Saint-Malo – 2023 – Die Perle, atemberaubend schön

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Das Korsaren-Nest, die Perle am Atlantik – Nicht zufällig Gegenstand einiger meiner Bücher

Saint-Malo – 2023 noch einmal erleben – und dann. Wer weiß das schon so ganz genau?

Saint-Malo (Austern) – Weil ich zitterte, nahm Hélène mir die Arbeit ab. „Mund auf!“, befahl sie mir, dann lief alles in mich hinein. Salzig, zitronig, wässrig … (aus „Dunkle Perlen“)

Saint-Malo

saint-malo-wappenEs gab drei Traumstädte für mich, damals, hinter dem Eisernen Vorhang, zwischen Minenfeld und Stacheldraht: Paris, Salvador de Bahia und nicht zuletzt Saint-Malo. Alle mehrmals besucht, Saint-Malo zuletzt vor wenigen Tagen, vielleicht ein letztes Mal, man wird nicht jünger. Schuld war Kapitän Robert Surcouf, der Korsar Napoleons, dessen Filme in meiner frühen Jugendzeit in den Kinos der DDR liefen, die ein kleines Stück Welt auf die Leinwand zauberten, ein Stück Welt, von dem man seinerzeit noch sicher glaubte, dass man es nie zu Gesicht bekommen würde, aber dann! Frühjahr 1991, wir saßen in Paris beim Frühstück:

Dunkle Perlen

„Wir steigen morgenfrüh in den Zug und fahren Richtung Westen. Mehr verrate ich dir nicht“, sagte Hélène entschlossen zu mir, da fiel es mir wieder ein.
Die zweitplatzierte unter meinen europäischen Traumstädten, nach Paris, Saint-Malo in der Bretagne. Ich hatte mehrmals davon geschwärmt. frank-c-mey-dunkle-perlen-erotiknovellen-als-taschenbuch-und-eBookDie Stadt war Handlungsort eines meiner Lieblingsfilme der Jugendzeit über den legendären Korsaren-Kapitän Robert Surcouf, dessen Stützpunkt sich in Saint-Malo befand.
„Saint-Malo!“, rief ich laut, dann knutschten wir so lange, bis Cécile sich auffällig räusperte, anschließend sagte sie zu Hélène: „Dann werde ich euch mal allein lassen, damit dein Mann sich um deine Libido kümmern kann.“ Dunkle Perlen – Leseproben>>>

Noch einmal den Spuren von damals folgen

Am 7. Mai 2023 war es dann soweit, gegen 16 Uhr lief der TGV in Saint-Malo ein, ich konnte es kaum erwarten, die Festungsanlagen zu besteigen. Doch nach fast fünfzehn Stunden Fahrt (mit Unterbrechung) war zunächst einmal Hotel angesagt. Nicht weit vom Strand, daher kein Problem. Wenig später der erste Rundgang, die Flut hatte bereits eingesetzt.

Leider lief die Etoile du Roy, eine Fregatte, die ich gern noch einmal besichtigt hätte, gerade aus, dafür liegt inzwischen unweit davon eine spanische Galeone aus dem 17. Jahrhundert, aber dazu später. Der Rundgang führt durch die Altstadt hinauf zur Bastion de la Hollande und von da bis zur Poterne Aux Normands mit Blick auf das Fort National.

Der Abend dämmert und laufen macht hungrig

Man muss nicht lange suchen, um ein passendes Restaurant zu finden. Rund um das Tor Saint Thomas gibt es alles, was man sich wünscht. An erster Stelle selbstverständlich Brasserien mit heimischen Meeresfrüchte, Creperies mit einer der Spezialitäten der Bretagne, den Crepes au Chocolat, englische Pubs (die waren hier schließlich lange Zeit die Herren) und urgemütliche kleine Kneipen, wo man nette Leute treffen kann. Hin und wieder trifft man sogar Deutsche, eine ganz besondere, fast Deutsche, dazu später. Deutsche Küche findet man nicht, doch wer die sucht, der sollte nicht in die Bretagne fahren.

