Kin Ping Meh

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Klassische chinesische Erotik – Leseproben

Die abenteuerliche Geschichte von Hsi Men und seinen sechs Frauen

Er kannte ihre Meisterschaft im Flötenspiel. Sie musste sich also rittlings auf den Leib setzen und ihre Hände zu einem zart schließenden Goldreif krümmen. Die Flöte fest umspannend, setzte sie sie an den Mund und ließ das Ende in rhythmischem Auf und Ab bald hinaus-, bald hinein gleiten….

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Zum Roman

Jin Ping Mei (chinesisch 金瓶梅, Pinyin Jīn Píng Méi, auch Kin Ping Meh) ist ein in der Spätzeit der Ming-Dynastie(16. Jahrhundert) entstandener chinesischer Sittenroman, berühmt für seine erotischen bzw. pornographischen Passagen. Die Autorschaft ist umstritten; zuweilen wird sie Lanling Xiaoxiao Sheng (蘭陵笑笑生 ‚der lachende Student von Lanling‘, ein Pseudonym) zugeschrieben (Quelle Wikipedia). Der Titel des Buches, den man als Die Pflaumenblüte in der goldenen Vase wiedergeben kann, spielt auf die Namen der drei weiblichen Hauptpersonen an. Wegen der expliziten sexuellen Beschreibungen wird der Roman in der Volksrepublik China als pornographisch angesehen und ist dort verboten. Ein weiteres Verbot bestand in Deutschland seit 1933.

Erstes Kapitel – Goldlotos

Unsere Geschichte ereignete sich zur Shung-Zeit unter der Ära des Kaisers Hui Tschung während einer Epoche, die den Namen Tschong ho, >Harmonische Regierung<, führt. Damals lebte in Schantung im Kreise Tsing ho hsiän, der zur Präfektur Tung ping fo gehörte, ein junger Wüstling namens Hsi Men. Der stattliche, Lebensfrohe Dreißiger war mit Tausendkäschschnüren überreich gesegnet…..
…Hsi Men besaß aus erster Ehe eine noch unvermählte, aber bereits verlobte Tochter. In zweiter Ehe war er seit kurzem mit >Mondjungfer<, der fünfundzwanzigjährigen Tochter des linken Stadtkommandanten Wu von Tsing ho hsiän, verheiratet. >Mondjungfer< oder vielmehr >Mondfrau<, wie sie seit ihrer Verheiratung genannt wurde, war eine gute, verständige Natur und wusste sich nach außen hin mit Geschick dem grundverschiedenen Charakter des Gatten anzupassen. Außerdem lebten noch zwei Nebenfrauen im Hause, Li Kiarorl und die magere, kränkliche Tscho Tiurl, zwei ehemalige Blumenhoffavoritinnen Hsi Mens. Unter der weiblichen Dienerschaft waren ferner drei, vier hübsche Dinger, denen er auch hin und wieder seine Gunst schenkte. Doch damit nicht genug, trieb ihn häufig unbändiges Verlangen, außerhalb des Hauses >mit den Winden zu tollen, mit dem Mondstrahl zu spielen< und anderer Leute Frauen und Töchter zu verführen……

