Schwul und verzweifelt – Giovannis Zimmer (1956)

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Giovannis Zimmer – James Baldwins berühmtester Roman

Über die Last und die Verdammnis, schwul zu sein in einer feindlichen Welt – Ein tragischer Liebesroman

Schwul – Seine Berührung weckte in mir immer Verlangen; und doch weckte sein heißer, süßer Atem in mir auch Brechreiz. Ich entzog mich, so sanft ich konnte, und trank meinen Cognac …

Schwule Literatur

In der Einführung zum DEFA-Film „Coming Out“ hatte ich zugegeben, dass in der entsprechenden Rubrik die schwule Literatur bislang völlig unterrepräsentiert ist, was sich ändern sollte und was sich hier mit auch ändern wird. Und das gleich mit einem wahren Klassiker von James Baldwin, den die Kritik gleichzeitig als seinen berühmtesten Roman lobt. Gibt es zu wenig Romane über giovannis_zimmer_buchvorstellungmännliche Homo-Erotik oder regt die weibliche die Fantasie mehr an, nicht allein bei Leserinnen? Mein superschlauer Chat-Bot sagt mir, es sei lediglich ein subjektiver Eindruck, in Wirklichkeit überwiege die Gay-Romance. Nun, um Romance geht es aber bei Baldwin rein gar nicht.

Historisch bedingt

In der klassischen erotischen Literatur soll aber tatsächlich die Literatur über „intensive weibliche Freundschaften“ überwiegen, was daran liege, dass gleichgeschlechtliche Liebe zwischen Männern bis in die jüngere Gegenwart als kriminell galt (und in einigen Regionen noch immer gilt) und es somit für Autoren äußerst schwer bis unmöglich war, solche Romane zu veröffentlichen. Liebe zwischen Frauen sei lange Zeit überhaupt nicht als wahre Sexualität wahrgenommen worden, und somit habe das Thema weniger auf den Schirmen der Zensur gestanden. Für die Gegenwart gelte außerdem, dass Frauen mehr Belletristik lesen würden als Männer. Also gut, soweit.

Der Roman

Giovannis Zimmer – Frankreich und besonders Paris in den 1950er Jahren, David, ein junger Amerikaner aus der gut situierten US-amerikanischen Mittelschicht, schwul, was er zu verdrängen versucht, aber nicht kann, geht ins liberale Paris, um der von strenger Moral geprägten amerikanischen Wirklichkeit zu entgehen. Es war die Zeit der „Hexenjagd“ unter Senator McCarthy, die nicht allein Linken galt, sondern die auch Schwule noch über die juristischen Bewertungen hinaus kriminalisierte. Doch auch im gelobt liberaleren Paris erwartete ihn kein Paradies. Die Algerien-Krise bahnte sich an und es herrschte allgemeines Misstrauen gegenüber Ausländern.

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Alte „Tunten“ und junge Stricher

David teilt das Schicksal aller „Andersartigen“ in dieser Zeit, er will nicht erkannt werden, daher hat er eine Freundin, Hella, die sich auf eine Reise nach Spanien begeben hat, wo sie, fern von David, herausbekommen will, ob er der Richtige für sie ist. Hella träumt von einem geordneten, bürgerlichen Laben, wo sie, wie sie sagt, Frau sein und Kinder zur Welt bringen kann. Darin definiert sie ihren Wert. Doch David, obgleich er sich ekelt, zieht es immer wieder in das Stricher-Milieu, wo sich alte, wohlhabende „Tunten“ junge Männer, die aus Not ihren „Arsch verkaufen“, von der Stange holen. Hier lernt er Giovanni, einen Italiener, kennen.

