Frank C. Mey – Ich habe noch immer Angst vorm Fliegen

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Bauchschmerzen – Kotzgefühl

Frank C. Mey – Oder wie eine Ostseereise zur Lebenslast werden kann

Einsam, einsam, einsam, In diesem Rhythmus bewegt sie ihre Hand, spürt wie die beiden Finger in ihr schlüpfrig werden und die Klitoris hart und rot. Können die Fingerspitzen Farben fühlen? So fühlt sich jedenfalls Rot an. Und drinnen ist es purpurn, fasst tief violett. Als sei das Blut dort innen blau – Erica Jong – Angst vorm Fliegen

Schuld war die IL 14 – oder meine Eltern?

Als es in der inzwischen friedlich verstorbenen DDR noch Inlandflüge gab – das war so bis Ende der 60 er Jahre der Fall – konnte man beim Staatlichen Reisebüro der DDR eine so genannte Kombi-Reise buchen. Das bedeutete per Flugzeug zum Ziel und mit dem Zug zurück oder umgekehrt. Da wir öfter Verwandte in Zingst besuchten und der Flughafen Barth in unmittelbarer Nähe lag, kam eines meiner Elternteile oder beide irgendwann auf die folgenschwere Idee, eine solche Reise zu buchen. Hin mit dem Flugzeug, zurück mit dem Zug. An helle Freude meinerseits kann ich mich nicht erinnern. Ich war Elf.

Flugzeug_IL14

IL 14 der Interflug

Den ersten Schock erlitt ich auf dem Flughafen. Bis dahin kannte ich Passagierflugzeuge nur vom Bild her. Stets kamen sie mir unendlich groß vor. Die Passagiere stiegen über endlos lange Treppenleitern in die Bäuche der Fluggeräte hinein. Doch das Gerät, das uns erwartete – es war eine sowjetische IL 14 – schien mir nicht viel größer als der Omnibus, der täglich fünf mal von unserer Kleinstadt in die Bezirkshauptstadt fuhr. Nach dem Einsteigen kam die Erkenntnis hinzu, dass der Fahrgastraum des Busses sogar noch wesentlich geräumiger war als dieses Flugzeug. Man saß zusammengepfercht wie Ölsardinen. Besonderen Komfort war man als DDR-Bürger ohnehin nicht gewöhnt, das Flugzeug jedoch schlug alles bis dahin bekannte. In Erinnerung blieb mir das vor Angst verzerrte Gesicht meiner Mutter und das völlig unbeteiligte Grinsen meines Vaters.
Der Start war furchtbar. Es dröhnte und die Ohren taten weh (mehr noch bei der Landung, aber das kommt noch). Gerade war die Durchsage, man könne die Gurte lösen, verklungen, da ertönte der Befehl: „Sicherheitsgurte anlegen“! Meine Mutter erblasste, mein Vater grinste. Die Stewardessen gaben freundliche Hinweise mit ernsten Mienen. Wir durchflogen ein Gewitter. Das dabei Erlebte sollte meine zukünftige Haltung zum Fliegen nachhaltig beeinflussen.

Innenraum_IL14

Innenraum der IL 14

Der Flieger wurde durchgeschüttelt und sackte ständig ab. Ich sah uns bereits zerrissen in den Wipfeln irgendwelcher Bäume hängen. Meine Mutter war außer sich. Wie ich später erfahren sollte, nicht allein wegen der Turbulenzen, sondern mehr wegen der stoischen Ruhe, mit der mein Vater uns einzureden versuchte, es sei alles halb so schlimm und es bestünde überhaupt keine Gefahr. Er war Fernaufklärer im Krieg. Das sind die, die man z. B. mit Lastenseglern hinter die gegnerische Front transportiert. Er war es gewöhnt.
Der ganze Urlaub war, wenigstens was die Stimmung meiner Eltern betraf, völlig vermasselt. Zum Glück traf mich das weniger, da Mary mit ihrer Mutter eine Woche in Zingst verbrachte. Mehr über Mary erfahren Sie in Dunkle Perlen – Zweites Buch, Leseproben>>>

