Lustreigen – Geheimnis der Sinnlichkeit (1989)

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Im Garten der Venus – Erotische Erzählungen

Ein Lustreigen zwischen Sinnlichkeit und Sex – Leseproben

Lustreigen – Ich packe die Weiber bei all ihren Sachen zugleich. Und ich hör nicht eher auf, als bis das Weib um Gnade fleht. Ich fick sie sonst in der Mitte auseinander …

Vorwort zum Lustreigen

Wenn ich mich richtig erinnere, war es mein erstes „West-Buch“ mit erotischen Inhalten, das ich mir nach der Wende kaufte. Lustreigen der Erotik, das kam in der DDR-Literatur kaum vor, und wenn doch, wurden die Bücher in derart geringer Auflage gedruckt, so dass sie einzig einem auserwählten Leserkreis zur Verfügung standen. Pikantes gab es in den 70er Jahren beim Eulenspiegel Verlag. „Der Lustgarten“, eine Sammlung klassischer erotischer Geschichten, zusammengestellt von Günter Cwojdrak, doch verglichen mit dem, was ich als nächstes Buch kaufte, „Sexus“ von Henry Miller, eher seichte, wenn auch weitgehend unterhaltsame Erotik-Lektüre. Bei der Benennung dieses Blogs ließ ich mich allerdings von beiden Büchern inspirieren, aus dem Garten der Venus und dem Lustgarten wurde der Garten der Lust.
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Verschiedene Autoren

Mehrere Autorinnen und Autoren laden die Leserinnen und Leser zu einem lustvollen Spaziergang ein, zu einem Lustreigen zwischen Sinnlichkeit und härterem Sex, wenn man diesen Ausdruck verwenden möchte, oder etwas deftiger. Einige von ihnen haben bereits Platz in diesem Blog gefunden, wie Erica Jong, der bereits erwähnte Henry Miller, Casanova, Walter, Anais Nin, Anne-Marie Villefranche und D.H. Lawrence, der/ die eine oder andere wird noch folgen. Kobo Abe mit seiner Frau in den Dünen steht schon auf dem Programm, also demnächst in diesem Kino 😉 oder Emmanuelle Arsan, deren richtiger Name Marayat Bibidh ist, die Autorin der später verfilmten Emmanuelle-Filme, es gibt also noch unendlich viel Stoff. Doch nun zum Lustreigen, ab in den Garten der Lust.
Ich habe mir für einen Auszug eine witzig- erotische Geschichte ausgesucht, deren Autor, Johann Christoph Spielnagel, kaum bekannt ist. Alle anderen kennt man, wenigstens dem Namen nach. Biografisches über ihn war nicht zu finden, lediglich ein Buch mit dem Titel „Zauberflöte und Honigtopf“, Erotische Märchen, aus dem vermutlich die Geschichte stammt, die Geschichte von einem tapferen Schneiderlein auf andere Art:

7 auf einen Streich

Aus heutiger Sicht, in Zeiten von #metoo, vielleicht schon etwas anrüchig, geht es doch gleich zur Sache. Aber in Zeiten, in denen die meisten Märchen handeln, nahm man sich eben als Mann das, was man wollte. Beginnen wir also den Lustreigen mit einem Auszug aus dem tapferen Schneiderlein von Johann Christoph Spielnagel.
An einem Sonntagmorgen ging ein Schneiderlein ins Feld, und da begegnete ihm ein junges Mädchen, das warf er ins Gras und fickte es, dass der Himmel einzustürzen drohte. Es war ein ganz besonders glücklicher Tag, und das Schneiderlein brachte es auf dreimal hintereinander zusammen. Im Nachhause gehen wunderte er sich über sich selber und sagte: „Was bist du für ein Held!“ Und nach jeder Viertelmeile dichtete er eine Nummer dazu, so dass es sieben waren, als er zu Hause anlangte. Da schnitt er sich in der Eile einen Gürtel zurecht, auf den schrieb er mit eingestickten Goldbuchstaben: „Sieben Nummern in einer Nacht!“
„Ei was, Stadt“, sprach er zu sich, die ganze Welt solls erfahren!“ Und sein Schweif wackelte im vor Freude wie ein Lämmerschwänzchen.
Und so zog er zu einem Lustreigen in die Welt hinaus.

