Solo für Klarinette – Das Buch – Der Film

solo_fuer_klarinette_das_buch_der_film_leseproben_trailer

Leseproben und Trailer aus einem Werk, das Aufsehen erregte – Solo für Klarinette

Eine Story, die niemanden kalt lässt – Psycho- und Erotik-Thriller

Das Kissen hatte einen großen, nassen Fleck. Die Klarinette lag darauf, in majestätischer Ruhe. Mit der könnte ich hervorragend vögeln, dachte ich. Als ich herein kam, lag er auf dem Rücken, rauchte eine Zigarette und sah mich an …

Vorbemerkung – In Erinnerung an Götz George

Normalerweise erscheinen in diesem Blog Bücher und dazu passende Filme in zwei verschiedenen Rubriken. Warum das in diesem Falle nicht so ist, ergibt sich aus den konkreten Inhalten beider Werke. Das einzig Wesentliche, das Buch und Film voneinander unterscheidet, sind die Handlungsorte. Im Buch New York, im Film Berlin, ein Berlin, das Grauen erregt. Einige Handlungsorte erinnern an das Grau in Grau der Vorwende-Zeit. Ansonsten hält sich der Film streng an die Roman-Vorlage, selbst bei einzelnen Dialogen. Nun gut, sagen wir fast: der Überfall auf das Altenheim, in dessen Folge sich „Bernie“ in eine Prostituierte verliebt. Ein Akzent des Regisseurs. In Erinnerung an einen der Großen des deutschen Films: Götz George, der am 23. Juli 2018 achtzig Jahre alt geworden wäre.

elsa_lewin_autorinSolo für Klarinette – Das Buch von Elsa Lewin

Die Auflage vom Goldmann Verlag aus dem Jahre 1998 untertitelt ein wenig irritierend mit dem Text: „Das Buch zum großen Kinofilm von Nico Hofmann …“ Der Film erschien im selben Jahr in den deutschen Kinos. Offenbar erhoffte man einen Mitnahmeeffekt beim Verkauf des Buches. Das amerikanische Original erschien im Jahre 1984, die erste deutsche Ausgabe im Jahre 1989 beim Rotbuch Verlag, Berlin.
Über die Autorin sind nur wenige biografische Angaben zu finden. Im Internet fand ich nicht mehr, als man in der Titelei des Buches zu lesen bekommt: sie lebt in New York, lehrt an der Universität, gleichzeitig arbeitet sie als niedergelassene Psychoanalytikerin mit einer Praxis in Greenwich Village. Bei der Originalausgabe mit dem Titel I, Anna, handelt es sich um ihren ersten (vielleicht bislang einzigen?) Roman. In Serpent’s Tail fand ich das hier abgebildete Foto.

Leseproben

Er schälte sich aus seiner Jeans

Anna, Anfang fünfzig, von ihrem Mann, Simon, wegen einer Jüngeren verlassen, lernt auf einer Single-Party George kennen. Sie nimmt seine Einladung an.
Georg zündete den Joint an. Ich nahm einen tiefen Zug, so wie ich es in den Filmen gesehen hatte. Alle diese detailfreudigen Filme, damit die Jugendlichen davon lernen. Und ich wartete. Nichts passierte. Irgend etwas hatte ich falsch gemacht.
„George, sie werden das nicht glauben, aber ich habe noch nie Shit geraucht.“
„Erzähl keinen Scheiß!“ Ich nickte. „Au, Mann!“
Ich war so verlegen, als sei ich immer noch Jungfrau. Mit fünfzig. c_date_mobil „Atme es ganz tief ein“, sagte er. „Schluck es. Halt es drinnen. Das ist nicht wie bei einer Zigarette.“
Auf einmal stand er auf und nahm eine Klarinette von dem Regal, das die Küche von dem Wohnzimmer trennte. Er strich liebkosend an ihr entlang. Schwarz und silbern. Er machte seine Lippen feucht, setzte das Mundstück an, hielt die Klarinette hoch, beuge sich nach hinten und ging in die Knie. Ich sah zu und wartete auf den großen, vollen Ton. Er blies. Ein kurzes Quietschen kam raus.
Ich nahm noch einen Zug und überließ meinen Körper dem Rhythmus. Ich nahm meinen silbernen Gürtel ab und warf ihn auf die Couch. Die Hosen waren ein Problem. Der Verschluss war kaputt, und ich hatte sie mit einer Sicherheitsnadel zugemacht. Also dauerte es etwas länger.
Er schälte sich aus seiner Jeans und legte sie auf die Lehne eines der Couchelemente und schwenkte unbeholfen daher, mit der hoch erhobenen Klarinette im Mund.

