Sônia Braga ist Gabriela – Lesetipp

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Gabriela – Der Film mit Sônia Braga

Nach dem gleichnamigen Roman von Jorge Amado

Sônia Braga und Marcello Mastroianni in einem Film von Bruno Baretto aus dem Jahre 1983

Para os amigos do Português, o filme de longa-metragem no YouTube:

Nacib schlief unruhig. Er legte ihr ein Bein auf die Hüfte und seufzte im Schlaf. Sie fühlte wie immer sein Gewicht; sie wollte ihn nicht kränken….

Das Unangenehme für alle deutschen Leser: Diesen Film gibt es leider nicht in einer deutschen Fassung und er wurde inzwischen von youtube gelöscht.

Wenn Sie nicht zu den Freunden der portugiesischen Sprache gehören, dann schauen Sie sich eine der schönsten Frauen des internationalen Films, Sônia Braga, im nachfolgenden Clip an:


Manchmal sind die Bücher besser als die Filme – wobei der Genuss an der Schönheit und am schauspielerischen Talent Sônia Bragas jederzeit über einen solchen Mangel hinweg helfen würde -. Und weil das eben mitunter der Fall ist, hier noch eine Leseprobe aus: Jorge Amado – Gabriela:

Von den kleinen Irrungen der Senhora Saad

In dieser Nacht kam Nacib sehr spät nach Hause. Bis zum Morgegrauen war die Bar überfüllt gewesen. Um den Dichter Argileu Palmeira hatte sich nach der Kinovorstellung ein großer Kreis gebildet. Dem hervorragenden Barden, der beim Kapitän Abendbrot gegessen hatte, gefiel es in Ilhéus; es war ihm gelungen, noch einige Exemplare der „Topase“ zu verkaufen.
sônia-braga-nacktNacib kam todmüde nach Hause. Er ließ sich ins Bett fallen. Gabriela erwachte, wie immer, wenn er eintrat.
„Es ist spät geworden, Herr Nacib… Haben sie schon das Neueste gehört?“
Nacib gähnte und starrte den Körper an, der unter der Bettdecke hervor schaute, diesen geheimnisvollen, täglich neuen Körper. Eine kleine Flamme des Verlangens flackerte zwischen Müdigkeit und Schlaf auf.
„Ich bin sterbensmüde. Was ist denn geschehen?“ Er streckte sich aus und schob ein Bein auf Gabrielas Hüfte.
„Tuisca ist Künstler geworden.“
„Künstler? Wieso?“
„Er wird im Zirkus auftreten.“
Die Hand des Arabers glitt lässig über ihre Schenkel. „Auftreten? Im Zirkus? Was erzählst du da?“
Für Gabriela konnte es keine größere Sensation geben. Sie richtete sich auf. „Nach dem Abendbrot war er bei mir und hat erzählt…“ Sie kitzelte Nacib, um ihn wieder aufzuwecken.
„Du wünschst?“ fragte er und lachte anzüglich.
Sie aber erzählte von Tuisca und von dem Zirkus. „Sie sollten morgen mit mir und Dona Arminda in den Zirkus gehen. Um Tuisca zu sehen, könnten sie die Bar schon einmal allein lassen.“
„Morgen? Unmöglich! Morgen gehen wir beide zu einem Vortrag.“
„Zu einem was?“
„Zu einem Vortrag, Bié. Heute ist ein Doktor aus Ilhéus gekommen, ein Dichter, er macht Gedichte. Er ist großartig. Ein richtiger Gelehrter. Alle haben sich um ihn gedrängt. Wie er spricht und wie er Verse vorträgt. Morgen hält er in der Präfektur einen Vortrag. Ich habe zwei Eintrittskarten genommen.
„Und wie ist das, ein Vortrag?“
Nacib zwirbelte den Schnurbart. „Ach, das ist etwas sehr Schönes, Bié.“
„Schöner als Kino?“
„Kostbarer, viel kostbarer.“
„Schöner als Zirkus?“
sônia-braga-nackt-am-bett„Das lässt sich nicht vergleichen. Zirkus ist etwas für Kinder. Wenn man einen guten Platz hat, lohnt es schon. Aber einen Vortrag gibt es selten.“
„Herr Nacib, der Doktor spricht und wir hören zu… Und sie vergleichen das mit Kino und Zirkus! Sie sind doch so gebildet, Herr Nacib. Nichts kann schöner sein als Zirkus.“
„Bié, höre, ich habe es dir schon gesagt: Du bist kein Dienstmädchen mehr. Du bist eine Dame. Senhora Saad. Du musst das endlich begreifen.
„Ich bin für all das nicht geschaffen, Herr Nacib. Das ist mir unangenehm. Ich bin geboren, ein Groschen zu sein, kein Taler. Was soll ich machen?“
„Du musst lernen. Was glaubst du wohl, was die anderen Frauen früher gewesen sind? Sie stammen alle vom Lande, aber sie haben etwas hinzu gelernt.“
Sie schwiegen. Wieder überwältigte ihn der Schlaf. Seine Hand ruhte auf Gabrielas Körper.
„Lassen sie mich in den Zirkus gehen, Herr Nacib, nur morgen…“
„Du gehst nicht. Ich habe es dir schon gesagt. Du gehst mit mir zu dem Vortrag, und damit gut!“
Er wandte ihr den Rücken zu und zog die Decke über den Kopf. Ihre Wärme fehlte ihm. Er war es gewohnt, mit einem Bein auf Gabrielas Hüften zu schlafen. Aber er wollte ihr zeigern, dass ihre Dickköpfigkeit ihn ärgerte.
Nacib schlief unruhig. Er legte ihr ein Bein auf die Hüfte und seufzte im Schlaf. Sie fühlte wie immer sein Gewicht; sie wollte ihn nicht kränken.

