Harold Brodkey – Unschuld

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Leseproben aus Klassikern der Erotik

Harold Brodkey – Nahezu klassische Stories

Lange Zeit war die Art, wie sie ihren Wunsch äußerte, sich ficken zu lassen, wie sie sich auszog, war das sanfte, horizontale Hüpfen ihrer Brüste, wenn sie da lag, und das sanfte Beben, das sozusagen sehnenlose Hingestrecktsein ihrer Beine und ihres Unterleibs …

Rowohlt Verlag GmbH

Der Autor – Harold Brodkey

harold_brodkey_unschuldGeboren am 25. Oktober 1930 als Aaron Roy Weintraub in Staunton, Illinois, galt Brodkey als einer der Kultautoren der amerikanischen Literatur. Er wuchs in Missouri auf und absolvierte ein Literaturstudium in Harvard. Später ließ er sich als freier Schriftsteller nieder und unterrichtete Amerikanische Literatur und Creative writing in Cornell und an der City University of New York. Er war verheiratet und lebte in New York. Für sein Werk wurde er unter anderem mit dem begehrten Prix de Rome und zweimal mit dem O. Henry Award ausgezeichnet.
Brodkeys Stories sind minuziöse Momentaufnahmen des Bewusstseins im Augenblick der Offenbarung der höchsten Ekstase oder des tiefsten Zweifels. Sie sind die Bilanz eines Autors, der sich nichts geringeres vorgenommen hat als die Erkundung der menschlichen Seele.
Harold Brodkey starb im Alter von 66 Jahren am 26. Januar 1996 in New York City an den Folgen seiner AIDS-Erkrankung.
„Ich misstraue allen Zusammenfassungen, jedem raffenden Durchgleiten der Zeit, jedem zu hoch gegriffenen Anspruch, unter Kontrolle zu haben, was man erzählt; ich glaube, wer zu verstehen behauptet, dabei aber ersichtlich gelassen bleibt, wer mit Emotionen zu schreiben behauptet, diese Emotion aber nur gemächlich aus der Erinnerung holt, der ist einfach ein Narr und Lügner. Ich bewundere die Glaubwürdigkeit der Kraft, die erforderlich ist, um vor einem Ereignis in die Knie zu gehen.“
„Die sinnlichste Prosa der amerikanischen Literatur.“ (Der Spiegel)

Im vorliegenden Werk handelt sich um eigenständige Erzählungen, die vom Rowohlt Verlag in zwei Bänden herausgegeben wurden. Dem zweiten Band, „Engel“ widme ich einen weiteren Beitrag. In der Titelstory „Unschuld“ blickt der reife Wiley auf ein Jugenderlebnis zurück: den Versuch der sexuell erfahrenen, aber unerfüllten Studentin Orra ihren ersten Orgasmus zu verschaffen. „Eine nahezu klassische Story“ beschreibt das fast inzestuöse Werben einer todkranken Frau um ihren widerstrebenden Adoptivsohn. In „Hofstedt und Jean – und andere“ lässt sich ein Professor auf eine Affäre mit einer Studentin ein… “ die zu lieben ihm nicht ganz und gar gelang…“

Unschuld

I Orra in Harvard – Orra Perkins war Studentin im letzten Semester. Ihre Blicke waren wie eine Gewalt, die einen jäh traf. Wahrhaftig, Leute, die sie kennen lernten, hoben oft unwillkürlich die Arme, als müssten sie sich abschirmen gegen den Glanz ihrer Erscheinung. Sie war ein etwas mageres, tulpengleiches Mädchen von mittlerer Größe. Sah man sie im Sonnenlicht, sah man den Marxismus sterben. Ich bin nicht der einzige, der das sagte. Es lag einfach daran, dass man, wenn man eine Wertarbeit von derart hoher Qualität plötzlich leibhaftig vor sich sah, eine Entscheidung zu treffen hatte, ob eine solche Qualität Recht auf persönliches Existieren besaß oder ob sie dem Staat gehörte und unter Bewachung gestellt werden sollte, im Maßstab verkleinert, überhaupt kleiner gemacht, ausgelacht.
Ich war ebenfalls Student im letzten Semester und ein Spötter. Ich hatte kein Geld. Ich war ohne Stammbaum…
Sie konnte durch die frühe Dunkelheit schreiten, mit eisigem Gesicht, hochmütig, wütend, sämtliche Körbe, die man je bekommen würde, gebündelt in einem einzigen lächerlich schönen Mädchen. Man sagte ständig: Ich möchte wohl wissen, was einmal aus ihr wird. Dass sie mich ignorierte, brandmarkte mich als sexuelles Nichts. Sie war der Beweis für ein Niveau des sexuellen Abenteuers, das ich trotz aller Anstrengung bisher noch nicht erreicht hatte: dieses Niveau gab es, weil es Orra gab.
Was hat man nur davon, derart verliebt zu sein?