Sein Penis war mittelgroß und dünn

„Charley …“, sagte er. „Charley Mingus. Mann, hör dir den Bass an …“ Ich schloss die Augen und hörte zu, ließ meinen Körper fühlen. Der Klang wickelte sich um meinen Körper und hielt ihn, hüllte ihn ein, liebkosend, tröstend. Eine Hand machte meinen Body auf und zog ihn mir über den Kopf.
„Yeah …“, flüsterte George. Yeah …“ Ich hakte meinen BH auf und warf ihn hin.
„Du bist schön“, sagte Georg. „Du bist wirklich schön, Mann …“ Die Musik wurde heißer.
Er hatte seine Unterhose ausgezogen, einen roten Slip. Sein Penis war mittelgroß und dünn. Ich dachte daran, was Winston Churchill gesagt hat: „Wenn ein Mann an der Größe seines Penisses gemessen wird, ist ein Gorilla einhundert mal mehr Mann als ich.“

Dieses Haschischzeugs erwischte mich langsam. Ich wandte mich Georg zu und legte meine Arme um ihn, und er küsste mich auf den Mund. Ich schmiegte mich an ihn und küsste ihn wieder und wieder.
Georg saß rittlings auf mir. Sein Penis baumelte über meinem Gesicht. Er krümmte sich leicht nach oben, wie seine Mundwinkel. Halbmondmund. Halbmondschwanz. Er lächelte sein blödes, fernes Lächeln.
„Iss mich“, sagte er.
„So was mache ich nicht.“
„Aber ich finde es schön“, sagte er verwundert.
„Nein.“ Ich fühlte mich schuldig, weil ich ihn enttäuschte.
Er rutschte runter und legte sich auf mich. Mit seinem gebogenen Penis hatte er Mühe, in mich rein zukommen. Ich nahm seinen Penis in die Hand und führte ihn ein. Ich war überrascht, dass ich innen so nass war, wo ich doch nichts fühlte. Kein Interesse, keine Lust. Ich wollte es nur hinter mich bringen.
Ich wollte ihn nicht enttäuschen. Ich wollte ein guter Fick sein. Ich wollte nicht, dass es ihm leid täte, dass er mich mit nach Hause genommen und meinetwegen seinen Sohn weggeschickt hatte.
Mann tut, was man kann, Mann …