Meine erste Auster – Frühjahr 1991

„Atlantikaustern, aha“, sagte ich mit flauem Gefühl im Magen.
„Das wird dir schmecken, Chérie. Und das wird dir gut tun.“ Ihre Augen leuchteten wie zwei Diamanten, als sie sich dicht an mich heran beugte. Ich hingegen wog den Kopf.
„Das fühlt sich so ähnlich an, wie wenn du …“
„Wie wenn was?“ – „Du weißt schon, was ich meine …“, sagte Hélène mit ihrem heimlichen Lächeln auf den Lippen.
[…] Weil ich zitterte, nahm Hélène mir die Arbeit ab. „Mund auf!“, befahl sie mir, dann lief alles in mich hinein. Salzig, zitronig, wässrig … Dunkle Perlen – Leseproben>>>

Saint-Malo – Tag 2 – Das Meer bei Ebbe

Man hält es nicht lange aus im Hotel, wenn man sich so lange auf eine Reise gefreut hat. Ursprünglich geplant im März, ich erinnerte mich nicht mehr daran, dass es vor Ort noch länger Austern gibt, in Paris wie anderswo endet die Saison am 20. März. Wegen der Streiks bei der Bahn und den Unruhen in Frankreich wurde der Ausflug auf den Monat Mai verschoben, und siehe da, es gab noch Austern.

Über die Klippen zu laufen, kommt an verschiedenen Stellen einem akrobatischen Akt gleich. Gefährlich wird es, wenn Steine mit Moos bewachsen sind, dann kann ein solcher Ausflug durchaus zur tödlichen Falle werden. Die Flut kommt überdies sehr schnell zurück, daher: Obacht!

Witzige Sprüche dazu

Am Übergang von der Festungsanlage in Höhe des Grand Bé hängt ein mehrsprachig abgefasstes Schild, das Besucher vor den Gefahren der schnell eintretenden Flut warnt. Man solle, für den Fall, dass man sich bei Ebbe auf die vorgelagerten Inseln begeben hat, den Versuch unterlassen, zurück an Land zu laufen. Es wird hingegen empfohlen, so lange auf der Insel zu bleiben, bis die Flut wieder zurück geht. Da ist jeder gut beraten, der in der kühleren Jahreszeit warme Kleidung dabei hat und dazu ausreichend Verpflegung und heiße Getränke. Aber das steht leider nicht dabei 😉

Saint-Malo – Tag 2 – Von der Mole zum „Kneipenschiff“

Bei Ebbe kann man die gesamte Festungsanlage am Strand entlang umrunden. Kurz vor der Bastion Saint-Philippe gelangt man zurück auf die Festungsanlage und von da durch das nächste Tor auf die Mole, die weit in die Bucht hinein reicht. Sie umfasst den äußeren Hafen mit den Fährterminals und die Marina von Saint-Malo. Auffällig überall die zahmen Möwen, doch Vorsicht, sie haben scharfe Schnäbel.

Wandern macht auch durstig und ein bis mehrere „Pastis“ am Tag müssen sein. Auf der Wodnik S, einer spanischen Galeone. Die Inhaberin spricht perfekt Deutsch, sie war mit einem Deutschen verheiratet, erzählte sie, der kam aus Schmölln, das war der Hit des Tages, vom Anus Mundi, Schmölln.

Chrissys Tagebuch

chrissys_tagebuch_teil2Auch in meinem Romanzweiteiler, „Chrissys Tagebuch – Chronik einer lesbischen Liebe“, darf Saint-Malo nicht fehlen. Hier wohnt, ein Stück außerhalb, jenseits der Bucht, der Studienfreund von Chrissys Vater, Johann mit Frau. Die Frau, in der Bretagne geboren, studierte in Deutschland, wo sich die beiden kennen lernten. Die Familie reist jedes Jahr im Sommer nach Spanien oder Portugal in die Ferien, am Anfang steht jedes Mal eine Woche Aufenthalt bei Johann, von wo aus es anschließend, die Atlantikküste entlang, gen Süden geht. Johann ist eine Frohnatur, der seinen Beruf an den Nagel hängte, um Calvados und andere hochprozentige Getränke zu destillieren.

Geschichtsunterricht bei Johann

Johann kam auf das Kopfabschneiden zurück. Wir würden in Deutschland dieselben Verhältnisse wie in Frankreich haben, wäre es damals nicht zur Reichsteilung gekommen.
„Hätte der Karolinger Ludwig der Fromme seinerzeit nach altem Brauch der merowingischen Reichsgründer gehandelt und die beiden Enkel Karls des Großen im Rhein ertränkt, dann hätte es nie eine Reichsteilung gegeben. Dann würden wir jetzt alle in einem Franko – Europäischen Großreich leben …“ Einer seiner Lieblingssprüche, der selten fehlte. „Ich bin überzeugt davon“, fuhr Johann fort, „dass euer Kohl und unser Mitterrand genau diese Scharte auswetzen wollten, als sie die Europäische Union und den EURO ausgekaspert haben …“ Chrissys Tagebuch – alle Leseproben>>>

