Lust – Eine Trilogie – Frank C. Mey – 2015 bis 20

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Drei Bücher – Eine Trilogie der Lust

Dunkle Perlen – Regenwürmer vertragen kein Coffein – 2021 – Leseproben

Die Lust – Lächelnd streift sie mit beiden Händen die Haare nach hinten. Wie sie sich streckt dabei. Jede Faser an ihrem bezaubernd lasziven Körper gerät in Bewegung. Ich stehe kurz vor der nächsten Krise …

Trilogie der Lust

Liebe ist …
… wenn man sich sein Leben lang daran erinnert. Das mag sich der Held der drei Bücher wohl sagen, die ich an dieser Stelle noch einmal gesondert vorstellen möchte. Derselbe in „Dunkle Perlen“, „Regenwürmer vertragen kein Coffein“ und schließlich „2021“, wenn es ihn denn gäbe?
Trilogie der Lust – keine klassische Trilogie im Sinne ineinander greifender oder aufeinander aufbauender Fortsetzungen, mit Ausnahme der beiden letzten Titel, und doch gibt es Rückerinnerungen und Ereignisse der einen Ebene, die in die andere wirken und umgekehrt.

Hat sie beim Ficken …

Angeregt zu dieser Überlegung hat mich ein Film aus dem Jahre 2013, auf den ich zufällig stieß, Puppy Love, und in diesem Film ein Dialog zwischen der vierzehnjährigen Diane, eine der beiden Hauptdarstellerinnen und ihrem alleinerziehenden Vater, dessen neue Freundin plötzlich im Haushalt auftaucht und dort für Wirbel sorgt, Diane sagt: „Hat sie beim Ficken auch immer das Sagen …?“
Hätte ich diesen Film gesehen bevor ich „Regenwürmer vertragen kein Coffein“ abschloss, der eine oder andere Dialog im Buch wäre vielleicht anders ausgefallen oder hinzu gekommen oder auch weggefallen. Doch wenn man danach ginge, könnte man wohl Bücher ein Leben lang umschreiben oder ergänzen.
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Regenwürmer …

… vertragen kein Coffein. Die vierzehnjährige Lisa verliebt sich in den Liebhaber der Mutter, dreißig Jahre älter als sie.
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Sie verliebt sich tatsächlich, sie will nicht nur Spaß mit ihm, Lust, wie die vierzehnjährige Julia mit Dianes Vater in Puppy Love. Diane erwischt die beiden, wie sie sich, an einen Baum gelehnt, vergnügen, sie schaut eine Weile zu, danach ist die Welt eine andere – Triangel oder Trilogie der Lust …

Die Tochter benutzt …

Lisas Mutter hingegen erwischt Curd und Lisa nicht, es hätte auch nichts gegeben, wofür man hätte Angst haben müssen, erwischt zu werden. Alles was zwischen Curd und Lisa mit Lust, Liebe und Sex zu tun hat, spielt sich in deren Fantasie ab, bist fast zum Schluss. Und dieser Schluss wie Lisas Fantasien, offenbaren sich erst in der späten Fortsetzung in „2021“. Ob die Mutter die Tochter benutzt hat, um Curd zu halten, bleibt der Fantasie der Leserin, der Lesers freigestellt.

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Leseprobe

Eine Schlüsselbegegnung, Curd und Lisa allein im Haus. Der Kampf in Curd zwischen Frau Ratio und Herrn Bauch, zwischen Vernunft und Lust. Er will sie, doch er weiß, dass es nicht sein darf. Sie will ihn, doch er ist der Liebhaber der Mutter.
[…] „Bist du mit Mutti zusammen, weil du sie liebst?“
„Wir haben eine Beziehung, seit Längerem, wie du weißt …“, rede ich mich heraus. Wir kopulieren nur, hätte ich sagen müssen, dass ich mehr Lisa wegen hier aufschlage – allein aus Lust sie zu sehen.
„Liebe verfügt über viele Facetten. Eines der Gefühle, die niemand wirklich allumfassend zu erklären vermag …“, füge ich schnell hinzu. Ihrer Reaktion entnehme ich, dass sie sich mit der Antwort nicht zufrieden gibt.