Mit der könnte ich hervorragend vögeln

„So ist gut“, keuchte er. „so ist es wirklich gut. Du fickst mich ja richtig.“
Ich überkreuzte meine Beine. Es ist meine liebste Stellung. Ich komme so ganz schnell. Jetzt wollte ich es wirklich wissen; ich war fast da. Fast … Ich bewegte mich wie wild. Ich konnte spüren, dass er kurz davor war. Und dann stöhnte er und zog seine Hand raus, weg von meiner Klitoris. Ich spürte, wie er kam …
„Du hast es mir wirklich besorgt“, sagte er. „Du hast es langsam angehen lassen, aber dann hast du es mir richtig besorgt.“
Das hätte er nicht sagen sollen. In mir war eine schreckliche Frustration. Ich wollte unbedingt noch kommen. Ich dachte daran, zu masturbieren. Aber ich schämte mich. Hatte zu viele Hemmungen.
Natürlich fragte er dann: „Bist du gekommen?“ Ich wusste, er würde fragen. Nicht aus Interesse an mir. Es ging ihm nur um sich selbst. Wäre er wirklich interessiert oder sensibel für mich gewesen, hätte er nicht fragen müssen.
„Ja“, sagte ich. Ich hasse es, danach gefragt zu werden. Es war mir unangenehm, als ob ich ihm etwas angetan hätte, wenn ich keinen Orgasmus für ihn hatte; als ob es mein Versagen gewesen wäre.
Er lag auf dem Rücken mit seinem dünnen Penis, der wie ein kaltes, gegrilltes Würstchen zusammen geschrumpelt war.
1und1
Ich stand auf und ging ins Badezimmer. Die Frustration war fast unerträglich. Ich war kurz vorm Kommen gewesen. Ich überlegte, ob ich mich mit einem Handtuch hinlegen und mich selbst befriedigen sollte, aber das brachte ich nicht fertig. Auf dem Boden war es zu eng und zu schmutzig, um sich darauf auszustrecken. Ich wusch mich und ging zurück ins Schlafzimmer.
Das Kissen hatte einen großen, nassen Fleck. Die Klarinette lag darauf, in majestätischer Ruhe. Mit der könnte ich hervorragend vögeln, dachte ich. Als ich herein kam, lag er auf dem Rücken, rauchte eine Zigarette und sah mich an.
Er ließ den Zigarettenstummel in einen Aschenbecher fallen, der voller alter Kippen war, und griff nach mir und zog mich neben sich aufs Bett runter. Ich legte meine Arme um seinen mageren Brustkorb.
„Ich muss gehen“, sagte ich.
„Ich versteh dich nicht. Du willst mir keinen blasen.“
Ich antwortete nicht. Ich hielt ihn. Warum konnte er nicht still sein und mich so tun lassen, als ob? Ich war so traurig … So traurig. Ich wollte weinen. Ich wollte, dass jemand mich hielt.

Ich biss mit aller Kraft zu

Er brachte sich in eine sitzende Stellung. Sein Penis war wieder hart, nach innen gegen seinen Bauch gekehrt. Er hob meinen Kopf hoch und legte ihn auf seinen Oberschenkel dicht neben seinen Penis. Das Haar drumherum war klebrig. Ich konnte den abgestandenen Samen riechen. Ich konnte alte Körpersäfte riechen, die dort moderten. Der Gestank war überwältigend. Ich hatte das Gefühl, zu ersticken. Ich öffnete den Mund, um Luft zu holen.
„Ich möchte, dass du mich isst“, sagte er.
„Nein.“ Ich ekelte mich.
„Ich habe das gern“, maulte er.
Ich machte eine Bewegung, um aufzustehen. Er drehte meinen Kopf herum und stopfte seinen Penis in meinen Mund. Ich schüttelte mich und würgte.
„Lutsch, lutsch …“, greinte er.
Ich würgte, versuchte, Luft zu holen, versuchte, mich los zu reißen, versuchte, zu schreien, spürte, wie der Penis immer härter wurde, als ob er kurz davor sei, zu bersten, spürte das Pochen, den Gestank, das Entsetzen. Und dann hatte ich einen schmierigen Schleim im Mund, und immer noch hielt er meinen Kopf in den Schmodder und keuchte: „Das ist gut, das ist gut; du isst mich wirklich …“
Verzweifelt, rasend vor Wut schlug ich meine Zähne durch den ekeligen Modder in das Fleisch in meinem Mund und biss zu. Ich biss mit aller Kraft zu.
Ich hörte ihn schreien. Seine Hände fingen an, mir auf den Kopf zu schlagen, an meinen Haaren zu ziehen. Aber immer noch hielt er meinen Kopf runter solo-fuer_klarinette_buchzwischen seine Beine. Wie rasend biss ich fester zu, schmeckte eine andere scheußliche, salzige, dickliche Flüssigkeit, durch die Hände, die wie wild auf meinen Kopf schlugen, seiner Schreie undeutlich bewusst. Mit den Händen tastete ich blind neben mich. Ich bekam die Klarinette zu fassen. Ich hob sie hoch und schlug wie verrückt auf sein Gesicht und seine Brust … Alles lesen>>>
Ein gelber Regenschirm, eine Sicherheitsnadel, zurück gelassen auf dem Tisch, ein roter Regenmantel. Inspektor Bernie Bernstein untersucht den Todesfall. Er trifft auf Anna, folgt ihr auf eine Single-Party. Er, ebenfalls verlassen, er, der er sich um seinen geisteskranken Sohn kümmert, der ihn hasst, der ihn beschimpft. Beide fühlen sich seelenverwandt. Bernstein schöpft Verdacht. Er will anderen Spuren nachgehen, ein Stricher, ein Drogenabhängiger wird verdächtigt, doch dann …?