II Orra bei mir – Im letzten Frühjahr vor unserem Examen bekam ich sie schließlich. Wir hatten vereinbart, uns zum Essen zu treffen und uns vorher auf meinem Zimmer noch einen kleinen billigen Schwips anzutrinken, bevor wir dann zum Essen ausgingen. Ich ließ die Tür unverschlossen; und ich lag nackt auf meinem Bett unter einem Laken. Als sie an die Tür klopfte, sagte ich „Herein!“, und sie kam herein. Sie fing sofort an zu schnattern, beschwerte sich, dass ich noch im Bett lag; sie schien zu glauben, ich hätte ein Nickerchen gemacht und nur vergessen, rechtzeitig aufzustehen und mich für ihre Ankunft herzurichten. Ich sagte: „Ich bin nackt unter diesem Laken, Orra. Ich habe auf dich gewartet. Ich habe nicht geschlafen.“
Ihr Gesicht wurde leer. Sie sagte: „Du verdammter – warum konntest du nicht warten?“ Aber noch während sie das sagte, legte sie schon ihre Bluse ab…
Sexuell war das Ganze eine ziemlich armselige Angelegenheit; sie konnte nicht kommen, ja sie spürte nicht einmal besonders viel, soweit ich sah. Hinterher, als ich neben ihr lag, dachte ich an ihre acht oder zehn oder fünfzehn Liebhaber, die alle Angst vor ihr hatten. Angst, sie könnten etwas falsch machen, wenn sie ihr etwas über Sex erzählten.
Was ich für den Rest dieser Nacht tat – wir blieben die ganze Nacht wach; wir redeten, wir stritten eine Weile, wir gestanden uns verschiedene Sachen, wir diskutierten über Sex, wir fickten wieder (das zweite Mal war ein bisschen besser) -, ich behandelte sie mit der Gerechtigkeit, mit der ich einen Jungen meines Alters behandeln würde, einen jungen Mann, und mit einer ziemlich exakt eingesetzten, beziehungsweise bemessenen Geduld und Toleranz, so als wäre sie querschnittsgelähmt und hätte ihr Leben im Rollstuhl verbracht und wäre allen Gefühls müde…

