Brutal real – Irreversible (2020) – Unumkehrbar

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Arthaus-Kino von Gaspar Noé – Filmtipp

Brutal – Irreversible – Ein Plädoyer gegen die Selbstjustiz

mit: Monica Bellucci, Vincent Cassel, Albert Dupontel; Buch und Regie: Gaspar Noé

Kino brutal – Irreversible – Es gibt keine Untaten, es gibt nur Taten … Und Taten sind nicht rückgängig zu machen, durch nichts, unumkehrbar, irreversibel …

Vorbemerkungen

brutal_irreversible_filmtippDer heute hier vorgestellte Film, das totale Gegenstück zu dem am selben Tag vorgestellten Buch von Helen Fielding, das man wohl unbestritten im Reich der heiteren Muse ansiedeln darf. Dagegen Irreversible – brutal, das Wort genügt. Irreversibel – unumkehrbar, die Quintessenz, nichts ist umkehrbar, die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen, eine Tat, und sei sie noch so brutal, wird nicht mit Rache gesühnt, und schon gar nicht, wenn es am Ende noch die Falschen trifft, wie in diesem Film. Selbstjustiz löst kein Problem.

Der Flopp

Anders kann man, nimmt man alle Kritik zusammen, den Film in seiner ersten Fassung aus dem Jahre 2002 nicht bezeichnen. Die Handlung wurde umgekehrt gezeigt, das war verwirrend, abgehakt. Mir gefiel er ebenso wenig, anderen ging es wohl ähnlich, die DVD lag wie Blei in den Regalen. Unverdient, was die Handlung betrifft: so brutal wie die Realität, so brutal wie das Leben, so man täglich erfahren muss. Offenbar veranlasste allein diese Tatsache Gaspar Noé den Streifen neu zusammenzuschneiden und die Handlung in ihrer Chronologie abzuspulen. Das ändert zwar nichts an der Brutalität, für die der Film ebenfalls heftig kritisiert wurde, macht ihn allerdings erlebbarer. Seit 2020 in neuer Fassung verfügbar mit zwei DVD in einer Hülle, der alte und der neue Schnitt. amazon_audible

Brutal – Ein Noé eben

… so könnte man es wohl bezeichnen, brutal real.
So sieht es eben aus, wenn eine Frau brutal vergewaltigt wird, und nicht allein das, anschließend noch brutaler misshandelt. Und wenn jemand einem anderen in blinder Wut und Hass mit einem Feuerlöscher den Schädel einschlägt, dann sieht das auch nicht anders aus, als man es im Film zu sehen bekommt. Brutale Realität, die Polizisten und all jene, die in der Folge mit den Geschädigten oder gar mit deren Leichen zu tun haben, regelmäßig vor Augen geführt bekommen. Zugegeben, die Fans von Rosamunde Pilcher sollten den Film wirklich im Regal liegenlassen.

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Und eben auch real

Eben gerade, bevor ich das aufschrieb, sah ich mir die Nachrichten an. Ein Kommentator zum Thema impfen gegen Corona sagte: „Man müsste dem Bürger viel öfter die Szenen aus Intensivstationen zeigen, wie qualvoll Menschen an Corona zugrunde gehen …“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Über Gaspar Noé ist in diesem Blog schon genug geschrieben, das will ich mir hier ersparen. Außerdem gibt es oben im Kopf einen Link zur Biografie. Zwei weitere Filme finden Sie in diesem Blog: „Love“ und „Enter The Void“

Der Film

Für Noe-Filme typisch, aufrüttelnd bis verwirrender Vorspann dann Schnitt – heile Welt. Schöne, junge Menschen beim Sonnen auf einer Wiese, herumtollende Kinder an einem Rasensprenger. Allein die sich dramatisch aufschaukelnde Musik lässt Böses ahnen, was anderes will man bei Gaspar Noe schon erwarten? Gefehlt, das Böse lässt noch auf sich warten, zuerst kommen

Schöne Nackte

Ein nacktes Paar im Bett, geweckt vom Telefon. Alex, die Frau (Monica Bellucci) Marcus, der Mann (Vincent Cassel). Der Anrufer, Alex Ex-Freund Pierre (Albert Dupontel). Und nein, sie haben keinen Sex (für die, die sich an die Masturbationsszene am Anfang von „Love“ erinnern), sie necken sich ein wenig. Nun gut, später haben sie noch ein wenig Sex, aber eben nicht so richtig, wie man es vielleicht bei Noé erwartet hätte. Sie wollen auf eine Party, Pierre holt die beiden ab. Unterwegs und lautstark in der U-Bahn geht es nur um Sex und um

Orgasmus ja oder nein?