Der Absturz der IL 62

Das war der nächste Schock. Von den Details erfuhr man über das West-Fernsehen. Auch dass die Passagiere hätten überleben können, hätte der Kommandeur einer in der Nähe liegenden sowjetischen Luftwaffenbasis dem Flugkapitän eine Landeerlaubnis erteilt. Bei Breshnew in Moskau konnte man wahrscheinlich nicht nachfragen, da der die meiste Zeit besoffen war. Ähnliches traf zu für das Politbüro der SED einschließlich seines damaligen Ersten Sekretärs. Von der Nichte meiner ersten Ehefrau, die ein paar Jahre später eine Ausbildung zur Stewardess antrat, erfuhr man den Inhalt des Tonbandmitschnitts aus dem Passagierraum. Die Menschen begriffen irgendwann, dass es keine Rettung gibt. Die Panik war unbeschreiblich und es dauerte mehr als zwanzig Minuten vom Bekanntwerden des Schadens bis zum endgültigen Absturz. Mein Fazit war: eines solchen Todes möchte ich niemals sterben!
Einer von mehreren Scheidungsgründen meiner Ex-Frau war die Absage meinerseits, einen gemeinsamen Bulgarien-Urlaub anzutreten. Es war nur per Flugzeug möglich. Die Zeiten, in denen man sich einfach eine Fahrkarte nach Irgendwo lösen kann, waren noch nicht angebrochen.

Meine Flug-Tante

Es dauerte bis zur Wende. Zwei Jahre davor lernte ich Helene kennen. Afrikanischstämmige Französin (Dunkle Perlen – Erstes Buch, Leseproben>>>), die nur ein Verkehrsmittel kannte: das Flugzeug. Sie überrumpelte mich regelrecht. Wir waren im Westteil Berlins und wollten nach Frankfurt am Main. Mit dem Zug, versteht sich. Ich wollte unbedingt einmal mit dem ICE fahren und das Auto stehen lassen. Wir fuhren mit dem Taxi, wie ich meinte zum Bahnhof Zoo. Die Stadt-Autobahnen West-Berlins kannte ich inzwischen sehr gut. Wir kamen von Zehlendorf und als der Taxi-Fahrer am West-Kreuz nicht abbog, packte mich die Wut. Ich fragte ihn, ob er denn meine, er habe es mit dummen Auslandstouristen zu tun, die er kreuz und quer durch Berlin karren könne. Hier ginge es ab zum Bahnhof. Er grinste nur. Helene wurde neben mir immer kleiner. „“Wir fahren nicht zum Bahnhof Zoo“, sagte er schließlich trocken. „Ihre Gattin hat das Taxi zum Flughafen Tegel bestellt!“
Das Herz blieb mir stehen. Helene ergriff meine Hand. „Froonc…“, sagte sie. „Du wirst sehen, es ist so wunderschön…“ All das in ihrem bezaubernden französischen Akzent. Sie hatte das Taxi rechtzeitig bestellt, so dass noch genügend Zeit war, im Flughafenrestaurant mehrere doppelte Malt zu trinken. Das wurde dann zur Gewohnheit. Ohne eine halbe Flasche Whisky im Bauch besteige ich kein Flugzeug.

Wenn Sie wissen wollen, warum

Erica Jong – Angst vorm Fliegen

hat, dann bekommen Sie hier eine kurze Leseprobe:

Nervöses Hüsteln

Bennett schläft. Auf dem Rücken. Mit angelegten Armen. Marie Winkleman ist nicht bei ihm. Ich lege mich leise und verstohlen in mein eigenes Bett; durchs Fenster dringt blaues Licht. Ich bin zu glücklich, um schlafen zu können. Doch was werde ich morgen früh Bennett sagen? Ich liege im Bett und denke an Adrian (der soeben fortgefahren ist und sich inzwischen sicher wieder hoffnungslos verirrt hat). Ich bete ihn an. Je hoffnungsloser er sich verirrt, desto vollkommener erscheint er mir.
Ich erwache um sieben und bleibe noch zwei Stunden liegen, bis Bennett wach wird. Er stöhnt, furzt und steht auf. Er beginnt sich schweigend anzuziehen und stampft dabei lärmend im Zimmer umher. Ich trällere vor mich hin und hüpfe zwischen Bade- und Schlafzimmer hin und her.
„Du warst ja gestern Abend so plötzlich verschwunden?“ sage ich munter. „Wir haben dich überall gesucht.“
„Ich war verschwunden?“
„Ja, in diesem Lokal – du warst plötzlich weg. Adrian Goodlove und ich haben dich überall gesucht wie verrückt…“
„Ihr habt mich gesucht?“ Es klang sehr bitter und sarkastisch. Du und deine liaisons dangereuses“, sagte er. Er sprach es falsch aus. Ich wurde plötzlich von Mitleid erfasst. „Da wirst du dir schon etwas besseres ausdenken müssen.“
Angriff ist die beste Verteidigung, dachte ich. Der Rat Bathsebas an unzüchtige Ehefrauen: Immer zuerst den Mann anschuldigen.
„Und wo bist du mit Marie Winkleman geblieben, verdammt nochmal?“
Er sah mich düster an: „Wir saßen im Nachbarraum und sahen zu, wie ihr auf der Tanzfläche praktisch im Stehen gevögelt habt. Dann seid ihr fort…“
„Du warst noch da?“
„Ich saß an einem Tisch, gleich hinter der Trennwand.“
„Ich hab` keine Trennwand gesehen.“
„Du hast überhaupt nichts gesehen“, sagte er.
„Ich dachte, du wärst weggegangen. Wir sind Stunden herumgefahren und haben euch gesucht. Und dann hat er mich hier abgesetzt. Wir haben uns immerzu verfahren.
„Aber sicher…“, er räuspert sich – eine Nervenreaktion, wenn er böse oder gereizt ist. Es klang wie Todesröcheln. Aber gedämpft. Es gab nichts in unserer Ehe, was ich mehr verabscheute als dieses Leitmotiv unserer schrecklichsten Augenblicke. Sich räuspern war sein einziger Protest.
Dieses Hüsteln brachte mir die schrecklichste aller schrecklichen Episoden aus unserer gemeinsamen Vergangenheit in Erinnerung – unseren ersten Weihnachtsabend. Wir waren in Paris, Bennett war abgrundtief deprimiert, und das schon seit langem.

Sie liegen im Bett und denken. Das Polster an ihrem Gesicht ist nass. Sie zittert und schluchzt. Er scheint es nicht zu hören. Wenn sie in die Vertiefung in der Mitte des Bettes rollen, ist er der erste, der abrückt. Das geschieht immer wieder. Das Bett ist ausgehöhlt wie ein Einbaum.
Sie liebt die Wärme und Härte seines Rückens. Sie würde gern die Arme um ihn legen. Sie würde die ganze Szene gern vergessen, so tun, als sei nichts geschehen. Wenn sie miteinander schlafen, sind sie zumindest für eine Weile zusammen. Doch er will nicht. Er schiebt ihre Hand vom Schlitz seiner Pyjamahose fort. Er stößt sie von sich. Sie rollt wieder zurück. Er liegt nun am äußersten Rand des Bettes.
„Das ist keine Lösung“, sagt er.
Sie liegt sehr still neben ihm. Sie berührt sich, um sich zu beweisen, dass sie nicht tot ist. Sie denkt an die ersten beiden Wochen, nachdem sie sich das Bein gebrochen hatte. Damals onanierte sie häufig, um sich zu beweisen, dass sie noch etwas anderes spüren konnte außer Schmerz. Schmerz war damals ihre Religion. Etwas, dem sie sich bedingungslos überließ.
Sie lässt ihre Hand über den Bauch abwärts gleiten. Ihr rechter Zeigefinger berührt die Klitoris, während der linke Zeigefinger tief eindringt, wie ein Penis. Was empfindet ein Penis, umgeben von diesen weichen, nachgiebigen fleischigen Grotten? Ihr Finger ist nicht dick genug. Sie steckt zwei Finger hinein und spreizt sie. Doch ihre Nägel sind zu lang. Sie kratzen.
Und wenn er nun wach wird?
Vielleicht möchte sie, dass er aufwacht und bemerkt, wie einsam sie ist.
Einsam, einsam, einsam, In diesem Rhythmus bewegt sie ihre Hand, spürt wie die beiden Finger in ihr schlüpfrig werden und die Klitoris hart und rot. Können die Fingerspitzen Farben fühlen? So fühlt sich jedenfalls Rot an. Und drinnen ist es purpurn, fasst tief violett. Als sei das Blut dort innen blau.
„An wen denken sie, wenn sie onanieren?“, hatte ihr Psychoanalytiker, ein Deutscher, gefragt. Ich denke, also bin ich. Sie denkt eigentlich an niemanden und an alle. An ihren Analytiker und an ihren Vater. Nein, nicht an ihren Vater. Sie kann nicht an ihren Vater denken. An einen Mann in einem Zug, an einen Mann unter dem Bett, an einen Mann ohne Gesicht. Sein Gesicht ist ein weißer Fleck. Sein Penis hat ein Auge. Es weint.
Sie spürt den Orgasmus krampfig an ihren Fingern saugen. Ihre Hand fällt zur Seite und sie sinkt in tiefen Schlaf….