Der Film von Nico Hofmann

mit: Corinna Harfouch, Götz George, Tim Bergmann; Regie: Nico Hofmann

Der Rüpel und der Nachdenkliche

Rollen, wie auf den Leib geschrieben. Corinna Harfouch, die Frau mit dem stets ins Traurige neigenden Blick. Die Feinfühlige, die Verletzbare und der Rüpel mit dem großen Herzen: Götz George.
Nannte man bis in die 90`er hinein den Namen Götz George, so fiel einem Schimanski ein, Schimmi. Es gab wahrscheinlich eine ganze Reihe Deutscher, die seinen richtigen Namen gar nicht kannten. Götz George, Sohn Heinrichs, „Jud Süß“, „Der Postmeister“. Sahen sie ein Foto von ihm, dann war das Schimanski. Die Ossi-Frau aus Suhl und der Wessi-Mann aus Berlin, dort geboren, bevor Berlin geteilt wurde. Der Super-Wessi, prügelte er sich doch nicht irgendwo, sondern im Ruhr-Pott herum. Ruhr – Kohle -Stahl – drei Worte, die das (west)deutsche Wirtschaftswunder nicht treffender beschreiben können.
Spätestens seit „Der Sandmann“ lernte das Publikum einen anderen George kennen. Den Prostituierten-Mörder Kupfer, den eine junge Journalistin vor laufender Kamera entlarven will. Am Ende des Film das Augenzwinkern. Zwei Jahre davor in „Schtonk“ der pomadige „Prof. Dr.“ Fritz Knobel. Die Komödie über die gefälschten Hitler-Tagebücher, was seiner Zeit dazu führte, dass die halbe Welt über den „Stern“ lachte.
In Solo für Klarinette erleben wir den Rüpel und den nachdenklichen George.

Nach der Tat

Der Film beginnt nach der Tat, der Roman beginnt davor, erzählt die Vorgeschichte, die Sehnsucht und das Leid einer Frau nach Nähe.
Im Film: Eine Frau wäscht ihre blutigen Hände, sie schrubbt. Auf dem Bett eine entstellte Leiche, Blut, überall wo die Kamera hin zeigt. Penis abgebissen, stellt später die Polizei fest. Die Todesursache: der Mann wurde mit einer Klarinette erschlagen.
Der Polizeieinsatz in einem Altenheim, in dem minderjährige Prostituierte angeboten werden, kommt im Roman nicht vor. Hier wird sich der Regisseur die Freiheit genommen haben, einen eigenen Akzent einzubringen. Warum? Außer dass sich „Bernie“ in eine der jungen Prostituierten verliebt, was seinen bereits desolaten Zustands zum Ausdruck bringt, besitzt diese Szene keinerlei Bezug zum Stoff. Ebenso wenig ein Nachspiel. Ein Bon Bon nur, das Auftauchen der Kommissarin (Rita Russek) aus der Serie „Wilsberg“ in der Rolle einer Zuhälterin.
Der geisteskranke Sohn: „Du hast mich aufgeweckt, du Arschloch, du Wichser.“ Ehefrau (Barbara Auer) fassungslos.
Der Anruf zum Tatort. In Tatortnähe der Zusammenprall mit Anna (Corinna Harfouch), die mit dem alten Mann in den Fahrstuhl steigt. Der alte Mann, der sich später an nichts mehr erinnern will.
Und immer wieder Düsternis, Regen. Eine Gegend, kaum vorstellbar, dass es sich um Berlin handeln soll. Der Regisseur überträgt die New Yorker Slums, die Häuserschluchten nach Berlin. So dunkel erlebte ich Berlin nur vor der Wende, als man, wohin man sich wandte, stets auf dieses Monster von Mauer traf.
Nacktfotos eines Jungen locken „Bernie“ auf eine falsche Fährte. Der Sohn des Ermordeten, die Mutter gerät in Verdacht. Noch mehr, nachdem sie geflohen ist. Nachdem er Anna kennen lernt, sucht er die falschen Fährten. Er beseitigt den gelben Regenschirm.
Seine Wut darüber, dass die Ehefrau ihn aussperrte, lässt er in einem schäbigen Hotel an einer Prostituierten aus. Irgendwann schlägt er seinen Chef nieder, wird suspendiert. Da ist er wieder der Schimanski, der Rüpel.
Der Nachdenkliche in seiner liebevollen Beziehung zum psychisch kranken Sohn wie zu Anna, in die er sich verliebt. Obgleich sich die Verdachtsmomente verdichten, dass nur sie die Täterin sein kann.
Nicht zu vergessen die brillante Barbara Thalbach in der Rolle der Veranstalterin dieser Bälle für einsame Herzen, die eine ganz besondere Rolle im Film spielen.
In der Folge ein paar Szenen aus dem Film, die man bei Youtube leider nicht einstellen kann. Wenn diese Szenen auch in einer Filmkritik als zu plakativ bezeichnet wurden. Menschen tun eben so etwas …