III Orra – Sie war nicht gekommen. Sie sagte, sie sei noch nie gekommen, bei niemandem. Sie sagte, es mache ihr nichts aus.
Nach unserem ersten Mal beklagte sie sich: „Bei dir geht das zack, zick, zack – wie bei einer Heuschrecke.“  Also hatte sie mehr Lust erwartet, als sie gehabt hatte. Aber nach dem zweiten Fick und nach Anbruch der Dämmerung beklagte sie sich nie wieder – höchstens wenn ich versuchte, sie zum Kommen zu bringen, und dann beklagte sie sich darüber. Sie zeigte beim Sex keinerlei Abneigung gegen irgendwelche meiner sexuellen Eigenheiten oder gegen die Rhythmen und Stellungen, in die ich verfiel, wenn ich fickte. Aber es brachte keine Freude oder Befriedigung; es ärgerte, beunruhigte mich, dass sie nicht kam. Den Grund dafür sah ich darin, dass sie mich stärker anzog, als sie mich befriedigen konnte, stärker vielleicht, als Ficken mich überhaupt je befriedigen konnte, harold_brodkey_unschuld_klassische_storiesdass umso mehr Sog entstand, je mehr man acht gab, so dass das Sexuelle selbst darin versank und ertrank – ich meine, die schärfsten Nervensensationen, und doch auch die dumpfesten, ödesten zugleich, hat man beim Masturbieren -, aber wenn man auf niedrige, schmutzige Weise mit jemandem verbunden ist, gibt es Geräusche, Ablenkungen, die alle Sensationen des Fickens ersticken. Lange Zeit war die Art, wie sie ihren Wunsch äußerte, sich ficken zu lassen, wie sie sich auszog, war das sanfte, horizontale Hüpfen ihrer Brüste, wenn sie da lag, und das sanfte Beben, das sozusagen sehnenlose Hingestrecktsein ihrer Beine und ihres Unterleibs, mit dem sie mir mehr oder weniger zeigte, dass sie bereit war, für mich bewegender, unendlich viel wichtiger als jede bloße Ejakulation später, jeder Zielstoß in ihre Dunkelheit, jedes Hineinwirbeln künftiger Generationen in das geballte Universum, in die so strenge Verweigerung in ihrem Innern: Ich klammerte mich an sie, ich grunzte, ich verankerte mich in der denkbar flüchtigsten Erleichterung von dem Verlangen, das ich nach ihr empfand; ich war jedesmal nach zwanzig Minuten wieder hungrig und wieder fickwütig… Alles lesen>>>
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Eine nahezu klassische Story

Meine Protagonisten sind die Stimme meiner Mutter und der Verstand, den ich mit Dreizehn besaß.
Man nahm an, ich hätte beachtlichen Verstand – eine recht rätselhafte und sogar unwahrscheinliche Annahme. Ich war körperlich zäh und aktiv, anderen lästig, zu Zeiten in Schwierigkeiten und nahe daran, straffällig zu werden, dazu eingebildet und dies und jenes (oft jedoch überhaupt nicht lästig); ich komponierte auch keine Symphonien, schrieb keine Gedichte und tat mich nicht mit mathematischen Wundertaten hervor. Meinem Gedächtnis traute schon gar keiner, denn jeder erinnerte sich anders, oder gar nicht, an Ereignisse, die meine Erinnerung, selbst wo sie Fakten, Handlungen aneinander reihte, längst interpretiert hatte; dann sagte oft jemand: „Das ist unmöglich – so kann es nicht abgelaufen sein – so etwas tue ich nicht – du musst dich irren.“
Meine Mutter und mein Vater waren beide am Sterben. Fast ununterbrochen herrschten bei uns schwierigste Verhältnisse. Es war Geld vorhanden gewesen, aber nun war kein Geld mehr da. Wir lebten von milden Gaben der Verwandtschaft, die es nicht über sich brachte, uns zu besuchen. Ich pflegte mit meinen Eltern über das Geschehen zu witzeln, um ihnen zu zeigen, dass es mich nicht entsetzte, und eine Zeit lang waren meine Eltern dankbar dafür; doch dann fanden sie meine Witze irritierend, angesichts dessen, was sie erleiden mussten, und ich bekam verspätet ein Gespür dafür, wie schäbig meine Haltung war.
Nie sprach ich von Doris als von meiner Adoptivmutter, immer nur von meiner Mutter. Ich hatte ein Gesicht, das alles leicht preis gab. Ich bemühte mich sehr um eine ausdruckslose Miene, außer wenn es darum ging, Besorgnis um Doris und Joe zu mimen. Ich verzieh allen alles, was sie taten. Ich begriff, dass alle das Recht hatten, zu handeln und zu denken, wie sie es taten, selbst wenn es mir Schaden zufügte oder mich dazu brachte, sie zu hassen…
Sie hatte Lippenstift aufgelegt und trug ein Band im Haar; und ihr Gesicht, das verzerrt gewesen war, wirkte halbwegs normal: die Linien verliefen ziemlich waagerecht und nicht schief; und mein Herz begann in Trauer um mich zu pochen – sie würde versuchen, ein Weilchen nett zu sein; sie würde mich bitten, zu bleiben…Alles lesen>>>