Diesen Vorschlag hatte der alte Herr mit Freuden angenommen, und tatsächlich hatte ein paar Tage später die Mittelsfrau zwei hübsche junge Dinger ins Haus gebracht. Leider war die sechzehnjährige  Pai Yü Liän bald darauf gestorben. Die andere, die fünfzehnjährige Pan Kin Liän, war die sechste Tochter eines armen Schneiderleins namens Pan aus der südlichen Vorstadt. Den Namen Kin Liän, >Goldlotos<, verdankte sie ihren früh entwickelten Reizen und besonders ihren hübschen zierlichen Füßen. Nach dem Tode des Vaters war die Neunjährige von ihrer Mutter in das vornehme Haus eines Herrn Wang verkauft worden. Dort war sie in Gesang und Lautenspiel und auch in der Schreib- und Lesekunst unterrichtet worden.
kin_ping_meh_leseproben  Sie war eine äußerst aufgeweckte und geschmeidige Natur. Mit knapp dreizehn verstand sie bereits ihre Brauen und Augen zu verschönern und kunstgerecht Rot aufzulegen; sie konnte die Bambusflöte blasen und Gitarre spielen, sie war in aller feinen Hand- und Nadelarbeiten geübt, sie beherrschte die Schwierigkeiten der Schrift. Ihr Haar trug sie wohlfrisiert in schön gewelltem Knoten. Über ihrem jungen Leib straffte sich eng anliegend das Gewand. So wuch sie zu einer kleinen koketten Schönheit heran. Als sie fünfzehn zählte, starb der alte Wang. Da kaufte ihre Mutter sie für zwanzig Tael von der bisherigen Herrschaft los und veräußerte sie an das Haus Tschang.
Dort vervollkommnete sie sich weiter in mannigfachen Künsten und lernte besonders die siebensaitige Pi pa meistern. Nun zählte sie sechzehn Lenze und war zu einer vollendeten Schönheit erblüht. >Ein Antlitz pfirsichblütenhold, zwei Brauen fein geschwungen wie die Neumondsichel…< Schon lange hatte Herr Tschang nach ihrem Besitz gelechzt, doch die Angst vor der strengen Gattin hatte ihn stets abgehalten, die Hand nach der kostbaren Blume auszustrecken.
Da, eines Tages, während seine Frau in einem Nachbarhause zu Besuch weilte, war`s ihm endlich geglückt. Freilich musste er die kurze Wonne des heimlichen Liebesgenusses nachträglich auf fünferlei Art büßen. Denn es stellten sich alsbald bei ihm ein: zum ersten Lendenweh, zum zweiten Augentränen, zum dritten Ohrensausen, zum vierten Schnupfen, zum fünften Blasenkatarrh…. Lesen Sie mehr>>>>>


Filmtipp, passend zum Thema – Das Geheimnis der Geisha – Mehr zum Film>>>

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Der französische Bestseller-Krimiautor Alexandre Fayard reist zur Promotion seines neuen Romans nach Japan und hofft, dort sein Idol, den Schriftsteller Shundei Oe, zu treffen. Oe ist bekannt für seine verstörenden und provokanten Romane, den Autor selbst hat aber niemand je zu Gesicht bekommen. Doch kaum in Japan angekommen, wird Fayard von einem mysteriösen Anrufer bedroht und aufgefordert, das Land zu verlassen. Zufällig lernt der Franzose kurz darauf die Geisha Tamao kennen, die behauptet, Oes Geliebte gewesen zu sein. Fasziniert von der geheimnisvollen Schönheit beginnt er eine leidenschaftliche Affäre mit ihr. Doch schon bald muss Fayard erkennen, dass er in ein undurchsichtiges Netz aus Macht und Intrigen geraten ist…
Mit Frankreichs Superstar Benoit Magimel (Die purpurnen Flüsse 2, Die Klavierspielerin, Spurlos, Trouands, Sky Fighter)


Das Flötenspiel

Dieser Neffe Hua Tse Hsü gehörte, wie sich die werten Leser erinnern können, zu jenen neun Gesellen, die sich damals im Nephrtikaisertempel mit Hsi Men zu einem Schwurbruderbund zusammengetan hatten. Täglich pflegte er sich mit diesem Ying Po Küe oder Hsiä Hsi Ta und wie die Mitglieder des Klubs der Zehn sonst hießen, zusammengefunden und in Weinstuben und Freudenhäusern gemeinsam Orgien zu veranstalten. Die anderen Klubbrüder, mit Ausnahme von Hsi Men alles arme Schlucker, animierten natürlich den reichen Hua nach Kräften zum Prassen und Geldausgeben. So kam es, dass er mitunter drei, fünf Nächte lang von zu Hause weg blieb…..
Bis zum Abend währte das Gelage im Wasserrosenpavillon, dann brach man auf. Hsi Men zog es zum Schlafzimmer seiner Favoritin. Er war leicht berauscht, und die Weinstimmung hatte in ihm das Verlangen nach Liebesgenuss geweckt….

Goldlotos machte das Lager zurecht und setzte die Räucherbecken in Brand. Dann halfen sie sich gegenseitig beim Auskleiden und schlüpften unter die seidenen Behänge. Hsi Men war heute nicht zum üblichen Wolken- und Regenspiel aufgelegt. Er kannte ihre Meisterschaft im Flötenspiel. Sie musste sich also rittlings auf den Leib setzen und ihre Hände zu einem zart schließenden Goldreif krümmen. Die Flöte fest umspannend, setzte sie sie an den Mund und ließ das Ende in rhythmischem Auf und Ab bald hinaus-, bald hinein gleiten. In wohligem Behagen, den Kopf vornüber geneigt, ließ er sich das schmatzend saugende Spiel ihrer Lippen gefallen, und je länger es währte, desto mehr steigerte sich sein Lustgefühl….
Auf einmal rief er nach Tee, und gleich darauf erschien Zofe Lenzpflaume im Zimme. Geniert ließ Goldlotos eilig den Bettvorhang herunter. Er lächelte.