Geschichten aus dem Wiener Wald

Die Ketten der Ehe sind so bleischwer, dass es zwei Menschen braucht, sie zu schleppen – manchmal sogar drei – Alexander Dumas

Und nun begann das Karussell sich zu drehen.Ich begleitete Bennett zu Arbeitssitzungen, mit dem festen Vorsatz, bis zum Ende auszuharren; ich schwor mir, dass ich Adrian nie wiedersehen würde, dass es vorbei war, dass ich mich ausgetobt hatte und nun Schluss sein musste – und dann sah ich Adrian und alle guten Vorsätze waren beim Teufel.Ich stellte fest, dass ich auf dem besten Wege war, das Vokabular der gängigsten Liebesschnulzen, die Klischees der kitschigsten Hollywood-Filme in die Tat umzusetzen. Mein Herzschlag setzte aus. Mir wurde schwummerig, sobald er in meine Nähe kam. Er war mein Sonnenschein. Unsere Herzen hielten Händchen. Wenn wir uns im selben Raum befanden, war ich so erregt, dass ich kaum noch still sitzen konnte. Er war eine Art Geistesverwirrung. Etwas, das mich mit Haut und Haar verschlang. Ich dachte nicht mehr an den Artikel, den ich schreiben sollte, ich dachte an gar nichts mehr, außer an ihn.
Am ersten Tag des Kongresses sagte ich nach dem Lunch zu Bennett, ich ginge schwimmen und haute mit Adrian ab. Wir fuhren zu meinem Hotel; ich packte meinen Badeanzug, und was ich sonst noch so brauchte, zusammen, führte mein Pessar ein und fuhr dann mit Adrian zu seiner Pension.
In seinem Zimmer riss ich mir in einer knappen Minute die Kleider vom Leibe und legte mich aufs Bett.
„Wo brennts denn?“ fragte er.
„Bei mir.“
„Aber Schatz, wir haben doch Zeit.“
„Wie lange?“
„Solange du willst“, sagte er doppeldeutig. Das hieß: wenn er mich verließ, war ich selbst schuld. So sind Psychoanalytiker nun einmal. Bumst nie mit einem Analytiker, ihr jungen Dinger – wenn ich euch einen guten Rat geben darf.

