Sexualneurose sicher – Portnoys Beschwerden (1969)

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Der Roman von Philip Roth – Leseproben

Sexualneurose pur in einer brillanten Satire – Roths Skandalroman

Sexualneurose – Sie alle haben Mösen! Einfach so unter ihren Kleidern! Mösen – zum Ficken! Und, Doktor, euer Ehren, wie auch immer sie heißen mögen – es scheint keinen Unterschied zu machen, wie viel davon das arme Schwein bekommt, denn er träumt schon von der morgigen Möse, während er noch die heutige vögelt!

Der Autor

sexualneurose_philip_rothPhilip Milton Roth, geboren am 19. März 1933 in Newark, New Jersey (USA), war einer der bedeutenden Romanciers der Gegenwart, einer der viele Jahre als Kandidat für den Nobelpreis für Literatur gehandelt wurde. Seine Werke wurden vielfach ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Viele seiner Werke sind autobiografisch geprägt und spiegeln sein Umfeld als Abkömmling einer jüdischen Familie wieder. Der Roman „Portnoys Beschwerden“ erschien im Jahre 1969 und wurde wegen des unverblümten Umgangs mit der Sexualität zu einem Skandalerfolg.
Zum Ende des Jahres 2012 zog sich Roth vom Schreiben zurück und verstarb am 22. Mai 2018 in New York City. Mehr zu Roths Biografie>>>

Der Roman – Leseproben

Sexualneurose

Der jüdische Anwalt Alexander Portnoy auf der Couch eines Psychiaters, ein Jude, der gar kein Jude sein will, wie der Autor seinen Helden stets betonen lässt, weil er nicht an Gott glaubt, weil ihn die Rituale nerven, und überhaupt, weil er nur an das Eine denkt. Schon als Säugling erregten ihn, wie er sich zu erinnern philip_roth_portnoys_beschwerdenglaubt, die Titten seiner Mutter, zwanghaftes Wichsen, nachdem er anfing zu pubertieren, suchende Blicke nach blitzenden Höschen, wo immer er sich gerade aufhielt, unstillbare Gier nach stets frischen Mösen, nachdem er flügge wurde, fickt er die eine, denkt er schon an die nächste und zwei ewig nörgelnde Eltern, die besorgt sind um ihren guten Jungen. Sexualneurose pur, in dem lustigsten Buch, das je über Sex geschrieben wurde, wie der Guardian nach Erscheinen titelte. Ein Lese-Spaß der ganz besonderen Art.
Eine Übersicht über alle Werke der erotischen Literatur in diesem Blog finden Sie hier>>>

Wichsen

Dann kam die Pubertät – Die Hälfte meiner wachen Stunden hinter der verschlossenen Badezimmertür damit zugebracht, mein Sperma in die Kloschüssel oder in die schmutzigen Sachen im Wäschekorb zu schleudern oder platsch an den Medizinschrankspiegel, vor dem ich mit hinabgelassener Unterhose stand, um zu sehen, wie es aussah, wenn es herauskam. Oder ich stand über meine fliegende Faust gebeugt, die Augen zugepresst, den Mund aber weit offen, um die klebrige Sauce aus Buttermilch und Clorox auf Zunge und Zähnen zu spüren – auch wenn das Zeug in meiner Blindheit und Ekstase nicht selten wie ein Spritzer Wildroot Cream Oil in meiner Schmalzlocke landete. Ich bewegte meinen wunden und geschwollenen Penis durch eine Welt aus verfilzten Taschentüchern und zerknüllten Kleenex und fleckigen Pyjamas, ständig in Angst, dass jemand sich anschleichen und mein abscheuliches Treiben beobachten könnte, während ich gerade in der Raserei der Entladung war – Sexualneurose.^
[…] Gegen Ende meines ersten Jahres an der Highschool – und meines ersten Jahrs als Masturbator – entdeckte ich an der Unterseite meines Penis, genau am Treffpunkt von Schaft und Eichel, ein kleines, verfärbtes Fleckchen, das später als Sommersprosse diagnostiziert wurde. Krebs, ich hatte mir Krebs zugezogen. Das ewige Zupfen und Zerren an meinem Fleisch, die ständige Reibung hatte mir eine unheilbare Krankheit eingebracht. Und ich war nicht mal vierzehn! Nachts im Bett strömten mir Tränen aus den Augen. „Nein!“, schluchzte ich. „Ich will nicht sterben! Bitte – nein!“ Dann aber, da ich ja sowieso bald eine Leiche wäre, ging ich zur Tagesordnung über und wichste in eine Socke. Ich hatte mir angewöhnt, abends schmutzige Socken mit ins Bett zu nehmen, eine als Auffangbehältnis vor dem Einschlafen, die andere nach dem Aufwachen …

