Sex in Berlin – Dem deutschen Sündenbabel von Nike Wessel
Kunst, Kink und Körperfreiheit – Ein leidenschaftlicher Sex-Streifzug durch die Bunde(s)Hauptstadt
Sündenbabel – Jedwede Kreatur hat einen Urtrieb nach liebender Umarmung – Hildegard von Bingen
Sünde oder nicht
Nun, mit Sünde hat das einleitende Zitat von Hildegard von Bingen im vorliegenden Sex-Stadt-Führer Berlin wohl zunächst erst einmal gar nichts zu tun, jedenfalls galt das über sehr lange Zeit, falls die „liebende Umarmung“ allein dem Zweck dienen sollte, Kinder zu zeugen. Jegliche andere Vereinigung der primären Geschlechtsorgane galt schlichtweg als Wollust und war tatsächlich als Sünde und Unzucht gebrandmarkt. Obgleich es, will man zeitgenössischen Berichten aus Hildegards Lebenszeit Glauben schenken, auch damals hie und da sündhaft wie im sprichwörtlichen Sündenbabel zugegangen sein soll. Nicht
allein in den dafür bekannten Bordellen und Badehäusern, nein, selbst in Klöstern sollen sich Mönche und Nonnen sowohl hetero, wie lesbisch oder schwul vergnügt haben.
Die Hauptstadt
Wenn man von der Lust auf diverse Vergnügungen, ob sexuell oder anders geartet, absieht, fiel mir, bis ich von diesem lüsternen Stadtführer erfuhr, bei Berlin stets zu allererst der BER ein und noch so einiges mehr, wie nicht vorhandene Wahlzettel, wochenlanges Warten auf Behördentermine, Schlamperei und Schlendrian, aber wir wollen uns ja nicht die Laune und das angenehme Gefühl in der Lendengegend verderben, wenn wir an sich im Sex-Rausch herumwälzende, mehr oder weniger schöne nackte Körper in diversen Dark-Rooms denken oder an Clubs mit dunklen Eckchen, in denen zwischen den Tänzchen zu Techno-Beats nach Herzenslust geknutscht, gefummelt und gefickt wird. Heute also mal keine Belletristik hier, sondern nüchterne Fachliteratur.
Sex im Sündenbabel Berlin belletristisch gab es hier schon genug
Da ging es aber fast ausschließlich um den bezahlten Sex (den man in und um Berlin auch reichlich finden kann, schließlich ist man ja als Hauptstadt auch eine Stadt der Männer, die abends erschöpft sind vom Regieren). Ob in Sonia Rossis Fucking Berlin (was schon gar nicht mehr so freundlich klingt) über die Studentin, die sich durch kraftvollen Unterleibseinsatz ein paar Märker, wie der Berliner früher sagte, für das Studium dazuverdienen wollte oder aber in La Maison – Haus der Lust, in dem Emma Becker, aus, wie sie schreibt, eigener Erfahrung ein früheres Berliner Bordell namens La Maison vorstellt, welches noch an das gute alte Etablissement mit der freundlichen Puffmutter erinnert, in dem Tag und Nacht Wohlfühl-Fick geboten wird, oder?
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Wohlfühl-Fick wird groß geschrieben
Zu dieser Auffassung könnte man durchaus gelangen, nachdem man sich diese sehr interessante und inhaltsreiche Büchlein mit einer ganzen Reihe bunter und teils sehr aussagekräftigen Fotografien zu Gemüte geführt hat. Und nicht allein um Wohlfühl-Fick, nicht allein um die Befriedigung eines der natürlichsten und für die Arterhaltung dringend notwendigen Bedürfnisse geht es hier im Babilon Berlin – nein (!), hier wird der schnöde Geschlechtsverkehr, ob er sich nun klassisch Schwanz-in-Möse oder Anus oder in den verschiedensten Variationen der körperlichen Berührungen, Haut an Haut, Vulva an Vulva, mit oder ohne Öl abspielt, hier wird Ficken auch als eine besondere Ausdrucksform der Kunst erlebt – Sündenbabel – NEIN – Kunstparadies, oder?
Die Autorin
Nike Wessel – geboren am 11. November 1981, bekannt geworden als ehemalige Funktionärin der Grünen Jugend, deren Bundessprecherin sie von Mai 2005 bis Mai 2006 war. Inzwischen ist sie als Autorin und Aktivistin tätig. Ab 2002 studierte sie an der FU Berlin Literaturwissenschaften, Geschichte und Kunstgeschichte. Einen Hinweis auf einen Abschluss konnte ich leider nicht finden.