Ich sah sie öfter nackt

„Mutti sagt, man ist eine Hure, wenn man es nur so mit Jungs treibt, zum Spaß … Und Omi …“, beide Hände gehoben winkt sie ab. Die Bewegung führt dazu, dass sich ihr Bademantel komplett öffnet. Sie steht leicht zurückgelehnt an der Türfüllung, ihren gesamten Körper nach vorn gereckt. Ihr rundes Becken wie ihre wunderbar langen Schenkel, zum Überfluss das Dazwischen, kommen nun völlig unbedeckt zum Vorschein. Mich erfasst die nächste Hitzewelle, ein Siedekessel der Lust. Ich weiß nicht, ob mein Gesicht rot anläuft. Das Fenster geschlossen, ist es erdrückend warm im Zimmer, wie im gesamten Haus. Ich schwitze bereits die ganze Zeit. Das wird ihr nicht sonderlich auffallen.
„Huren nehmen Geld dafür …“, besänftige ich ihre Bedenken. „Wenn eine unverheiratete Frau gern mit einem Mann schläft, vielleicht heute mit dem einen, morgen mit einem anderen, allein aus einer Lust heraus, dann ist sie noch lange keine Hure …“
Lächelnd streift sie mit beiden Händen die Haare nach hinten. Wie sie sich streckt dabei. Jede Faser an ihrem bezaubernd lasziven Körper gerät in Bewegung. Ich stehe kurz vor der nächsten Krise. Sie wird sich nichts dabei denken. Ich sah sie schon öfter nackt. DOCH NOCH NIE IN EINER SOLCHEN SITUATION WIE DER JETZIGEN UND NOCH NIE SO ENDLOS LANGE! schreit es aus meinem Inneren heraus. Ich muss das Zittern meiner Stimme unterdrücken.
„Ich denke, es bedarf schon eines gewissen Alters, es bedarf einiger Erfahrung, will man mit so etwas richtig umgehen …“, fahre ich fort. „Jüngere Frauen kommen schnell in Verruf, sogar bei Gleichaltrigen …“

Das erste Mal

„Jetzt redest du wirklich wie ein Oberlehrer. Man Kerl, fang endlich an, ihr die Angst zu nehmen, sich mit dir jetzt auf dieses Bett zu legen! Ich komme jetzt raus!“ – mein Bauch drängt. frank_c_mey_regenwuermer_vertragen_kein_coffein_leseproben Wir schauen uns in die Augen, sie weicht mir nicht einmal aus. Plötzlich bin ich mir nicht mehr sicher, ob sie wirklich nur ein Aufklärungsgespräch will. Es sieht nach beidem aus, Aufklärung und Erklärung. Sie fragt direkt, nicht allgemein. Sie will wissen, wie ich darüber denke, das ist persönlich. Sie will mehr, so wie sie mir ihre Nacktheit präsentiert. Ich muss ein Stück auf sie zu gehen. Außerdem verspüre ich erneute Regungen in meinen Lenden, die Lust lässt sich nicht unterdrücken. Ich gehe ihr den einen Schritt entgegen und setze mich, ein Stück nach vorn gebückt, auf die Bettkante.
„Wenn du also meinst, du kannst damit umgehen, wenn du auf Gesundheit und Verhütung achtest, musst du dich nicht schlecht fühlen, wenn es passiert …“, sage ich.
Ich werde dir zeigen, wie es geht. Behutsam, Schritt für Schritt. Ich werde dich lieben lehren, deine Sinne schärfen, dir all die wunderschönen Spiele beibringen, das denke ich stattdessen in dem Moment. Wenn es um das erste Mal geht, kann ich jeder jungen Frau empfehlen, sich einen gefühlvollen Mann über Vierzig zu suchen.
Verhütung, Kondome, ich muss heimlich lächeln. Ich empfehle ihr Kondome, wo ich doch selbst Gegner dieser Dinger bin, die auf mich wie Lust-Bremsen wirken. Mir fällt ein, wie selbstvergessen manche Eltern sein müssen, wenn sie ihren Kindern Ratschläge erteilen. Geh nicht mit jedem ins Bett. Dabei war Papi in jüngeren Jahren selbst einer der schlimmsten Feger. Alles gevögelt, das nicht bei Drei auf den Bäumen war. Und Mutti erst: Schau dir die Kerle genau an. Sie selbst hielt früher die Augen lieber geschlossen.
Lisas Gesicht hellt sich noch mehr auf.

