Ken Park – Kino kontrovers

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Ken Park – Der Film mit Trailer

Sex ist dunkel und Sex ist Macht

„Ich kann nicht von anderen Orten träumen. Ich habe keine Vorstellung, wie sie aussehen könnten. In meinen Gedanken sieht immer alles so aus wie hier.“

mit: Tiffany Limos, James Bullard, James Ransone, Stephen Jasso; Regie: Larry Clark / Edward Lachman

Tun sie es oder tun sie es nicht? Kino kontrovers

Aufmerksam wurde ich auf den Film durch einen Artikel, in dem Filme mit erotischen Inhalten in der Rubrik aufgezählt wurden: „Sie tun es richtig oder sie tun nicht nur so als ob.“ Kino kontrovers, also. Gemeint sind die Szenen, bei denen es um die schönste Sache der Welt geht. Und weil Sex, jedenfalls für die meisten von uns, etwas zum Hingucken ist, spielt der im Film Ken Park keine unwesentliche Rolle. Hier, so viel vorausgeschickt, weniger als zum Zwecke der Stimulation des Betrachters, sondern mehr als Darstellung der Reaktion junger Menschen auf die sie umgebenden Verhältnisse, als Flucht aus dem Alltag.
Ob sie es bei all den im Film vorkommenden Spielarten, wirklich richtig taten, das bleibt weitestgehend im Dunkel. Doch wenigstens der Oralsex und die Masturbations-Szenen sind echt.
Die Auflistung ist bereits etwas älter. In der Aufzählung fehlt in jedem Falle „Love“ von Gaspar Noé, will man unter „sie tun es richtig“ auch die Masturbations-Szenen sehen. Dasselbe trifft zu für Lars von Triers „Nymphomaniac“, wenigstens im ersten Teil, wo das Gesicht der Darstellerin der jungen Joe (Stacy Martin) während eines Blowjobs bis zur Ejakulation deutlich zu erkennen ist. Bei den Szenen mit vaginalem oder gar analem Verkehr, ist dies jedoch nie wirklich erkennbar. Selbst die reife Joe (Charlotte Gainsbourg) könnte im zweiten Teil gedoubelt sein, als sie sich von zwei dunkelhäutigen Männern vaginal und anal penetrieren lässt. So viel dazu …

Der Film

Der Covertext verspricht nicht zu viel (was beileibe nicht für alle Covertexte zutrifft).
Visalia, eine Kleinstadt irgendwo in Kalifornien. Vier Jugendliche, Peaches (Tiffany Limos), Shawn (James Bullard), Claude (Stephen Jasso) und Tate (James Ranson), deren Lebensverhältnisse nahezu alle Formen des häuslichen Missbrauchs verkörpern. Dabei kommen die Familienverhältnisse bei Shawn, was die eigene Familie betrifft, noch verhältnismäßig gut weg. Doch Shawn zeigt mehr die Abgründe in einer weiteren Familie, die man, oberflächlich, von außen betrachtet, als die heile amerikanische Welt bezeichnen könnte.
Der Film beginnt mit einem Selbstmord im Skatingpark des Städtchens. Ken Park erschießt sich, weil er seine Freundin geschwängert hat. Der Anfang ist signifikant für den ganzen Film. Hinter unscheinbaren Fassaden herrscht Resigniertheit, Aggressivität, religiöser Fanatismus und Alkoholismus.

Die Figuren

Shawn

Shawns allein erziehende Mutter (Eddie Daniels), ist mit der Betreuung der beiden Söhne völlig überfordert. Er schwänzt öfter die Schule, weil er tagsüber mit der Mutter einer Mitschülerin schläft, während deren Ehemann arbeitet. Die vernachlässigte jüngere Tochter sitzt eine Etage tiefer vor dem Fernseher, auf dem schlüpfrige Werbevideos laufen. Die Mutter bevorzugt Oralsex – der Ehemann als konservativer amerikanischer Vater wird wohl nichts dafür übrig haben.
Spätestens seit Forrests „Die Fremde im Pool“ wissen wir, dass konservative amerikanische Ehemänner ihre Frauen nicht lecken. Als Paul Blake, der Ehemann der Romanheldin, sich doch dazu hinreißen lässt, widert es ihn an, dass er ausgerissene Schamhaare in den Mund bekam.
„Wessen Schwanz ist größer? Meiner oder der von Bob?“, fragt Shawn. „Deiner ist größer“, antwortet Bobs Ehefrau. Eine amerikanische Familie, zwei Töchter, eine scheinbar heile Welt, in die Shawn als zukünftiger Schwiegersohn (?) aufgenommen wird.

