand bedienen. Sehen sie ihn?“
Ich lecke mir über die Lippen. Wenn ich auf diesen Knopf drücke, setze ich wesentlich mehr in Bewegung, als nur eine Trennwand. Möchte ich das wirklich? Er will mich nackt sehen, mich berühren, mich küssen, über meine Haut streichen.
Ich drücke auf den Knopf.
„Ziehen sie ihr Höschen aus.“
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„Was, wenn ich ihnen sage, dass ich es bereits ausgezogen habe?“
„Ich befinde mich in der Öffentlichkeit, Miss Fairchild. Quälen sie mich nicht unnötig.“
„Sie quälen mich!“, erwidere ich.
„Gut. Und jetzt ziehen sie es aus.“
Ich hebe den Rock und ziehe mein Höschen hinunter. Die Schuhe habe ich bereits abgestreift, es geht also ganz leicht. Ich lasse es neben mir auf dem Sitz liegen.
„Jetzt habe ich es ausgezogen“, sage ich. Und dann, weil ich diese Fantasie mitgestalten möchte: „Ich bin schon ganz feucht.“
Sein tiefes Stöhnen verschafft mir große Genugtuung.
„Nicht sprechen!“, sagt er. „Und berühren die sich nicht, bis ich es ihnen gestatte. So lauten die Regeln, Nikki. Sie tun, was ich ihnen sage, und nur, wenn ich es ihnen sage – habe ich mich klar ausgedrückt?“
„Ja“, murmele ich.
„Ja, Sir“, verbessert er mich. Seine Stimme ist sanft aber bestimmt.
Sir? Ich schweige.
„Ich kann auch einfach auflegen.“ Seine Stimme ist kühl, aber ich glaube, ein Triumphieren heraus zu hören. Ich runzle die Stirn, denn ich gönne ihm diesen Sieg nicht. Andererseits will ich nicht, dass das Speil aufhört. Und Mr. Heißkalt meint, was er sagt.
Ich schlucke meinen Stolz hinunter. „Ja, Sir.“
„Braves Mädchen! Sie begehren mich, nicht wahr?“
„Ja, Sir.“
„Ich begehre sie auch, macht sie das feucht?“
j_kenner_dir_verfallen„Ja“, sage ich mit erstickender Stimme. Ehrlich gesagt, kann ich es kaum erwarten. Ich bin scharf, feucht und unglaublich erregt. Keine Ahnung, was er noch mit mir vor hat, aber ich weiß, dass ich zu allem bereit bin – Hauptsache, er macht endlich weiter. Bitte, weiter!
„Stellen sie ihr Handy auf Lautsprecher und legen sie es auf den Sitz neben sich. Dann schieben sie den Rock hoch und lehnen sich zurück. Ich möchte, dass sie mit dem nackten Hintern auf dem Polster sitzen. Ich möchte, dass sie feucht darauf herum rutschen. Ich will ihren Duft genießen können, wenn ich später einsteige.“
„Ja, Sie“, flüstere ich und gehorche. Es ist schon unheimlich erotisch, wie mein Rock über meine nackten Schenkel gleitet, aber als ich das warme Leder an meinem nackten Hintern spüre, muss ich laut aufstöhnen.
„Spreizen sie die Beine und schieben sie den Rock bis zur Hüfte hoch…“ Ich gehorche.
„Spreizen sie die Beine noch ein Stück weiter“, befielt er. „Ich möchte, dass sie sich ganz weit öffnen, dass ihre Vagina ganz heiß und nass wird vor Vorfreude. Möchten sie sich berühren, Nikki?“
„Ja“, flüstere ich und spüre, wie meine Wangen bei diesem Geständnis anfangen zu glühen – auch wenn es mir ein Rätsel ist, wie ich das noch spüren kann, wo doch mein ganzer Körper längst lichterloh in Flammen steht.