„Warum genierst du dich vor ihr? Frau Hua von nebenan geniert es nicht einmal, wenn ihr Mann mit ihrer älteren Zofe, die sie immer um sich hat, verkehrt. Die ist übrigens genauso alt wie unsere Lenzpflaume. Die Kleine ist die, die dir heute die Blumen brachte. Hübsche Dinger, die beiden! Nein, dieser Hua! Wer hätte ihm das zugetraut, dass er mit solchen ganz Jungen anbändelt!“ Sie schaute ihn gelassen prüfend an. „Erzschelm du! Doch ich will mich nicht mit Dir zanken. Natürlich steht dir der Sinn nach dieser Lenzpflaume. Gut, nimm Sie!“ Und ihre Unterhaltung ging in voller Harmonie aus. Als dann langsam das Flötenspiel verklungen war, schliefen sie, Kopf an Kopf und Schenkel an Schenkel eng aneinander gepresst, endlich ein. Nicht mit Unrecht heißt es:

Willst Du den Lieben fesseln schlau, die Purpurflöte spiele, kleine Frau!

Als sie dann am späten Vormittag erwachten, mochten sie sich nicht vom Lager trennen. Sie frühstückten im Bett und setzten ihr Liebesspiel mit Eifer fort, Frau Ping, die sich trefflich aufs Reiten verstand, kletterte auf ihn und steckte geschickt seinen Blumenstengel in ihre kleine Vase. Sie waren mitten im schönsten Reiten, als sich draußen vorm Fenster die Stimme des Burschen Tai A`rl vernehmen ließ. Es seien fünf Spezereihändler aus den Südprovinzen eingetroffen, so meldete er. Sie hätten eine Ladung Ware mitgebracht und verlangten hundert Silbermünzen dafür, zahlbar nach sechs Monaten. Mondfrau habe ihn hergeschickt, denn die Händler wünschten, dass es, Hsi Men, den Vertrag persönlich unterzeichne….kin_ping_meh

So in süßer Haft gefangen, lässt sie hundert Töne quellen, lässt die Leute in der Kammer, lauschend ihres Schlafs vergessen…

Während ihr diese Worte durch den Sinn gingen, schweifte ihr Auge über den entblößt auf dem Lager liegenden Hsi Men hin, und ihr Blick blieb auf seinem gewaltigen Etwas an der Leibesmitte haften. Die Gedankenverbindung war hergestellt. Ein unüberwindliches Gelüst stieg in ihr auf. Ihre zarten Finger begannen eine sanfte Weise zu spielen. Dann kauerte sie sich über ihn nieder und liebkoste ihn.
„Verrücktes Weib!“ brummte er, „nicht einmal im Schlaf lässt du einem Ruhe.“
Und er richtete sich in halb sitzender Lage auf, und währen er geneigten Kopfes ihrem Spiel interessiert zuschaute, weidete sich sein Auge an den vollendeten Linien ihres gekrümmten Körpers. So ergötzten sich die beiden in tiefer Nacht verstohlen  am Spiel auf der Purpurflöte.

Das Spiel mochte die Zeitspanne einer Mahlzeit gewährt haben, da spürte er von fern den bekannten angenehmen Drang in sich aufsteigen. Schnell rief er nach Zofe Tschun Meh, sie solle Wein bringen. Die Kerze musste sie auf eine Bank hinter dem Bettvorhang stellen, damit ihr Schein nicht blende. Dann musste sie sich ihm zu Häupten, die Weinkanne in der Hand, aufstellen.
„Nichtsnutziger Schlingel“, schalt Goldlotos. „was sind denn das für neue Marotten? Was hat die Kleine hierbei zu suchen?“
„Das habe ich bei Schwester Ping gelernt“, rief er lachend. „Da muss sich Zofe Ying Tschun daneben stellen und mir Wein einschenken. Das erhöht den Reiz der Sache.“….. weiterlesen>>>>>