Pierre will wissen, ob Marcus es schafft, Alex zum Orgasmus zu bringen (offenbar klappte es bei ihm nicht so gut). Er geht beiden sichtbar auf die Nerven. Alex zu Pierre: „Man redet nicht darüber, man tut es“.
Die Party, ob Club oder privat, das ist nicht erkennbar, auf jeden Fall geht es außerordentlich freizügig zu, Paare beim Sex, Blowjobs, das Leben eben, zuerst von seiner angenehmen Seite. Alex und Marcus streiten sich, sie erkennt, dass er Drogen genommen hat, sie verlässt die Party allein, Pierre schafft es nicht, sie umzustimmen.
Hier ein zweiter Clip, der nicht Youtube tauglich ist:

video
Die Vergewaltigung

In einer Unterführung wird Alex Zeugin wie ein Mann eine Frau schlägt, wie man später erfährt eine transsexuelle Prostituierte. Als sich Alex nähert, lässt der Mann die Prostituierte laufen und wendet sich Alex zu. Offenbar hält er sie, wegen ihrer Garderobe, für eine Edel-Nutte. Aber egal, was seinen Hass nährt, zuerst bedroht er sie mit dem Messer, dann vergewaltigt er sie brutal. Weil er schwul ist, „fickt er sie in den Arsch“, wie er selber sagt, „ich stehe nicht auf Fotzen.“ Zum Schluss tritt er ihr mehrfach gegen den Kopf. Ob man ein solches Verbrechen in seiner ganzen Länge (etwas mehr als 10 Minuten) in einem Film zeigen muss, darüber kann man sicher streiten. Marcus und Pierre kommen dazu, als Alex gerade abtransportiert wird, nun beginnt ein einziger brutal_irreversible_filmtipp

Amoklauf

Angeheizt von zwei Luden aus dem Viertel, die Polizei und Justiz für unfähig erklären, mit solchen Verbrechern fertig zu werden. Sie bieten für Geld ihre Dienste bei der Suche und „Bestrafung“ des Täters an. Der eine sagt: „Wer das getan hat, hat Blut vergossen, Blut schmeckt nach Rache, der Mensch hat das Recht auf Rache“. In einem Schwulen-Club finden sie den Täter, doch Opfer wird ein anderer, und es gibt ein weiteres Opfer, Pierre, der das Ganze eigentlich vehement versuchte, zu verhindern, aber schauen Sie selbst>>>

Preisgekrönt

Trotz der heftigen Kritiken war die Erstfassung 2002 in Cannes im Wettbewerb um die Goldene Palme vertreten. Außerdem erhielt der Film auf dem Stockholm Film Festival die Auszeichnung mit dem Bronzenen Pferd.
hinreissend_komisch_helen_fielding_leseproben

Buch des Tages

Helen Fielding „Schokolade zum Frühstück“ Das Tagebuch der Bridget Jones
Klappentext: Bridget Jones ist eine Frau von heute: Sie hat keinen Mann, dafür eine Mutter, die es nur gut mit ihr meint, und einen besten Freund, der nicht auf Frauen steht. Und sie hat Jude und Jazzer: Gemeinsam löst das Damentrio alle zentralen Fragen des Daseins. Doch ein paar Probleme überfordern sogar den weiblichen Krisenstab: Männer und Mütter.
Pressestimmen:
The Sunday Times: Hinreißend! Was für ein herrlicher Roman! Man wischt sich die Lachtränen aus den Augen!
Der Spiegel: Bridget Jones ist eine Kultfigur! Mehr zum Buch mit ausführlichen Leseproben>>>

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Jetzt lehnt er sich an das Fußende ihres Bettes, die Arme verschränkt, eine Hand am Kinn und sieht sie nachdenklich an.
„Es gibt da ...“, Norman lässt eine Pause. Er reibt sich verlegen am Kinn. „Es gibt da einen Knaben, den ich dir gern zeigen möchte. Vielleicht Sechzehn oder kurz davor ..., vielleicht auch schon etwas darüber.“ So genau wisse er das nicht. Sein Alter sei schwer zu schätzen. Aber es müsste so hinkommen.
hemmungslos_frivol_erotische_erzaehlungen „Einen Knaben?“ Daphne, völlig überrascht, sieht sie ihn fragend an. „Was für einen Knaben denn, was habe ich mit einem Knaben zu tun?“
„Du wirst ihn verführen, du wirst mit ihm schlafen, hier bei dir, hier auf diesem Zimmer!“ Das spricht er im Befehlston aus. So als dulde er keinen Widerspruch, so als sei er sich völlig sicher, dass sie ja sagen würde. Sie hingegen ist schockiert, läuft wütend im Zimmer auf und ab. Bleibt hin und wieder stehen, um Norman anzuschauen, der noch immer selbstsicher an ihrem Bett lehnt.
„Du spinnst, du bist völlig übergeschnappt, ich soll mit einem sechzehnjährigen Knaben schlafen?“
Das kann er jetzt nicht ernst meinen, er will sie aufziehen, vielleicht ärgern oder reizen. Am Ende soll es nur eines seiner Spiele sein. Wenige Stunden zuvor versetzte sie dieser Mann in einen ungekannten Sinnesrausch.
Nun bietet er ihr plötzlich an, mit einem Knaben ins Bett zu gehen. Er will sie in Wut bringen. Wenn er meint, sie sei in der richtigen Verfassung, wird er ihr die Sachen vom Leib reißen, sie auf ihr Bett werfen, sie in seiner hemmungslosen Brutalität nehmen, ohne langes darum herum. Sie würde sich zuerst wehren, wenigstens so tun als ob. Er würde sie mit seinen kräftigen Armen festhalten, sich zwischen ihre Beine zwängen, ihre Scham auseinander reißen, danach kraftvoll in sie eindringen. Sie muss lächeln bei diesen Gedanken, sodann geht sie mit versöhnlichem Blick auf ihn zu .. Alle Leseproben>>>

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2 Kommentare zu "Brutal real – Irreversible (2020) – Unumkehrbar"

  1. Ich kannte die alte Fassung, die gefiel mir nicht, danke für die Info, werde mir die DVD mal zu Gemüte ziehen, toller Blog, Gruß Manni

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