Die geheimen Tagebücher – Anne Lister

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Ein Film über die Liebe und den Schmerz

Die geheimen Tagebücher der Anne Lister

mit: Maxine Peake, Anna Madeley, Susan Lynch, Christine Bottemley; Regie: James Kent

„Nur indem ich liebe und geliebt werde, kann ich glücklich sein.“

Die geheimen Tagebücher – Die Story

Anne Lister, eine englische Adlige, geboren Ausgangs des 18. Jahrhunderts in Yorkshire. Eine mutige, moderne Frau, die ihre Lebensweise vor der Öffentlichkeit verbergen musste. Sie schrieb Tagebücher, zu einem großen Teil in einer selbst erfundenen Geheimschrift, versteckt auf dem Landgut der Familie Shibden Hall. Erst 150 Jahre später können die Schriften zu einem erheblichen Teil entschlüsselt werden. Die BBC drehte im Jahre 2009 ein fesselndes Drama, Die geheimen Tagebücher der Anne Lister, das 2010 zum ersten Mal ausgestrahlt wurde. Von Angela Steidele gibt es eine Biografie mit ausführlichen Auszügen aus den Tagebüchern. Der Film fand ein breites Echo in der britischen Presse, wurde auf eine Stufe gestellt mit den besten Jane-Austen-Verfilmungen. Maxine Peake („Silk“) wurde für ihre Hauptrolle im Film gefeiert.
Der Film führt uns ins England zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Einer Zeit des aufstrebenden Kapitalismus und des Verfalls adliger Machtstrukturen. Für einige die Verarmung. Offene gleichgeschlechtliche Beziehungen waren undenkbar. Doch Anne will genau das: ihr Leben einer Gefährtin schenken. Einer Vernunftehe mit einem Mann, einer, die den Fortbestand des Geschlechts dienen sollte, einer, die das Überleben garantieren sollte, verweigert sie sich. Der Film zeigt in eindrucksvollen Bildern die Dramatik, aber auch die schönen Seiten des Lebens dieser mutigen Frau.
„Nur indem ich liebe und geliebt werde, kann ich glücklich sein.“

Der Film

Der Film hält sich streng an die entschlüsselten Tagebücher der Anne Lister, bringt allerdings, wie es in einem 90 minütigen Film nicht anders sein kann, nicht die gesamte Breite des turbulenten Lebens der Frau auf die Leinwand. Die Biografie, aus den entschlüsselten Tagebüchern zusammengestellt von Angela Steidele, liefert dazu wesentlich mehr. Vor allem die Vielseitigkeit der Person Anne Lister, sowohl was ihre sexuellen Präferenzen betrifft, ihre Widersprüchlichkeit, wie auch ihren nahezu grenzenlosen Unternehmungsmut. Sie bereiste Europa bis an die Grenzen Asiens (wo sie im Kaukasus mit nur 49 Jahren nach einem Fieber starb. Ann Walker war an ihrer Seite), bestieg die höchsten Berge und lieferte sich dabei sogar einen Wettkampf mit einem Nachkommen Napoleons.

Mariana Belcombe

Der Film stellt zum Anfang die Frau vor, die Anne am stärksten liebt, zu der sie sich hingezogen fühlt, mit der sie ihr Leben verbringen möchte, Mariana Belcombe (Anna Madeley). Doch wird diese aus Geldgründen wie zu ihrer Absicherung mit einem um viele Jahre älteren Wittwer, Charles Lawton (Michael Culkin), verheiratet. Anne droht an dieser Verbindung zu zerbrechen. Um sich abzulenken, stürzt sie sich in ihre Studien.
„Ich darf mich niemals dem Müßiggang hingeben, das würde mich ins Jammertal stürzen“, sagt sie im Film.
Sie sucht nach Ersatz, entdeckt in der Kirche die junge Miss Brown, die sie zu verführen versucht. Doch diese entspricht nicht ihren Vorstellungen, wie sie sehr schnell feststellen wird.
Während eines Besuches der Geliebten, die vor Mariana die Hauptrolle in ihrem Leben spielte, Isabella Norcliffe, genannt Tib (Susan Lynch), stellt Anne fest, dass sie auch zu der keine Liebe mehr empfindet. Trotz Mühen Isabellas, trotz Annes Sehnsucht nach Liebe, kommt es zu keinen sexuellen Kontakten mehr.
Nach mehr als einem Jahr meldet sich Mariana bei ihr. Sie kommt zu Besuch, einem heftigen Streit folgt die stürmische Versöhnung. Beide kaufen Ringe, verloben sich heimlich, schwören sich ewige Treue. Doch Mariana kann und will sich wohl auch nicht von ihrem Mann trennen. Sie hofft, dass er bald sterben wird (er wurde 89 Jahre alt).
Nachdem Tante Anne und Onkel James den Versuch unternehmen, Anne zu verheiraten, vertraut sie sich beiden an. Der Onkel mehr, die Tante weniger, zeigen Verständnis.
Während eines weiteren Treffens mit Mariana kommt es zum Bruch. Der folgende kurze Ausschnitt aus dem Film zeigt die Verzweiflung, in die die Konventionen dieser Zeit diese beiden liebenden Frauen trieb:

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Ann Walker

Anne verbindet sich mit Ann Walker (Christine Bottomley), Tochter aus dem Hause einer „neureichen“ Unternehmerfamilie, deren Aufstieg vom Landadel neidisch und voller Missgunst beobachtet wird. Charakteristisch für die Zeit des Aufstiegs des Kapitalismus in England zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Aus einer zunächst geschäftlichen Partnerschaft, die Anne das nötige Kapital liefert, um eigene wirtschaftliche Interessen durchzusetzen, entsteht eine Liebe, die selbst einer Zerreißprobe mit Ann Walkers Familie stand hält. Und noch einer weiteren, doch sehen Sie selbst, im Film …

Meinungen zum Film

anne_lister_die_geheimen_tagebuecher_der_filmNach einem Drehbuch von Jane English entstand unter der Regie von James Kent ein durchweg fesselndes und sehr bewegendes Drama um die mutige Engländerin und ihr unkonventionelles Leben (Video.de).
Zum einen ist er historisch spannend und informativ, zum anderen kommen aber auch alle auf ihre Kosten, die sich gern Frauenliebes- und Familiengeschichten anschauen. Der Film ist äußerst vielschichtig, er bietet Spannung, Humor, Drama, Liebe, schöne Bilder und überhaupt alles, was einen guten Film ausmacht. Die Schauspieler machen ihre Sache super und wirken sehr authentisch. Der Zuschauer erhält einen interessanten Einblick in die Zeit des 18./19. Jahrhunderts, einer Zeit der beginnenden industriellen Revolution und tief greifender gesellschaftlicher Veränderungen (ein Zuschauer).
Ich selbst war gefesselt, von der Handlung, von den Darstellern, obwohl ich die Biografie bereits gelesen hatte. Der Film fasst das Wesentliche zusammen.
Vielleicht wäre eine FSK 16 – Fassung noch hilfreicher gewesen. Man hätte hie und da gern ein wenig mehr gesehen. Dennoch, sehr sehens- und erlebenswert.

Die Biografie

anne_lister_die geheimen_tagbuecher Sie lernten sich in Paris kennen. In ihren Aufzeichnungen über diese Beziehung geht Anne Lister sehr ausführlich, sehr detailliert auf ihre eigenen sexuellen Vorlieben ein.
Während der Zeit, in der beide Frauen Vorhangstoffe und Tapeten aussuchten, gab Maria ihren Widerstand auf. Ich schob gleich ihre Unterröcke hoch, um ihre nackten Schenkel an meinen zu spüren. Ich küsste sie tief mit Zunge und bekam dann den Mittelfinger meiner rechten Hand in sie hinein und fummelte besser und länger an ihr herum als je zuvor. Sie ließ es sich gefallen, gelöster und mit offensichtlich mehr Gefühl und Lust als früher, weshalb mein Finger dort schön herumtrödelte. Sie kam mir feuchter vor als früher.
Zu Annes Verwunderung verhielt sich ihre nette, kleine Bettgefährtin aktiver als ihre bisherigen Liebhaberinnen. Die größte Überraschung erlebte Anne nach einer besonders leidenschaftlichen Nacht. Sehr erregt, kaum waren wir im Bett. So beglückend wie noch nie in ihrem Leben, sagte sie heute Morgen abermals. Ich hatte einen sehr guten heute Morgen, eine Stunde bevor wir aufstanden. Wir schlummerten hinterher noch eine Weile, und als ich dann aus dem Bett wollte, fasste sie mir auf einmal ans Fötzchen. Ich fuhr zurück. „Ah“, sagte sie, „du erschreckst dich nur, weil du noch Jungfrau bist. Das muss sich ändern. Ich kann dir Erleichterung verschaffen. Ich muss mit dir machen, was du mit mir machst.“ Alle Leseproben>>>