2009 gründete sie die Film- und Podcastproduktionsfirma Studio36, wo sie zwei Podcasts produziert, Green Voices und Sex in Berlin.
Die hier behandelte Publikation erschien im Jahre 2025, gefolgt im selben Jahr von einer weiteren unter dem Titel „Sex in … Guide to Love von den Alpen bis zum Meer“, der uns sex-positives von der Ostseeküste bis in den tiefen Süden erklärt.
Sex in der Hauptstadt
Sexpositiv – man lernt ja nie aus, was bestimmte Begriffe und Wortschöpfungen betrifft. Die Erklärung liefert die Autorin auf Seite 18: „Sexpositivität bedeutet, Sexualität nicht nur zu tolerieren, sondern sie in all ihren Formen zu feiern – solange sie auf gegenseitigem Einverständnis beruht. Sie fördert die Neugierde, neue Praktiken und Perspektiven zu entdecken, ohne moralische Urteile zu fällen …“ Und weil Berlin der ideale Ort dafür sein soll, ent- und verführt die Autorin uns an fünfzehn verschiedene Orte bzw. zu verschiedenen Events, wo Sexpositivität geliebt, gelebt und gefeiert wird, in Garderobe oder völlig nackt vom Conscious Play-Temple bis zu den Velvet Creepers … Keine Sünde und auch kein Babel, eher ein Hauch von lüsterner Freiheit. 
Vom Conscious Play-Temple bis Pankow House
Conscious – achtsam oder verantwortungsbewusst, unter diesem Motte stehen auch die Events, die von Gili Jala geführt werden. Konsens, also Übereinstimmung als lebendige, sich entwickelnde Praxis in einem Raum der Erlaubnis. Der Fokus, so erfährt man, stehe auf Queer, es sind aber auch alle anderen Formen, Identitäten und Beziehungsstile willkommen. Nach einer Einführung beginne der „Free Flow“, der Teil, in dem die Teilnehmenden ihrer Neugier folgen können, wohin sie diese auch führe … Das Motto lautet: „Alles, was von dir gebraucht wird, ist, so zu erscheinen, wie du bist – eigenwillig, wild und wertvoll.“ Ein Raum, in dem (sexuell) ALLES erlaubt ist, bei gegenseitigem Einverständnis? Mehr und Kontakt finden Sie hier>>>
Pankow House
Hier war ich, was die Erreichbarkeit der Location betrifft, etwas verwirrt, weil man unter Pankow House ein Haarstudio findet, aber ein Foto auf der Webseite identisch ist mit einem Foto im Buch. Also wird man wohl davon ausgehen können, dass es sich um dasselbe Etablissement handelt. DAS PANKOW HOUSE von Alicia und Sebastian, ein polyamores Paar, das sich der freien Liebe verschrieben hat. Sie bieten einen Ort, an dem „offene Sexualität“ genossen werden kann. Beide bieten in der Location eigene Events an oder stellen anderen Veranstaltern für einzigartige Konzepte die Räume zur Verfügung. Hier kann man nackt sein, wild sein oder einfach man selbst – unter dem Kronleuchter oder im verwunschen Garten …, so heißt es.
Öl fights oder 70er Jahre Porn Disco im Pankow House
Öl fight, ein Event für etwa 30 Gäste, die nackt in Mandelöl unter rotem Scheinwerferlicht auf Turnmatten und Folien raufen. Es kämpfen zwei bis vier Personen gleichzeitig, aber es gibt keine Sieger, der Spaß allein zählt offenbar. Nach den Kämpfen gibt es mit verbundenen Augen sinnliche Körperkontakte. So richtig zur Sache geht es aber bei der 70er Porn Party für 120 Gäste unter dem Motto Sex, Drugs und Rock and Roll, Göttlichkeit, Nacktheit, Fülle Wollust. Man isst mit den Händen, säuft Wodka, der über Eisblöcke fließt oder schlürft Vanillesauce aus durchbohrten Gummischwänzen. Man tanzt, schwitzt, fummelt, fingert, leckt, fickt und tanzt und tanzt und tanzt. Man ist dekadent und hedonistisch – klingt für mich nach Swingerklub.