Hofstedt und Jean – und andere

Dies ist die Geschichte eines fünfundvierzigjährigen (Anglistik-)Professors, der sich auf eine Affaire mit einer zwanzigjährigen Studentin einließ. Die zu lieben ihm nicht ganz und gar gelang. Ich will versuchen, diese Geschichte erbaulich zu machen.
Sie wird bunt wie eine Landkarte und mithin den geografischen Gegebenheiten meines Geistes gemäß sein, der Reizbarkeit meines Temperaments, den abartigen Neigungen, die ich, wie man mir versichert, in geradezu unerträglichem Maße besitze…
Das Gesicht, das ich einen Augenblick lang im Park gesehen habe, das Mädchen, das ich noch nicht angesprochen habe, hat inzwischen zu mir gesagt: „Dein Freund Ett ist entsetzlich – seine Einstellung zu seiner Frau. Er hat deformierte Gefühle.“ (Sie hat auch gesagt: „Du bist genauso mit Inez verheiratet wie Ett.“)
Ich sagte: „Ich mag Einsichten. Was meinst du damit: Ett hat deformierte Gefühle?“
„Ach, wenn du es nicht selbst siehst!“ sagte sie verzweifelt. „Warum magst du ihn?“ – ebenfalls verzweifelnd.
„Warum sollte ich ihn nicht mögen?“
„Er gehört nicht zu der Sorte von Männern, die ein Mann wie du zu Freunden haben sollte.“
„Was für Freunde sollte ich deiner Meinung nach denn haben?“
„Männer, die so sind wie du – einfühlsam und modern und sexy…“ Während sie das sagte, sah sie mich nicht an. Sie glaubt, dass ich Güte besitze; sie hat diese Güte in einem älteren Mann gesucht – eine erfahrene Güte, was vielleicht nur die widergespiegelte Sicherheit eines Geschäfts mit jemandem ist, der es sich nicht ohne weiteres leisten kann, sie zu verletzen.
Ich hatte nch der Regel gelebt, mich niemals an eine Studentin heranzumachen, und als ich von einem Kollegen hörte, der sich nicht an diese Regel hielt, dachte ich, wie passend es doch wäre, wenn er dem Zorn und der Eifersucht der empörten Eltern ausgeliefert wäre. Ich gebe den jungen Leuten keine Schuld. Sie können unmöglich ihre Begierden im Zaum halten und gleichzeitig jung sein; sie können ihre Jugend anbieten, und das tun sie. Manchmal ist Liebe im Spiel; darauf wollen wir nicht weiter eingehen. Aber wenn eine Studentin auf einen Professor zuschwebt und ihn mit großen braunen Augen ansieht, darf er nicht als Mann reagieren; man hat ihn  harold_brodkey_unschuld_klassische_storiesschließlich zum Professor ernannt, nicht zum Mann. Aber warum grausam sein und der jungen Frau das Glück vorenthalten, nach dem sie sich sehnt? Weil sie nicht weiß, was sie tut. Es ist weder gütig noch vernünftig, jemanden in die Konsequenzen einer einseitigen Begierde einzusperren. Aber sie wird soviel lernen. Zuviel. Warum können wir nicht glückliche Tiere sein? Weil Glück nicht so funktioniert – nicht ganz so.
Meine zweite Frau warf mir vor, ein „Verbalnarzißt“ zu sein. Ich setzte meine Stimme ein. In einer Diskussion mit ihr sagte ich einmal: „Es gibt nur drei Dinge, die die Leute fesseln: Geld, die Frage, wie man Überlegenheit über andere gewinnt oder behält, und Sex.“ Also baue ich – ach, was für ein Realist ich doch bin – jede Vorlesung so auf, dass sie mit einem dieser drei Dinge zu tun hat: mit dem Geld, das sich bei Klarheit des Denkens möglicherweise einstellt, mit der Überlegenheit, dieser sanften aber bestimmten Begleiterin des Wissens, und mit Sex. Ich greife Sex auf, wo immer ich ihn finde; manchmal bringe ich ihn durch einen allgemeinen Flirt mit allen Teilnehmern der Vorlesung ins Spiel – das ist ein Gelehrten-Trick…Alles lesen>>>