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„Ich will gar nichts und du sollst gar nichts“, sprach sie in den Wirrwarr meiner Gedanken hinein. „Das einzige was ich jetzt will, mit dir schlafen, wie Frau mit Frau.“ Ich ließ mich ohne Widerstand an der Hand ins Schlafzimmer ziehen. Während Viola auf dem Bett in der nun unendlich bequemeren Lage, ihr Streicheln, ihre Küsse auf meine erhitzte Haut fortsetzte, stellte sich bei mir allmählich dieser Zustand ein, der stets meinen Willen brach. Dieses Mal dauerte es länger als sonst.
Leise sprach sie in ihre Küsse hinein: ich würde begeistert sein, Maria, so ihr Name, sei eine wirklich tolle Frau, sie habe sich lange mit ihr unterhalten. „Ihr habt also schon …?“, fragte ich zaghaft. „Nein, mein Reh, wir haben uns unterhalten, nicht einmal über Intimitäten.“ Viola habe ihr von mir erzählt, was für eine liebenswerte junge Frau ich sei.
chrissys_tagebuch_teil1 „Alltäglich ist das aber nicht, dass eine Lehrerin eine Beziehung mit einer ehemaligen Schülerin eingeht, Viola?“ Maria hob die Brauen, sie schaute Viola verwundert an. Am Tonfall ihrer Stimme bemerkte ich, dass ihre Bemerkung wohl weniger Ernst aufgefasst werden sollte.
„Sie war seit Langem nicht mehr meine Schülerin, aber ich mochte Chrissy schon als sie das noch war“, antwortete Viola leise, während sie mich lächelnd anschaute. Bei der Vervollständigung der Geschichte wechselten wir uns beide ab. Viola, dass sie seinerzeit bereits in mich verliebt war, ich erzählte von unserer „zufälligen“ Begegnung. Viola wie aufgeregt ich am Anfang gewesen sei, ich, welchen Schreck ich bekam, nachdem ich bemerkte, dass sich diese Aufregung als Erregung entpuppte. Viola setzte den Schlusspunkt, wie wir uns in die Arme gefallen waren.
„Aufregend“, sagte Maria, das sei ja nahezu Film reif, unsere Geschichte oder Stoff für einen Liebesroman.
„Du kennst den Spruch: geteilte Freude ist doppelte Freude, geteiltes Leid ist halbes Leid …“ Sie wartete einen Moment, bevor sie weiter sprach. Viola schien den Sinn nicht verstanden zu haben, zumindest erwiderte sie nichts darauf.
„Man kann auch Lust teilen, dennoch ist diese stets individuell …“, fuhr Maria fort. Sie blickte wieder zu mir, als sie sagte:
„Ich bin mir nicht sicher, ob Chrissy dasselbe will, worüber wir uns bereits nach etwa zehn Gesprächsminuten einig waren, ohne wirklich darüber gesprochen zu haben.“ Weiter an Viola gerichtet. „Deine Einladung für den heutigen Abend war am Ende die Bestätigung. Hätte ich nicht dasselbe gewollt wie du, wäre ich gar nicht erschienen.“
Für einen Moment herrschte Stille. Damit hatte Viola offenbar nicht gerechnet. Ich war mir nicht sicher, ob ich froh oder traurig sein sollte, falls der Abend an dieser Stelle sein Ende finden sollte. Viola unterbrach meine Gedanken, als sie sich äußerte:
„Deine Rücksicht ist sehr anständig Maria“ ... Alle Leseproben>>>

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