Tag 3 – Mont Saint Michel

Wer Saint-Malo besucht und die Zeit dazu mitbringt, sollte dieses Weltwunder der Architektur, das Kloster auf der Felseninsel, etwa 50 km entfernt, unbedingt besuchen. Seit einiger Zeit wieder ungehindert begehbar, nachdem ein Damm, der den Gezeitenstrom behinderte und zu einer Verlandung führte, durch eine Brücke ersetzt wurde. Der heilige Michael, der Wächter des Paradies, nur wer wenigstens einmal in seiner heiligen Kapelle betete, der wird den Weg ins Paradies finden. Der Weg hinauf ist steil und kräftezehrend, doch wer will sich dem versagen, erhält er doch die Chance, nach dessen Bewältigung ins Paradies zu gelangen. Also machen Sie sich auf den Weg, noch ist Zeit.


Schauen Sie sich bitte auch dieses beeindruckende Video an:
Mont Saint Michel – UNESCO Welterbe

Bereits im 8. Jahrhundert ließ der Bischof von Avranches auf der Insel eine Kapelle errichten, die seitdem den Namen Mont Saint Michel trägt. Der steil aufsteigende Granitfelsen, ein erkalteter Magma-Tropfen, erreicht eine Höhe von 78 m und die Außenmauern der Abtei erwecken den Eindruck, aus dem Fels heraus gewachsen zu sein. Ein monumentaler Anblick, wenn man am Fuße des Felsens steht, alles wächst regelrecht in den Himmel.  Der Ort erfuhr eine wechselvolle Geschichte, wurde während des 100-jährigen Krieges und der Hugenottenkriege zur Festung ausgebaut bis zur Strafanstalt unter Napoleon I, seit 1874 wieder restauriert in seine heutige Gestalt.

2021

Die fiktive Fortsetzung von „Regenwürmer vertragen kein Koffein“, das Buch schrie an sich nach einer Weiterführung, welche allerdings nie wirklich geplant war. Doch manchmal ereignen sich Dinge, Begegnungen der besonderen Art, die urplötzlich eine Idee gebären. Zwei gesundheitliche Tiefschläge in sehr kurzer Folge, verbunden mit zwei längeren Krankenhausaufenthalten. Dem Gevatter gerade noch einmal so von der Schippe gesprungen, erscheint plötzlich eine Ärztin auf der Bildfläche, der man gespannt auf das Etikett an ihrer Brust mit dem Namen darauf schauen musste, um sicher zu gehen, dass es sich nicht um dieselbe Person von vor 22 Jahren handelt. Auch da kommt Saint-Malo vor.

Wir fahren an den Atlantik!

2021_roman_frank_c_mey„Ich habe die nächste Woche Urlaub beantragt und genehmigt bekommen … Und was machen wir da?“
Er erinnert sich an den Sonntagabend, der Wetterbericht hatte für die kommenden Tage eine langanhaltende Hochdrucklage vorausgesagt, an ihr verzauberndes Lächeln, nachdem sie ihn in ihre Arme zog.
„Wir fahren an den Atlantik!“
„Zuerst nach Paris, Samstag, Sonntag bleiben wir in Paris, am Montag fahren wir weiter nach Saint-Malo. Kümmerst du dich bitte morgen um die Hotels und um die Zugtickets?“ Er ist sprachlos.
„Freust du dich?“ – „Und wie!“
Nach dem Duschen zieht sie ihn ins Schlafzimmer … 2021 – alle Leseproben>>>

Die Göttin wartet bereits gespannt in ihrer Grotte
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Aus der „Cuisine de la mer“

„Ist heute Weihnachten?“ – „Nein, Weihnachten ist noch nicht, aber bald Ostern, das Fest der Fruchtbarkeit“, flötet Lisa Sänger vergnügt.
Auf dem Bett kniet sie sich über ihn, mit ihrem warmen, weichen Schoß, beide Hände auf seine Schultern gestützt. Die Göttin wartet bereits gespannt in ihrer Grotte. Kaum, dass sie sich beide berühren, streckt sie die Hände nach ihrem Gatten aus. Lisa mit ihrem verzehrenden, durstigen Blick …
„Prinzessin“, sagt er, als sie sich auf die Unterlippe beißt, dann schließt er die Augen und ergibt sich in diesem warmen, weichen Fleisch, das ihn umhüllt … 2021 – alle Leseproben>>>

Tag 4 – Saint-Malo

Es gibt eine ganze Reihe lohnender Ausflugsziele rund um Saint-Malo, die man mit (sehr preisgünstigen) öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann. Zwei Wochen Urlaub in Saint-Malo kann man durchaus sinnvoll ausfüllen, ohne (z.B. im Sommer) unbedingt die meiste Zeit am Strand verbringen zu müssen. Die Atlantikküste bietet in dieser Region eine Vielzahl reizvoller Plätze, die, besonders bei Sturm, ein imposantes Wellenschauspiel liefern. Die aber auch beschauliche Plätze für unbeobachtete, intime Zweisamkeit bereithalten. Solche Ecken findet man zum Beispiel rund um das ehemalige Fort d´Arboulé auf dem Pointe de la Varde, einer Landspitze nördlich der Altstadt.