Giovanni ist schwul, obgleich auch er, wie er selbst erzählt, in Italien ein Mädchen hatte. Vielleicht aus demselben Grund wie David? Er arbeitet als Barkeeper in einer dieser Kneipen. Sein Chef, eine dieser alten „Tunten“, der ihn aber nicht einstellte, weil er schwul ist. Schon in der ersten Nacht landet David bei Giovanni im Bett, in dessen, in Giovannis Zimmer. Schmutzig, unaufgeräumt, und so schmutzig kommt David sich vor. Dennoch, er liebt Giovanni und der liebt ihn, doch die Umstände verheißen für beide nichts Gutes …

Der Autor

James Baldwin – geboren am james_baldwin_giovannis_zimmer2. August 1924 in Harlem, New York City, einer der bedeutendsten US-amerikanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Farbig, schwul und uneheliches Kind, damit war sein Platz in der von Rassentrennung geprägten Gesellschaft bereits vorbestimmt, was auch den Inhalt seiner späteren Werke prägte: sozialer und psychologischer Druck auf Schwarze und Homosexuelle.
Baldwin entwickelte bereits frühzeitig ein Interesse an Literatur. In einer Schülerzeitschrift veröffentlichte er bereits einige Kurzgeschichten und Gedichte. Er fasste frühzeitig den Plan, Schriftsteller zu werden.

Seinen Durchbruch erlebte Baldwin, als er den damals bekanntesten farbigen Schriftsteller der USA, Richard Wright (Onkel Toms Kinder), kennenlernte. Durch dessen Fürsprache erhielt Baldwin ein Stipendium für ein zwar erfolgloses Romanprojekt, welches aber als Grundlage für spätere Werke diente. Ab 1946 publizierte er für mehrere Zeitschriften.
1948 folgte Baldwin Richard Wright nach Frankreich. Was er dort, vornehmlich in Paris, unter Schwulen erlebte, lieferte den Stoff für den hier vorgestellten Roman.
James Baldwin verstarb am 1. Dezember 1987 in Saint-Paul-de-Vence, Provence-Alpes-Côte d’Azur, Frankreich.

Leseproben

Für die Leseproben habe ich drei Abschnitte ausgewählt, die ich für wichtig halte, um das Handeln des Hauptakteurs David zu verstehen. Die erste Begegnung mit Giovanni, und wie Davids Freund Jaques, ebenfalls schwul, das Feuer erkennt, welches gleich in David lodert aber auch Davids Angst, und wie er doch Giovanni folgt, doch die Ernüchterung lässt nicht lange auf sich warten. Als zweiten Abschnitt die Ausweglosigkeit und der Bruch und letztlich die ebenfalls gestörte Beziehung zu seiner Freundin Hella. Er wehrt sich dagegen, schwul zu sein, kann aber auch keine Frau lieben …

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Giovanni

Jaques folgte meinem Blick, „Er mag dich sehr“, sagte er, „jetzt schon. Aber leider macht dich das nicht glücklich oder stolz. Du schämst dich und hast Angst. Warum?“
„Ich verstehe ihn nicht“, sagte ich nach einer ganzen Weile. „Ich weiß nicht, was seine Freundschaft bedeutet, ich weiß nicht, was er unter Freundschaft versteht.“
Jaques lachte. „Du weißt nicht, was er unter Freundschaft versteh, aber du hast das Gefühl. dass sie vielleicht nicht sicher ist, Du hast Angst, dass sie dich verändert. Was für Freundschaften hattest du denn bisher?“ Ich schwieg.
„Oder, wenn wir schon mal dabei sind“, fuhr er fort, „was für Liebesbeziehungen?“

Ich schwieg so lange, dass er mich schließlich neckte: Raus mit dir, raus mit dir, wo immer du steckst!“ Ich lächelte, während mir eiskalt wurde.
„Liebe ihn!“ sagte Jaques mit Nachdruck, „liebe ihn und lass zu, dass er dich liebt. Meinst du, irgendetwas anderes unter der Sonne ist wirklich wichtig? Und wie lange kann es bestenfalls halten? Da ihr beide Männer seid und euch noch alles offensteht? Fünf Minuten nur, das garantiere ich dir, nur fünf Minuten und die größtenteils hélas!, im Dunkeln. Wenn dir die schmutzig vorkommen, dann sind sie schmutzig – dann sind sie schmutzig, weil du nichts gibst, weil du dein Fleisch verachtest und seins …“