In der Grotte des versteckten Lenzes

Hsi Mens Diener Lai Wang, besaß ein entzückendes kleines Weib namens Hui Liän. Hui Liän, des Sarghändlers Sung Töchterlein, war ursprünglich mit einem Koch verheiratet gewesen, der viel zur Aushilfe in Hsi Mens Küche herangezogen wurde. Gewöhnlich hatte Lai Wang ihn holen müssen, wenn er gerade gebraucht wurde, was häufig der Fall war, und so hatte er die Bekanntschaft der reizenden Kochgattin gemacht. Öfters kam es vor, dass er sie allein im Hause antraf, und da hatte sich nun aus Plaudern und Schäkern gar bald ein heimliches Verhältnis zwischen beiden entwickelt. Nachdem der Koch im Streit von einem Kollegen erstochen worden war, hatte Lai Wang seine Freundin mit sich genommen und Mondfrau als angeblich frisch geheiratete Gattin vorgestellt. Und die gute Mondfrau hatte ihm die erbetene Erlaubnis erteilt, dass Hui Liän, deren in Nadelarbeit geübten Hände man sowieso gut gebrauchen konnte, fortan mit im Hause wohnte und hatte dem Paar noch obendrein eine anständige Aussteuer spendiert.

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Hui Liän war eine schmucke, aufgeweckte Person von knapp vierundzwanzig Jahren und mit ihrem tadellosen Wuchs, nicht zu klein und nicht zu groß, nicht zu dick und nicht zu mager, mit ihrem frischen, blütenreinen Teint, ihren zierlichen Füßen , so recht dazu geschaffen, Männer toll zu machen und die ruhige Atmosphäre eines bürgerlichen Haushalts zu verwirren.  Sie hatte es rasch verstanden, sich bei Hsi Mens Freunden und Zofen beliebt zu machen, und wenn sie auch noch jeden Schmuckes bar war, so hatte sie es doch binnen Monatsfrist ihren Herrinnen trefflich abgeguckt, wie man sich mit Geschmack frisieren und zurechtmachen kann. Kurz, sie brauchte Hsi Men nur unter die Augen zu treten, um in ihm sofort das brennende Verlangen nach ihrem Besitz zu entzünden.
An einem der nächsten Nachmittage traf sichs, dass Mondfrau zu einem Nachbarbesuche außerhalb des Hauses weilte. Hsi Men war eben von einem Gelage heimgekehrt und wollte gerade die innere Pforte, die zu den Frauengemächern führt, durchschreiten, da stieß er zufällig mit Hui Liän zusammen. Vom Wein erhitzt, wie er war, zog er sie ohne Umstände an sich und presste seine Lippen auf ihren Mund.
„Du, wenn du hübsch tust, was ich will, kannst du Kleider haben, soviel du magst“, brachte er mit schwerer Zunge heraus.
Sie machte sich lächelnd los und sprang, ohne einen Ton zu erwidern, davon. Hsi Men aber begab sich in das Wohnzimmer von Mondfrau, wo er Zofe Nephritflöte vorfand.

Jetzt lenkte sie ihre Schritte an der Grotte des versteckten Lenzes vorüber, Da drangen von drinnen menschliche Laute an ihr Ohr, die einer männlichen und einer weiblichen Stimme angehörten. Rasch war sie am Grotteneingang und kam gerade noch rechtzeitig, um zu sehen, wie Hsi Men und Hui Liän aus enger Verstrickung auf dem Diwan auseinander fuhren und sich hastig an ihrer stark in Unordnung geratenen Kleidung zu schaffen machten. Hochrot im Gesicht vor Verlegenheit, wollte Hui Liän schnell an ihr vorbei ins Freie entweichen.
„Was treibst du denn hier, du ranziges Stück Fleisch?“ schnob Goldlotos sie an.
„Ich suchte bloß nach dem Diener Hua Tungrls“, stammelte die Erschrockene und stob davon wie ein Rauch.
„Schamloser Strolch du! Also du bist ihr Hua Tungrl!“ wetterte jetzt Goldlotos gegen den Ertappten los, der noch immer nervös an seinem Hosenband herum hantierte. „Bei helllichtem Tage treibst du dich hier mit einer elenden Sklavendirne herum! Geohrfeigt hätte ich sie, wenn sie mir nicht so rasch entwischt wäre! Nun gestehe, wie oft hast dus mit ihr getrieben? Und bitte, nicht flunkern, sonst verpetze ich dich bei Mondfrau. Die wirds dem Schwein, der Sklavendirne, gehörig geben!“
„Pst, nicht so laut, sonst merken es die anderen“, suchte er sie, verlegen lächelnd, zu beschwichtigen. „Und ehrlich gestanden, es war das erste und einzige kleine Mal, es kam so…“