Reste des Atlantikwalls

Doch zunächst am Morgen ein Besuch im Großen Aquarium, der sich immer mal wieder lohnt. Mit dem Bus Nr. 4 von Intra-Muros bis zur Station Nicet, da ist man dem Ziel am nächsten. Von da aus etwa 500 Meter bis zu einem Rad- und Wanderweg, der über die gesamte Landzunge führt. Neben der Ruine des Fort d´Arboulé findet man noch Reste der Befestigungen des auf Befehl Hitlers errichteten Atlantikwalls, die Invasion konnte auch damit nicht verhindert werden, zum Glück. Der 8. Mai, unser zweiter Besuchstag, ist in Frankreich übrigens Feiertag. Etwa 100 km nördlich liegt der Omaha Beach, wo die Kämpfe im Juni 1944 an heftigsten tobten.
Soweit, so gut, Saint Malo, au revoir!


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Korsaren

Weil damit begonnen, abschließend ein paar Bemerkungen zu Verklärung und Realität. In Saint-Malo ist das Wort „Corsaires“ allgegenwärtig, Kneipen, Geschäfte, sogar eine Apotheke trägt den Namen. Korsaren, Piraten, Freibeuter, als Korsaren bezeichnet man gewöhnlich die Piraten, die, mit einem von einem Souverän ausgestellten Kaperbrief ausgestattet, im staatlichen Auftrag, sozusagen, Schiffe verfeindeter Nationen ausraubten. Zu den bekanntesten zählt der Engländer Sir Fancis Drake sowie der hier erwähnte Robert Surcouf. In ihren Herkunftsländern verehrt, in Film und Literatur als Ehrenmänner verklärt, Gentlemen, gerecht und ohne Furcht, doch waren sie das wirklich alle?

Robert Surcouf
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Robert Surcouf

Der Korsar aus Saint-Malo, was man über ihn weiß, kling tatsächlich ehrenvoll. Er soll sogar Napoleon widersprochen haben, als der ihn ein hohes Kommando im der Marine anbot. Folgender Dialog soll stattgefunden haben, Napoléon: „Ich mache Sie zu einem reichen Mann.“ Surcouf: „Ich habe bereits den Boden meines Kabinetts mit Ihren Goldmünzen gepflastert.“ Surcouf operierte überwiegend von der Île-de-France aus, wo er, wie auch vor Frankreich, mehrmals die englische Seeblockade durchbrach und die Menschen auf der Insel vor dem Verhungern bewahrte. Dafür ehrte man ihn und dafür ehrt man ihn noch heute. Doch sie waren auch Kinder ihrer Zeit, die Korsaren: „Fressen oder gefressen werden …“, grausam und rücksichtslos.

Barbaresken

Als besonders erbarmungslos erwiesen sich die Barbaresken-Korsaren, die seit Ausgang des Mittelalters in Nordafrika mehrere eigene Staaten gründeten, die im Zuge des Niedergangs des Osmanischen Reiches bis zum 19. Jahrhundert hin zunehmend an Macht gewannen. Man liest viel über die Verschleppung schwarz-afrikanischer Sklaven nach Amerika, wenig hingegen über geschätzte eine Mio. verschleppter Europäer in die Sklaverei in Nordafrika, über Raubzüge bis nach Island. Aus der Zeit seit Beginn des 19. Jahrhunderts stammt der heute oft negativ verwendete Begriff der Kanonenbootpolitik der Amerikaner. Die waren es, die seinerzeit mit ihrer Kriegsflotte die Korsaren-Nester ausräucherten.