„Aber du kannst dafür sorgen, dass eure gemeinsame Zeit alles andere als schmutzig ist; ihr könnt einander etwas geben, das euch beide besser macht – für immer -, wenn ihr euch nicht schämt, wenn ihr bloß nicht auf Nummer sicher geht.“ Er musterte mich und blickte dann auf seinen Cognac. „Wenn du lange genug auf Nummer sicher gehst“, sagte er in anderem Tonfall, „bist du am Ende in deinem eigenen, schmutzigen Körper gefangen, auf immer, immer und ewig – wie ich.“ Er trank aus und stellte sein Glas mit leichtem Klirren auf dem Tresen ab, um Madame Clothilde auf sich aufmerksam zu machen … Schwul – Giovannis Zimmer – Alles lesen>>>

Giovannis Zimmer

„Ich zeige dir mein Zimmer“, sagte er. „Du wirst es dieser Tage sowieso irgendwann zu sehen kriegen.“ Das Taxi hielt neben uns und Giovanni schob mich vor sich hinein, als hätte er auf einmal Angst, dass ich Reißaus nehmen könnte. Er setzte sich neben mich und sagte zum Fahrer: „Nation.“
Er wohnte in einer breiten Straße, eher gediegen als elegant, mit robusten Neubauten und einem kleinen Park am Ende. Sei Zimmer lag im Parterre auf der Hinterseite des letzten Hauses. Wir gingen durch den Vorraum am Aufzug vorbei in einen kurzen dunklen Flur, der zu seinem Zimmer führte.

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Das Zimmer war klein, ich erkannte nur die Umrisse von Durcheinander und Unordnung, in der Luft lag der Geruch von Spiritus in seinem Ofen, Giovanni schloss hinter sich ab und im Halbdunkel starrten wir uns an – bestürzt, erleichtert, schwer atmend, Ich zitterte. Ich giovannis_zimmer_buchvorstellungdachte, wenn ich nicht sofort die Tür aufmache und von hier verschwinde, bin ich verloren. Aber ich wusste, dass ich die Tür nicht aufmachen konnte, ich wusste, dass es zu spät war; bald war es zu spät, und ich konnte nur noch stöhnen. Er zog mich an sich, legte sich in meine Arme, als sollte ich ihn tragen, und zog mich langsam auf das Bett hinunter.

Während jede Faser in mir Nein! schrie, seufzte doch alles zusammen Ja.
Giovanni hatte große Pläne für den Umbau (Anm. seines Zimmerst), und einmal hatte er tatsächlich damit angefangen, überall lag Mörtel herum und Backsteine türmten sich auf dem Boden. Stapelweise trugen wir sie nachts aus dem Haus und stellten sie auf die Straße …

Ernüchterung und Ekel

„Warst du denn nicht bei der Arbeit?“ fragte ich ihn.
„Nein“, sagte er. „Trink was. Ich habe Cognac gekauft, um meine Freiheit zu begießen.“ Er schenkte mir ein. Ich konnte mich nicht rühren. Er kam wieder auf mich zu und drückte mir das Glas in die Hand.
„Giovanni, was ist passiert?“

Er antwortete nicht. Er ließ sich auf die Bettkante fallen und blieb vornübergebeugt sitzen. Da erst sah ich seinen Zorn. „Ils sont sales, les gens, tu sais?“ Er blickte zu mir auf, seine Augen waren voller Tränen. „Schmutzig sind sie alle miteinander, hintenrum, geizig und schmutzig.“ Er streckte die Hand aus und zog mich zu sich auf den Boden.