Let us be skin: A Journey back to Essence im Pankow House
Lasst uns Haut sein (wohl im Sinne von nackt), eine Reise zurück zum Wesentlichen. Alle sind am Anfang bekleidet und lauschen mit verbundenen Augen der Geschichte der Göttin Ishtar, die auf ihrer Reise ins Totenreich an jedem der sieben Tore ein Symbol ihrer Macht abgeben muss. Dasselbe tun die Anwesenden mit je einem Kleidungsstück – jede Schicht steht für eine Angst. Am Ende werden die Augenbinden abgenommen. Die Feier entfaltet sich in einem Gefühl von Freiheit und Verbundenheit. Ein Raum der Freiheit – Alicja und Sebastian haben einen Ort geschaffen, der Toleranz, Dekadenz und Hedonismus feiert. Besucher*innen sind eingeladen, sich wie zu Hause zu fühlen, Grenzen zu achten, aber auch Komfortzonen zu verlassen …
Alle Buchtipps in diesem Blog in alphabetischer Reihenfolge der Autor*innen und passende Filme
Blog Highlights
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| Erotische Literatur – Klassik & Moderne | Erotische Fotografie – F. C. Mey & Gäste | Filme nach erotischen Romanvorlagen u. a. | Sexolosophie & Satire |
Paramour
Die erste gender-inklusive und genossenschaftlich geführte Escort-Agentur – so steht es auf der Webseite in großen Lettern. Eine Escort-Agentur also, deren Erträge den Genossenschaftsmitgliedern gleichermaßen zugute kommen. Im Text heißt es: „… eine Geschichte von radikaler Offenheit und Ehrlichkeit, die sich um das Konzept ethischer Lust für jeden Körper und von jedem Körper dreht …“ Man spricht alle sexuellen Orientierungen an, der Fokus liegt allerdings, wie man lesen kann, auf LGBTQ+ Dienstleistungen zunehmend auch für queere und FLINTA (Frauen, Lesben, Intersex, Nicht-binär, Trans, Agender) Kund*innen. Die Agentur ist in mehreren Städten aktiv. Mehr über die Agentur, Bilder, Buchung und Honorare erfahren Sie hier>>>
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Von Pornceptual bis Ballhaus Berlin
Pornceptual wirbt mit queerer Kreativität und radikalem Ausdruck. Ein in Berlin ansässiges Kunstkollektiv und eine globale Plattform, welche sich wie folgt definiert: Das Kollektiv definiert Pornografie als Plattform für diverse Stimmen und authentischen Ausdruck neu, indem es Queerness, Kreativität und Individualität feiert und gleichzeitig Stereotypen abbaut … Die Mitglieder organisieren weltweit Veranstaltungen. Ein durchaus über die Szene hinaus bekanntes Festival, welches von Pornceptual in Partnerschaft mit anderen, gleichgesinnten Communities gegründet wurde, ist das WHOLE Festival, welches Menschen aus der ganzen Welt anzieht und einmal jährlich stattfindet. Zur Webpräsenz von Pornceptual>>>
Lustvolle und provokante Sexclusivitäten
… gibt es in einem Unternehmen, welches sich als politisch bezeichnet und sich, wie man lesen kann der Förderung des „Freudenfluss“ in der Gesellschaft durch sexpositiven Feminismus widmet. Es klingt zumindest witzig (obgleich das mit Sicherheit nicht witzig gemeint sein dürfte), wenn man die Namen verschiedener Projekte liest, die da lauten „Mösenmonat März“, „Hure & Heilige, vereinigt Euch!“, „Feminismus fotzt“ oder „Wir spritzen zurück!“ Von den Termini her erinnert mich das ein wenig an Nicholson Bakers „Haus der Löcher“. Dazu gehört ein feministischer Sex-Shop, dessen Produkte man auch während spezieller Events ausprobieren kann. Dazu gehören auch spezielle Erotikfilme. Alles zu Sexclusivitäten>>>
Speziell für Frauen – Die Temple Nights