Von den ergötzlichen und den unerquicklichen Seiten der Ehe

Diese unvergessliche Nacht, in der Gabriela sich ganz hingab und Nacib das Gefühl hatte, zu sterben und gleichzeitig wie neu geboren zu sein, hatte traurige Folgen.
Allein in dieser Nacht, als er todmüde nach Hause kam, nach dem Tag, an dem auf Oberst Aristóteles geschossen worden war, da war sie wie früher, vielleicht sogar leidenschaftlicher als je zuvor. Vom nächsten Tag an lächelte sie wieder ruhig und war zurückhaltend. In den folgenden drei Nächten näherte er sich ihr absichtlich nicht. Sie erwachte, wenn sie bemerkte, dass er nach Hause kam, küsste ihn und schlief lächelnd wieder ein. Am vierten Tag schließlich vermochte er sich nicht länger zu beherrschen.
„Du kümmerst dich gar nicht mehr um mich!“
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„Wenn ich nach Hause komme, beachtest du mich kaum.“
„Möchte Herr Nacib etwas essen? Ein Glas Mangosaft trinken?“
„Saft! Als ob es um Saft ginge! Mit der Liebe ist es vorbei, was? Früher warst du es, die damit begonnen hat.“
„Herr Nacib kommt müde nach Hause, ich weiß nicht, ob er mich will, ich weiß nicht, was ich machen soll. Er dreht sich auf die Seite und schläft. Ich will ihn nicht belästigen.“
Sie zupfte am Zipfel des Bettbezuges und senkte den Blick. Nie zuvor hatte er sie so traurig gesehen. Er war gerührt. Also das war der Grund! Sie wollte ihn nicht stören und ihm nach den anstrengenden Tagen Ruhe gönnen. Gute Bié…
„Was denkst du denn? Selbst wenn ich wie zerschlagen bin… für die Liebe bin ich nie zu müde. Ich bin doch nicht alt und…“
„Bin ich nicht immer zur Stelle, sobald Herr Nacib mir den leisesten Wink gibt? Wenn ich aber sehe, dass…“
Er nahm sie in die Arme. Sie barg den Kopf an seiner Brust und weinte.
Und dann war sie wieder feurig wie ehemals. Gabriela war also doch besser als er geglaubt hatte. Es hatte genügt, mit ihr zu sprechen, und gleich nahm sie die Müdigkeit von ihm…. Alle Leseproben>>>

