Silvesterkuss – Ann I. Noll (2019) – Fesselnd oder?

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Ein lesbischer Liebesroman – Leseproben

Silvesterkuss – Das Glück genau um Mitternacht

Silvesterkuss – Jede weitere Berührung dieser unglaublich zarten Lippen entzündete ein weiteres Feuerwerk in Caros Körper …

Vorbemerkungen

Silvesterkuss – In den Überschriften zu der hier vorgestellten Literatur erscheint das Wort „Klassiker“, und das soll im Wesentlichen auch so bleiben. Darunter mischen sich eine Reihe zeitgenössischer Werke, die man einst vielleicht auch zu den Klassikern zählt, wer weiß das schon so ganz genau?
Man schaut sich hin und wieder mal um auf dem Buchmarkt, was es aktuell an erotischer Literatur gibt und lässt sich auch von Kritiken und (in manchen Fällen wohl vermeintlichen) Lesermeinungen leiten. Im vorliegenden Falle waren es Lesermeinungen wie: „Es war eine aufregende, fantastische, lustige, emotionale Reise“, oder „Dieses Buch ist eine wunderschöne Liebesgeschichte, die auf das Schicksal hoffen lässt.“ Hinzu kommt eine Fülle 5 – Sternebewertungen mit Äußerungen, die den bereits erwähnten ähneln. Also kaufen! silvesterkuss_leseproben

Schon nach den

…ersten Seiten stellte ich mir die Frage, ob mein Geschmack nun so grottenschlecht geworden ist, oder ob sich mein allgemeiner Gemütszustand inzwischen derart verschlechtert hat, dass ich nicht mehr in der Lage bin, die Spannung und Tiefe einer Handlung überhaupt zu erfassen. Aber als ich mir dann den Film anschaute, den ich in diesem Zusammenhang noch vorstellen werde, bemerkte ich sehr schnell, dass ich mit letztgenannter Vermutung doch falsch liege. Es liegt also nicht an mir, sondern am Buch.
Für Geld bekommt man heutzutage so ziemlich alles. In einem Beitrag in meinem anderen Blog beschäftigte ich mich u. a. mit der Unsitte des Kaufs positiver Bewertungen, wenn es interessiert, hier der Beitrag>>>
Nun möchte ich der Autorin nicht den Kauf diverser positiver Bewertungen unterstellen, aber das Wort „Gefälligkeitsrezensionen“ scheint doch angebracht.

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Inhalt

Der ist kurz zu beschreiben: Caro, Studentin, liebt Alexander, erfolgreicher Unternehmer, beide wollen heiraten, der Junggesellinnen-/ Junggesellen-Abschied soll in New York stattfinden. Dort trifft Caro auf Liz, erfolgreiche Betreiberin eines Tattoo-Studios, zudem Alexanders bis dahin verschwiegene Schwester, lesbisch. Wie sich herausstellt, spannte sie Alexander eine Freundin aus, daher sein Hass.
Silvesterkuss, von einer Wahrsagerin prophezeit – pünktlich Null Uhr, in Alexanders Abwesenheit, küsst Liz Caro mit Leidenschaft, beide einigen sich darauf, den Vorfall als Ausrutscher zu sehen, doch Caros Gefühle verirren sich. Der plötzliche Tot der geliebten Urgroßmutter wird Anlass, die Hochzeit zu verschieben, Caro erkennt ihre aufkeimende Liebe zu Liz. Sie fliegt nach London, um mit Alexander zu reden, dort ertappt sie ihn im Bett mit einer Kollegin. Entschlossen, sich Liz zu öffnen, fliegt sie kurzerhand weiter nach New York, und dann, na ja, alles will ich nicht verraten …

Sprache

Silvesterkuss – schnörkellos, bisweilen holprig, die Liebesszenen (es muss ja nicht immer gleich Porno sein, aber …), eher leidenschaftslos. Eine gute Bekannte, ebenfalls lesbisch, die mir vor einiger Zeit den Roman „Eine Sommerliebe in Paris“ von Louise Auger empfahl, sagte zu mir, beim Lesen sei ihr mehrmals unwillkürlich die Hand in den Schoß gewandert. Beim Lesen des hier vorgestellten Romans wäre ihr das mit Sicherheit nicht passiert. Nun könnte man ja meinen, lesbische Frauen fühlten anders, aber weit gefehlt, Lesben und Schwule fühlen wie Heteros, lieben wie Heteros, von zart bis hart, von leidenschaftlich bis gääähhhn … Was sie unterscheidet, sie lieben das eigene Geschlecht.
Ein Roman? Wohl doch etwas übertrieben, eher eine längere Erzählung.