Die Schwänze

„Und warum meinst du nun, dass ich nicht reif genug bin?“, stellt sie die Frage ein weiteres Mal, mit energischem Unterton in der Stimme. Als wolle sie mich bestrafen, rafft sie den Bademantel ein Stück vor ihrem Körper zusammen. „Ich habe nicht gesagt, dass du nicht reif genug bist, wenn du dich erinnerst. Ich habe dir vorhin sogar gesagt, dass du alle Merkmale einer Frau besitzt. Du bist sogar eine wirklich bezaubernde, sehr gut aussehende junge Frau mit viel Liebreiz …“ Den Kopf zur Seite geneigt, strahlt sie mich an, voller Lust, wie ich meine. Zu gern wüsste ich jetzt, was in ihrem Hirn vorgeht, schläft sie schon mit mir? Fühlt sie schon dieses Verlangen?
Weiter so, jetzt bist du nah dran!“, brüllt es aus meinem Bauch heraus.
„Es wird nicht mehr lange dauern, bis die Jungs bei dir Schlange stehen …“ Allein der Gedanke daran schnürt mir die Kehle zu. Die Schwänze schneide ich euch ab, wenn ihr Lisa anfasst, ihr bayrischen Deppen!
„Ich finde die Jungs, die ich kenne, blöd …“, antwortet sie trocken, darauf legt sie die Hände wieder zurück an die Türfüllung. Der Mantel öffnet sich. Sie belohnt mich ….
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Die Erzählung enthält auch einen kurzen Abriss der Geschichte Bayerns, falls der Sie interessieren sollte, blättern Sie einfach einmal um>>>


Was meinen Sie, die Sie vielleicht die Erzählung bereits gelesen haben, schrie die Geschichte nicht nach einer Fortsetzung? In der Zeit der Veröffentlichung dachte ich nicht daran, doch manchmal finden unerwartete, überraschende Begegnungen statt, greifen Ereignisse in unser Leben ein, die nicht alles, aber vieles verändern, und da entstand die Idee zum Roman

2021

Ein weiterer Teil der Trilogie der Lust, in dem Lisa erneut die Bildfläche betritt. Nicht allein Lisa, eine weitere Person, mit der sich der Kreis schließt, der Kreis zum ersten Teil der Trilogie der Lust, aber dazu später.

2021 – Leseprobe

2021_roman_frank_c_mey […] Zwei Wochen später, Portland, Oregon:
„Ich möchte mich bei ihnen für die schnelle Hilfe bedanken. Sie waren nach Dr. Hennings, der sich mutig auf den Täter stürzte, die zweite Peron, die aus der Deckung kam, um mir zu helfen, wie man mir berichtete.“
Dr. Schmidt, einen Verband am Hals, verlässt mit schweren Gliedern, während sie spricht, den Sessel hinter ihrem Schreibtisch, um die Helferin, die gerade eingetreten war, mit Handschlag freundlich zu begrüßen. Anschließend bietet sie Dr. Lisa Sänger einen Platz auf einem der vier Sessel an, die auf der dem Schreibtisch gegenüberliegenden Seite des Raumes zu beiden Seiten eines Glastisches stehen.
„Kaffee?“, fragt Dr. Schmidt zuvorkommend, „oder Wasser?“, indem sie mit einem Fingerzeig auf eine Vitrine weist, auf der ein Kaffeeautomat steht, in einem Fach darunter mehrere Wasserflaschen und Gläser.
„Wenn sie wollen, können sie auch einen Whisky oder einen Likör trinken, sie haben ja bereits Dienstschluss“, fügt Dr. Schmidt mit wohlwollendem Entgegenkommen hinzu. Ihr Auftritt wirkt gequält, trotz ihrer Mühe, sich souverän und gelassen zu geben. Die Schrecken, in die sie das Attentat offenbar versetzte, scheinen nicht völlig überwunden zu sein. Ihr erster Arbeitstag in der Klinik seitdem der Schuss fiel.
Lisa Sänger hebt abwehrend beide Hände, während die Chefärztin die letzten Worte spricht. „Nein, nein, bitte keinen Alkohol, einen Kaffee gern, wenn es ihnen nichts ausmacht“, Dr. Sänger höflich zurückhaltend.
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Dieser Heuchler