Die flüchtigen, verstohlenen Begegnungen mit Hui Liän, bei denen die eingeweihte Nephritflöte gewöhnlich die Rolle der Aufpasserin zu spielen hatte und deren Genuss durch die stete Angst vor dem Ertappt werden stark beeinträchtigt wurde, genügten Hsi Men auf die Dauer nicht. Eines Abend gegen Ende des zwölften Monats sprach er zu Goldlotos: „Liebes kleines Ölmaul, ich möchte heute Nacht bei Hui Liän schlafen. Wäre das nicht hier in deinem Pavillon zu machen?“
„Was! Bei dir schwitzt ja die Verderbtheit förmlich aus allen Poren! Doch ich will nicht zanken. Wenn dich`s durchaus gelüstet, dich mit der geilen Magd zu vergnügen, meinetwegen. Aber wo soll ich das Lager für euch unterbringen? Ich wüsste nicht, wo ich Platz hätte. Außerdem wird Tschun Meh kaum einverstanden sein. Frag sie doch mal!“
„Gut, ich sehe, es passt euch Weibern nicht, also werde ich mich in die Grotte des versteckten Lenzes verziehen… weiterlesen>>>


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In der Weinlaube feiert Goldlotos mit Hsi Men Orgien

Inzwischen hatte Hsi Men auch Herbstaster weggeschickt. Sie sollte die vergessene Jasminseife holen. So war er also mit Frau Ping allein in der Malachitveranda zurück geblieben. In der lauernden Stille dieser gewitterschwülen Stunde wirkte die Nähe ihres leicht bekleideten Körpers auf seine empfindlichen Nerven doppelt prickelnd und beschleunigend. Es genügte, dass er bei einigen zufälligen Wendungen, die sie in der Richtung gegen das schräg hereinfallende Sonnenlicht tat, unter dem hauchdünnen Gewebe ihres rosa Batisthöschens deutlich die schwellenden Konturen ihrer oberen Schenkelpartie, das jadene Blass, das eisige Matt ihres Fleisches hindurch schimmern sah, um in ihm augenblicklich ein unwiderstehliches Brunstverlangen zu entzünden. Kamm und Waschbecken waren vergessen. Er zog sie wortlos an sich und hob sie auf den Diwan, schlug ihren Rocksaum hoch und streifte ihre unterste Hülle herunter…
Während sich die Beiden gerade den fliegenden Wonnen ihrer brünstigen Vereinigung überließen, hatte sich Goldlotos leise dem Pavillon genähert und stand nun unbemerkt hinter dem Wandschirm am Eingang der Malachitveranda, um mit verhaltenem Atem zu lauschen. Jetzt unterschied sie seine bebende Stimme, seine leidenschaftlichen Koseworte.
Und nach einer Weile sie, abwehrend:
„Nicht so heftig! Ich wills dir gestehen: seit einem Monat fühle ich mich schwanger. Darum geht etwas zart mit mir um!“
„ist es möglich, Liebes!“ rief er entzückt aus. „Aber warum hast du das nicht gleich gesagt? Dann hätte ich es doch nicht so arg getrieben!“
Drinnen war gerade sein Keuchen und Stöhnen verstummt, war ihr letzter Papageienschrei verhallt, als die draußen Lauschende hinter sich Schritte näher kommen hörte. Es war Mong Yü Loh.
„Schwester Fünf, was gibts denn da Besonderes zu sehen?“ rief sie ihr arglos von Weitem zu.
Goldlotos gebot ihr mit einer Handbewegung Schweigen und ging mit ihr gleichzeitig hinein. Bei ihrem überraschenden Erscheinen fuhr er erschreckt zusammen und wusste vor Verlegenheit nicht, wo er seine Gliedmaßen zusammenlesen sollte….weiterlesen>>>