Unter Korsaren verschollen

unter_korsaren_verschollen_werner_legéreEs war eine Zufallsentdeckung, ein Buch von Werner Legére, sein erfolgreichstes im Übrigen, „Unter Korsaren verschollen“, welches in einer Neuauflage seit 1997 wieder verfügbar ist. In der DDR als Jugendbuch verlegt, las ich den Roman bereits in frühester Jugend. Es erzählt ein Stück Geschichte aus der Zeit, als nordafrikanische Korsaren das Mittelmeer beherrschten. Algerische Korsaren überfallen ein venezianisches Handelsschiff. Unter den Verschleppten, der Kaufmannssohn Livio, der nach einer langen Odysee vom Gefangenen zum Kapitän auf einem eigenen Schiff wird. Vielleicht ein Geschenk für die jüngere Leseratte?

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Der zweite Kurzurlaub also, drei Tage jenseits der Front, weitab vom Kampfgetümmel des kalten Krieges. Heimaturlaub als Belohnung für die dritte Eichel der Schützenschnur. Zum Glück zwangen ihn die Dienst- und Lebensumstände nicht ein einziges Mal dazu, seine Schießfertigkeiten an einem im Ostseewasser paddelnden oder schwimmenden Republikflüchtling auszuprobieren. Wenn du nicht schießt, wirst du selber erschossen, lautete die Parole. Der Flüchtling, der nichts weiter wollte, als seine Freiheit, war der Feind, der Verräter. Der, der später vielleicht in eine NATO-Uniform gesteckt, auf seine ehemaligen Landsleute schießen würde.
Wer nicht schießt, der wird erschossen, die Perversion eines jeden dieser Dreckskriege. Aber man gehörte ja zu den Guten, zu denen, die der Welt eine bessere Zukunft bringen würden. Notfalls mit Gewalt. Es herrschte Krieg, kalter Krieg, mehrmals am seidenen Faden hängend, mehrmals drohte ein heißer.
Für die Drecksarbeit, DDR-Bürger mit Waffengewalt in ihrer heilen Welt zurück zu halten, war die Marine ohnehin nicht zuständig. Das erledigte die Grenzbrigade Küste. Die trugen zwar ebenfalls Marineuniformen, diese aller-dings mit einem grünen Rand an den Schulterstücken. Igitt, wie unpassend, Blau und Grün. Manch Modedesigner drehte sich mehrmals im Grabe her-um, sähe er das.
Der Marine kam vielmehr die ehrenvolle Aufgabe zu, die größeren Brocken an der Okkupation der Arbeiter- und Bauernäcker wie der sozialistischen Großplattenbauten zu hindern:
hemmungslos_frivol_erotische_erzaehlungenetwa das Raumschiff Enterprise an einer Landung von See her auf dem Territorium der DDR, von der NATO verseuchte Kartoffelkäfer, mit Nuklearwaffen bestückte Delphine, mordlüsterne dänische Robben und sonstige westliche Seeungeheuer. Man erkannte sie daran, dass ihnen die „stars and stripes“ wie die Dollarzeichen aus den Augen gierten. Oder aber einen dänischen Fischkutter abzudrängen, dem das Satelliten-Navigationsgerät ausgefallen war.
Apropos Satelliten-Navigation. Die verfügten bereits über solche Dinger, die NATO, ja, Anfang der Siebziger. Wow, das will man heutzutage gar nicht mehr glauben. Die Russen, Verzeihung, die ruhmreichste und kampfstärkste Armee der Welt, die Sowjetarmee, verfügte ebenfalls seit Anfang der Siebziger Jahre über solche Navigationsinstrumente. Als man die Schiffe der DDR-Marine mit den Basisstationen ausrüstete, mussten zu deren Installation größere Löcher aus den Oberdecks geschweißt werden.
Vor Bernau fahren sie am größten Stützpunkt der Russen in der DDR vorbei. Bei Tag kann man die Kasernen sehen, die Unterkünfte der Gott weiß wievielten Gardedivision der Roten Armee. Manchmal denkt er, die haben nur Gardedivisionen, Gardebrigaden und Gardeflotten zur See. Direkte Verbündete seiner Waffengattung war die „Ruhmreiche Baltische Rotbannerflotte“. Scherzhaft die RUMBALOTTE genannt. Dass die Soldaten da draußen arme Hunde sind, das wusste man damals schon. Dass sie schlechter als Vieh behandelt wurden, und einiges mehr, erfuhr man erst nach der Wende. Er stellt sich gerade vor, im hell erleuchteten Abteil Consuela im Stehen von hinten am Fenster zu vögeln. Ihr offener Mund wie ihre nackten Brüste pressen sich an die Fensterscheibe. Der Zug bekommt keine Einfahrt, er muss anhalten. Draußen neben dem Gleis steht eine Horde Rotarmisten. Die Hosenställe geöffnet, wichsen sie beim Zuschauen … Ich gönne euch das, Jungs! ... Alle Leseproben>>>

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