Der andere Liebhaber – Erotikthriller

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Das Auge und die Vagina

Der andere Liebhaber – Ein Film über Liebe, Lust und Verrat

mit: Marine Vacth, Jérémie Renier, Jacqueline Bisset; Regie: François Ozon ab Mai 2018 als DVD und BluRay im Handel
Dieser Film experimentiert nicht nur gekonnt mit Erzählstrategien, sondern ist auch visuell ein Genuss. François Ozon spielt mit den Grenzen zwischen Wahrheit und Lüge, Realität und Fiktion – FAZ

François Ozon

François_OzonAm 15. November 1967 in Paris geboren, studierte François Ozon Regie an der französischen Filmhochschule La fémis. Bereits in seiner Kindheit arbeitete Ozon als Kindermodell.
Mit „Der andere Liebhaber“ erschien im Jahre 2017 sein bislang letzter Film in den deutschen Kinos. Wer nicht die Gelegenheit hatte (oder die teils hohen Eintrittspreise nicht zahlen wollte oder konnte), der kann ab Monat Mai die DVD oder BluRay (auch hier! – Vorbestellungen sind möglich) im Handel erwerben.
Wie schon in der im Jahre 2013 erschienenen Produktion „Jung & Schön“ (mehr zum Film finden Sie hier>>>)übernahm auch in „Der andere Liebhaber“ die bezaubernde und gleichzeitig so geheimnisvolle Marine Vacth die Hauptrolle der Chloé. Mit Jacqueline Bisset und Jérémie Renier ist der Film mit zwei weiteren Stars hervorragend besetzt.
Wie bereits für Jung & Schön erhielt François_Ozon für den Film eine Einladung zu den 70. Internationalen Filmfestspielen von Cannes.
Ozon ist der Sohn der Französischlehrerin Anne-Marie Ozon und des Biologen René Ozon.
Als sein erster Langfilm erschien im Jahre 1998 die Farce „Sitcom“. Zu seinem bislang bekanntesten Film wurde „8 Frauen“ aus dem Jahre 2002. Mit der Goldenen Muschel im Jahre 2012 gewann sein Film „In ihrem Haus“ den Hauptpreis des spanischen Festivals Internacional de Cine de Donostia-San Sebastián. Im selben Jahre, 2012, war Ozon Mitglied der Wettbewerbsjury der 62. Internationalen Filmfestspiele von Berlin.

Der andere Liebhaber

Die attraktive, doch labile und unter Depressionen leidende Chloé verliebt sich in ihren Psychotherapeuten Paul. Alle ihre Probleme scheinen plötzlich gelöst zu sein. Beide ziehen zusammen. Es dauert nicht lange, bis Chloé bemerkt, dass Paul ihr etwas verheimlicht. Zufällig entdeckt sie, dass er einen Zwillingsbruder, ebenfalls Therapeut, hat. Louis sein Name. Sie ist von Neugier getrieben und begibt sie sich anonym beim Zwillingsbruder in Behandlung. Da erleidet sie einen Schock…

Der Film adaptiert den Roman „Der Andere“ von Joyce Carol Oates aus dem Jahre 1987, den sie unter dem Pseudonym Rosamond Smith veröffentlichte. Es ist die Geschichte einer Therapie. Marine Vacth, wie in Jung & Schön immer wieder nackt. Hier als Patientin, als Geliebte und als Motor einer heftigen Intrige tritt sie burschikoser auf. Eine von mehreren geschmeidigen Montagen zeigt Chloé beim Friseur. Sie kriegt einen zeitgenössischen Unisex-Schnitt. Verstellung, bevor sie sich anonym in die Behandlung des Zwillingsbruders begibt. Dessen Behandlungsmethoden sind anders als die Pauls. Die leidende Frau hofft bei den unterschiedlichen Brüdern das perfekte, sich ergänzende Therapieprogramm zu finden. Doch sie wird zum Objekt einer Untersuchung, erst Scheide, dann Auge. Körperliche und seelische Penetration. Es beginnt eine verhängnisvolle Affäre, ein Geflecht aus Täuschungen und Leidenschaften, düsteren Vergangenheiten, aus Krankheit und Verbrechen.
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Pressestimmen zum Film

Die FAZ schreibt zum Film: Dieser Film experimentiert nicht nur gekonnt mit Erzählstrategien, sondern ist auch visuell ein Genuss. François Ozon spielt mit den Grenzen zwischen Wahrheit und Lüge, Realität und Fiktion.
WELT: Narzissmus, Selbstfixierung, kannibalische Zwillinge: François Ozons neuer Kinofilm „Der andere Liebhaber“ ist ein verschmocktes Schauerstück über die seelenlosen Soziopathen unserer Zeit.
Spiegel Online: Diese Szene hat gute Chancen, in die Top Ten der scheußlichsten Momente der Filmgeschichte einzugehen: Gleich am Anfang von „Der andere Liebhaber“ – der Film beginnt in einer gynäkologischen Praxis – sieht der Zuschauer, wie die Kamera aus einer Vagina heraus fährt, dann wird das Bild mit der Aufnahme eines Auges überblendet.
Wessels Filmkritik: François Ozons Erotikthriller „Der andere Liebhaber“ ist ein leidenschaftliches Verwirrspiel, das am besten funktioniert, wenn man in die symbolisch aufgeladene Szenerie möglichst wenig hineininterpretiert und erst recht nicht auf Logik besteht.