Sie, Lisa Sänger, schätzt die neue Leiterin der Klinik gut fünfundzwanzig Jahre älter ein, auf Anfang sechzig. Wie sie später erfahren soll, hat sie sich um drei Jahre nach unten verschätzt, Dr. Schmidt zählt zu diesem Zeitpunkt bereits dreiundsechzig.
„Sie müssen sich vor mir nicht verbeugen“, erwidert die Chefärztin mit einem gezwungenen Lächeln auf den Lippen, während sie zwei Tassen bereitstellt, um anschließend über der ersten den Startknopf des Automaten zu betätigen. In das Scharren des Mahlwerkes hinein fährt sie fort:
„Ein wenig kennen wir uns ja bereits, wenn auch nicht von derselben Station, und ich nehme an, ihnen sind die Tuscheleien um meine Berufung nicht entgangen …“ Lisa Sängers leises Räuspern wird vom schlurrenden Geräusch der Maschine überdeckt, als der Kaffee in die erste Tasse läuft.
„Ich gebe nichts auf Tuscheleien“, die Angesprochene, nunmehr hörbar selbstsicherer nach der Bemerkung der Chefin, die ihr gerade die erste gefüllte Tasse zureicht. Die lacht höhnisch, während sie die zweite Tasse unter den Auslauf schiebt und abermals die Starttaste betätigt.
„Dieser Heuchler, der Direktor mit seiner Lobhudelei, der hat mich jahrelang verhindert, dieser Trumpist, ich wäre lange dran gewesen …“, spricht sie hasserfüllt, während der Kaffee in die Tasse läuft. Lauter als sie vielleicht wollte, um das Geräusch zu übertönen, das die Pumpe in der Maschine verursacht.
Lisa Sänger zuckt zusammen vor Schreck ob des feindseligen Tons, dessen sich die Chefin bedient. Sie sagt nichts dazu, die heimlichen Tuscheleien waren ihr nicht entgangen. Angeblich sollte es sich um private Differenzen handeln, so blieb es ihr in Erinnerung, das Wort „Trumpist“ irritiert sie allerdings.