Aber wie dem auch sei – es haute nicht hin. Jedenfalls nicht wie erwartet. Er blieb auf Halbmast und wühlte hektisch in mir herum; er hoffte wohl, ich würde es nicht merken. Das Fazit war für mich ein höchst unzulänglicher Orgasmus sowie eine aufgeriebene Möse. Aber irgendwo war mir das sogar recht. Jetzt werde ich mich von ihm befreien können, dachte ich, im Bett taugt er nichts. Ich werde ihn vergessen.
„Was denkst du?“ fragte er.
„Dass du mich prima durchgezogen hast.“ Mir fiel ein, dass ich das gleiche einmal zu Bennett gesagt hatte, als es der Wahrheit viel näher gekommen war.
„Du bist eine ganz verlogene Heuchlerin. Warum lügst du? Ich weiß doch, dass es nicht stimmt. Im Allgemeinen kann ich es viel besser.“
Seine Offenheit überrumpelte mich. „Okay“, sagte ich mürrisch, „du hast mich nicht prima durchgezogen. Ich gebe es zu.“
„Also mein Eggoh ist nicht so empfindlich. Ich breche nicht zusammen, wenn du mir sagst, dass ich dich nicht gut gevögelt habe – besonders, da es stimmt.“
„Ich glaube, ich habe noch nie jemanden wie dich kennengelernt.“
Er lächelte zufrieden. „Nein, Schätzchen, sicher nicht, und es wird dir höchstwahrscheinlich auch kein zweites Mal blühen. Ich habe dir gesagt, dass ich ein Anti-Held bin. Ich bin nicht da, um dich zu retten.
Wozu war er dann wohl sonst da, fragte ich mich. Zum Ficken jedenfalls nicht.
Wir fuhren in ein riesiges öffentliches Schwimmbad. Noch nie im Leben hatte ich soviel sonnenverbrannten Speck auf einem Haufen gesehen… Nicht einfach nur fett, nicht bloß Hängebäuche und muskellose, schlaffe Arme und Doppelkinne und speckglänzende Schenkel – nein, das alles auch noch knallrosa. Verbrannt und bruzelnd. Röter als ein chinesisches Spanferkel. Sie sahen aus wie Ferkel. Oder wie der Schweinefötus, den ich in meinem zweiten Jahr Zoologie sezieren musste – was fast zum Waterloo meiner College-Laufbahn geworden wäre.
Er legte den Kopf in meinen Schoß und wühlte seine Nase zwischen meine Beine. Ein paar dicke Deutsche unter einem Baum feixten. Aber das war mir egal.
„Dein Glitsch“, sagte ich.
„Unser Glitsch“, verbesserte er mich.
Erica Jong – Angst vorm Fliegen
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Als ich um halb sechs ins Hotel zurückkam, wartete Bennett auf mich. Er fragte mich nicht, wo ich gewesen war; er umschlang mich und begann, mich auszuziehen. Er drang in mich ein, in mich, in Adrians Sperma, in unser gleichschenkliges Dreieck. Er war noch nie so leidenschaftlich und zärtlich gewesen und ich selten so erregt. Dass er ein viel besserer Liebhaber war als Adrian, lag auf der Hand. Ebenso, dass sich, dank Adrian, unsere körperliche Beziehung gewandelt hatte, dass wir uns gegenseitig auf eine neue Weise würdigten. Wir gingen völlig ineinander auf. Plötzlich war ich für Bennett so kostbar, als hätte er sich gerade frisch in mich verliebt.
Wir nahmen zusammen ein Bad, bespritzten uns gegenseitig mit Wasser. Wir seiften einander den Rücken ein. Ich war ein wenig erschrocken über meine Promiskuität – dass ich so ohne Weiteres von einem Mann zum anderen gehen konnte und dabei auch noch so wunderbar gelöst und wie berauscht war.

Eine der denkwürdigsten Veranstaltungen während des Kongresses war der Empfang im Wiener Rathaus.
Die höchst unelegant gewandete Gattin des Bürgermeisters von Wien (mit einer Figur wie ein vollgeschissener Damenstrumpf) begrüßte Anna Freud und die anderen Psychoanalytiker aufs herzlichste und ließ dann – in deutscher Sprache – einen Haufen gequirlter Kacke vom Stapel. Wie glücklich die Stadt Wien sei, sie wieder alle in ihren Mauern versammelt zu sehen… Alle Leseproben>>>