Das kurze Intermezzo mit Frau Ping hatte unserem vor Manneskraft strotzenden Helden eher aufgebaut, denn ermüdet. Das Erscheinen von Goldlotos und ihre verführerische Gestik erweckten  in ihm neue Lust…
Hsi Men baute alles das, so gut es ging, auf zwei zusammen gerückten Hockern auf, während er mit Goldlotos auf den beiden anderen Platz nahm. Nun wurde fleißig gegessen und getrunken und zwischendurch zum Zeitvertreib mit den Wurfpfeilen nach der dreihalsigen Spielkaraffe geschleudert.
Bald stellte sich bei ihr, infolge des reichlich und hastig getrunkenen Weins, ein leichter Rausch ein, ihre Wangen färbten sich mit dem zarten Rot der Pfirsichblüten, ihr schräger Blick bekam den feuchten Schimmer der herbstlichen Welle. Als Hsi Men jetzt Tschun Meh nach neuem Wein ausschickte, trug sie der Kleinen auf, ein paar Matten und Kissen mitzubringen, da sie Müdigkeit spüre ud sich etwas ausstrecken wolle. Nach einer Weile erschien zuerst Herbstaster wieder, schwer mit Kissen und Matten beladen. Goldlotos lies sich ein bequemes Lager am Boden herrichten, dann durfte die Kleine gehen.

Kin_Ping_Meh  „Schließ die Parkpforte hinter dir ab!“ befahl ihr Goldlotos. „Du brauchst jetzt nicht wiederkommen, außer wenn ich dich rufen lasse. Nun machten sich`s die beiden bequem. Erst streifte Hsi Men seinen Rock herunter und hängte ihn über die Brüstung; und als er von einem kleinen Gang abseits in die Büsche am Rand des Päonienbeetes wiederkehrte, fand er Goldlotos bereits völlig nackt auf den Matten liegen. Die roten Atlasschuhe waren ihre einzige Bekleidung. In der Hand hielt sie ihren Fächer und wedelte sich Kühlung zu.
Ihr Anblick brachte sein Blut in Wallung. Hastig legte er gleichfalls seine übrige Kleidung ab und ließ sich auf einen Porzellanhocker nieder. Von da aus machte er sich das Vergnügen, erst eine Weile mit seinen Zehen an ihre kleine Kröte zu tippen. Dann zog er ihr auch noch die Samtpantöffelchen ab und kam auf den absonderlichen Einfall, ihre gespreizten Füße mit den Fußbinden schräg nach oben an den Pfosten des hinteren Laubeneingangs festzuschnallen. Wie ein rückwärts gebäumter Lindwurm mit hoch gereckten Vorderpranken lag sie da und musste seinen heißen Liebesangriff dulden.