Die Autorin

Silvesterkuss – Ann I. Noll – Viel ist nicht zu erfahren über die Autorin, 1981 in Kassel geboren, dort zur Schule gegangen, mit Anfang Zwanzig nach Marburg umgezogen. Von Beruf Mediengestalterin, arbeitet sie hauptberuflich im Bereich Marketing / Webdesign. 2017 heiratete sie ihre langjährige Lebensgefährtin. im Jahr darauf kam das erste gemeinsame Kind zur Welt. Seit 2015 erste Kurzgeschichten in regionalen Printmedien. 2018 veröffentlichte sie „Elisas Weihnachtswunder“, 2019 „Silvesterkuss“ und aktuell „Leonora“. Mehr ist auch auf ihrer Webseite „Lesbisch lesen“ nicht zu finden.

Silvesterkuss – Leseproben

Die Vorgeschichte bereits kurz erwähnt, geschah es Punkt Null Uhr in der Silvesternacht:

Der Silvesterkuss

„Zwei“
Sie stellte sich ein wenig auf die Zehenspitzen. Damit waren ihre Lippen jetzt nur noch Millimeter von Liz entfernt. Noch immer wich Liz nicht zurück.
„Eins“
Caro nahm all ihren Mut zusammen, schloss ihr Augen und küsste Liz. Was mit der Berührung dieser samtweichen Lippen im Inneren von Caro geschah, hätte der aufleuchtende Nachthimmel von Manhattan kaum besser widerspiegeln können. Auch Liz entfuhr ein hingebungsvolles Seufzen und sie zog Caro ein Stück enger an sich heran. Jede weitere Berührung dieser unglaublich zarten Lippen entzündete ein weiteres Feuerwerk in Caros Körper. Sie sah keine Möglichkeit, sich jemals wieder von diesen wundervollen Lippen zu lösen und wollte das überwältigende Gefühl, das ihr auf so himmlische Weise den Atem raubte, unter keinen Umständen wieder hergeben …

Liz

Liz stand vorne über gebeugt neben dem Bett und trocknete sich soeben ihre Haare mit einem Handtuch. Das allein wäre gar nicht schlimm gewesen, allerdings trug Liz, mit Ausnahme ihres Handtuchs auf dem Kopf, gerade … nichts. Caro stierte unwillkürlich auf Liz splitterfasernackten Körper und erstarrte im gleichen Moment zur menschlichen Salzsäule. Liz sah unglaublich sexy aus. Obwohl sie mit ihrem Oberkörper nach vorne lehnte, trotzten ihre festen, kleinen Brüste mühelos der Schwerkraft. Ihre dunklen Brustwarzen hatten sich von der kühlen Schlafzimmerluft fest zusammengezogen. Ihre kunstvollen Tattoos führten an ihrer Taille entlang, über ihren flachen Bauch und endeten an ihrem Bauchnabel. Ihre Scham war untätowiert und war nahezu nackt. Dass Caros Körper, zumindest in Teilen, noch intakt war, spürte sie bei diesem Anblick am unzweifelhaften Pochen ihres Unterleibs. Doch ansonsten missachtete ihr Körper jedweden Befehl, der sie unverzüglich aus dieser Situation befreien sollte …

Lust

silvesterkuss_leseprobenCaro konnte dem Impuls nicht länger widerstehen. Sie griff nach Liz Hüfte und schob sie mit einem einzigen geräuschvollen Ruck an die Wand des Hotelzimmers. Ohne von Liz abzulassen, drückte sie mit dem Fuß die Zimmertür zu. Liz überraschter Blick zeigte sich nur für den Bruchteil einer Sekunde, bevor auch sie sich, lustvoll atmend, ihrem Verlangen hingab. Ihre Lippen trafen sich hart, doch sie hatten sich nicht länger zügeln können. Ihre Zungen verschwendeten ebenfalls keine Zeit, um sich zu finden, um miteinander zu spielen und die Hormone ihrer Körper tanzen zu lassen. Caro vergrub genießerisch ihre rechte Hand in Liz schwarzem Haar, ihre linke Hand gatte sie in Liz Po gekrallt. Jetzt aber übernahm Liz die Führung, drehte Caro mit dem Rücken zur Wand, hielt ihre Arme fest und drückte ihr Becken gegen Caros Hüfte. Ihre Lippen ließen währenddessen nicht voneinander ab, wollten den schwer atmenden Lungen keine Erholung gönnen. Selbst Caros erregter Seufzer fand kein Ventil, sondern entlud sich in Liz Mund, was ihrerseits ein lustvolles Stöhnen auslöste. Daro wollte mehr, wollte Liz spüren, ihre nackte Haut berühren. Jetzt. Ihre Hände schoben sich unter Liz Shirt, umschlossen ihre schmale Taille. Ihre Finger tasteten sich vor, fühlten bereits den untersten Rand des BH. Der bloße Gedanke an Liz unglaubliche Brüste, ließ Caro abermals in einen schwindelerregenden Rausch versinken …
Wenn Sie dennoch alles lesen möchten>>>
Mehr nach meinem Geschmack, der Film zum Thema:

Ungehorsam

mit Oscar-Preisträgerin Rachel Weisz in der Hauptrolle
ungehorsam_filmkritik Klappentext: Eine orthodoxe, jüdische Gemeinde im Norden von London trauert um ihren Rabbi, als dieser verstirbt. Der Tod des Mannes bringt dessen entfremdete und inzwischen in New York lebende Tochter Ronit (Rachel Weisz) in ihre alte englische Heimat zurück.
Ronits Auftauchen sorgt in dem ruhigen jüdischen Viertel für Aufsehen, nicht etwa weil sie lange nicht hier war, sondern weil sie die Beziehung zu ihrer Kindheitsfreundin Esti (Rachel McAdams) wieder aufleben lässt – eine Verbindung, die einst über eine reine Frauenfreundschaft hinausging. Esti ist inzwischen allerdings mit Ronits Cousin verheiratet. Die unterdrückten Gefühle zwischen beiden, brechen bei ihrem Wiedersehen erneut hervor. Eine Liebe zwischen Frauen wird in der strenggläubigen Gemeinschaft allerdings als absoluter Skandal betrachtet.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman (im Original: Disobedience) von Naomi Alderman. Mehr zum Film mit Trailer>>>

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Chronik einer lesbischen Liebe – Als eBook zwei Teile zum Preis von einem
Abends im Bett fragte ich Viola wegen der Reaktionen, die das Wort „Französisch“ auslöste. „Was, das kennst du nicht? Haben wir nie darüber gesprochen?“, amüsierte sich Viola. Anschließend küsste sie sich abwärts, bis heran an den Ort meiner größten Lust. Das bezeichne man als „Französisch“. Zurück an meinem Ohr gab es einen Vortrag über weitere Bezeichnungen für Liebesspiele in Verbindung mit bestimmten Ländern: Griechisch – Analverkehr, Italienisch – Der Penis werde in die Achselhöhle geschoben, Englisch – Sado-Maso-Sex, Spanisch – Busen-Sex, Titten-Fick genannt, Russisch – Der Penis dringe nicht ein, sondern bewege sich zwischen den eingeölten Oberschenkeln, Japanisch – Der Mann spritze der Frau sein Sperma ins Gesicht.
chrissys_tagebuch_eBook_teil1_und2 „Oh Gott, was ist das denn alles?“ Ich war völlig platt. Viola lachte, außer Französisch kenne sie leider keine weitere Variante, die für Frauen geeignet sei. Stets sei der Penis im Spiel, außer bei Englisch, doch von SM halte sie rein gar nichts. Unsere Vorliebe für das Auslutschen nasser Höschen könnte man vielleicht unter Fetischismus einordnen.
„Japanisch, abgewandelt“, korrigierte ich sie. „Du spritzt mir zwar kein Sperma ins Gesicht, aber manchmal, wenn du weit oben ankommst, so was Ähnliches.“
„Du lernst ja schnell, meine erwachsene Frau“, sagte Viola. Erst jetzt, nachdem ich mein Zeugnis in der Tasche habe, sei ich wirklich erwachsen. Violas liebevoller Blick verschlang mich, als sie sagte:
„Und das letzte Stück Kindheit verlierst du in einer Woche.“ Ich ließ mich auf den Rücken rollen. Die Knie angewinkelt, spreizte ich meine Schenkel soweit es nur ging.
„Kannst du das nicht lieber selber machen?“, schmollte ich, während ich Viola über mich zog. „Wenn du dir den Vibrator zwischen die Beine klemmst, ist es dasselbe wie wenn ein Mann mich entjungfert.“
Viola bewegte sich über mir wie Maria am Morgen unserer ersten gemeinsamen Nacht. „Ficken, ficken, ficken“, sagte sie mehrmals, jedes Mal stieß sie ihr Becken nach vorn. „Wenn du Spaß daran findest, suchen wir uns einen, den wir ein, zweimal im Monat einladen.“ Mehr wolle sie gar nicht.
Plötzlich warf sie sich auf den Rücken. „Wir wollten nicht mehr darüber reden, bis nächsten Samstag nicht“, sagte sie. Je öfter ich mir das ein- und wieder aus rede, umso unsicherer würde ich. „Wir gehen zu Viert essen, anschließend tanzen, und dann schauen wir mal, o. K?“ ... Alle Leseproben>>>

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