Für alle, denen Pornos zu langweilig sind, hier eine Filmempfehlung für den Abend zu zweit:
Lindsay Lohan und James Deen in – The Canyons
the_canyons_sex_desire_passion Dem Filmproduzenten Christian (James Deen) geht es ausgezeichnet. Es fehlt ihm an nichts. Als Produzent erotischer Filme verfügt er über eine Menge Geld und eine Villa in den Hollywood Hills. Hier lebt er mit Sex-Orgien seine schmutzigen Fantasien aus. Zudem findet der sexsüchtige Jüngling Gefallen daran, sein Umfeld zu manipulieren und zu kontrollieren. Auf Dauer langweilt Christian jedoch das Luxusleben. Daher sucht er sich die gescheiterte Schauspielerin Tara (Lindsay Lohan) zu seinem Betthäschen und Star neuer Produktionen aus. Der Machtdrang Christians zwingt Tara schließlich zur Flucht in exzessiven Partys in den Szeneclubs von Los Angeles. Als sie erfährt, dass ihr Ex-Lover Ryan (Nolan Gerard Funk) als neuer Hauptdarsteller für einen von Christians Filmen engagiert wurde, will sie ihn zurück haben und die beiden lassen sich auf eine leidenschaftliche, aber gefährliche Affäre ein. Als der zwanghaft kontrollsüchtige Christian davon erfährt, beginnt ein gefährliches Machtspiel und ein hasserfüllter, blutiger Rachefeldzug…Mehr zum Film mit Trailer>>>


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Mein erster Versuch
Überhaupt, soviel vorausgeschickt, wirkte Manu auf mich wie ein sexuelles Neutrum. Sie zog sich nie in meiner Gegenwart um. Wenn ich dasselbe in ihrer Gegenwart tat, schaute sie stets weg, oft ermahnte sie mich. Wenn sie bei uns übernachtete, schlief sie stets im Gästezimmer.
Der Name des Auserwählten, dem ich die Missetat antragen wollte: Paul, Paul das Mathe- und Physikgenie. Er hatte schon mehrere Olympiaden gewonnen und besuchte eine Parallelklasse im selben Gymnasium. Kurz nach meinem letzten Geburtstag fragte ich ihn auf dem Schulhof, ob er mir nicht ein paar Nachhilfestunden geben könne. So wie er mich anblinzelte, schien er meine wahren Gedanken erkannt zu haben. Daher sagte er ohne Vorbehalt zu. Ich könne nach der Schule jederzeit zu ihm kommen.
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„Ich hab es nicht mehr ausgehalten … Ich hatte solche … Ich hab mich so sehr …“, erwiderte ich keuchend in unsere Küsse hinein. Ihr Körper war nass. Weil sie schon beim ersten Kuss den Turban verlor, klebten ihre nassen Haare an meinem Gesicht. Ich bemerkte nicht, wo die beiden Teile blieben, die ich auf meinem Körper trug. Alles was ich spürte, waren Brüste, Hände und nackte Haut … Und Violas Mund, der mich benetzte, vom Hals über meine Brüste, über mein Gesicht, zurück an meinen Lippen. Ich fühlte mich plötzlich wie ein Stück Wild, das man gerade, nach Jahren in einem engen Gehege, in die Freiheit entließ. Weil meine Beine versagten, schob ich meinen Po ein Stück auf die Kommode im Flur. „Warte bitte!“, keuchte Viola in einen Kuss hinein, weil sich bei mir ein erstes leichtes Beben ankündigte.
„Warum hast du mit mir nie über Kinder gesprochen?“, fragte ich nach einer Zwischenlandung. Wir lagen im Gras vor einem stark duftenden Rosenstrauch. „Wir sind noch nicht so weit, mein Reh“, erwiderte Viola. Sie zog einen Zweig mit mehreren Knospen daran herab. „Wenn dein Röschen erst blüht, reden wir darüber …“ Mit beiden Lippen umschloss sie die Knospe, sie blieb lange. Voller Gier wühlte ich in ihrem Haar, meine Lust schien mir unstillbar.
„Dann öffne sie jetzt, sei für eine Minute mein Mann“, keuchte ich. Ich fühlte Violas Daumen, wie sie die ersten zarten Blütenblätter nach außen kehrte. Ihren Atem, als sie daran roch, ihre Zunge, die den Tau einfing. Da flogen wir schon wieder.
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