Ekstase als Höhepunkt der Nacht verspricht die Sexarbeiterin (manche nennen es auch Prostituierte) Lenia Soley in ihren Temple Nights für Frauen. Eine Veranstaltung allein für Frauen, egal ob hetero, lesbisch, bi, trans oder nicht-binär (nicht ausschließlich weiblich) im weiblichen Spektrum. Es gibt kein festgelegtes Szenario, der Fantasie seien aber auch keinerlei Grenzen gesetzt. Ziel sei es, dass die Teilnehmerinnen sich ihrem eigenen Körper widmen und dabei die Verbundenheit mit anderen erleben. Streicheln, Kuscheln, gemeinsames Masturbieren und sicher auch noch einiges mehr, denn der Appetit soll ja angeblich beim Essen kommen, denn hier ist das (öfter noch als solches bezeichnete ) Vorspiel auch gleich das Hauptspiel – Termine und mehr>>>
Weithin bekannt – Das Ballhaus
Für einen „Nicht-Hauptstädter“, überwiegend heterosexuell orientiert (was nicht bedeutet, dass ich mir nicht auch gern einmal einen gut gebauten Mann mit erigiertem Penis anschaue) ist es sicher keine Schande, wenn er von all den Klubs und Events, die in Nike Wessels Publikation Erwähnung finden, noch nie etwas gehört hat. Mit Ausnahme des Ballhaus, welches wohl jeder kennt, wenigstens vom Hören, der sich schon einmal für Berlin interessiert hat. Schön zu lesen, dass dieses traditionsreiche Haus (ich hatte es nach der Wende einmal besucht, in der Chausseestraße, wo auch Biermann mal wohnte, da kam es mir sehr verstaubt vor) seit geraumer Zeit wieder in neuem Glanze erstrahlt.
Velvet Creepers im Ballhaus
Mit den Velvet Creepers, ein Performance-Trio aus der Hauptstadt, ist das Ballhaus seit einiger Zeit wieder um eine Attraktion reicher geworden. Gegründet 2018 von Lilly Mortis (Sängerin und Geschichtenerzählerin), Fifi Fantome (Luftakrobatin und Burlesque-Tänzerin) und Dunja von K (Hula-Hoop und Haarhängekünstlerin) verkörpern die Velvet Creepers (die samtenen Kletterpflanzen) das traditionelle Cabaret der 1920er Jahre, welches aus der Sicht zugeknöpfter und biederer Zeitgenossen mit dazu beigetragen hat, der Hauptstadt den Beinamen „Sündenbabel“ zu verleihen. Der Auftritt, so ist zu lesen, verführt Sie in den dekadenten Charme der 1920er Jahre. Mehr zum Ballhaus und aktuelles Programm>>> 
Weitere, hier nicht näher erwähnte Highlights und Events
Soviel sei noch erwähnt, dass die von mir hier getroffene Auswahl, was die Reihenfolge betrifft, keine Wertung sein soll. In der Publikation werden folgende weitere Klubs und Events erwähnt:
Cybrothel – Ein futuristisches Bordell und visionäres Sexlabor, in dem Sie Ihre Lust mit Puppen (auch sprechenden Puppen) ausleben können – Information und Anmeldung hier>>>
Falls Sie schon einmal einen Blick in das Cybrothel werfen möchten, dann werden Sie hier fündig:
Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle aber auch, dass es an dieser Einrichtung doch auch schon einige Kritik gab, wie hier in der Taz. Berechtigt oder nicht?
Institut für sexuelle Kultur und Körperforschung – Das Institut widmet sich der Erforschung von Körper, Kunst und Sexualität. Mehr Informationen und das Programm finden Sie hier>>>
Von Karada House bis Liquid Love
Karada House – Von Sexpositivity zu „Sexpossibility“ – Ein Beratungsort für Fragen zu queerer Sexualität, Gender, Kink, BDSM und nicht normativen Beziehungskonstrukten – Mehr dazu mit Beratungsangeboten>>>
Liebelei für alle – Eine Boutique in Kreuzberg – Hier finden Sie alles – Kleinodien der Intimität – Mehr dazu>>>
Liquid Love – Eine ölige Angelegenheit im Namen der Sinnlichkeit – nackte eingeölte Körper in einem Plastikpool in sinnlichem Kontakt, fernab von Sexualisierung – Hier gibt es die nächsten Termine>>>

The Naked Tea-Party, Pauline Marie Antoinette und das SchwuZ
The Naked Tea-Party – Dresscode nackt – Alle Teilnehmenden sind nackt, es wird Tee serviert. Eine Gelegenheit, sich selbst zu begegnen und die Wahrnehmung von Nacktheit und Sexualität zu normalisieren – Mehr zum Inhalt und Veranstaltungen>>>