Riesenschwänze

Der Weg führte ihn auf einen Berg, und als er den höchsten Gipfel erreicht hatte, so saß ein gewaltiger Riese mit seiner Frau und schaute sich ganz gemächlich um. Das Schneiderlein ging beherzt auf das Riesenweib zu und fragte: „Seid ihr mit eurem Mann zufrieden?“
Der Riese sah den Schneider verächtlich an und sprach: „Du Lump, du miserabler Kerl!“
„Das wäre!“, antwortete das Schneiderlein, knöpfte den Rock auf und zeigte dem Riesen den Gürtel. „Da kannst du lesen, was ich für ein Mann bin.“
Der Riese las: „Sieben Nummern in einer Nacht“, und kriegte ein wenig Respekt vor dem kleinen Kerl. Doch wollte er ihn erst prüfen, zog seinen riesigen Schweif aus dem Hosenlatz, ließ ihn von der Frau auf kitzeln und hängte sein Wehrgehänge daran auf.

Ich fick sie auseinander

„Das ist weiter kein Kunststück“, sagte der Schneider, ließ seine Elle weit beim Hosenlatz herausstehen und hängte das Bügeleisen daran. Da erschrak der Riese und stellte sich geschwind vor seine Frau, damit sie nicht sähe, zu was das winzige Schneiderlein imstande war. Das Schneiderlein merkte aber, wieviel es geschlagen hatte, ließ das Bügeleisen an der Elle hin und her baumeln und sagte ganz laut, damit es die Riesenfrau höre: „Das ist noch gar nichts. Mich solltest du einmal bei der Arbeit sehen. Ich packe die Weiber bei all ihren Sachen zugleich. Und ich hör nicht eher auf, als bis das Weib um Gnade fleht. Ich fick sie sonst in der Mitte auseinander.“
Da nahm der Riese das Schneiderlein beiseite und sprach: „Steck doch den ungeheuren Schweif wieder ein, sonst quält mich mein Weib zu Tod, dass ich dirs nachmachen soll, und das ist nicht jedermanns Sache.“
„Kommst du mir so“, entgegnete der Schneider, „dann zahl mir erst eine Handvoll Goldstücke. Wer das Ficken nicht versteht, muss zahlen.“
Der Riese zahlte und war froh, dass er den unbequemen Gast loswurde. Das Schneiderlein aber zog weiter, immer seiner spitzen Nase nach …
Was er noch so erlebte, der Schneider auf seinem Lustreigen, erfahren Sie hier>>>

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Feuerwerk

Mehr zu erfahren gibt es über die Autorin folgenden Auszugs, Susanna Kubelka, die dem Lustreigen das Feuerwerk eines (so selbst erlebten?) Orgasmus beisteuert. Wie man bei Wikipedia nachlesen kann, wurde sie mit vollständigem Namen Susanna Kubelka von Hermanitz im September 1942 in Linz/ Österreich geboren und lebt seit 1981 in Paris. Nach einer kurzzeitigen Tätigkeit als Grundschullehrerin studierte sie Anglistik und promovierte 1977 zum Dr. phil. Sie ist Autorin mehrerer Bücher, die weltweit in 29 Sprachen übersetzt wurden.

Zu groß für ein Kondom

Da lacht er und zieht mich an sich, sucht meine Lippen, bedeckt mich mit Küssen. Ich kann kaum mehr atmen, mein Herzschlag stockt. Ich habe sein Glied gesehen, es erscheint mir riesig. Viel zu groß für mich, auf jeden Fall zu groß für die Verhütungsmittel, die ich (um nichts zu verschweigen) gestern gekauft habe. Oder soll ich einen Versuch wagen? Warum eigentlich nicht?
[…] Doch was ich befürchtet habe, tritt ein. Prosper ist zu groß gebaut. Er ist lang, dick, gebogen, natürlich auch beschnitten, wie die meisten Amerikaner, die nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden.
[…] „Weißt du was?“, mein Prosper und küsst mich auf den Mund. „Ich bin gesund, ich kann aufpassen. Sorge dich nicht!“ Dann legt er sich hinter mich und dringt sanft in mich ein. Es ist phantastisch! Langsam und vorsichtig, um mir mit seinem großen Glied nicht weh zu tun, drängt er sich in meinen Körper. Nicht zu tief, gerade richtig, um innen meine empfindlichste Stelle zu treffen …