Erotische Literatur

Die Idee, den Film „Der andere Liebhaber“ vorzustellen, kam mir bei der Aufbereitung der Leseproben zu Lady Chatterleys Liebhaber von D. H. Lawrence. Einem DER Skandal-Romane der jüngeren Literaturgeschichte. Wer diesen Blog bereits kennt, der weiß, dass ich zu jedem Roman einen passenden Film vorstelle, neuere wie auch ältere, die ich für sehens- und erinnernswert halte. Auch hier bei Lady Chatterley kommt der andere Liebhaber vor. Nur eben in einer völlig anderen Art, in einer anderen Zeit.
Es gibt fünf bekannte Verfilmungen, von denen noch vier im Handel erhältlich sind: die eine aus dem Jahre 1981 – Großbritannien, Regie: Just Jaeckin, mit Sylvia Kristel und Nicholas Clay, die nächste aus dem Jahre 2009 – Großbritannien, Regie: Ken Russell, mit Joely Richardson, Sean Bean und James Wilby. Die dritte Verfilmung aus dem Jahre 2015 – Großbritanien, Regie: Jed Mercurio, mit Richard Madden und Holliday Grainger. Die Verfilmungen aus 2009 und 20015 sind als FSK 12 ausgelegt, was nichts anderes bedeutet, als dass die im Roman sehr detailliert und ausdrücklich dargestellte menschliche Sexualität ein wenig zu kurz kommt.

Es muss ja nicht immer so deftig sein wie in Gaspar Noes „Love“ (mehr zum Film mit Trailer hier>>>), doch ein wenig von den Schönheiten nackter menschlicher Körper während des Liebesspiels möchte man von einem Erotikfilm schon erwarten können. Ich kenne alle vier Verfilmungen. Am Besten gefiel mir die aus dem Jahre 1981 mit Sylvia Kristel und Nicholas Clay. Die lief seinerzeit noch unter der Einstufung FSK 18, nach heutigen Kriterien sähe das wahrscheinlich anders aus.

Dass mir diese Fassung am besten gefällt, mag vielleicht daran liegen, dass der Film in den DDR-Kinos lief, wo Erotik so dünn gesät war wie Radieschen in der Sahara. Sylvia Kristel war eine auch im Osten bekannte Schauspielerin. Sie einmal nackt, in einer, wenn auch spärlichen Liebesszene, sehen zu dürfen, das war für die damaligen Verhältnisse bereits ein erotischer Leckerbissen. Da gilt das alte Sprichwort: Der erste Eindruck ist immer der beste.

Für erwähnenswert halte ich auf jeden Fall die französische Verfilmung aus dem Jahre 2006, Regie: Pascale Ferran, mit Marina Hands und Jean-Louis Coullo’ch.

Es gibt eine Reihe sehr freizügiger Liebesszenen, die mit beeindruckender Behutsamkeit aufgenommen wurden. Eine Lady Chatterley, Connie, die sich mit geradezu naivem Charme dem Wildhüter Mellors nähert, bis es nach dem Schlüpfen eines Hühner-Geleges zu ersten körperlichen Kontakten kommt. Sie lehnt sich an ihn, er greift ihr sofort an die Brust. Wie es wohl in dieser Zeit (1. Weltkrieg) in weiten Teilen der einfachen Bevölkerung (und wie man sehen kann sogar beim Adel) üblich war, entblößte man sich nicht völlig beim Geschlechtsverkehr. Angetrieben von der Lady, die womöglich aus damals bereits erhältlicher Literatur heraus eine liberalere Einstellung zur Sexualität hatte, begegnen sie sich zum Ende hin nackt. Connie Anfang der zwanzig, der Wildhüter ein gestandener Mann, tasten sie sich fast wie Teenager vorwärts, Schritt für Schritt, Knopf für Knopf bis hin zur ekstatischen Vereinigung im Schlamm eines Waldweges. Ich habe für Sie einen Trailer aus der französischen Verfilmung geschnitten. Sie lief vor einigen Jahren im Sommerkino des ZDF, geringfügig verkürzt. In der Kinoversion, die auf DVD und als Stream erhältlich ist, geht es noch ein wenig deftiger zu.

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Alle Leseproben aus dem Roman von D. H. Lawrence, Lady Chatterleys Liebhaber, finden Sie hier>>>


Für die, die es gern noch etwas freizügiger wünschen, hier eine der weiteren Adaptionen des Stoffs, die ich noch für sehenswert halte:

Die junge Lady Chatterley

die_junge_lady_chatterley_der_filmmit: Harlee McBride, Regie: Alan Roberts
Cynthia, Lady Chatterley, gespielt von der bezaubernden Harlee McBride, ist eine Frau voller Erotik. Vom Ehemann vernachlässigt und sexuell unerfüllt, versucht sie ihre Leidenschaft mit anderen Männern zu befriedigen. Ihren großen Traum vom absolut perfekten Liebhaber glaubt sie jedoch nur mit einem echten französischen Grafen erfüllen zu können.
Auf der Suche nach vollkommener Befriedigung erlebt sie viele Erotische Abenteuer – bis der Zufall sie eines Tages mit ihrem Traum zusammenführt. Eine Zeit unerschöpflicher Begierde und nicht endendwollender Lust beginnt!
Ein wirklich guter Erotikfilm mit einer schlüssigen Story, die nicht nur von der einen Sexszene auf die nächste überleitet. Schöne Männer, verführerische Frauen sowie toller Sex, mit allem, was das Genre zu bieten hat: Paare, lesbische Frauen, Gruppensex. Alles sehr entspannt.
„Sehr, sehr erotischer Film“ (Amazon.com)
„Mehr als Gute, erotische Unterhaltung“ (Film Critics United)


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