„Alle, außer dir. Tous, sauf toi.“ Er nahm mein Gesicht in die Hände; eine solche Zärtlichkeit hat wohl selten eine solche Panik ausgelöst, wie ich sie in dem Moment empfand. „Ne me laisse pas to,ber, je t´en prie“, sagte er und küsste mich mit seltsam dringlicher Sanftmut auf den Mund.
Seine Berührung weckte in mir immer Verlangen; und doch weckte sein heißer, süßer Atem in mir auch Brechreiz. Ich entzog mich, so sanft ich konnte, und trank meinen Cognac. „Giovanni“, sagte ich, „bitte sag mir, was passiert ist. Was ist los?“
„Er hat mich gefeuert“, sagte er, „Guillaume.“


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Die Ausweglosigkeit und der Bruch

„Du“, rief Giovanni im Sitzen, „liebst niemanden! Du hast nie jemanden geliebt und wirst bestimmt nie jemanden lieben! Du liebst deine Reinheit, du liebst dein Spiegelbild – du bist wie eine kleine Jungfrau, du läufst rum mit deinen Händen vor deinem Körper, als hättest du Edelmetall, Gold, Silber, Rubine, vielleicht Diamanten da unten zwischen deinen Beinen! Da wirst du nie jemanden ranlassen, das lässt du nie jemanden anfassen – Mann oder Frau. Du willst sauber sein. Du glaubst, du bist hier in Seife gehüllt hergekommen, und du glaubst, du kommst hier in Seife gehüllt raus – und in der Zwischenzeit willst du nicht stinken, nicht mal fünf Minuten lang.

Er packte mich am Kragen, zugleich ringend und kosend, zugleich fließend weich und eisenhart; Speichel sprühte ihm aus dem Mund, seine Augen waren voller Tränen, doch die Knochen in seinem Gesicht stachen hervor, und die Muskeln schwollen ihm in Armen und Nacken. „Du willst Giovanni verlassen, weil du mit ihm zusammen stinkst. Du willst Giovanni verachten, weil er keine Angst hat vor dem Gestank der Liebe. Du willst ihn umbringen im Namen all deiner verlogenen kleinen Moralien. Und du – du bist unmoralisch. Du bist mit Abstand der unmoralischste Mensch, dem ich in meinem ganzen Leben begegnet bin …“

Ich kann nichts für meine Gefühle

„Sieh dir an, sieh dir an, was du mit mir gemacht hast. Meinst du, das hättest du hingekriegt, wen ich dich nicht lieben würde? Geht man so mit der Liebe um?
„Giovanni, hör auf! Um Himmels willen, hör auf! Was in aller Welt soll ich denn deiner Meinung nach tun? Ich kann nichts für meine Gefühle.“
„Kennst du denn deine Gefühle? Fühlst du überhaupt? Was fühlst du?“
„Im Augenblick fühle ich nichts“, sagte ich, „nichts. Ich will raus aus diesem Zimmer, ich will weg von dir, ich will diese schreckliche Szene beenden.“

Das mondgesichtige Mädchen

„Du willst weg von mir.“ Er lachte, er betrachtete mich, und sein Blick war so bodenlos bitter, dass er fast wohlwollend wirkte. „Endlich wirst du ehrlich. Und weißt du, wieso du wegwillst von mir?“ Etwas in mir verschloss sich.
„Ich – ich kann mir mit dir kein Leben vorstellen“, sagte ich.
„Aber mit Hella kannst du dir ein Leben vorstellen. mit dem mondgesichtigen Mädchen, das glaubt, dass Babys aus Kohlköpfen kommen – oder Kühlschränken, ich bin nicht so vertraut mit den Mythen in deinem Land. Mit ihr kannst du dir ein Leben vorstellen.“ Schwul – Giovannis Zimmer – Alles lesen>>>

„Ja“, sagte ich matt, “ mit ihr kann ich mir ein Leben vorstellen.“ Ich stand auf, ich zitterte. „Was für ein Leben können wir den führen in diesem Zimmer? Diesem schmuddeligen, kleinen Zimmer. Was für ein Leben können zwei Männer überhaupt führen? Diese ganze Liebe, von der du redest – willst du dich nicht einfach nur stark fühlen? Du willst rausgehen und der große Schufter sein und das Geld nach Hause bringen, und du willst, dass ich hierbleibe und das Geschirr spüle und das Essen koche und dieses elende Kabuff von einem Zimmer saubermache und dich küsse, wenn du durch diese Tür trittst und nachts bei dir liege und dein Mädchen bin …?“