Pauline Marie Antoinette – Die Lyrik der Lust – Cabaret der Lust – Solo Performances, die die Teilnehmenden ermuntern sollen, Sinnlichkeit neu zu denken – Veranstaltungstermine>>>
Das SchwuZ, last but not least – Der älteste queere Club Deutschlands – Zu bekannt, um hier noch Neues zu verkünden – Zum SchwuZ>>>
Zugabe
Damit die Heteros hier nicht zu kurz kommen, jene, die gern wissen möchten, wo in Berlin man noch so richtig nach Herzenslust ficken kann, außer in den schon bekannten Clubs, die ich aber auch nicht kenne (nebenbei bemerkt). Hier eine Zugabe, auf die ich bei der Bearbeitung dieses Beitrags zufällig gestoßen bin:
Der Insomnia-Club in Alt-Tempelhof
„Wer frei vögelt, denkt auch frei“, so stand es als Überschrift in einem Presseartikel. „Ich lebe hier, ich ficke hier. Die Welt da draußen interessiert mich nicht“, das sagt ein Stammgast zu seinen Erfahrungen. Ob das wirklich so einfach geht, das müssen Sie schon selbst herausbekommen. Hier geht es zur Webpräsens>>>
Fazit
Nach dem aufmerksamen Lesen dieser sehr interessanten Publikation war mein erster Gedanke eine Einschränkung bzw. notwendige Ergänzung des Titels, der, so, wie er auf dem Papier steht den Interessenten kräftig in die Irre führt. Statt „Sex in Berlin“ sollte dort eher stehen „Queerer Sex in Berlin“, weil sich alle Angebote, wenigstens die, die zum Teilnehmen einladen, überwiegend an das queere Publikum richten. Wenn auch fast überall betont wird, dass Vertreter aller Orienteirungen willkommen sind (mit Ausnahme der als rein feministisch deklarierten Angebote), so wird man wohl davon ausgehen müssen, dass das Interesse sich auf einen überschaubaren Personenkreis beschränkt – leider.
Beliebter wohl mehr bei Frauen als bei Männern
Während sich Cabarets mit transsexuellen oder schwulen Inhalten schon länger (selbst in der verstaubten DDR) einer allgemeinen Beliebtheit erfreuen, dürften wohl Nackt-Events mit intensiven Körperkontakten eher bei Frauen Interesse wecken, die sich selbst (und das ist nun mal statistisch die Mehrheit) als hetero einschätzen. Dies entspricht auch einschlägigen Statistiken, die besagen, dass ca. 70 bis 75 % der Frauen gleichgeschlechtlichem Sex gegenüber offen sind (viele vllt. nur aus Neugier?), während dasselbe lediglich auf etwa 12 % der Männer zutrifft – die Langzeitwirkungen des biblisch entlehnten § 175 in den Köpfen, der es allein dem Manne verbietet, das eigene Geschlecht zu lieben ( Der Mann soll nicht beim Manne liegen).
Lasst die Menschen doch ficken, mit wem es ihnen Spaß macht!
Man stelle sich vor, Geschlechtsverkehr (igitt, wie klinisch das klingt) fände allein zum Zwecke der Vermehrung statt? Das würde bedeuten, dass bei einem Wunsch von sagen wir statistisch 2,5 Kindern pro Paar und einer Befruchtungs-Erfolgsquote von nur 5 % wir ganze 50 Mal in unserem Leben vögeln dürften. Herr Gott, wie trist und grau die Welt wohl wäre. In diesem Sinne, seid lieb zueinander, egal ob hetero oder queer …
Filmtipp
Im Filmtipp des Tages geht es nicht um queere Lust, sondern um handfesten Voyeurismus in einem Film aus dem Jahre 2022 von den Philippinen, der im vergangenen Jahr in deutscher Synchronisation auch auf DVD und Blu ray erschienen ist und den Sie auch bei Amazon Prime streamen können.
es geht um Begierden in Scorpio Nights – Schaust du zu? vom philippinischen Regisseur Lawrence Fajardo
Begierig kann man werden, wohnt man in einem Haus mit dünnen Wänden und Ritzen in den Decken, wo man das lustvolle Stöhnen der sehr attraktiven Nachbarin nicht allein zu hören, sondern auch die körperliche Lust in all den verführerischen Details auch noch zu sehen bekommt.