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Mösen

Ja, Schande, Schande über Alex P., den einzigen aus seiner Abschlussklasse, der Mommy und Daddy nicht zu Großeltern gemacht hat. Während alle anderen hübsche Jüdinnen geheiratet und Kinder mit ihnen haben und Häuser kaufen und (ständige Rede meines Vaters) Wurzeln schlagen, während all die anderen Söhne den Familiennamen weiter vorantragen, hat er nichts anderes getan, als – Mösen jagen. Und obendrein noch Schicksenmösen! Gejagt, beschnüffelt, geleckt, gestuppt, vor allem aber daran gedacht. Tag und Nacht, bei der Arbeit, auf der Straße – dreiunddreißig Jahre alt, und immer noch streift er mit Stielaugen durch die Straßen. Ein Wunder, dass er noch nicht von einem Taxi zu Brei gefahren wurde, wenn man bedenkt, wie er zur Mittagszeit über die Hauptverkehrsadern von Manhattan stolpert. Dreiunddreißig, und immer noch begafft er gierig jedes Mädchen, das vor ihm in der Subway sitzt und die Beine übereinander schlägt! Immer noch verflucht er sich, weil er kein Wort zu den saftigen Titten gesagt hat, die fünfundzwanzig Stockwerke weit allein mit ihm im Aufzug gefahren sind!
[…] Sie alle haben Mösen! Einfach so unter ihren Kleidern! Mösen – zum Ficken! Und, Doktor, euer Ehren, wie auch immer sie heißen mögen – es scheint keinen Unterschied zu machen, wie viel davon das arme Schwein bekommt, denn er träumt schon von der morgigen Möse, während er noch die heutige vögelt! Sexualneurose … Alles lesen>>>

Dreier

Äffchen kam in ihrem kurzen Hemdchen aus dem Bad (normalerweise ein Anblick, der mich scharf machte, dieses cremefarbene Seidenhemd mit dem schönen Äffchen darin), und ich zog mich unterdessen vollständig aus und setzte mich nackt ans Fußende des Bettes. Dass Lina kein Wort Englisch sprach, verstärkte nur das Gefühl, das zwischen Äffchen und mir hin und her zu fluten begann und das man als eine Art gedämpften Sadismus bezeichnen könnte: Wir konnten miteinander sprechen, Geheimnisse und Pläne austauschen, ohne dass die Hure etwas davon verstand – so wie sie und Äffchen auf Italienisch miteinander flüstern konnten, ohne dass ich auch nur ahnen konnte, was sie da sagten oder im Schilde führten … Lina sagte als Erste etwas, und Äffchen drehte sich um und übersetzte es mir, „Sie sagt, du hast einen großen.“ „Ich wette, das sagt sie jedem.“ Dann standen sie beide in ihrer Unterwäsche da und sahen mich an – wartend. Aber ich wartete auch. Und wie hat mein Herz gehämmert! Es war tatsächlich eingetreten: zwei Frauen und ich … Und wie geht es jetzt weiter? Noch immer, verstehen sie, sage ich mir: Nein!
[…] In wessen Loch, in was für ein Loch überhaupt ich meine letzte Ladung deponierte, wird für immer ein ungelöstes Rätsel bleiben, Gut möglich, dass ich am Ende eine feuchte, duftende Mischung aus triefendem italienischen Schamhaar, glitschigem amerikanischen Hintern und total versautem Bettlaken gefickt habe. Dann stand ich auf, ging ins Bad und gab, wie ihr alle mit Freuden vernehmen werdet, mein Abendessen wieder von mir. Meine kischkes, Mutter – ein Schwall nach dem anderen schoss in die Kloschüssel. Bin ich nicht ein guter Junge? Sexualneurose.