Hella

Ich weiß nicht mehr, wann ich das erste Mal fand, dass Hella verbraucht aussah, dass ihr Körper uninteressant war, ihre Nähe unangenehm. Es schien alles gleichzeitig zu passieren – was wohl nur heißt, dass es schon eine ganze Weile passierte. Angefangen hat es mit flüchtigen Momenten, etwa, als ihre Brustwarze meinen Unterarm streifte, während sie sich über mich beugte, um mir das Essen zu servieren. Alles in mir zog sich zusammen. Ihre Unterwäsche auf der Leine im Bad, die für mich eher so unwahrscheinlich zart duftete, dass sie mir viel zu oft gewaschen wurde, erschien mir jetzt unansehnlich und unsauber.

Ein Körper, der von so idiotischen, schräg zulaufenden Stöffchen bedeckt werden musste, erschien mir bald grotesk. Manchmal sah ich ihren nackten Körper in Bewegung und wünschte, er wäre fester und straffer, ihre Brüste schüchterten mich aberwitzig ein, und wenn ich in sie eindrang, hatte ich das Gefühl, nie mehr lebendig herauszukommen. Alles, was mich einmal beglückt hatte, drehte mir jetzt den Magen um.
Ich glaube – ich glaube, ich hatte in meinem ganzen Leben noch nicht solche Angst.

Als meine Hände unwillentlich von Hella abglitten, erkannte ich, dass ich hoch oben über dem Abgrund baumelte und mich in Todesangst an sie klammerte. Während meine Hände weiter abrutschten, spürte ich jeden Augenblick unter mir die fauchende Luft, spürte, wie sich alles giovannis_zimmer_buchvorstellungin mir schmerzhaft zusammenzog und sich verzweifelt gegen den tiefen Sturz aufwärtsreckte.
Ich dachte, vielleicht läge es nur daran, dass wir zu viel allein waren … Schwul – Giovannis Zimmer – Alles lesen>>>

Fazit

Wer schwule Hardcore erwartet, der wird enttäuscht sein, wer aber wissen möchte, wie es sich „Andersartig“ in einer feindlichen Welt lebt und wer den Mut dazu findet, sich in das Innenleben von Menschen hineinversetzen zu wollen, die ihr Leben in einem Korsett der Verachtung (auch heute noch, manchmal ganz nah, nebenan) leben müssen, dem gibt der Roman einiges zum Nachdenken auf. Daher auch in einer der Kritiken das Fazit: „Dieses Buch ist aktuell, wann und wo immer Menschen ihres Andersseins wegen ausgegrenzt werden …“ (Monika Grütters).

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Filmtipp

philadelphia_schwules_kinoWenn man an schwules Kino denkt, dann kommt man nicht vorbei an DEM Klassiker aus dem Jahre 1993
„Philadelphia“ von Regisseur Jonathan Demme in Starbesetzung mit
Tom Hanks als Rechtsanwalt Andrew Beckett und Denzel Washington als Rechtsanwalt Joe Miller in den Hauptrollen.
Die Hollywood-Produktion ist der erste Film aus den USA, der sich kritisch mit den Themen Homosexualität und AIDS auseinendersetzt, in einer Zeit, als Schwule noch als Hauptüberträger der Krankheit difamniert wurden.

Philadelphia

Der junge und erfolgreiche Rechtsanwalt Andrew Becket ist schwul und an AIDS erkrankt. Er arbeitet in einer renommierten Anwaltskanzlei in Philadelphia. Als sein Zustand bekannt wird, entlässt ihn sein Arbeitgeber unter dem Vorwand eines groben Verfahrensfehlers. Für Becket allerdings steht fest, dass er aufgrund seiner Erkrankung und der Tatsache, dass er schwul ist, seinen Job verlor. Die Führung der Kanzlei will vermeiden, dass wichtige Mandanten abspringen. Andrew Becket wehrt sich gegen die Diskriminierung und will seinen ehemaligen Arbeitgeber auf Entschädigung verklagen.