Peaches

Sie lebt allein mit dem Vater, der in ihr die Reinkarnation der verstorbenen Mutter sieht. Der Vater, religiöser Fanatiker, verbringt viel Zeit damit, das Alte Testament zu studieren. Die vermeintliche Reinheit seiner Seele äußert sich in der Sterilität des Hauses. Sitzmöbel sind mit transparenten Plastikplanen überspannt. In einer rituellen Zeremonie heiratet er die eigene Tochter. Er begehrt sie als Frau. Peaches, alles andere als eine Heilige, hat Fessel-Sex mit einem Freund. Der Vater, rasend vor Eifersucht, erwischt beide. Er schlägt den ans Bett gefesselten Jungen fast krankenhausreif.

Claude

Eine hoch schwangere Mutter, der alles am Arsch vorbei zu gehen scheint, der Vater Alkoholiker. Er versucht, aus Claude einen „Mann“ zu machen. Ob der Vater schwul ist, geht aus der Filmhandlung nicht eindeutig hervor. Nach einem Saufabend mit einem Freund, währenddessen sie beide den Straßenstrich absuchen, zeigt er jedenfalls kein Interesse an den Prostituierten. Dafür begibt er sich anschließend in das Bett des schlafenden Sohnes. Die Konflikte in dieser Familie lassen darauf schließen, dass der Vater seine Homosexualität verdrängt, während er den Sohn als Schwuchtel beschimpft.

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Tate

ken_park_der_filmTate lebt mit seinem dreibeinigen Hund bei den Großeltern. Das fehlende Bein des Hundes, fast eine Analogie zu Tades Lebensumständen. Die Großeltern geben sich jugendlich – sportlich, bringen aber kein Verständnis für die Nöte eines Heranwachsenden auf. Er hatte nie eine richtige Freundin, wie er am Schluss sagt. Dafür masturbiert er exzessiv. Bei einem Spiel bricht ein Streit aus, weil der Großvater das Wort Sipi gelegt hat. Das sei kein Wort, behauptet Tate. Der Großvater behauptet schließlich, Sipi sei ein Körperteil. Die Partie unter der Hüfte. Die Tragödie nimmt ihren Lauf.
Der Satz der Hoffnungslosigkeit, der für alle zutrifft: „Ich kann nicht von anderen Orten träumen. Ich habe keine Vorstellung, wie sie aussehen könnten. In meinen Gedanken sieht immer alles so aus wie hier.“


Das Buch für den Abend:
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Michel Houellebecq – Serotonin

Klappentext: Als der 46-jährige Protagonist von Serotonin, dem neuen Roman des Goncourt-Preisträgers Michel Houellebecq, Bilanz zieht, beschließt er, sich aus dem Leben zu verabschieden – eine Entscheidung, an der auch das revolutionäre neue Antidepressivum Captorix nichts zu ändern vermag, das ihn in erster Linie seine Libido kostet. Alles löst er auf: Beziehung, Arbeitsverhältnis, Wohnung. Wann hat diese Gegenwart begonnen? In der Erinnerung an die Frauen seines Lebens und im Zusammentreffen mit einem alten Studienfreund, der als Landwirt in einem globalisierten Frankreich ums Überleben kämpft, erkennt er, wann und wo er sich selbst und andere verraten hat.
Noch nie hat Michel Houellebecq so ernsthaft und voller Emotionen über die Liebe geschrieben. Zugleich schildert er in Serotonin den Kampf und den drohenden Untergang eines klassischen Wirtschaftszweigs in unserer Zeit der Weltmärkte und der gesichtslosen EU-Bürokratie … Mehr zum Roman mit Leseproben>>>


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