Verlangen – Begierde – Lust (2007)

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Das Verlangen nach Liebe – Leseproben

Ein Roman von Hanns-Josef Ortheil – Verlagsgruppe Random House 2007

Es wirkte vollkommen entgrenzt und befreit, als gäbe sie sich ihren Erinnerungen und Träumereien nun ohne jedes Zögern oder irgendwelche Vorbehalte hin … Verlangen

Der Autor – Hanns-Josef Ortheil

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H.-J. Ortheil – released by Verlagsgruppe Random House

Geboren am 5. November 1951 in Köln, gehört Ortheil zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart.
Bereits im Alter von vier Jahren erhielt er Klavierunterricht, zunächst von seiner Mutter, später von Pianisten und Musikpädagogen. Sehr früh entschloss er sich, eine Laufbahn als Pianist einzuschlagen und studierte am Konservatorium in Rom, wo er an der Kirche Santa Maria dell’Anima seinen Lebensunterhalt verdiente. Doch aus gesundheitlichen Gründen musste er die Laufbahn schon nach kurzer Zeit beenden.
Er blieb in Rom und studierte Kunstgeschichte, später an den Universitäten von Mainz, Göttingen, Paris und Rom Musikwissenschaft, Philosophie, Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft. Während des Studiums arbeitet er als Feuilletonist und Literaturkritiker für mehrere Zeitungen. Mit der Dissertation zur Theorie des Romans im Zeitalter der Französischen Revolution promovierte Ortheil im Jahre 1976 am Deutschen Institut der Universität Mainz.
Hanns-Josef Ortheil ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München. Seine Romane wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. Der hier vorgestellte entstand im Jahre 2007. Mehr zur Biografie und zum Gesamtwerk>>>

Das Verlangen nach Liebe

Der Roman einer großen Liebe, Judith, die Kunsthistorikerin, Johannes, der Konzertpianist, Ort der Handlung: Zürich, ein Ort, den sie früher oft gemeinsam besuchten, früher, bevor sie sich vor achtzehn Jahren trennten. Eine rein zufällige Begegnung, sie richtet eine Ausstellung ein, er gibt ein Konzert in der Stadt. Nach einigem Zaudern sucht er sie auf, Wiedersehensfreuden, lange Gespräche über die gemeinsame Zeit und die Entdeckung der Anziehung, die sie beide noch aufeinander ausüben, das Verlangen. Man könnte meinen, der Roman „Das Verlangen nach Liebe“ trüge autobiografische Züge des Autors.

Leseproben

verlangen_nach_liebe_leseproben Ich erkannte sie sofort wieder, sie war es, sie lag da, als hätten wir uns vor wenigen Stunden nur kurz getrennt, um uns genau hier wieder zu begegnen. Ich spürte, wie mich dieser Anblick durchfuhr, ich erstarrte und fühlte mein Herz schlagen, es konnte doch nicht sein, dass sie sich so wenig verändert hatte, ich hatte sie seit beinahe achtzehn Jahren nicht mehr gesehen. Ihrem Kopf hatte sie den braunen Lederrucksack untergeschoben, den sie schon früher immer dabeigehabt hatte, ein Bein hatte sie über das andere geschlagen und die Hände unter dem Gesäß gefaltet, regungslos lag sie mit geschlossenen Augen da, die langen, blonden, leicht ins Rötliche changierenden Haare rahmten ihr schmales, strenges und oft so konzentriert wirkendes Gesucht. Achtzehn Jahre, rechnete ich noch einmal nach …

Judith

Ich legte das Fernglas wieder zur Seite und machte voller Verlangen mehrere Fotos, indem ich den Zoom immer wieder veränderte, dann betrachtete ich die Bilder nacheinander auf dem Display, es sah aus, als habe sie ein Fotograf genau an dieser Stelle postiert, das Sonnenlicht lag wie ein Spot auf ihrer langgestreckten Gestalt und hinterließ einige markante Schatten, so dass die Bilder ganz stimmig erschienen. Auch fremde Betrachter, da war ich mir sicher, hätten diese Bilder als stimmig empfunden, denn seit ich Judith kannte, war sie von Männern wie Frauen mehr oder minder heimlich betrachtet und oft wohl auch bewundert worden, sie war eine Person, die bereits beim ersten Anblick auffiel, nicht durch ihre Kleidung oder andere Äußerlichkeiten, sondern einzig durch ihre schlichte, ja altertümlich schlicht wirkende, schöne Gestalt …

