Die Liebhaberin (2016) – Film mit Trailer

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Ein preisgekrönter Film von Lukas Valenta Rinner

Die Liebhaberin – Geburt der Venus oder schwarze Komödie

Rinner stellt ein ganzes Ensemble diverser Körperbilder in die wilde Natur: füllige und hagere, pralle und schlaffe. Die meisten tun nichts (Esther Buss)

Der Regisseur – Lukas Valenta Rinner

Geboren am 16. Mai 1985 in Salzburg, Österreich, ist Rinner ein österreichischer Regisseur, Drehbuchautor, und Filmproduzent. Er besuchte das erzbischöflichen Privatgymnasium Borromäum in Salzburg, wo er zu zeichnen und zu schreiben begann und Musik machte. Ein erster Film – ein Experimentalfilm – lief beim Jugend Medien Festival YOUKI in Wels.
Nach dem Zivildienst ging er nach Barcelona. Dort traf er auf Verena Kuri, eine deutsche Filmemacherin, und Andrés Hilarión, ein kolumbianischer Kameramann. Zu Dritt gingen sie im Jahre 2006 nach Argentinien, um Kurzfilme zu produzieren.
Sein erster Spielfilm „Parabellum“ erschien im Mai 2015, im Jahre 2016 „Die Liebhaberin“. Gutes erotisches Kino aus Österreich gibt es auch hier>>>

Die Liebhaberin

Der Film startet mit einer Befragung mehrerer Bewerberinnen für den Job der Haushälterin in einem betuchten Haushalt am Rande der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Eine wie beiläufig erscheinende Frage ob die Bewerberin im Haushalt des Arbeitgebers wohnen würde, wird von Belén (Iride Mockert), einer eher in sich gekehrten jungen Frau aus einfachen Verhältnissen, positiv beantwortet. Sie bekommt den Job.
Nun trägt man den Filmtitel im Hinterkopf, „Die Liebhaberin“, und man hat den Klappentext gelesen, von einem Nudistencamp in der Nachbarschaft, welches die Haushälterin zufällig entdeckt. Hier führt der Regisseur den Zuschauer zum ersten Mal an der Nase herum, erwartet man doch vielleicht eine spannende Affäre zwischen dem Hausherrn und der neuen Haushälterin, angestachelt von Nudisten, die sich auf einem angrenzenden Grundstück ihr Domizil eingerichtet haben. Die schüchterne junge Frau, wie sie uns vorgeführt wird, die sich stets voller Demut in gebückter Haltung bewegt, verführt von einem erfahrenen älteren Herrn zur heimlichen Geliebten, zur Liebhaberin eben – Konflikte. Doch diese Hoffnung verfliegt, wenn auch nicht völlig, als die junge Frau an ihrem neuen Arbeitsort erscheint.
Eine großzügige Villa in einer „Gated Community“, eine abgeschirmte, mit Mauern und Elektrozäunen umgebene Wohnsiedlung der Reichen. Auf dem Weg dahin wird der Kontrast deutlich. Die Bewohner, eine alternde Dame (viel mehr erfährt man nicht) mit ihrem volljährigen Sohn, kein älterer Hausherr, den es nach einer jungen Frau giert, aber da bleibt schließlich noch der Sohn …?

Das Nudistencamp

Der Wachmann wird es nicht, der Liebhaber. Er, der eher verklemmt wirkt, befreit die junge Frau von der Last zweier Einkaufstaschen, indem er ihr einen Platz in seinem Caddy anbietet, um sie zum Haus ihres Arbeitgebers zu bringen. Beide sprechen kaum ein Wort miteinander. Spätestens nach einem Wochenendausflug in einen Vergnügungspark, nach dem daran anschließenden Abend in der Wohnung des Wachmanns (oder irgendwo?), als Belém beherzt nach seinem in der Unterhose versteckten Penis greift, während aus umliegenden Räumen orgastisches Stöhnen dringt, spätestens dann, als sich der junge Mann entsetzt oder frustriert abwendet (den wahren Grund erfährt man nicht), spätestens da wird klar, dass auch der Wachmann kein geeigneter Kandidat für einen Ausflug in die Welt des Eros sein wird. Doch wer dann?
Indes entdeckte Belém das Nudistencamp, zuerst zwei nackte Männer, der Anblick erschreckt sie noch, bis sie sich ein Herz fasst und sich, entkleidet, im aufrechten Gang, als Botticellis Venus inszeniert, hinein begibt in eine bis dahin für sie unbekannte und ungeahnte Welt der Freiheit, die sich nicht allein auf Nacktheit beschränkt, sondern außerdem ein Hort der freien Liebe und tantrischer Genüsse zu sein scheint.
Hier ein paar Ausschnitte, die schon nicht mehr youtube-tauglich sind:

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Schwarz-komisches Ende

Wer sich schon einmal einen dieser schlüpfrigen Swinger-Club-Pornos anschaute, der weiß, was ihn in diesem Milieu erwartet. Nicht etwa gut gebaute, vor Jugend strotzende Körper gut gebauter Frauen und Männer, sondern der ganze Querschnitt, den das Leben zu bieten hat. Esther Buss, in Berlin lebende Film- und Kunstkritikerin, schreibt dazu: „Rinner stellt ein ganzes Ensemble diverser Körperbilder in die wilde Natur: füllige und hagere, pralle und schlaffe. Die meisten tun nichts.“ Erotik? Aber selbstverständlich. die_liebhaberin_filmkritik Belén wird mit offenen Armen und Liebkosungen als neues Mitglied aufgenommen und am Ende wird es wirklich komisch, schwarz komisch.

Esther Buss über den Film – Auszüge

Rinner, der in Spanien und Buenos Aires studierte, erzählt diese Geschichte über die Struktur abgedichteter Räume mit präzisem Blick und lakonischem Humor. Die Bilder sind meist in zentralperspektivischen Tableaus organisiert, es gibt wenig Kamerabewegung, eine stets gute Übersicht. Die in Stellung gebrachten Oppositionspaare – Normierung vs Entfesselung, Asphalt und Glas vs Natur und Körper – sind aufgeräumt, beide Welten arbeiten auf ihre jeweils eigene Weise an Homogenität und Regelung … Alles lesen>>>

Fazit

Eines vermochte ich, nachdem ich mir den Film anschaute, allerdings nicht zu entschlüsseln: wie kam der Autor auf den Titel „Die Liebhaberin“? Aber man muss schließlich nicht immer auf alles kommen. manchmal genügt es bereits, wenn Fragen im Raum stehen bleiben.
„Die Liebhaberin“ erhielt eine Reihe Auszeichnungen. 2016 auf dem Festival Internacional de Cine de Mar del Plata – beste Regie, beste Newcomerin (Iride Mockert), 2016 Torino Film Festival – Spezialpreis der Jury, 2017 auf der Diagonale – Großer Diagonale Preis – bester Spielfilm, bestes Sounddesign, Viennale 2017 – Wiener Filmpreis


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