Bemerkenswert

Für bemerkenswert halte ich eine Passage im Roman, in der der Autor seinem Helden (der er wohl selber ist) seine Ansicht über die Sowjetunion in den Mund legt. Er beschwert sich über Glauben und Ungerechtigkeiten und schreibt: Und wenn diese meine Überzeugung mich zu einem vierzehnjährigen Kommunisten macht, dann bin ich eben einer, und ich bin stolz darauf! Ich wäre jederzeit lieber ein Kommunist in Russlands als ein Jude in einer Synagoge […] Ich glaube nun mal zufällig an die Menschenrechte, Rechte, wie sie in der Sowjetunion allen Menschen gewährt werden, ungeachtet ihrer Rasse, Religion oder Hautfarbe … philip_roth_portnoys_beschwerden Der Roman ist eine einzige Satire, aber an dieser Stelle bin ich mir nicht sicher, ob diese Einlassung satirisch gemeint ist. Der Roman erschien 1969. wie lange Roth daran geschrieben hat, weiß man nicht. Also in einer Zeit, als Studenten und Intellektuelle mit Lenins „Staat und Revolution“ und Mao-Bibeln durch die Gegend liefen. Ein Zeugnis dafür, wie sich selbst zahlreiche Intellektuelle des Westens von der kommunistischen Propaganda haben blenden lassen … Alles lesen>>>

Curiosa

Ein Film von Regisseurin Lou Jeunet aus dem Jahre 2019. magie_curiosa
Klappentext: Sinnlichkeit, Sehnsucht und Art déco: Für CURIOSA macht Regisseurin Lou Jeunet aus der Stadt der Liebe einen Pfuhl der Sündhaftigkeit und des Verlangens. Noémie Merlant (Porträt einer jungen Frau in Flammen) glänzt in der Hauptrolle dieses von der frühen Aktfotografie des späten 19. Jahrhunderts inspirierten, lebhaften Erotik-Dramas.
Paris 1895: Der Dichter Pierre und sein Freund Henri sind beide in Marie verliebt, die Tochter ihres Mentors. Obwohl sie den dandyhaften Pierre bevorzugt, entscheidet sich Marie für eine Ehe mit Henri, der ihr ein besseres Leben bieten kann. Schwer gekränkt verlässt Pierre das Land und lernt Zohra kennen, die seine Leidenschaft für erotische Fotografie teilt. Ein Jahr später kehrt Pierre zusammen mit Zohra nach Paris zurück und beginnt eine leidenschaftliche Affäre mit Marie. Ein verbotenes Katz-und-Maus-Spiel mit allen Beteiligten nimmt seinen Lauf, voller Leidenschaft, Eifersucht und unmoralischer Posen, Sexualneurose? Nein  … Mehr zum Film mit Trailern gibt es hier>>>

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Anna reagierte in ihrer devoten Art, wenn es darum ging, die Pforte für mich zu öffnen, stets wie auf Befehl. Umgekehrt verhielt sich das ähnlich. Es genügte völlig, dass ich meine Hand über ihren Bauch abwärts schob oder ihre Brüste streichelte, um sie in Empfangsbereitschaft zu versetzen. Jahre später, als mein erster Computer vor mir stand, dachte ich jedes Mal wenn ich die Enter-Taste drückte an Anna.
„Press any key to continue“, leg den Finger in meine Klitoris, wenn du willst, dass es weitergeht! Die Klaviatur der erogenen Zonen bestand aus ei-ner einzigen Taste, die mit der Nummer Eins. In ihrer Bedienungsanleitung stand geschrieben:
dunkle_perlen_erotiknovellen „Drück die Taste mit der Eins, wenn du Sex willst!“ Sie reagierte prompt, manchmal kam sie so schnell zu einem ersten Orgasmus, dass ich es anfangs oft als gespielt empfand. Doch diesen Ruck, der stets durch ihren Körper lief und die Nässe, die ihr augenblicklich entwich, um dem Instrument die nötige Gleitfähigkeit zu verleihen, kann man nur schwer imitieren.
Sie wusste dass ich gelegentlich mit anderen Frauen schlief, wenn ich mit der Band unterwegs war. Die späte Revanche, weil sie fremd vögelte, als ich bei der Marine war. Einmal hätte ich sie beinahe erwischt. Doch selbst wenn ich mir vor der Heimfahrt noch einen Stand mit einer Dame genehmigte, reichte die Fahrzeit bis nach Hause für das Auffüllen der Batterie in der Regel aus.
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