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Der zweite Kurzurlaub also, drei Tage jenseits der Front, weitab vom Kampfgetümmel des kalten Krieges. Heimaturlaub als Belohnung für die dritte Eichel der Schützenschnur. Zum Glück zwangen ihn die Dienst- und Lebensumstände nicht ein einziges Mal dazu, seine Schießfertigkeiten an einem im Ostseewasser paddelnden oder schwimmenden Republikflüchtling auszuprobieren. Wenn du nicht schießt, wirst du selber erschossen, lautete die Parole. Der Flüchtling, der nichts weiter wollte, als seine Freiheit, war der Feind, der Verräter. Der, der später vielleicht in eine NATO-Uniform gesteckt, auf seine ehemaligen Landsleute schießen würde.
Wer nicht schießt, der wird erschossen, die Perversion eines jeden dieser Dreckskriege. Aber man gehörte ja zu den Guten, zu denen, die der Welt eine bessere Zukunft bringen würden. Notfalls mit Gewalt. Es herrschte Krieg, kalter Krieg, mehrmals am seidenen Faden hängend, mehrmals drohte ein heißer.
Für die Drecksarbeit, DDR-Bürger mit Waffengewalt in ihrer heilen Welt zurück zu halten, war die Marine ohnehin nicht zuständig. Das erledigte die Grenzbrigade Küste. Die trugen zwar ebenfalls Marineuniformen, diese aller-dings mit einem grünen Rand an den Schulterstücken. Igitt, wie unpassend, Blau und Grün. Manch Modedesigner drehte sich mehrmals im Grabe her-um, sähe er das.
Der Marine kam vielmehr die ehrenvolle Aufgabe zu, die größeren Brocken an der Okkupation der Arbeiter- und Bauernäcker wie der sozialistischen Großplattenbauten zu hindern:
hemmungslos_frivol_erotische_erzaehlungenetwa das Raumschiff Enterprise an einer Landung von See her auf dem Territorium der DDR, von der NATO verseuchte Kartoffelkäfer, mit Nuklearwaffen bestückte Delphine, mordlüsterne dänische Robben und sonstige westliche Seeungeheuer. Man erkannte sie daran, dass ihnen die „stars and stripes“ wie die Dollarzeichen aus den Augen gierten. Oder aber einen dänischen Fischkutter abzudrängen, dem das Satelliten-Navigationsgerät ausgefallen war.
Apropos Satelliten-Navigation. Die verfügten bereits über solche Dinger, die NATO, ja, Anfang der Siebziger. Wow, das will man heutzutage gar nicht mehr glauben. Die Russen, Verzeihung, die ruhmreichste und kampfstärkste Armee der Welt, die Sowjetarmee, verfügte ebenfalls seit Anfang der Siebziger Jahre über solche Navigationsinstrumente. Als man die Schiffe der DDR-Marine mit den Basisstationen ausrüstete, mussten zu deren Installation größere Löcher aus den Oberdecks geschweißt werden.
Vor Bernau fahren sie am größten Stützpunkt der Russen in der DDR vorbei. Bei Tag kann man die Kasernen sehen, die Unterkünfte der Gott weiß wievielten Gardedivision der Roten Armee. Manchmal denkt er, die haben nur Gardedivisionen, Gardebrigaden und Gardeflotten zur See. Direkte Verbündete seiner Waffengattung war die „Ruhmreiche Baltische Rotbannerflotte“. Scherzhaft die RUMBALOTTE genannt. Dass die Soldaten da draußen arme Hunde sind, das wusste man damals schon. Dass sie schlechter als Vieh behandelt wurden, und einiges mehr, erfuhr man erst nach der Wende. Er stellt sich gerade vor, im hell erleuchteten Abteil Consuela im Stehen von hinten am Fenster zu vögeln. Ihr offener Mund wie ihre nackten Brüste pressen sich an die Fensterscheibe. Der Zug bekommt keine Einfahrt, er muss anhalten. Draußen neben dem Gleis steht eine Horde Rotarmisten. Die Hosenställe geöffnet, wichsen sie beim Zuschauen … Ich gönne euch das, Jungs! ... Alle Leseproben>>>

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2 Kommentare zu "Frank C. Mey – Ich habe noch immer Angst vorm Fliegen"

  1. Sehr guter Artikel, bseonders das mit der Flugangst, vielleicht überwinde ich diese ja irgendwann.

    • Ich gebe mir gar keine Mühe mehr. Fahre nur noch an Ziele, die ich mit der Bahn erreiche oder mit dem Schiff..

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