Ein Appetitshappen zum Schluss – Sônia Braga nude – Galerie


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„Ich will gar nichts und du sollst gar nichts“, sprach sie in den Wirrwarr meiner Gedanken hinein. „Das einzige was ich jetzt will, mit dir schlafen, wie Frau mit Frau.“ Ich ließ mich ohne Widerstand an der Hand ins Schlafzimmer ziehen. Während Viola auf dem Bett in der nun unendlich bequemeren Lage, ihr Streicheln, ihre Küsse auf meine erhitzte Haut fortsetzte, stellte sich bei mir allmählich dieser Zustand ein, der stets meinen Willen brach. Dieses Mal dauerte es länger als sonst.
Leise sprach sie in ihre Küsse hinein: ich würde begeistert sein, Maria, so ihr Name, sei eine wirklich tolle Frau, sie habe sich lange mit ihr unterhalten. „Ihr habt also schon …?“, fragte ich zaghaft. „Nein, mein Reh, wir haben uns unterhalten, nicht einmal über Intimitäten.“ Viola habe ihr von mir erzählt, was für eine liebenswerte junge Frau ich sei.
chrissys_tagebuch_teil1 „Alltäglich ist das aber nicht, dass eine Lehrerin eine Beziehung mit einer ehemaligen Schülerin eingeht, Viola?“ Maria hob die Brauen, sie schaute Viola verwundert an. Am Tonfall ihrer Stimme bemerkte ich, dass ihre Bemerkung wohl weniger Ernst aufgefasst werden sollte.
„Sie war seit Langem nicht mehr meine Schülerin, aber ich mochte Chrissy schon als sie das noch war“, antwortete Viola leise, während sie mich lächelnd anschaute. Bei der Vervollständigung der Geschichte wechselten wir uns beide ab. Viola, dass sie seinerzeit bereits in mich verliebt war, ich erzählte von unserer „zufälligen“ Begegnung. Viola wie aufgeregt ich am Anfang gewesen sei, ich, welchen Schreck ich bekam, nachdem ich bemerkte, dass sich diese Aufregung als Erregung entpuppte. Viola setzte den Schluss-punkt, wie wir uns in die Arme gefallen waren.
„Aufregend“, sagte Maria, das sei ja nahezu Film reif, unsere Geschichte oder Stoff für einen Liebesroman.
„Du kennst den Spruch: geteilte Freude ist doppelte Freude, geteiltes Leid ist halbes Leid …“ Sie wartete einen Moment, bevor sie weiter sprach. Viola schien den Sinn nicht verstanden zu haben, zumindest erwiderte sie nichts darauf.
„Man kann auch Lust teilen, dennoch ist diese stets individuell …“, fuhr Maria fort. Sie blickte wieder zu mir, als sie sagte:
„Ich bin mir nicht sicher, ob Chrissy dasselbe will, worüber wir uns bereits nach etwa zehn Gesprächsminuten einig waren, ohne wirklich darüber gesprochen zu haben.“ Weiter an Viola gerichtet. „Deine Einladung für den heutigen Abend war am Ende die Bestätigung. Hätte ich nicht dasselbe gewollt wie du, wäre ich gar nicht erschienen.“
Für einen Moment herrschte Stille. Damit hatte Viola offenbar nicht gerechnet. Ich war mir nicht sicher, ob ich froh oder traurig sein sollte, falls der Abend an dieser Stelle sein Ende finden sollte. Viola unterbrach meine Gedanken, als sie sich äußerte:
„Deine Rücksicht ist sehr anständig Maria“ ... Alle Leseproben>>>

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