Er sucht einen Rechtsbeistand, stößt aber nur auf Ablehnung. Seine letzte Hoffnung ist der bekannte Anwalt Joe Miller, der zunächst ebenfalls ablehnt. Er ist Gegner der Homosexualität und hat Angst vor Ansteckung, vor allem auch seines neugeborenen Kindes wegen. Doch er entschließt sich, nachdem er Becket näher kennenlernte, ihn zu unterstützen. In der Verhandlung wird aus dem homophoben Miller ein engagierter Kämpfer für die Menschenrechte. Den Klassiker erhalten Sie noch auf DVD>>>

Unvergessen auch die Filmmusik, die weltweit zu einem Bestseller aufstieg, gesungen von Bruce Springsteen – Streets of Philadelphia.

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Chronik einer lesbischen Liebe – Als eBook zwei Teile zum Preis von einem
Abends im Bett fragte ich Viola wegen der Reaktionen, die das Wort „Französisch“ auslöste. „Was, das kennst du nicht? Haben wir nie darüber gesprochen?“, amüsierte sich Viola. Anschließend küsste sie sich abwärts, bis heran an den Ort meiner größten Lust. Das bezeichne man als „Französisch“. Zurück an meinem Ohr gab es einen Vortrag über weitere Bezeichnungen für Liebesspiele in Verbindung mit bestimmten Ländern: Griechisch – Analverkehr, Italienisch – Der Penis werde in die Achselhöhle geschoben, Englisch – Sado-Maso-Sex, Spanisch – Busen-Sex, Titten-Fick genannt, Russisch – Der Penis dringe nicht ein, sondern bewege sich zwischen den eingeölten Oberschenkeln, Japanisch – Der Mann spritze der Frau sein Sperma ins Gesicht.
chrissys_tagebuch_eBook_teil1_und2 „Oh Gott, was ist das denn alles?“ Ich war völlig platt. Viola lachte, außer Französisch kenne sie leider keine weitere Variante, die für Frauen geeignet sei. Stets sei der Penis im Spiel, außer bei Englisch, doch von SM halte sie rein gar nichts. Unsere Vorliebe für das Auslutschen nasser Höschen könnte man vielleicht unter Fetischismus einordnen.
„Japanisch, abgewandelt“, korrigierte ich sie. „Du spritzt mir zwar kein Sperma ins Gesicht, aber manchmal, wenn du weit oben ankommst, so was Ähnliches.“
„Du lernst ja schnell, meine erwachsene Frau“, sagte Viola. Erst jetzt, nachdem ich mein Zeugnis in der Tasche habe, sei ich wirklich erwachsen. Violas liebevoller Blick verschlang mich, als sie sagte:
„Und das letzte Stück Kindheit verlierst du in einer Woche.“ Ich ließ mich auf den Rücken rollen. Die Knie angewinkelt, spreizte ich meine Schenkel soweit es nur ging.
„Kannst du das nicht lieber selber machen?“, schmollte ich, während ich Viola über mich zog. „Wenn du dir den Vibrator zwischen die Beine klemmst, ist es dasselbe wie wenn ein Mann mich entjungfert.“
Viola bewegte sich über mir wie Maria am Morgen unserer ersten gemeinsamen Nacht. „Ficken, ficken, ficken“, sagte sie mehrmals, jedes Mal stieß sie ihr Becken nach vorn. „Wenn du Spaß daran findest, suchen wir uns einen, den wir ein, zweimal im Monat einladen.“ Mehr wolle sie gar nicht.
Plötzlich warf sie sich auf den Rücken. „Wir wollten nicht mehr darüber reden, bis nächsten Samstag nicht“, sagte sie. Je öfter ich mir das ein- und wieder aus rede, umso unsicherer würde ich. „Wir gehen zu Viert essen, anschließend tanzen, und dann schauen wir mal, o. K?“ ... Alle Leseproben>>>

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