„Noch nicht“, sagt er. Ich höre die Belustigung in seiner Stimme. Er weiß, dass er mich auf die Folter spannt, und er genießt es.
„Sie sind ein Sadist, Mr. Stark!“
„Und sie unterwerfen sich mir bereitwillig, Miss Fairchild. Wozu macht sie das?“
Zu einer Masochistin. Ein Zittern geht durch meinen Körper, verbindet sich mit meinen wohligen, sinnlichen Berührungen. „Es erregt mich“, gebe ich zu.
„Wir passen wunderbar zusammen…“ Alles lesen>>>
So weit, so gut. Es kommt noch härter. Dies all jenen vorbehalten, die sich das Buch kaufen möchten.
Dem einen oder anderen Leser mag wohl während einer Reihe von Episoden ein Ständer wachsen. Die eine oder andere Leserin behält sicher ihre Finger nicht unter Kontrolle, wenn sie sich beim Lesen vorstellt, in einer Stretch-Limousine auf roten Sitzen von feinstem Safran-Leder telefonisch zu einer über mehrere Seiten hinweg, zwanzig sind es am Ende, anhaltenden Selbstbefriedigung verführt zu werden. Und das von einem Multimillionär! Wow! Allein Bestseller? Flüssig zu lesen. Es fällt nicht auf, wenn man eine Seite überblättert. Die Sprache, mittelmäßig. Wortwiederholungen, dreimal „und“ in einem Satz, ohne dass ein bestimmtes stilistisches Mittel erkennbar wird. „Ist“ an Textstellen, an denen man gut ein passendes Verb hätte verwenden können. Hilfsverben nur dort, wo sie nicht zu vermeiden sind. Das lernten wir bereits in der Oberstufe. Bestseller lesen sich für mich anders. Doch so verhält sich das eben: Einer, den man für kompetent hält, muss sagen: „Das ist ein Bestseller!“ Dazu ein (vielleicht von Werbe-Sponsoren bereit gestelltes) Werbebudget, das dem Literatur interessierten suggeriert: wenn Du dieses Buch (oder die Bücher von Kenner) nicht gelesen hast, dann darfst Du nicht von Dir behaupten, ein Literatur-Kenner zu sein…!“ Vielleicht ist ja auch nur die deutsche Übersetzung grottenschlecht…


gaspar_noe_loveGanz anders in einem Film, den ich hier noch empfehlen möchte.. Gaspar Noes „LOVE“ Kein Sadismus, dafür alles was sie mit ihm, sie mit ihr im Bett oder anderswo spielerisch treiben können – bis hin zu exzessiven Orgien – Die ungeschnittene Fassung Zum Shop>>>
Es ist Neujahr, früh am Morgen. Das Telefon klingelt. Murphy, ein Amerikaner in Paris, wacht neben seiner jungen Frau und ihrer zwei Jahre alten Tochter auf. Er hört die Stimme auf dem Anrufbeantworter: die Mutter von Elektra. Sie macht sich große Sorgen um ihre Tochter. Elektra ist wie vom Erdboden verschluckt und seit zwei Monaten verschwunden. Murphy ist geschockt. Ewig hat er nicht mehr an seine große und wahre Liebe gedacht, die aus seinem Leben verschwand, als seine jetzige Frau in einer stürmischen Liebesnacht von ihm schwanger wurde. Jetzt erinnert sich Murphy zurück an die wilde Zeit voller Versprechungen, Leidenschaft, Exzessen und Zärtlichkeit. Und er muss wissen, was mit Elektra geschehen ist.
Besonders die Szenen, die von den beiden Hauptdarstellern (US-Schauspieler Karl Glusman und die französische Newcomerin Aomi Muyock) mit berückender Intensität bestritten werden, gehören zu den ästhetischsten, die das Arthouse-Kino in jüngerer Zeit hervorgebracht hat“ Spiegel Online – Mehr zum Film mit Trailer>>>


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