Johannes

Judith schob meinen weit geöffneten Mantel etwas auseinander und umschlang voller Verlangen meine Hüften mit beiden Armen. Ich öffnete die Augen und schaute sie an, sie zog mich noch enger zu sich heran, mein Gott, dachte ich, wir stehen hier auf dem Lindenhof wahrhaftig wie in der Zeit, als wir noch ein frisch verliebtes Paar waren. Ich wagte nicht, sie zu küssen, ich lehnte meinen Kopf nur dicht an den ihren, ja, das waren ihr Duft und ihre Wärme, schon früher hatte sie immer ein so warmes und wohltuend weiches Gesicht und diesen unverwechselbaren, seltsamen Duft, herb, ja, wie leicht feuchte Erde im Herbst. Ich küsste sie vorsichtig aufs Haar, wir standen ganz still, ich spürte die wärmenden und kräftigen Sonnenstrahlen auf meiner Stirn, dann nahm ich ihren Kopf in beide Hände und küsste beinahe unbeholfen ihre Lippen …

Die Wiederkehr

SIE LAG dicht neben mir in dem breiten und bequemen Bett, sie lag auf dem Rücken und hatte die Augen geschlossen, ihr linker, zum Kopf hin angewinkelter Arm bedeckte ihre Schläfe und ihre Stirn, ich spürte genau, wie wohl sie sich fühlte, ihr ganzer Körper genoss die Entspannung und lag schwer in den weißen Laken, manchmal berührten ihre Finger meine Schultern, es war, als wollte sie den engen Kontakt nicht verlieren und unserer Erregung noch weiter nachspüren. Seit wir so nebeneinander lagen, sprach sie ununterbrochen, sie sprach sehr leise und ohne die Augen auch nur einmal zu öffnen, ihr Sprechen und Flüstern erschien mir wie ein Nachklang zu der blind machenden, restlosen Verschmelzung unserer Körper, zu der wir auf ganz mühelose und selbstverständliche Weise wieder gefunden hatten … Alles lesen>>>

Irgend etwas Starkes …

verlangen_nach_liebe_leseproben … und Großes war mit uns geschehen, ich glaube, wir empfanden es beide ganz ähnlich, mir jedenfalls kam es so vor, als lägen unsere kurzen Begegnungen hier in Zürich mit ihren scheu und vorsichtig geführten Gesprächen jetzt weit hinter uns, ja als hätten unsere Körper die frühere, vor lauter Glück oft so sprachlos machende Nähe mit Verlangen wiederentdeckt. All unsere Verblüffung und all unsere geheime Freude darüber setzten sich nun in Judiths Sprache fort, es wirkte vollkommen entgrenzt und befreit, als gäbe sie sich ihren Erinnerungen und Träumereien nun ohne jedes Zögern oder irgendwelche Vorbehalte hin … Alles lesen>>>


Auf das Ernste das eher seichte, so würde ich gern den Film bezeichnet, der heute hier zur Vorstellung gelangt: sex_und_perestroika_film

Sex & Perestroika

Klappentext: Der Eiserne Vorhang hebt sich – und die Hüllen fallen. Der Pariser Produzent Alain Siritzky schickte sein Kamerateam in die Sojetunion auf die Suche nach der neuen „Emmanuelle“. Jung, frisch und erstaunlich offen präsentieren sich die „kleinen“ Nachfolgerinnen von Katharina „Der Großen“ vor der Kamera und gestatten uns einen tiefen Einblick in ihre Intimsphäre. Wo nachts der Rubel rollt, erwachen lange unterdrückte Triebe und woe die Wolga und der Wodka fließen, kommt auch die Liebe nicht zu kurz.
Ein „Filmchen“, zugegebenermaßen, aber in Teilen ganz unterhaltsam, führt er doch gerade ehemalige Bewohner des Ostblocks in fast vergessene Zeiten zurück … (Anmerkung des Autors dieser Seite) Mehr zum Film mit Trailer>>>


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