Eine stattliche Person


Seit Amtsantritt des neuen Präsidenten, den sie, Lisa Sänger, wie viele andere in den gebildeteren Schichten des Landes, ebenfalls nicht mochte, hatte sich die Spaltung des Landes, die bereits unter Obama einsetzte, erheblich verschärft. Aus anderen Gründen als während Obamas Amtszeit, da waren es die konservativen Kräfte, die „Tee-Partys“, die gegen den schwarzen Präsidenten hetzten. Die es sogar mittels beispielloser Verleumdungen schafften, selbst solche gegen den Präsidenten aufzubringen, die ihm für seine liberale und vor allem für seine sozialere Politik eigentlich hätten dankbar sein müssen. Mit Trump kehrte der blanke Hass ins Weiße Haus ein. Schmähreden wie man sie in ihrer Schärfe und Ignoranz bis dahin von keinem anderen Präsidenten hörte. Ältere Zeitgenossen fühlen sich zurückversetzt in die McCarthy-Ära nach dem Zweiten Weltkrieg.
Dr. Sänger überlegt einen Moment ob sie sich zur Bemerkung der Chefin äußern sollte, zieht es dann aber vor, sich lieber zurück zu halten. Sie kommt auch nicht dazu, weil Dr. Schmidt nach kurzer Pause in zynischem Ton fortfährt:
„Ich bin nur die Übergangslösung, weil seine Nichte, die er gern auf dem Posten sehen möchte, noch nicht so weit ist und weil ich in zwei Jahren in Pension gehe.“
Klirrend setzt sie die zweite Tasse auf den Glastisch, bevor sie Dr. Sänger gegenüber ächzend Platz nimmt. Eine stattliche Person, die Chefärztin, gut einen Kopf größer als Lisa Sänger, von üppiger Körperfülle. Ein Doppelkinn umkränzt den vorderen Teil ihres Halses, das den oberen Teil des Verbands überdeckt und an den Seiten in eine Wulst mündet, die sich um das Genick herumzieht. Wenngleich sie sich Mühe gibt, freundlich zu erscheinen, gelingt es der Chefin nicht, den mürrischen Blick völlig zu übertünchen.
Vom Körperbau her das ganze Gegenteil zur Stationsärztin, die eher filigran, geradezu schmächtig im Vergleich zu ihrer neuen Vorgesetzten erscheint. Letztere wirkt behäbig in all ihren Bewegungen, was nicht allein auf die Nachwirkungen der Verletzung zurück zu führen sein dürfte, wie Lisa meint. Dass die Chefin offenbar unzufrieden ist mit ihrem Dasein, fiel Dr. Sänger bereits früher an ihrer oft überzogenen Art des Umgangs mit Kollegen auf. Überzogen in mehrerlei Hinsicht, entweder übertrieben freundlich und zuvorkommend oder auffällig abweisend. Doch sie enthält sich einer Wertung der vermeintlichen Motive des Direktors des Klinikums, stattdessen bedankt sie sich höflich für die Einladung und den Kaffee.
Die Chefin sucht Verbündete

Indes kehrt Dr. Schmidt zurück zu ihrem anfänglich freundlichen Ton, indem sie nach einem Schluck aus ihrer Tasse den Gast aufmerksam fragt:
„Warum eigentlich haben Sie sich nicht für die Stelle beworben Lisa …“, sie räuspert sich, bevor sie fortfährt: „Sie sind mir schon mehrfach als eine außerordentlich intelligente Frau und tüchtige Ärztin aufgefallen.“ Nach einem prüfenden Blick, den Kopf wie zum Angriff gesenkt, spricht sie in schroffem Ton weiter:
„Dieser selbstgefällige Patriarch darf schließlich nicht denken, dass er die Entscheidung über die Besetzung der Stelle allein trifft und je mehr sich bewerben, umso geringer wird seine Chance, einen Günstling zu bevorzugen.“
Spätestens an dieser Stelle wird Lisa Sänger klar, welchem Zweck die Einladung wirklich dienen sollte, die Chefin sucht Verbündete in ihrem Feldzug gegen den Direktor des Klinikums. Darum dieser persönliche Ton, die Ansprache mit dem Vornamen. Und wie zur Bestätigung der nächste Satz der Chefin:
„Lassen wir doch dieses förmliche Frau Doktor weg, sie dürfen gern Mary zu mir sagen …“
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Dunkle Perlen

Die Erotiknovellen, erschienen im Jahre 2015 – Trilogie der Lust

Mary – Leseprobe

[…] Am Abend des zweiten Tages stritten wir uns während des Abendessens über Politik. Mary fing damit an.
„Frank ist auch gegen den Vietnamkrieg“, sagte sie zur Mutter, die offenbar eine andere Meinung vertrat. Wir sprachen am Strand darüber. „Muss er ja!“, schaltete die Tante sich ein. „Das bekommen die doch in der Schule hier eingetrichtert. Dort kämpfen doch dieselben wie die, die uns hier alles wegnehmen wollen, wofür Generationen vor uns hart gearbeitet haben.“ Der Onkel hörte grinsend mit halbem Ohr zu. Im Radio liefen gerade Nachrichten, die er verfolgte.
Der Fernseher lief selten, da der Ort zu weit östlich der Westgrenze lag, ohne Westempfang. Dafür lief ständig das Radio, weil man auf Kurzwelle Radio Luxemburg und auf der Mittelwelle den Deutschlandfunk in einer für damalige Verhältnisse recht guten Qualität empfangen konnte.
„In der Schule haben sie uns gesagt, die NATO würde bei uns genauso wüten wie die Amerikaner in Vietnam, wenn die erst einmal hier einmarschieren“, teilte ich meine Meinung mit. Elise sah mich traurig an, über dem Tisch. Darunter stupste Mary schon wieder an meine Füße.
„Warum sollten wir einen Krieg gegen euch führen? Was habt ihr, was wir nicht haben?“, fragte Elise nachdenklich. „Es sind doch die Kommunisten, die der Welt ihr System aufzwingen wollen. Nenne mir ein kommunistisches Land, in dem die Regierung mehrheitlich gewählt wurde“, fuhr sie kurz darauf fort. Weil ich sie ungläubig anschaute, fügte sie etwas hinzu, das mir schließlich zu denken gab:

Agitationsrhetorik

frank-c-mey-dunkle-perlen-erotiknovellen-als-taschenbuch-und-eBook „Hat man euch denn nicht erklärt, warum man Kriege führt? Früher ging es um Land, später um Rohstoffe und Absatzmärkte. Einigen Verrückten ging es um ihre Machtträume. Wir kaufen inzwischen die Rohstoffe billiger ein als wir sie selber fördern können, und die Welt reißt uns unsere Produkte aus der Hand. Warum sollten wir also gegen euch einen Krieg führen?“ Sie sprach sehr überlegt, ruhig zudem, ohne diese Agitationsrhetorik, wie man sie uns seinerzeit beizubringen versuchte. Da begann ich, nachzudenken.
„Ist doch man gut jetzt, das Fränkchen versteht das schon noch, wenn er ein paar Jahre älter wird“, mischte die Tante sich ein weiteres Mal ein.
„Ja, du hast Recht“, sagte Elise. „Man streitet sich nicht über Politik oder über Religion. Jeder soll das denken und glauben, was er für richtig hält.“
Einen solchen Umgang mit politischen Themen lernte ich bis dahin nicht kennen. Es faszinierte mich. Später erfuhr ich, man nenne das Liberalismus. Diese Begegnung an der Schwelle des Erwachsenwerdens sowie der folgende, bereits etwas tiefer gehende Briefverkehr mit Mary, nahmen wahrscheinlich prägenden Einfluss auf den weiteren Verlauf meines Lebens, wie auf meine Sicht des Geschehens, das sich um mich herum abspielte.

Wir weinten beide

[…] Die letzte Nacht streichelten und küssten wir uns sehr lange. Wir weinten beide. „Ich will nicht schlafen. Ich bleibe bis morgen früh bei dir …“, sagte Mary. Sehr spät erst schliefen wir miteinander, fast wie ein richtiges Liebespaar. Wir weinten beide in unsere Höhepunkte hinein, in unserer jugendlichen Lust. Sie blieb sogar, als es aus der Küche heraus bereits nach Kaffee roch, ein Sonntag. Obgleich der Onkel nicht zur Arbeit musste, stand er dennoch frühmorgens auf, um Arbeiten zu verrichten. Am Haus gab es ständig etwas zu tun.
Niemand erschien im Wohnzimmer. Ob die Tante etwas wusste? Vielleicht ahnte sie es ja, so wie sie uns manchmal anschaute. Nachdem beide die Arbeit im Garten aufgenommen hatte, schlich Mary auf leisen Sohlen nach oben. So wie der Tag enden würde, gestaltete sich das Frühstück. Meine Kehle war wie zugeschnürt.
„Komm bitte nicht mit zum Bahnhof“, sagte Mary zu mir. Wir umarmten uns auf der Terrasse bis das Taxi vorfuhr. Sie ließ meine Hand erst los, als sie bereits im Taxi saß.
Wenn wir miteinander herum tobten, waren wir Kinder. Wie früher bauten wir Klecker-Burgen am Wasser, sprangen lachend, voller Lust, in die Luft, wenn eine größere Welle kam, die die Burg nieder riss. Im Eckchen, wenn wir knutschen oder nachts, wenn wir uns liebten, waren wir erwachsen … – Trilogie der Lust.
Dunkle Perlen – ausführliche Leseproben finden Sie hier>>>