Meer von Wollust

Jeder Stoß ein Treffer! Ständig flammen neue Lichter auf. Ich zittere vor Lust. Ich flimmere unter der gläsernen Scheibe. Ich zucke und strahle, Die Zahlen blitzen rot, gelb, blau. Jeder Stoß ein Treffer! Schon sind die wichtigsten Punkte erleuchtet. Ich bestehe aus gleisendem Licht. Jetzt ist es soweit. Noch ein ein einziger Stoß. Die letzte Silberkugel fliegt nach oben! Das Ziel ist erreicht!
Jetzt! Jetzt! Jetzt! O darling! Ich löse mich auf in ein Feuerwerk, Farben explodieren, Funken stieben durch meine Adern, prickeln in den Fingerspitzen, es klingt in meinen Ohren. Halb ohnmächtig tauche ich in ein Meer von Wollust …

Das Finale

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Jetzt kommt das Beste, die Belohnung!
Ich liebe diese letzten Momente vor dem Höhepunkt eines Mannes. Da sind die Bewegungen anders. Ehrlicher! Intensiver! Jetzt, da er sich nicht mehr zu beherrschen braucht, da er an sich denken kann, nur an seine Lust, offenbart sich die Naturgewalt.
Zum ersten Mal dringt er ganz tief in mich ein. Dieses riesige dunkle Glied, das mir anfangs Angst machte, erfüllt plötzlich mein Innerstes. Doch es tut nicht weh! Ich bin offen, gelöst, nehme es auf in seiner ganzen Größe, es dringt bis zu meinem Herzen, öffnet die letzte, verborgene Tür. Noch ein Stoß! Jetzt hebt er von der Erde ab. Noch ein Stoß! Der letzte! Schönste!
Der mächtige dunkle Mann bäumt sich auf, stöhnt, beginnt in mir zu zucken. Es ist phantastisch! Wahnsinn! Es ist so aufregend wie meine eigene Geburt. Dann liegen wir lange still; glücklich, entspannt, erlöst, erschöpft … Weiter lesen>>>

Einen Lustreigen der anderen Art vermittelt der Filmtipp des Tages, ein Film der Regisseurin Nigina Saifullajewa:
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Verlangen

Die Begierden einer Frau
Klappentext: Beruflich könnte es für die 30-jährige Gynäkologin Lena kaum besser laufen. Sie wird von ihren Patienten geliebt und von den Kollegen sehr geschätzt. Doch privat sieht alles ganz anders aus. Obwohl sie und ihr Mann Sergej eine harmonische Beziehung führen, spielen Leidenschaft und Sex längst keine Rolle mehr in ihrer Ehe. Lena vermutet, dass Sergej sie mit einer anderen Frau betrügt, lässt sich ihre Eifersucht jedoch nicht anmerken. Stattdessen beginnt sie selbst eine Reihe von Affären, die ihr eine Welt voller Leidenschaft und Emotionen eröffnen. Doch schon bald droht sie die Kontrolle über ihr Doppelleben zu verlieren … Mehr zum Film mit Trailer hier>>>

Blog Highlights

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Die schwarze Mona - Wir besaßen eine Höhle in einer der zahlreichen Heumieten um den Ort herum. Die besagte diente als Futterreserve für den daneben liegenden Schafstall. Maritta besuchte uns, mich nebst drei anderen Freunden, in der Höhle. Berührung war nicht erlaubt, wir durften sie lediglich anschauen, wie sie nackt und breitbeinig auf dem Heu lag und sich selbst befriedigte. Einer nach dem anderen, jeder für sich, und jeder musste vor ihren Augen masturbieren.
Maritta, das Ebenbild einer Zigeunerin – so durfte man seinerzeit Mitglieder dieses Volkes unbeanstandet nennen. Eine schwarze Lockenmähne auf dem Kopf, die sich zwischen ihren Beinen bis weit über den Schamberg hinauf sowie ein kleines Stück an den Innenseiten der Oberschenkel hinab wiederholte, ein Urwald, der Anblick faszinierte mich.
Während sie mit zwei Fingern ihre von Haaren überwucherte Spalte öffnete oder sich am Kitzler rieb, befahl sie uns, vor ihren Augen zu wichsen. Dabei stöhnte sie leise. Wenn sie bemerkte, dass sich etwas ankündigt, streckte sie die Füße aus. Anschließend verrieb sie das Sperma auf ihren Beinen. Der Reigen wiederholte sich so lange, bis keiner mehr auch nur einen einzigen Tropfen heraus brachte. Vor der Höhle in der Warteschleife brachten wir unsere Schwänze wieder in Form, indem jeder den anderen bei der Schilderung seiner Erlebnisse mit Maritta zu übertreffen versuchte.
„Bei mir hat die richtig laut gestöhnt“, meinte einer. „So tief war sie mit ihren Pfoten in der Pflaume drin.“ Er streckte zur Demonstration drei Finger aus ... Alle Leseproben>>>

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