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„Ich will gar nichts und du sollst gar nichts“, sprach sie in den Wirrwarr meiner Gedanken hinein. „Das einzige was ich jetzt will, mit dir schlafen, wie Frau mit Frau.“ Ich ließ mich ohne Widerstand an der Hand ins Schlafzimmer ziehen. Während Viola auf dem Bett in der nun unendlich bequemeren Lage, ihr Streicheln, ihre Küsse auf meine erhitzte Haut fortsetzte, stellte sich bei mir allmählich dieser Zustand ein, der stets meinen Willen brach. Dieses Mal dauerte es länger als sonst.
Leise sprach sie in ihre Küsse hinein: ich würde begeistert sein, Maria, so ihr Name, sei eine wirklich tolle Frau, sie habe sich lange mit ihr unterhalten. „Ihr habt also schon …?“, fragte ich zaghaft. „Nein, mein Reh, wir haben uns unterhalten, nicht einmal über Intimitäten.“ Viola habe ihr von mir erzählt, was für eine liebenswerte junge Frau ich sei.
chrissys_tagebuch_teil1 „Alltäglich ist das aber nicht, dass eine Lehrerin eine Beziehung mit einer ehemaligen Schülerin eingeht, Viola?“ Maria hob die Brauen, sie schaute Viola verwundert an. Am Tonfall ihrer Stimme bemerkte ich, dass ihre Bemerkung wohl weniger Ernst aufgefasst werden sollte.
„Sie war seit Langem nicht mehr meine Schülerin, aber ich mochte Chrissy schon als sie das noch war“, antwortete Viola leise, während sie mich lächelnd anschaute. Bei der Vervollständigung der Geschichte wechselten wir uns beide ab. Viola, dass sie seinerzeit bereits in mich verliebt war, ich erzählte von unserer „zufälligen“ Begegnung. Viola wie aufgeregt ich am Anfang gewesen sei, ich, welchen Schreck ich bekam, nachdem ich bemerkte, dass sich diese Aufregung als Erregung entpuppte. Viola setzte den Schlusspunkt, wie wir uns in die Arme gefallen waren.
„Aufregend“, sagte Maria, das sei ja nahezu Film reif, unsere Geschichte oder Stoff für einen Liebesroman.
„Du kennst den Spruch: geteilte Freude ist doppelte Freude, geteiltes Leid ist halbes Leid …“ Sie wartete einen Moment, bevor sie weiter sprach. Viola schien den Sinn nicht verstanden zu haben, zumindest erwiderte sie nichts darauf.
„Man kann auch Lust teilen, dennoch ist diese stets individuell …“, fuhr Maria fort. Sie blickte wieder zu mir, als sie sagte:
„Ich bin mir nicht sicher, ob Chrissy dasselbe will, worüber wir uns bereits nach etwa zehn Gesprächsminuten einig waren, ohne wirklich darüber gesprochen zu haben.“ Weiter an Viola gerichtet. „Deine Einladung für den heutigen Abend war am Ende die Bestätigung. Hätte ich nicht dasselbe gewollt wie du, wäre ich gar nicht erschienen.“
Für einen Moment herrschte Stille. Damit hatte Viola offenbar nicht gerechnet. Ich war mir nicht sicher, ob ich froh oder traurig sein sollte, falls der Abend an dieser Stelle sein Ende finden sollte. Viola unterbrach meine Gedanken, als sie sich äußerte:
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Mitten in seinem Bemühen wurde er durch das Erscheinen von Lenzpflaume aufgescheucht. In Anbetracht der eigenartigen Lage, in der sie die beiden vorfand, stellte sie ihren Weinkrug leise am vorderen Laubeneingang nieder und verzog sich, der Weisung seiner rückwärts abwinkenden Hand folgend, diskret zum nahen Pavillon der Wolkenrast, wo sie sich niederließ und sich über eine Solo-Schachpartie machte.
Aber er, durch ihre Nähe bereits wieder von neuem Begehren nach neuen Genüssen gekitzelt, löste sich hurtig von Goldlotos und sprang, nackt, wie er war, in langen Sätzen auf steinigem Pfad an Felsschroffen vorbei, dem Pavillon der Wolkenrast zu. Als Lenzpflaume ihn von weitem kommen sah, schlüpfte sie eilig ins Freie und flüchtete sich auf schmalem Seitenpfad an der Grotte des versteckten Lenzes vorüber in dichtes Gebüsch, wo sich sich vor seinen Blicken verborgen glaubte.
Doch schon hatte er sie in ihrem Versteck aufgestöbert und stend nun, die Zweige auseinander biegend, vom Laufen erhitzt und keuchend vor ihr.
„Habe ich dich endlich!“ rief er lachend. Dann hob er sie wie ein leichtes Bündel auf seine Arme und trug sie in die Weinlaube….weiterlesen>>>>>

Die Dame Lin

Schon während dieser kurzen, förmlichen Unterhaltung waren zwischen ihm und ihr Blicke hin und her geflogen, aus denen mehr als bloße Hochachtung und Konvention sprachen. Nunmehr lud sie ihn ein, an der gedeckten Tafel Platz zu nehmen, was nicht ohne einiges höfliches Sträuben abging.
„Ich habe heute zum ersten Mal die Ehre, von der Tai tai empfangen zu werden. Wie darf ich, ohne meinerseits die kleinste Aufmerksamkeit erwiesen zu haben, da ohne weiteres die üppige Gastlichkeit der Dame in Anspruch nehmen?“ beteuerte er.
„Ich hatte bei der Kürze der Frist leider keine Möglichkeit, mich auf euren Besuch würdig vorzubereiten. Der Becher wässrigen Weins, den euch mein kaltes Heim zu bieten hat, ist nur ein kümmerlicher Behelf, euch meine aufrichtige Gesinnung anzudeuten“, entschuldigte sie sich.
Nun, der Becher wässrigen Weins bestand immerhin aus einem stattlichen Menü von sechzehn erlesenen Platten. Dazu schenkte Zofe Wasserrose aus goldenem Krüge ein extra starkes Likörchen in jadene Becher. Den ersten Becher kredenzte die Dame Lin stehend ihrem Gaste. Hsi Men weigerte sich bescheiden, ihn anzunehmen und wollte ihr, gleichfalls stehend, durchaus seinerseits den ersten Becher kredenzen.
„Nein, diesmal ist es an der Tai tai, euch den ersten Becher zu reichen“, entschied Mutter Wen den Höflichkeitswettstreit. „Aber am Fünfzehnten des elften Monats, an ihrem Geburtstag, ist die Reihe an euch, ihr die Ehre zu erweisen.“