Mit Mary, beide waren sie erst Vierzehn, mit Lisa, vierzehn, er vierundvierzig, vielleicht so etwas wie

Puppy Love

Der Debütfilm von Delphine Lehericey (Regie) und des Produzenten von „Der Vater meiner besten Freundin“, Sebastien Delloye. puppy_love_filmkritik Der Klappentext: Die vierzehnjährige Diane ist eine schüchterne und rätselhafte Teenagerin, die allein mit ihrem Vater und ihrem jüngeren Bruder zusammenlebt. An der Schwelle zum Erwachsenwerden erwacht ihre Lust und sie beginnt, ihre Sexualität zu erforschen. Sie möchte endlich ihre Jungfräulichkeit verlieren. Die Begegnung mit ihrer neuen Nachbarin Julia ändert schlagartig den Alltag der Schülerin.
Julia ist hübsch, charismatisch, äußerst freizügig und voller Lust auf sexuelle Erlebnisse. Je näher sich die beiden Mädchen kommen, desto mehr gerät Diane in den sexuellen Sog ihrer Freundin. Ihre moralischen Grenzen geraten schnell ins Wanken; der Beginn eines heißen Sommers voller Lust und Leidenschaft, der ihr Leben für immer verändern wird … Mehr zum Film mit Trailer>>>


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Mein erster Versuch
Überhaupt, soviel vorausgeschickt, wirkte Manu auf mich wie ein sexuelles Neutrum. Sie zog sich nie in meiner Gegenwart um. Wenn ich dasselbe in ihrer Gegenwart tat, schaute sie stets weg, oft ermahnte sie mich. Wenn sie bei uns übernachtete, schlief sie stets im Gästezimmer.
Der Name des Auserwählten, dem ich die Missetat antragen wollte: Paul, Paul das Mathe- und Physikgenie. Er hatte schon mehrere Olympiaden gewonnen und besuchte eine Parallelklasse im selben Gymnasium. Kurz nach meinem letzten Geburtstag fragte ich ihn auf dem Schulhof, ob er mir nicht ein paar Nachhilfestunden geben könne. So wie er mich anblinzelte, schien er meine wahren Gedanken erkannt zu haben. Daher sagte er ohne Vorbehalt zu. Ich könne nach der Schule jederzeit zu ihm kommen.
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„Ich hab es nicht mehr ausgehalten … Ich hatte solche … Ich hab mich so sehr …“, erwiderte ich keuchend in unsere Küsse hinein. Ihr Körper war nass. Weil sie schon beim ersten Kuss den Turban verlor, klebten ihre nassen Haare an meinem Gesicht. Ich bemerkte nicht, wo die beiden Teile blieben, die ich auf meinem Körper trug. Alles was ich spürte, waren Brüste, Hände und nackte Haut … Und Violas Mund, der mich benetzte, vom Hals über meine Brüste, über mein Gesicht, zurück an meinen Lippen. Ich fühlte mich plötzlich wie ein Stück Wild, das man gerade, nach Jahren in einem engen Gehege, in die Freiheit entließ. Weil meine Beine versagten, schob ich meinen Po ein Stück auf die Kommode im Flur. „Warte bitte!“, keuchte Viola in einen Kuss hinein, weil sich bei mir ein erstes leichtes Beben ankündigte.
„Warum hast du mit mir nie über Kinder gesprochen?“, fragte ich nach einer Zwischenlandung. Wir lagen im Gras vor einem stark duftenden Rosenstrauch. „Wir sind noch nicht so weit, mein Reh“, erwiderte Viola. Sie zog einen Zweig mit mehreren Knospen daran herab. „Wenn dein Röschen erst blüht, reden wir darüber …“ Mit beiden Lippen umschloss sie die Knospe, sie blieb lange. Voller Gier wühlte ich in ihrem Haar, meine Lust schien mir unstillbar.
„Dann öffne sie jetzt, sei für eine Minute mein Mann“, keuchte ich. Ich fühlte Violas Daumen, wie sie die ersten zarten Blütenblätter nach außen kehrte. Ihren Atem, als sie daran roch, ihre Zunge, die den Tau einfing. Da flogen wir schon wieder.
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