Scorpio Nights
Matt, ein Student wohnt in einem kostengünstigen Zimmer in einem Gemeinschaftshaus. Direkt unter ihm leben die attraktive und verführerische Pinay und ihr Ehemann Drake. Drake ist ein undurchsichtiger Krimineller. Durch eine Ritze im Boden hat Matt ungewollt Einblick in das intime Leben des Paares – und beginnt, sie heimlich zu beobachten. Als Pinay den heimlichen Zuschauer bemerkt, verschweigt sie es gegenüber ihrem Mann. Das Wissen, beobachtet zu werden, verleiht ihr einen unerwarteten Reiz. Trotz besserem Wissen lässt sich Matt auf eine riskante und verhängnisvolle Affäre mit Pinay ein – mit unabsehbaren Folgen … Mehr zum Film mit Trailer>>>
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Meine Bücher im Verkauf - Chrissys Tagebuch
Chronik einer lesbischen Liebe - Teil I – Maria – Als Taschenbuch und eBook| „Ich will gar nichts und du sollst gar nichts“, sprach sie in den Wirrwarr meiner Gedanken hinein. „Das einzige was ich jetzt will, mit dir schlafen, wie Frau mit Frau.“ Ich ließ mich ohne Widerstand an der Hand ins Schlafzimmer ziehen. Während Viola auf dem Bett in der nun unendlich bequemeren Lage, ihr Streicheln, ihre Küsse auf meine erhitzte Haut fortsetzte, stellte sich bei mir allmählich dieser Zustand ein, der stets meinen Willen brach. Dieses Mal dauerte es länger als sonst. Leise sprach sie in ihre Küsse hinein: ich würde begeistert sein, Maria, so ihr Name, sei eine wirklich tolle Frau, sie habe sich lange mit ihr unterhalten. „Ihr habt also schon …?“, fragte ich zaghaft. „Nein, mein Reh, wir haben uns unterhalten, nicht einmal über Intimitäten.“ Viola habe ihr von mir erzählt, was für eine liebenswerte junge Frau ich sei. |
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![]() | „Alltäglich ist das aber nicht, dass eine Lehrerin eine Beziehung mit einer ehemaligen Schülerin eingeht, Viola?“ Maria hob die Brauen, sie schaute Viola verwundert an. Am Tonfall ihrer Stimme bemerkte ich, dass ihre Bemerkung wohl weniger Ernst aufgefasst werden sollte. „Sie war seit Langem nicht mehr meine Schülerin, aber ich mochte Chrissy schon als sie das noch war“, antwortete Viola leise, während sie mich lächelnd anschaute. Bei der Vervollständigung der Geschichte wechselten wir uns beide ab. Viola, dass sie seinerzeit bereits in mich verliebt war, ich erzählte von unserer „zufälligen“ Begegnung. Viola wie aufgeregt ich am Anfang gewesen sei, ich, welchen Schreck ich bekam, nachdem ich bemerkte, dass sich diese Aufregung als Erregung entpuppte. Viola setzte den Schlusspunkt, wie wir uns in die Arme gefallen waren. „Aufregend“, sagte Maria, das sei ja nahezu Film reif, unsere Geschichte oder Stoff für einen Liebesroman. |
| „Du kennst den Spruch: geteilte Freude ist doppelte Freude, geteiltes Leid ist halbes Leid …“ Sie wartete einen Moment, bevor sie weiter sprach. Viola schien den Sinn nicht verstanden zu haben, zumindest erwiderte sie nichts darauf. „Man kann auch Lust teilen, dennoch ist diese stets individuell …“, fuhr Maria fort. Sie blickte wieder zu mir, als sie sagte: „Ich bin mir nicht sicher, ob Chrissy dasselbe will, worüber wir uns bereits nach etwa zehn Gesprächsminuten einig waren, ohne wirklich darüber gesprochen zu haben.“ Weiter an Viola gerichtet. „Deine Einladung für den heutigen Abend war am Ende die Bestätigung. Hätte ich nicht dasselbe gewollt wie du, wäre ich gar nicht erschienen.“ Für einen Moment herrschte Stille. Damit hatte Viola offenbar nicht gerechnet. Ich war mir nicht sicher, ob ich froh oder traurig sein sollte, falls der Abend an dieser Stelle sein Ende finden sollte. Viola unterbrach meine Gedanken, als sie sich äußerte: „Deine Rücksicht ist sehr anständig Maria“ ... Alle Leseproben>>> |
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