Mit genießerischem Behagen ergab sich Hsi Men dem prickelnden Reiz des Mahles zu zweit. Die in hohen, silbernen Leuchtern flackernden Kerzen erfüllten im Verein mit der rot glimmenden Glut des frisch gefüllten goldenen Kohlenbeckens den Raum mit wohliger Wärme. Die Köstlichkeiten der sechzehn Platten und der reichlich genossene Inhalt des goldenen Kruges sorgten für rasche Erwärmung der Stimmung. Von Becher zu Becher, von Platte zu Platte wuchs seine Kühnheit, schwand ihre Zurückhaltung. Scherzworte flogen, Lachen flatterte auf, blad hörte sich das Gespräch an wie der morgendliche Wechselgesang eines verliebten Vogelpärchens.

Wein stärkt den Mut der Sinne. Der beiden Herzen waren längst verstrickt, ihr Verlangen entfacht. Nun kündete die Wasseruhr bereits den Beginn der Nacht, von der Terrasse her fiel schräges Mondlicht auf den Teppich. Mutter Wen und Zofe Wasserrose hatten sich, nachdem der sechzehnte Gang aufgetragen war, entfernt und kamen nicht mehr zum Vorschein. So duldete es die Dame Lin, dass Hsi Men, immer kühner werdend, dichter an ihre Seite rückte, ihr Handgelenk fasste, ihre Schulter streifte, ihre Hüfte berührte. Sie wehrte ihm auch nicht, als er zum Scherz den Arm um ihren Nacken legte und seinen Mund auf ihre zinoberroten Lippen presste. Eine Weile war nur das schmatzende Geräusch brünstigen Lippen- und Zungenspiels zu vernehmen, dann einige im Flüsterton hervor gebrachte Worte geheimen Einverständnisses.
Sie erhob sich und schloss leise die Tür. Dann löste sie den Gürtel, streifte ihre Kleider herunter und streckte sich zwischen schön bestickten, Moschus duftenden Seidenkissen auf den Diwan hin. Mit bebenden Händen glitt er an ihren Hüften entlang, strich er über die glatte Wölbung ihres Busens. Er hatte vorsorglich daheim eine von Pater Fans Kraftpillen geschluckt. Nun spürte sie zwischen ihren zarten Fingern mit frohem Entsetzen die gewaltigen Ausmaße seiner Männlichkeit. Und er wieder tastete fiebernd die versteckten Regionen ihres Weibtums ab. Von hüben und drüben schlug die Flamme des heißen Begehrens zusammen. Mit wahrer Affenbrunst schlang er seine Arme um sie und presste sich zwischen ihre hoch gespreizten Nephritschenkel; er war völlig außer Rand und Band wie ein von seltenen Blütendüften trunken und toll gewordener Falter. Als sie nach langem, hitzigem Bemühen endlich voneinander abließen, waren sie beide völlig erschöpft. Ihre Frisur hatte sich verschoben, ihre Haarspangen staken schief und quer, wohltätige Erschlaffung hielt ihre Glieder gefangen. Eine Weile ruhten sie noch Kopf an Kopf, Schenkel an Schenkel nebeneinander. Endlich erhoben sie sich, wuschen sich und kleideten sich an.
Er hatte sich während seiner langen Rede immer mehr in Eifer und in den überzeugten Ton sittlicher Entrüstung hinein geredet. Mondfrau konnte sich eines Lächelns nicht erwehren. Hatte er sich da nicht eben selber den Spiegel vorgehalten?
„Mir scheint, das junge Küken und der alte Enterich trinken beide aus demselben trüben Tümpel“, bemerkte sie mit leichtem Spott. Er blickte wenig geistvoll drein und verzog sich wortlos in die Bibliothek……weiterlesen>>>

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1 Kommentar zu "Kin Ping Meh"

  1. Danke F. C. für die wirklich interessanten Literaturhinweise. Habe mir Kin Ping Me bei Amazon gekauft und die ersten 100 Seiten gelesen. Es ist köstlich

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