video

Kritik von Ekkehard Knörer (Jump Cut): Handwerklich gibt es an dem Film nichts auszusetzen. Kamera, Regie und Schauspieler sind, falls man Götz George grundsätzlich ertragen kann, weit über Durchschnitt. Bewundernswert ist auch die Sorgfalt, mit der dieser Film, ohne ins Pittoreske zu verfallen (das ist etwas, das man in starkem Maße etwa ‚Jenseits der Stille‘ vorwerfen kann, ein wenig aber auch dem sonst hoch geschätzten ‚Das Leben ist eine Baustelle‘), ein Berlin der etwas anderen Art entwirft. Es gibt hier keine Anschlußwillkürlichkeiten wie etwa in ‚Lola rennt‘ und daran könnte man so manches über den Unterschied zwischen Realismus und imaginären Realitäten lernen. Dabei ist auch das Berlin dieses Films höchst artifiziell, nämlich weit über die Alltagserfahrung düster, trostlos und regnerisch (mitunter darf man allen Ernstes an Blade Runner denken), aber wegen seiner Genauigkeit bis ins Detail außerordentlich stimmig. Mit großer Präzision hat Nico Hofmann an der Tonspur gearbeitet, die, unauffällig genug, Atmosphäre transportiert.
Stellt sich die Frage, warum es dann doch kein großer Film geworden ist. Die Antwort liegt auf der Hand und ist die fürs deutsche Kino übliche: das Drehbuch. Hier hat mal wieder jemand einfach zuviel gewollt, und zwar alles auf einmal.
solo_fuer_klarinette_film
Der Film ist ein Thriller, eine milieugenaue Psychostudie, die Geschichte einer amour fou, nicht zu vergessen Eheprobleme , Päderasten und psychisch gestörter Sohn. Als Ergebnis eine Melange aus Schimanski und ‚Engelchen‘, deren Verdaulichkeit trotz der großartig geheimnisvollen, beängstigend instabilen weiblichen Hauptfigur, die Corinna Harfouch mit großer erotischer Ausstrahlung spielt, immer wieder in Frage steht.

Insgesamt bereitet das Sorge. Nico Hofmann ist neben Dominik Graf gewiss der handwerklich beste deutsche Regisseur und muss seine Talente wie dieser meistens fürs Fernsehen verschenken (sehenswert bleibt natürlich immer, was die beiden inszenieren). Mit George und Harfouch hat er die zwei vielleicht charismatischsten deutschen Schauspieler zur Verfügung und doch kann der Film am Ende, und ich meine das ernst, nicht mit der oberen Mittelklasse vergleichbarer Hollywood-Produkte mithalten. Bei welcher Gelegenheit nur haben die deutschen AutorInnen das Geschichten schreiben verlernt? Und, wichtiger: wer kann es ihnen wieder beibringen?


Lesen Sie auch:

Meine Bücher im Verkauf

traeume_lernen_laufen_taschenbuchfrank_c_mey_regenwuermer_vertragen_kein_coffein_leseprobenchrissys_tagebuchdunkle_perlen_erotiknovellenhemmungslos_frivol_erotische_erzaehlungen
Träume
lernen laufen
Regenwürmer vertragen kein CoffeinChrissys Tagebuch Teile 1 und 2Dunkle PerlenHemmungslos frivol

Meine Bücher im Verkauf - Dunkle Perlen

Erotiknovellen – Erstes Buch - Helene – Als Taschenbuch und eBook - Leseprobe
„Hast du kein Gepäck?“ fragte sie mich erstaunt. - „Doch, das liegt schon im Hotel“, erwiderte ich. Wenige Minuten später standen wir beide an der Rezeption des Hotels.
Der überraschte Blick des Portiers entging mir ebenso wenig, wie das Tuscheln zweier weiterer Hotelmitarbeiterinnen, die einige Meter von uns entfernt ebenfalls hinter dem Tresen standen.
„Ihren Ausweis bitte“, sprach der Herr Hélène mit trockener Stimme an. Die hatte ihren Pass bereits aus der Umhängetasche gezogen …
dunkle_perlen_erotiknovellenEr gab sich gar nicht erst die Mühe, den Pass zu öffnen, sondern sah mit streng nach oben gezogenen Augenbrauen auf den Deckel. Im oberen Teil der goldene Aufdruck: „République de la France“, unterhalb des Wappens „Passeport“. Mit affektiertem Hüsteln reichte er Hélène den Pass zurück.
„Es tut mir sehr leid, meine Herrschaften. Leider ist es nicht möglich, einem Bürger der DDR in Begleitung einer Bürgerin der Republik Frankreich in diesem Hotel ein Zimmer zu geben. Es tut mir leid.“ Das letzte wiederholte er zweimal, als wollte er jeglichen Widerspruch oder jede Frage von vornherein im Keim ersticken.
„Was ist das denn?“ Hélène empörte sich. „Ich kann überall auf dieser Welt ein Hotelzimmer beziehen, mit wem und solange ich will!“
Beide Hände in die Hüften gestemmt, stampfte sie mit einem Fuß. Der hohe Absatz klirrte auf dem Steinfußboden ...
„Sie haben telefonisch ein Doppelzimmer für sich und ihre Ehefrau bestellt.“ Er erinnerte mich an einen dieser besserwisserischen Oberlehrer, die bereits mit dem Ton ihrer Rede durchblicken lassen, dass jeglicher Widerspruch zwecklos bleibt.
„Ist die Dame ihre Ehefrau?“
„Das ist doch völlig egal, ob Ehefrau, Bekannte oder sonst irgendetwas“, mischte Hélène sich erneut wutschnaubend ein.
„Uns ist das nicht egal, meine Dame“, erwiderte er im selben Ton.
„Na gut, dann geben sie uns eben zwei Einzelzimmer.“ Hélène grinste siegesbewusst, als sei sie sich bereits sicher gewesen, ihn überlistet zu haben.
Er schüttelte den Kopf: „Tut mir leid, zwei Einzelzimmer stehen leider nicht zur Verfügung.“ ... Alle Leseproben>>>

Sie sind nicht Kunde|in bei Amazon?

Dann nutzen Sie doch die Schnupperangebote in meiner Edition Triangel der Lüste - Band 1 bis 6 mit allen meinen Büchern als eBook für je 1,99 EURO bei Thalia google play BookRix u. a...... Einfach den Titel -Triangel der Lüste - in die Suchabfrage eingeben!

Oder Kauf direkt beim Autor mit Wunschsignatur - Information hier>>>

Besuchen Sie auch meine Autorenseite bei Amazon>>>

Zufällige Werbeeinblendungen - Wenn Sie Werbung auf diesem Blog schalten wollen, dann senden Sie bitte eine Anfrage über das Kontaktformular>>>>

1und1
solo_fuer_klarinette_das_buch_der_film_leseproben_trailer
82 / 100 SEO Punktzahl

Kommentar hinterlassen zu "Solo für Klarinette – Das Buch – Der Film"

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.